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Rechtsanwaltkosten

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Nicht offen für weitere Antworten.

Zita

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#1
Hallo,
eigentlich dachte ich: Jetzt läuft es! Die Klage ist bei dem zuständigen Sozialgericht eingereicht. Mein Anwalt kümmert sich endlich und wir haben eine kleine Aussicht auf einen "warmen" Winter.

Die Absprache für die Klageeinreichung mit dem Rechtsanwalt bezüglich der anfallenden Kosten beim Verlieren der Klage (dafür tritt die Prozeßkostenhilfe nicht ein) läuft. Das heißt von unserem knappen Hartz4 Geld überweise ich monatlich einen Ratenbetrag, damit sich die summe anspart. Bei Urteilsgewinn erhalten wir diesen Betrag zurück. So weit-so gut!

Oder nicht gut. Den heute haben wir eine Rechnung von unserem Anwalt über Kostennote gem. Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) für das PKH- Bewilligungsverfahren in Höher von 287,10 Euro erhalten. Selbstverständlich bietet uns unser Rechtsanwalt Ratenzahlung an.

Von der Leistung der Grundsicherung zahlen wir bisher: 1 Rate Wassergeld (Widerspruch auch nach 5 Monaten immer noch nicht behandelt) 30 Euro, Rate an den Rechtsanwalt wegen Klage 20 Euro, Ölrücklage( zusätzlich zu den gewährten 60 Eur)20 Euro, Abzahlung f. Stromnachzahlung an Freunde, die aushalfen 30 Euro. Und nun noch eine weitere Rate?

Es weiß sicherlich jemand Rat, denn der Rechtsanwalt weiß um unsere Situaion. Wir können nicht mehr zahlen und kaum noch leben.

Vielleicht kann uns jemand auch durch eigene Erfahrung einen geeigneten Ansprechpartner, der auch wirklich Hilfe bringt, nennen.

Die ganze Situation ist einfach nur noch zum :kotz:
 

hoppel

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#2
also entweder würde ich mir an Deiner Stelle Gedanken über den Anwalt machen oder Du hast das Prinzip der Prozessokostenhilfe nicht verstanden.

Die Prozesskostenhilfe wird nur gewährt, wenn der Streit nicht mutwillig war und wenn Aussicht auf Erfolg nach Meinung des Rechtspflegers besteht.

Die Prozesskostenhilfe bezahlt auch dann Deine Prozesskosten, sprich Deinen Anwalt und Deine Gerichtskosten wenn Du verlierst. Was nicht bezahlt wird ist dann die Forderung des gegnerischen Anwaltes.

Daher frage ich mich, für was Du bei Deinem Anwalt ansparst? Für den gegnerischen Anwalt?

In Deinem Fall vermutlich eine ARGE, die vermutlich durch einen Juristen des Staates vertreten wird?

Was Dir Dein Anwalt da berechnet hat doch vermutlich mit vorprozessualen Dingen zu tun, dahingehend wäre dann aber ein Beratungskostenhilfeantrag zu stellen gewesen, denn diese Kosten hätte dann auch der Staat übernommen.
 

Zita

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#3
Anwaltskosten

Hallo,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Also habe ich die ganze Aktion doch richtig verstanden! Komme langsam in Zweifel.

Den Beratungsschein für das Gespräch meines Anwaltes habe wir gleich abgegeben. Auf diesen Schein hat der Rechtsanwalt auch begonnen zu arbeiten. Jetzt mußte Klage beim Sozialgericht eingereicht werden. Zu diesem Zeitpunkt hat mich unser Anwalt unterrichtet, dass evtl. beim Verlieren der Klage Anwaltskosten auf uns zukommen könnten. Das ist die Ratenzahlung von 20 Euro, um die ganze Geschichte an zu sparen.

Von anderen Kosten wurde nicht gesprochen und ich habe auch zwischenzeitlich keine Info erhalten, dass die Proßezkostenhjilfe wegen Aussichtslosigkeit abgelehnt wurde. Vielmehr weiß unser Anwalt, dass wir keine Zahlungen irgendwelcher Art sio ohne weiteres vornehmen können.

Das Prinzip der Hilfe beim Gericht haben wir in anderer Hinsicht (Amtsgericht, Beratung) schon in Anspruch genommen und haben auch immer alles kostenfrei bekommen.

Also werde ich nachher meinem Anwalt die Rechnung zurück schicken und auf die Hilfe verweisen. Allerdings dürfte icxh dann einen neuen Anwalt oder eine vernünftige Beratung gebrauchen.

Hilfe, nachdem ich nun anscheinend das zweite Mal "Glück" mit der Wahl des Anwaltes habe, brauche ich dringend im Gebiet Göttingen, Osterode, Gosla (HArz) einen guten Rat in diesem Bezug! Wer weiß jemanden oder eine Beratungsstelle, die uns weiter helfen kann?

Danke erstmal schon für die Hilfe
Zita
 

hoppel

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#4
gibt es hier auf dem Board keine Anwaltslist? Schau doch mal in der Jurathek im entsprechendem Forum welche Anwälte sich dort tummeln und was die so von sich geben.....Anwalt und Mandant müssen auch zusammen passen
 

Quirie

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#5
Ich teile Hoppels Auffassung. Die Sache sieht seltsam aus.

Sprich als Erstes mit Deinem Anwalt, speziell, wenn er weiter für Dich arbeiten soll.

Und wenn Du keine präzise, Dich zufrieden stellende Antwort bekommst, wende Dich an die Anwaltskammer Deines Bundeslandes.

Anwälte kümmern sich nicht sonderlich darum, ob ihre Kollegen ihr Geld bekommen. Diese Variante ist ausgesprochen unwahrscheinlich.
 
E

ExitUser

Gast
#6
Hallo, also bei uns läuft auch eine Klage gegen einige Bescheide. Wir sind auch bei einem Rechtsanwalt, der uns half den Antrag (erst einmal) auf Beratungshilfekosten auszufüllen. Dieser meinte dann auch, wenn wir keine Hilfe bekommen und wir vors Gericht ziehen würde er uns einen Geringen Mindestbetrag nur in Rechnung stellen. Er meinte Maximal 100,-€. Deshalb bin ich ein wenig überrascht, dass du soviel berechnet bekommen hast.

Leider weiss ich auch keine Stelle, wohin man sich da wenden könnte.

Viel Glück.
 
E

ExitUser

Gast
#7
luzi77 sagte :
Dieser meinte dann auch, wenn wir keine Hilfe bekommen und wir vors Gericht ziehen würde er uns einen Geringen Mindestbetrag nur in Rechnung stellen. Er meinte Maximal 100,-€.
Ist das normal? Wofür denn die 100 Euro? Die Anwaltskosten sind doch eigentlich durch die Prozesskostenhilfe abgedeckt. Abzocke?

Gruß, Luna
 

achim2

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#8
hoppel sagte :
In Deinem Fall vermutlich eine ARGE, die vermutlich durch einen Juristen des Staates vertreten wird?

Ich habe hierzu noch eine Verständnisfrage:


Wenn ich verliere, muß ich dann die Kosten für den Juristen der ARGE tragen?
Oder verstehe ich da was falsch gerade.

Es heißt ja, die Kosten des gegnerischen Anwaltes werden von der Prozesskostenhilfe nicht übernommen.


Gruß Achim
 

vagabund

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#9
Änderungen des RVG ab dem 01. Juli 2006
Honorarvereinbarung für außergerichtliche Beratung
(mt 07/2006) Dass ein Rechtsanwalt Gebühren für seine Tätigkeit erhält, ist eine Selbstverständlichkeit. Die Höhe der Vergütung des Rechtsanwaltes ist im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Seit dem 01.07.2006 besteht hier allerdings eine Ausnahme. Das RVG regelt jetzt nicht mehr die Gebührenhöhe, die der Rechtsanwalt für seine außergerichtliche Beratung als Gegenwert von seinem Mandanten erhalten soll.

....

Der Verbraucher sollte für die Beratung durch seinen Rechtsanwalt eine Honorarvereinbarung treffen, die sich an der Gesetzesfassung des RVG im Stand vor dem 01.07.2006 orientiert. Danach hat der Rechtsanwalt für eine erste Beratung gegenüber einem Verbraucher höchstens 190,00 € zu erhalten (2102 VV RVG a. F. (weggefallen)). Bei einem niedrigen Gegenstandswert von beispielsweise 500 € betrug die Erstberatungsgebühr Nr. 2102 VV RVG a. F. 34,45 € (incl. Nebenkosten). Bei einem Wert der Angelegenheit von über 6.000 € erreichte der Rechtsanwalt eine Gebühr von höchstens 190,00 € (zzgl. Nebenkosten).
http://www.mein-rechtsanwalt.de/

Erfolgt die Erstberatung jedoch auf Beratungshilfeschein des Amtsgerichtes, ist lediglich ein Eigenanteil vom 10 € zu zahlen. Hinweis, der Anwalt hat auch die Möglichkeit, die Abrechnung über nachträgliche Gewährung von Beratungshilfe zu tätigen .
 
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