Rechtsanwalt hält 1,60 Stundenlohn für ausreichend

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XxMikexX

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In einer brandenburgischen Kanzlei arbeiteten zwei Angestellte für je 100 Euro pro Monat. Nun wurde der Arbeitgeber verklagt. Der verteidigt sich: Seinen Angestellten fehle für mehr Gehalt die Qualifikation.


Mini-Gehalt : Rechtsanwalt hält 1,60 Stundenlohn für ausreichend - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT


Solange es für sittenwidriges Lohndumping keine empfindlichen Strafen gibt, wird auch ein Mindestlohn nicht viel ändern.

Im schlimmsten Fall droht nur die Nachzahlung der verweigerten Löhne und Sozialbeiträge.

Abschreckung = Null, geradezu eine Einladung es mal zu versuchen.
 

Paolo_Pinkel

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Solche Aussagen bringen mich immer deutlicher zu dem Standpunkt, dass man als korrekter Bürger immer der gelackmaierte ist. Deshalb ist es nur nachvollziehbar, wenn sich auch HE das Recht herausnehmen, an ihren eigenen Vorteil zu denken und entsprechend zu verfahren.
 

Nimschö

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Seh ich ähnlich.

Wer meint seine Mitarbeiter seien nur für "einssechzigdiestunde" Qualifiziert sollte wahlweise auch nur Arbeit geliefert bekommen, die einssechzigdiestunde wert ist ( zwei linke Hände, elf Finger, alles Daumen), oder noch besser: Vom nächsten Bewerber, dem er diesen Stundenlohn anbietet mit irgendwas aus Holz mit viel Nachdruck gefüttert werden.
 

sixthsense

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Selbst dieser behämmerte "Mindestlohn" von 8.50 € die Stunde wird nicht zum leben reichen.

Für "Friedensmissionen" und gelenkte Umstürze etc. ist doch auch genug Geld da, warum nicht also für einen Mindestlohn - ohne Auflagen - i. H. v. 16.00 € die Stunde?
 
S

Snickers

Gast
Ist 1,60 Euro Stundenlohn sittenwidrig?

Ich wünsche mir Menschen die sich weigern, für solche Ausbeuter zu malochen.

Hoffentlich verliert dieser Rechtsanwalt das Ding...

Senftenberg (dpa) - Sind Stundenlöhne von 1,60 Euro sittenwidrig? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Mittwoch das Arbeitsgericht im südbrandenburgischen Senftenberg. Es geht um eine Klage des Jobcenters Oberspreewald-Lausitz gegen einen Rechtsanwalt, der Bürokräfte mit sehr niedrigen Stundensätzen beschäftigt haben soll. Der Versuch einer gerichtlichen Schlichtung des Streits war im Dezember gescheitert.

weiter lesen: Ist 1,60 Euro Stundenlohn sittenwidrig? Prozess um Lohndumping - WEB.DE
 

0zymandias

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Dieser Sittenfriedrich B. Zahla sollte dazu verurteilt werden, eine Woche lang mit einem Schild herumzulaufen, auf dem steht:

1,60 €/h

Danach bekäme er dann auch nur noch sehr sparsam(e) Mandanten.
 

0zymandias

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AW: Ist 1,60 Euro Stundenlohn sittenwidrig?

Hallo! Das Fragezeichen ist falsch! :biggrin:
 
S

Snickers

Gast
AW: Ist 1,60 Euro Stundenlohn sittenwidrig?

Da hast du recht...........und außerdem war ich zu langsam....das Thema gibt es bereits. Ich bitte um Zusammenlegung.....
dann sind es 3,20 :icon_daumen: immer noch zu wenig, soll ich noch einen auf machenß
 

hartz5

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Warum arbeitet jemand bei dem ????

Selbst bei H4 Bezug hätte man einen solchen Job ablehnen können.....bzw wieso kommt es überhaupt dazu, dass nach Antragstellung beim JC nicht sofort was unternommen und erstmal Aufstockung gezahlt wurde?
 

hartz5

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Aus dem Artikel:

In Zukunft könnte die Zahl der Klagen wegen Lohndumpings aber deutlich sinken: Grund ist der von der Bundesregierung geplante Mindestlohn von 8,50 Euro ab 2015. Komme der Mindestlohn, würden viele juristische Streitigkeiten über sittenwidrige Löhne vermieden, sagte die Gerichtssprecherin.
Mini-Gehalt : Anwalt hält 1,60 Euro Stundenlohn für ausreichend - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

Wie naiv sind Gerichte und ihre Angestellten eigentlich ?
 

TimoNRW

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Mir hat er "indirekt" eine Tätigkeit als Angestellter angeboten, jedenfalls war es eine Überlegung von ihm.

Desweiteren war er jetzt in Thailand unterwegs um dort weitere Geschäftsmodelle/Neugründung Kanzlei zu forcieren.

26.02.2013: Der Robin Hood der Arbeitslosen (neues-deutschland.de)

Cottbus: Juristischer Feldzug gegen Jobcenter :: lr-online

Es heisst allerdings...auch

Im Übrigen wurde Herr L. hier wohl aufs Kreuz gelegt. Seine Mitarbeiter wollten dazu verdienen und zwar anrechnungsfrei. Das heißt sie bekamen 100 € für 14 Stunden in der Woche. Das Jobcenter hat dann den Stundenlohn errechnet und ihn als Retourkutsche verklagt. Vom Jobcenter ist dies Heuchelei, so lange sie sebst Ein-Euro-Jobs vorhalten.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ist 1,60 Euro Stundenlohn sittenwidrig?

:biggrin:
Ich weiß echt nicht, warum sich da die Frage um Sittenwidrigkeit dreht.
Ist ja wohl klar, dass es sittenwidrig ist.
Und den Anwalt sollte man, entschuldigt bitte, vor die Wand stellen und.....
 

0zymandias

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AW: Ist 1,60 Euro Stundenlohn sittenwidrig?

Ich glaube, nach dem Feng-Shui sollte man vor die Wand niemals Laternenschmuck stellen.

Dann fließt die Energie nicht richtig.

:biggrin:
 

TimoNRW

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...
Pressemitteilung vom 05.11.2013:
Das Arbeitsgericht Cottbus informiert zu Klagen wegen sittenwidriger Löhne

Am 29.11.2013 finden vor der 13. Kammer des Arbeitsgerichts Cottbus – Kammern Senftenberg – in Senftenberg um 12.15 Uhr zwei Güteverhandlungen statt.

Dabei geht es um sittenwidrige Löhne. Es klagt das Jobcenter OSL gegen Rechtsanwalt Lange. Das Jobcenter macht Arbeitsentgelt zweier Arbeitnehmer aus übergegangenem Recht geltend.

Die Arbeitnehmer hatten neben ihrem Entgelt als Bürokräfte (14 bzw. 15 Stunden pro Woche bei einem jeweiligen Monatsentgelt von 100 Euro) Leistungen zur Hilfe zum Lebensunterhalt (also Hartz-IV-Leistungen) erhalten.

Das Jobcenter ist der Meinung, der Lohn der Arbeitnehmer sei sittenwidrig so niedrig, dass noch Ansprüche der Arbeitnehmer bestünden, die von Rechts wegen auf das Jobcenter übergegangen seien. Die Ansprüche werden in einem Fall für den Zeitraum von 12 Monaten und in dem anderen Fall für einen Zeitraum von ca. 9 Monaten geltend gemacht. Die Differenzansprüche des Jobcenters werden von diesem auf der Grundlage einer Stundenvergütung von 5 Euro brutto berechnet.

Cottbus, 05. November 2013

Dr. Ulrike Heither
– Pressesprecherin für das Arbeitsgericht Cottbus –
 

Anna B.

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ich hab irgendwo anders schon mal geschrieben....: Praktikanten bei einigen Rechtsanwälten....bevor die Mädels eine Ausbildung beginnen können, müssen sie ein 1-jähriges Praktikum bei dem jeweiligen AG machen..und nach diesem kostenlosen Praktikum dürfen sie dann ihre 3-jährige Ausbildung machen....

das gab es eine Zeit lang sehr oft....
 
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Für "Friedensmissionen" und gelenkte Umstürze etc. ist doch auch genug Geld da, warum nicht also für einen Mindestlohn - ohne Auflagen - i. H. v. 16.00 € die Stunde?

Die Löhne werden nicht vom Staat bezahlt. Was der Staat mit seinen Steuereinnahmen macht, hat mit der Entlohnung von Beschäftigten in der Wirtschaft nicht das Geringste zu tun. Ich wundere mich wirklich über so eine Frage.
 

sixthsense

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Die Löhne werden nicht vom Staat bezahlt. Was der Staat mit seinen Steuereinnahmen macht, hat mit der Entlohnung von Beschäftigten in der Wirtschaft nicht das Geringste zu tun. Ich wundere mich wirklich über so eine Frage.

Er legt aber die Höhe des Mindestlohnes fest. Die erste Ausrede, wenn man einen höheren Mindestlohn verlangen würde wäre doch, dass es nicht genug Geld gibt.

Und hier gilt das gleiche wie bei den Regelsätzen: Mit so einer billigen Ausrede sollte man sich nicht länger abspeisen lassen.
 
E

ExitUser

Gast
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, das es bei vielen Lebensmittelmärkten einiger bestimmter Anbieter gang und gäbe ist, ein solches Hinzuverdienstmodell mit Billigung der JC anzubieten. Es wird ein Vertrag als Minijobber aufgesetzt und zur Auszahlung kommt lediglich der anrechnungsfreie Lohn von 100€.
 
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Er legt aber die Höhe des Mindestlohnes fest. Die erste Ausrede, wenn man einen höheren Mindestlohn verlangen würde wäre doch, dass es nicht genug Geld gibt.

Der Staat legt den Mindestlohn fest, aber ob dann wirklich "genügend Geld vorhanden ist" steht auf einem anderen Blatt. Das muß jeder Unternehmer für sich selbst entscheiden, ob er die Bude dicht macht oder nicht, weil es sich nicht mehr lohnt. Von Außen ist das schwer vorher abzuschätzen. Daher würde ich nicht pauschal von einer "Ausrede" reden.
 

Lecarior

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Solche Aussagen bringen mich immer deutlicher zu dem Standpunkt, dass man als korrekter Bürger immer der gelackmaierte ist. Deshalb ist es nur nachvollziehbar, wenn sich auch HE das Recht herausnehmen, an ihren eigenen Vorteil zu denken und entsprechend zu verfahren.
Und solche Aussagen wie deine steigern mein Verständnis für Bürger, die ihren Beitrag zur "Zwangssolidarität" mittels Steuerhinterziehung so gering wie möglich halten.
 

Lecarior

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