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alexbn56

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#1
Meine Erlebnisse mit einem Fachanwalt für Sozialrecht:
Als ich im Februar nicht mehr so recht weiter wusste, schaltete ich einen Fachanwalt für Sozialrecht ein, der meine Interessen und mein "Recht" gegenüber der ARGE vertreten sollte. Da ich aus besseren Zeiten immer noch über eine Rechtschutzversicherung verfüge, hielt ich das für eine gute Idee. Also Termin gemacht ("Ich habe aber nicht viel Zeit", sagte der RA bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung ...) Alle Unterlagen kopiert und hingefahren. Gespräch dauerte keine 15 Minuten - das war's. Ich selbst legte dann einen Widerspruch ein, wandte mich ans Sozialgericht ... Vom RA hörte ich nichts. Also nach 4 Wochen telefonisch nachgefragt: "Keine Zeit ... habe mit ARGE telefoniert ...". Dann erhielt ich durch MEINE Initiativen hin einen geänderten Bescheid, der "in Ordnung" ist und 6 Monate gilt. Dann kam ein Schreiben vom RA: Meine Versicherung übernehme sein Honorar nicht; "besorgen Sie beim Gericht einen Beratungshilfeschein, damit ich mein Honorar bekomme". Habe dann zurückgefragt: Honorar für was denn? Er habe doch gar nichts unternommen, mich weder beraten, noch irgendwelche Schriftsätze verfasst ... Daraufhin kam ein beleidigender und drohender Brief ...

Und nun?
So wie es aussieht, werde ich eine mir noch unbekannte Summe als "Honorar" an den RA bezahlen müssen - und das als Hartzer und obwohl ich keinerlei Hilfe oder Beratung erhielt ...

So weit - so schlecht. So ist es mir ergangen. Das soll nicht heißen, daß alle RAe so "arbeiten", und ich anderen Hartzern vom Kontakt zu einem RA abrate, aber war mein "Fall" nur ein Einzelfall?

Inzwischen bin ich zumindest sehr geschockt und frustriert ...
Wichtig für alle und allgemeingültig ist aber, was ich gelernt habe:
1. Eine Rechtschutz-Versicherung übernimmt erst dann die Anwaltskosten, wenn man vor Gericht landet. Außergerichtliche Verfahren und reine Anwaltskosten bei Sozialrechtsfällen werden nicht von der Rechtsschutz-Versicherung übernommen!!!
2. Einen Beratungshilfeschein (der auch in außergerichtlichen Sozialrechtsangelegenheiten gilt) bekommt man nur, wenn man diesen VOR der Kontaktierung eines RA beim zuständigen Gericht beantragt!!!
3. Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei paar Schuhe. Und ein Anwalt denkt zuweilen lediglich an seinen Profit und kann durchaus auch ein übler Kerl sein.

Haben andere Forumsteilnehmer ähnliche Erfahrungen machen müssen?
 
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#2
alexbn56 sagte :
2. Einen Rechtshilfeschein bekommt man nur, wenn man diesen VOR der Kontaktierung eines RA beim zuständigen Gericht beantragt!!!
...und nur, wenn man nicht in Hamburg oder Bremen wohnt.
Dort wendet man sich an die ÖRA bzw. die Arbeitnehmerkammer. ;)
 

heuschrecke

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#3
2. Einen Beratungshilfeschein (der auch in außergerichtlichen Sozialrechtsangelegenheiten gilt) bekommt man nur, wenn man diesen VOR der Kontaktierung eines RA beim zuständigen Gericht beantragt!!!
Das kann ich so nicht bestätigen. Ich gehe zum Anwalt und die Anwaltsgehilfin setzt dann dort für mich den Beratungskostenhilfeantrag auf und schickt ihn zum Gericht. Ich muss ale Unterlagen mitbringen, wie Kontoauszug und Einkommensnachweis(bei mir Hartz4) und Mietvertrag und andere fixe Kosten wie KFZ-Versicherung.

("Ich habe aber nicht viel Zeit"
Das ist ein eindeutiges Warnsignal, das eigentlich jeder verstehen sollte: Der Anwalt will diesen Fall nicht vertreten! Er kann, darf oder will das aber nicht zu deutlich formulieren. Zu solch einem Anwalt würd ich garnicht erst hingehen, denn er wird NICHTS für mich unternehmen.

Haben andere Forumsteilnehmer ähnliche Erfahrungen machen müssen?
Anwälte sind genau wie Ärzte ganz normale Menschen: Ein Grossteil ist unfähig, ein Grossteil ist faul, ein Grossteil ist geldgierig.
Habe selbst schon so einen Anwalt gehabt. Das war genau wie bei Dir: Ich musste alles elbst machen. Er hätte sämtliche Termine versäumt. Er hat nichts(!) für mich erreicht. Das einzige (wie bei Dir): Er hat da mal angerufen. Ohne Ergebnis. Das wars dann von seiner Seite. Diese Anwälte sind der Meinung es hiesse ja schliesslich Beratungs-kostenhilfe. Ihre Aufgabe sei mit der Beratung erledigt und den Rest solle der arme Schlucker mal selbst machen. Fairer Weise musss man erwähnen, dass die Bezahlung auf Beratungskostenhilfe ziemlich mies ist...

Seit dem versuche ich immer über private Empfehlungen an einen Anwalt zu kommen. Meine Erfahrung dabei: Die in der 'Schlossallee' residieren oder mit grossen teuren Büros irgendwo haben keinen Bock für ein paar Kröten von mir ihre Finger schmutzig zu machen. Es gibt aber durchaus engagierte Anwälte in kleineren Büros, die nicht in Nobelvierteln liegen, die trotzdem die nötige Ahnung haben und auch bereit sind mal SELBST einen Brief zu schreiben. Die muss man allerdings erstmal rausfinden...
 

Acacia

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#4
danke für die info,hab nämlich auch scon überlegt,ob man da was machen kann!so langsam kann man anderswie sein recht nicht mehr geltend machen,oder die leute im amt zum sauber arbeiten zu bewegen!traurig das man soweit gehen muss,aber scheinbar muss es irgendwann so kommen!
 

alexbn56

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#5
Hi "heuschrecke"!
"Mein" Anwalt hatt(e) keine Mitarbeiter - da gibt es keine Gehilfin ...
Und der hat mir natürlich nichts gesagt, geschweige denn einen Antrag vorbereitet/abgeschickt ...
Na, jetzt bin ich ja klüger ...
 

terri

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#6
Hallo,
ich hatte früher auch mal eine RS-Vs. Da lief das so.
Vor einem Anwalt-Besuch einen Berater von der Versicherung anrufen.
Fall schildern.
Der überlegt dann wie die Sache aus gehen könnte und sagt dann ok oder nein.
Aussichtslose Fälle wollen die nicht haben daher vorher immer den Berater anrufen.
Dann vom beratenden Anwalt den Antrag für die Versicherung ausstellen lassen.
terri
 
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