rechtliche Grundlage für Pauschalabzug bei Minijob

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ela1953

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Ich habe im März einen Minijob angenommen mit einem Einkommen unter 100 Euro im Monat.

Heute flatterte mir ein Schreiben ins Haus, dass zunächst 200 Euro Einkommen angerechnet wird.

Nach Einreichen des Zahlungseingangs würde der Restbetrag angewiesen. Bei einem Verdienst von 100 Euro wären das ja nur 80 Euro, die mir dann Mitte des Monats nachgezahlt würden.

Das geschähe zu meinem Schutz, da bei einer Überzahlung sofort der komplette überzahlte Betrag einbehalten würde.

Meinen Einwand, dass das doch einfacher wäre, da ich ja dann das Geld hätte, wurde verneint. Das ich dann 80 Euro weniger am Anfang des Monats habe, wurde mit Geringfügigkeit abgetan.

Die SB, eine neue, meinte, sie wäre auf der rechtlich sicheren Seite.
Bei allen anderen Minijobs würden sogar 400 Euro angerechnet.

Ich mach das jetzt schriftlich an den Teamleiter (obwohl ich ab Montag ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen habe und nichts mehr mit dem Jobcenter zu tun habe)

Möchte mich aber hier versichern, wo über die Anrechnung eines Minijobs was geschrieben steht. Ich weiß, dass Biddy immer schnell die Sachen aus den Arbeitsanweisungen hier reinwirft.
 

Paolo_Pinkel

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Zum Thema der pauschalen 200 Euro Anrechnung: Nach § 2 der ALG II-V gibt es 2 Möglichkeiten der fiktiven Einkommensanrechnung, wenn das Einkommen monatlich in unterschiedlicher Höhe erfolgt. Einmal mit einem Durchschnittseinkommen (womit also die 200 Euro nicht stimmen können, der Durchschnitt von 100 Euro bis 150 Euro kann ja nie 200 Euro sein nach Adam Riese) oder aber die Anrechnung eines geschätzten Einkommens. Hierbei muss aber vorher eine Anhörung erfolgen. Das ist garantiert nicht passiert, so dass die Anrechnung (bei deinem Freund?) auch hier so nicht rechtens ist.
==> https://www.elo-forum.org/alg-ii/72414-jc-reduziert-kdu-setzt-hohes-einkommen.html#post830116
 
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