Rechtliche Betreuung besseren Wissens!

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ExitUser

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Hallo liebe mit Streiter ,

ich hatte vom Betreuungsgericht eine Betreuerin zu Seite gestellt bekommen. Die Betreuung hat sich als Albtraum entpuppt. Ich wurde als Suchtkranker hingestellt - die Betreuerin ist eine Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) (Rechtliche Betreuung und Suchtberatung).

Ich habe der Betreuerin eine E-Mail zu kommen lassen das ich Àrger in der Verwandtschaft habe und darauf Kamm eine Nachricht die nicht in Ordnung war (Ich solle ihr nicht drohen und solle ihr keine fristen setzen). Gesagt getan habe ich darauf ein mildes schreiben zu kommen lassen - das Sie mein schreiben falsch auf gefasst habe. Die Betreuerin hat einen Monat Urlaub gemacht. Ich habe ihr meine Situation beschrieben gehabt.

Heute morgen dann bekam ich eine neue Nachricht von der Betreuerin - Sie hĂ€tte ein Wohnheim fĂŒr Psychisch kranke gefunden Stichpunkt Suchtkranke. Wenn ich wolle könnte ich dahin fahren und mir die Einrichtung anschauen (Sie hat mir eine mit fahr Angelegenheit angeboten wen ich rechtzeitig antworte). Ich habe danach mit ihr Schluss gemacht.

Ich hatte meine Punkte erörtert und ihr gesagt das ich nicht mit ex-Knackis und suchtkranken zu tun haben möchte. Ich verstehe nicht wie man so stur sein kann oder stehen in den Akten was ich noch nicht weiß?!

Das Problem besteht darin das ich von meiner Mutter ĂŒberall verleumdet wurde (als Alkoholiker und Junkie hingestellt) und auch bei den Behandelten Ärzten (Psychologen).

Was kann ich dagegen machen?

Wie beende ich die Betreuung und wie komm ich wieder da raus?

Gruß, Algiator2
 

Muzel

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Du brauchst einen Anwalt oder den VdK. Das einzige was du machen kannst, du kannst dich ĂŒber deinen rechtlichen Betreuer beim Amtsgericht beschweren. Dann hast du ein weiteres Problem, dass du keinen Vertrag abschließen kannst, weder mit dem VdK noch mit einen Anwalt ohne, das der Betreuer zustimmt.
 
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Ich bin jedenfalls im Sozialverband - Heute ging ein Brief zum Amtsgericht raus. Mein Wunsch nach einem neuen Betreuer habe ich erörtert. Die Frau Ärztin habe ich auch benachrichtigt.
Der Rechtliche Betreuer hat nicht die Befugnis von mir und auch kein Mandat.
 

Muzel

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Mach dich auf einen Kampf fertig. Es ist nicht einfach einen rechtlichen Betreuer loszuwerden. Ich hoffe ,dass der VdK pfiffig ist. Ich habe fĂŒr einen solche Fall eine Versorgungsvollmacht abgegeben, was ich jedem raten wĂŒrde, damit man keine Pfeife als Betreuer vor die Nase gesetzt bekommt, die man dann auch noch teuer bezahlen darf.
 

Anna B.

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oder die von Nina Hagen...

schau dir das mal bitte genau an...!!

PatVerfĂŒ im Überblick

du selber kannst mit der Pat.VerfĂŒgung einen eigenen Betreuer bestimmen !!!
eine Pat.VerfĂŒgung schĂŒtzt dich auch vor Zwangsmaßnahmen und Zwangsbehandlungen !!

schau es dir bitte wirklich genau an.....klick den Link und lese es durch...
 
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Ich habe gestern mit meiner Ärztin eine Vorkehrung getroffen -
die Anliegen wurden so weit festgehalten (Versorgungsvollmacht).
Ich bekomme einen neuen Betreuer, der mich bei meinen Anliegen unterstĂŒtzt. Die letzte Betreuung fing an mich zu beschuldigen das Ich Sie bedroht und genötigt hĂ€tte darauf hin gab es Telefon Terror (Telefon nummer ist so weit abgeĂ€ndert) - das Verhalten dieser Dame war keine Glanz Leistung. Als NĂ€chstenschritt: Weg von dieser Ortschaft und Vorkehrung treffen.
 
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Wie kann ich mich gegen die genannten GrĂŒnde dieser Betreuerin wehren?
Ich habe zu keiner Zeit eine Aussage bei ihr gemacht - ich habe dem Amtsgericht ein Schreiben zu kommen lassen in dem Ich gesagt habe, das ich jemanden anderen in der Betreuung haben möchte,
da diese Betreuerin sich als schwierig erwiesen hat (EGO). Am 21.08.2013 hatte ich ein GesprĂ€ch mit meiner Ärztin und Sie sagte Sie wĂŒrde sich darum kĂŒmmern ist ja noch frisch. Zu keiner Zeit hĂ€tte Sie von einer Suchterkrankung gesprochen oder geschweige irgendein Dokument raus gegeben - was macht die Betreuerin Sie sucht ein Heim fĂŒr suchtkranke aus.

Die Frau hat einfach mit einem Behinderten Menschen nicht so zu reden. Werde doch im Sozialverband vorstellig.
 

AnhÀnge

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Hallo liebe Leser,

ich habe versucht durch den Haus Arzt einen Befund zu bekommen und die Praxis hat mich an die Ambulanz verwiesen (wegen PatverfĂŒ).

und auch hier die gleiche Leier, die Frau sprach ganze Zeit von Steuer Geldern und das ich das freiwillig gemacht hĂ€tte. Wo bitte schön ist, den was freiwillig und warum wird meine Erkrankung auf DRV Stelle verharmlost (suchtkranker bin ich nicht - wird mir unterstellt etc.PP). Die Arbeiter auf dem Amtsgericht und der DRV sind alle gleich gestellt und können jemanden ohne Zeugen in die irrefĂŒhren. Die Diplom Psychologien in der Praxis ist gleich gestellt mit den Arbeitern im Amtsgericht alle sprechen nur die eine Sprache und diese ist die tĂ€uschung- gesetzte stehen auf einem anderen Blatt Papier.:icon_twisted:

Auf dem Betreuungsgericht arbeitet die gleiche Person die mich vorletztes Jahr in die falsche fĂ€hrde geschickt hat (ich glaube mir dĂ€mmert es langsam ein). Die Diplom. Psychologin mit medizinischen Kenntnissen die mich in der Praxis betreut scheint mit den Arbeitern zusammen zu arbeiten. Mir wurde einfach eine Shizo Krankheit angedichtet und die Sovd hat verpennt (einmal in der Woche fĂŒr 4 std.). Ich bin dann zu der beratungs- stelle gegangen und wollte mir ein Anwalt besorgen und wieder hat man mich abgespeist mit einer falschen Telefonnummer.

Mir blieb nichts ĂŒbrig meine Tollen verwandten anzurufen und um Hilfe zu betteln - die mir noch einiger maßen gut gesonnen sind. Laut Betreuungsrecht ist so was zu unterbinden, wen der Betreute in Gefahr ist und von seiner Verwandtschaft bedroht wird.
Im letzten GesprÀch sagte die Diplom Psychologien mit medizinischen Kenntnissen (Sie akzeptiert und geht nicht auf meine Situation ein- beschönigen etc.), das ich nichts zu unternehmen brauch.

Anwalt besorgen oder noch auf den neuen Betreuer (der angeblich kommen soll und ich nichts zu machen brauch) warten?
 

hartaber4

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Du brauchst einen Anwalt oder den VdK.

Der VdK macht jetzt auch Betreuungsrecht ?

Das einzige was du machen kannst, du kannst dich ĂŒber deinen rechtlichen Betreuer beim Amtsgericht beschweren.

Unbedingt auf die Rechtsmittelfristen achten. Neu geregelt im FamFG.

§ 39 FamFGRechtsbehelfsbelehrung

Jeder Beschluss hat eine Belehrung ĂŒber das statthafte Rechtsmittel, den Einspruch, den Widerspruch oder die Erinnerung sowie das Gericht, bei dem diese Rechtsbehelfe einzulegen sind, dessen Sitz und die einzuhaltende Form und Frist zu enthalten. Über die Sprungrechtsbeschwerde muss nicht belehrt werden.






Dann hast du ein weiteres Problem, dass du keinen Vertrag abschließen kannst, weder mit dem VdK noch mit einen Anwalt ohne, das der Betreuer zustimmt.

1. Die Einrichtung einer Betreuung fĂŒhrt nicht zum Wegfall der GeschĂ€ftsfĂ€higkeit. Solange kein Einwilligungsvorbehalt angeordnet wurde, besteht voll GeschĂ€ftsfĂ€higkeit

2. Ferner wÀre sogar der Betroffene bei GeschÀfstunfÀhigkeit verfahrensfÀhig, vgl. hier auch:



§ 275 FamFG VerfahrensfÀhigkeit

In Betreuungssachen ist der Betroffene ohne RĂŒcksicht auf seine GeschĂ€ftsfĂ€higkeit verfahrensfĂ€hig.


Tipp:

Der TE sollte Verfahrenskostenhilfe fĂŒr die Beiordnung eines (selbstgewĂ€hlten!) Rechtsanwalts beantragen.

Man sollte sich nicht auf den Verfahrenspfleger verweisen lassen.... in der Regel sind das gerichtsbekannte "Abnicker", die im Gegensatz zur Aussage im Gesetz eher meist nicht die Interessen des Betroffenen wahrnehmen.

vgl. auch:

§ 276 FamFG Verfahrenspfleger

(1) Das Gericht hat dem Betroffenen einen Verfahrenspfleger zu bestellen, wenn dies zur Wahrnehmung der Interessen des Betroffenen erforderlich ist. Die Bestellung ist in der Regel erforderlich, wenn

1.
von der persönlichen Anhörung des Betroffenen nach § 278 Abs. 4 in Verbindung mit § 34 Abs. 2 abgesehen werden soll oder

2.
Gegenstand des Verfahrens die Bestellung eines Betreuers zur Besorgung aller Angelegenheiten des Betroffenen oder die Erweiterung des Aufgabenkreises hierauf ist; dies gilt auch, wenn der Gegenstand des Verfahrens die in § 1896 Abs. 4 und § 1905 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs bezeichneten Angelegenheiten nicht erfasst.

(2) Von der Bestellung kann in den FĂ€llen des Absatzes 1 Satz 2 abgesehen werden, wenn ein Interesse des Betroffenen an der Bestellung des Verfahrenspflegers offensichtlich nicht besteht. Die Nichtbestellung ist zu begrĂŒnden.


(3) Wer Verfahrenspflegschaften im Rahmen seiner BerufsausĂŒbung fĂŒhrt, soll nur dann zum Verfahrenspfleger bestellt werden, wenn keine andere geeignete Person zur VerfĂŒgung steht, die zur ehrenamtlichen FĂŒhrung der Verfahrenspflegschaft bereit ist.

(4) Die Bestellung eines Verfahrenspflegers soll unterbleiben oder aufgehoben werden, wenn die Interessen des Betroffenen von einem Rechtsanwalt oder einem anderen geeigneten VerfahrensbevollmÀchtigten vertreten werden.


(5) Die Bestellung endet, sofern sie nicht vorher aufgehoben wird, mit der Rechtskraft der Endentscheidung oder mit dem sonstigen Abschluss des Verfahrens.


(6) Die Bestellung eines Verfahrenspflegers oder deren Aufhebung sowie die Ablehnung einer derartigen Maßnahme sind nicht selbstĂ€ndig anfechtbar.


(7) Dem Verfahrenspfleger sind keine Kosten aufzuerlegen.
 

hartaber4

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Wie kann ich mich gegen die genannten GrĂŒnde dieser Betreuerin wehren?
Ich habe zu keiner Zeit eine Aussage bei ihr gemacht - ich habe dem Amtsgericht ein Schreiben zu kommen lassen in dem Ich gesagt habe, das ich jemanden anderen in der Betreuung haben möchte,
da diese Betreuerin sich als schwierig erwiesen hat (EGO). Am 21.08.2013 hatte ich ein GesprĂ€ch mit meiner Ärztin und Sie sagte Sie wĂŒrde sich darum kĂŒmmern ist ja noch frisch. Zu keiner Zeit hĂ€tte Sie von einer Suchterkrankung gesprochen oder geschweige irgendein Dokument raus gegeben - was macht die Betreuerin Sie sucht ein Heim fĂŒr suchtkranke aus.

Die Frau hat einfach mit einem Behinderten Menschen nicht so zu reden. Werde doch im Sozialverband vorstellig.


GemĂ€ĂŸ dem Beschluss ist die vorlĂ€ufige Betreuung aufgehoben worden.

Ob das AG in seiner BegrĂŒndung seiner Amtsermittlungspflicht (§ 26 FamFG) hinreichend nachgekommen ist, lĂ€sst sich ohne nĂ€here Kenntnisse nicht prĂŒfen. Die BegrĂŒndung sieht aber nach "Standardfloskel" aus, die die RĂŒcksprache mit der ehemaligen vorlĂ€ufigen Betreuerin wohl wiederspiegeln dĂŒrfte.

Was jetzt naheliegend kommen wird ist:

Erstellung eines Gutachtens ( § 280 FamFG)


Jetzt muss man sich aus dem Bauch fragen, wie das "Gericht" so tickt.....(theoretisch - gemĂ€ĂŸ § 278 FamFG Anhörung des Betroffenen - muss es damals ein "GesprĂ€ch" gegeben haben mit dem Richter)

Das GA ist der Dreh- und Angelpunkt fĂŒr die Erforderlichkeit einer Einrichtung einer Betreuung.

Man muss sich hier bewusst machen:

Das AG "kennt" seine Gutachter (und andersherum)..... die/der Richter weiß also in der Regel welcher GA zu welchem "Problem" passt....

Wer sich als Richter den "passenden" GA raussucht, kann hier die Einrichtung einer Betreuung relativ wasserdicht ausgestalten.

Betroffene OHNE Kenntnisse des Betreuungsrechts haben es in der Regel sehr schwer ihre Rechtsposition wahren zu können .


Ich wÀre da seeeeehr vorsichtig!


Faustregel: Je mehr sich ein Betroffener wehrt, desto betreuungsbedĂŒrftiger ist er ..... (Fachjargon/Floskel: Krankheitsuneinsichtig)

DER "WITZ" AN DER SACHE:

Wie fast immer wird der Kerngedanke des Betreuungsrechts (Wohl des Betreuten/ ergĂ€nzt durch Wunschrecht/usw.) mit FĂŒĂŸen getreten....

meist geht es um das "Wohl" der pauschalvergĂŒteten Berufsbetreuer.... diese brauchen eine bestimmte Fallzahl, um wirtschaftlich ĂŒberleben zu können....

Wie man in dem VergĂŒtungssystem eine vernĂŒnftige Betreuung gewĂ€hrleisten will, ist bis heute ein RĂ€tsel.....
 

hartaber4

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oder die von Nina Hagen...

schau dir das mal bitte genau an...!!

PatVerfĂŒ im Überblick

du selber kannst mit der Pat.VerfĂŒgung einen eigenen Betreuer bestimmen !!!
eine Pat.VerfĂŒgung schĂŒtzt dich auch vor Zwangsmaßnahmen und Zwangsbehandlungen !!

schau es dir bitte wirklich genau an.....klick den Link und lese es durch...

Warum liegt diese dem AG nicht vor? (vgl. auch §§ 1901a und 1901c BGB)

Wenn du damit jetzt um die Ecke kommst.... zerschreddert dir das jeder auch nur mittelmĂ€ĂŸigbegabte Richter am Betreuungsgericht...

(Selbst wenn das direkt so nicht gemacht wird.... dann eben mit dem Aufgabenkreis : Widerruf der Vorsorgevollmacht o.Ă€. formuliert. Es fĂŒhren viele Wegen nach Rom....)


DĂŒrfte dann so klingen:


Aufgrund der krankheitsbedingten EinschrĂ€nkungen muss das Gericht davon ausgehen, dass der Betroffene die Reichweite seiner ErklĂ€rungen (PatVerfĂŒ/VoVo) aufgrund erheblicher MĂ€ngel bei der Bildung eines freien Willens (siehe Gutachten Dr. Manfred Mietmaul.....) nicht erfassen konnte.

Die Einrichtung einer Betreuung nach § 1896ff. BGB ist demgemĂ€ĂŸ zwingend erforderlich.

Blabla....

Aufgabenkreise 1,2,3,4,...........

Richter Rudolf Ruppig
 
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GemĂ€ĂŸ dem Beschluss ist die vorlĂ€ufige Betreuung aufgehoben worden.

Ob das AG in seiner BegrĂŒndung seiner Amtsermittlungspflicht (§ 26 FamFG) hinreichend nachgekommen ist, lĂ€sst sich ohne nĂ€here Kenntnisse nicht prĂŒfen. Die BegrĂŒndung sieht aber nach "Standardfloskel" aus, die die RĂŒcksprache mit der ehemaligen vorlĂ€ufigen Betreuerin wohl wiederspiegeln dĂŒrfte.

Was jetzt naheliegend kommen wird ist:

Erstellung eines Gutachtens ( § 280 FamFG)

Jetzt muss man sich aus dem Bauch fragen, wie das "Gericht" so tickt.....(theoretisch - gemĂ€ĂŸ § 278 FamFG Anhörung des Betroffenen - muss es damals ein "GesprĂ€ch" gegeben haben mit dem Richter)

Der Amtsrichter aus Gießen war bei mir und die Betreuerin ist in Wirtschaft Jura bewandert und ĂŒbt die TĂ€tigkeit fĂŒr suchtkranke aus in der Betreuung. (der Amtsrichter scheint sich gut mit der Betreuerin zu verstehen). Der Amtsrichter war Anfang August 2013 bei mir.


Das GA ist der Dreh- und Angelpunkt fĂŒr die Erforderlichkeit einer Einrichtung einer Betreuung.

Der Amtsrichter fragte mich nur bei was ich einen Betreuer brauch und ich sagte Wohnungs- Angelegenheit und BehördengĂ€nge, Behinderteneinrichtungen. FĂŒr einen gutachten habe ich zugestimmt und kurz darauf rief mich die Frau B.J aus der Praxis an.

Man muss sich hier bewusst machen:

Das AG "kennt" seine Gutachter (und andersherum)..... die/der Richter weiß also in der Regel welcher GA zu welchem "Problem" passt....

In dem Schreiben vom Betreuungsgericht den ich anfang Juli bekommen habe stand kein Wörtchen ĂŒber eine Suchterkrankung.
Die ich Mitte August bei der Gutachterin klar gestellt habe das ich kein Suchtkranker bin und sie nickte nur.


Wer sich als Richter den "passenden" GA raussucht, kann hier die Einrichtung einer Betreuung relativ wasserdicht ausgestalten.

Mag sein. Ich habe ja auch nichts in der hand wo ich als Suchtkranker gestellt werde.

Betroffene OHNE Kenntnisse des Betreuungsrechts haben es in der Regel sehr schwer ihre Rechtsposition wahren zu können .

Das stimmt.

Ich wÀre da seeeeehr vorsichtig!

Bin ich.

Faustregel: Je mehr sich ein Betroffener wehrt, desto betreuungsbedĂŒrftiger ist er ..... (Fachjargon/Floskel: Krankheitsuneinsichtig)

DER "WITZ" AN DER SACHE:

Wie fast immer wird der Kerngedanke des Betreuungsrechts (Wohl des Betreuten/ ergĂ€nzt durch Wunschrecht/usw.) mit FĂŒĂŸen getreten....

Ja

meist geht es um das "Wohl" der pauschalvergĂŒteten Berufsbetreuer.... diese brauchen eine bestimmte Fallzahl, um wirtschaftlich ĂŒberleben zu können....

Habe ich mir auch schon gedacht und die einzige lösung ist ein bewanderter Anwalt.


Wie man in dem VergĂŒtungssystem eine vernĂŒnftige Betreuung gewĂ€hrleisten will, ist bis heute ein RĂ€tsel.....

merci beaucoup...

Das Problem ist, das ich kein Suchtkranker bin und das ich nach den Streitigkeiten von der Betreuerin in die Praxis von Frau B.J einbestellt wurde, Sie hat mich nach dem Verlauf der Betreuung gefragt und habe ihr meine Probleme beschrieben und ihr gesagt, dass ich kein Suchtkranker bin. Die Frau in der Praxis geht davon aus das Ich nicht Suchtkrank bin. Die nötigen unterlagen wurden von der Frau B.J an das Amtsgericht weitergereicht.
 

hartaber4

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merci beaucoup...

Das Problem ist, das ich kein Suchtkranker bin und das ich nach den Streitigkeiten von der Betreuerin in die Praxis von Frau B.J einbestellt wurde, Sie hat mich nach dem Verlauf der Betreuung gefragt und habe ihr meine Probleme beschrieben und ihr gesagt, dass ich kein Suchtkranker bin. Dir Frau in der Praxis geht davon aus das Ich nicht Suchtkrank bin. Die nötigen unterlagen wurden von der Frau B.J an das Amtsgericht weitergereicht.

Insofern wirkt das Ganze nicht so "dramatisch"......

Eine Frechheit ist das Wort Betreuung (klingt ja erstmal nett, weil es positive Assoziationen weckt)... es ist aber nichts anderes als ein anderes Wort fĂŒr Bevormundung....

Es mag BetreuerInnen geben, die ihren Job gewissenhaft machen (Oberster Maßstab fĂŒr das Handeln des Betreuers ist das Wohl des Betreuten ; aus Knittel BGB)... ich behaupte: Das ist leider selten der Fall.

Zum Thema "suchterkrankt":

Wenn eine Suchterkrankung die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung erforderlich machen sollte.... wÀre demnach ja bald "halb Deutschland" unter Betreuung.... oder Schulden..... usw.
 

hartaber4

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Zitat aus Beitrag 13

Der Amtsrichter aus Gießen war bei mir und die Betreuerin ist in Wirtschaft Jura bewandert und ĂŒbt die TĂ€tigkeit fĂŒr suchtkranke aus in der Betreuung. (der Amtsrichter scheint sich gut mit der Betreuerin zu verstehen). Der Amtsrichter war Anfang August 2013 bei mir.



Man muss sich auch mal fragen, warum angeblich erfolgreiche Juristen (Berufs-)Betreuungen machen.... aus NĂ€chstenliebe? Wohl kaum...

In der Regel sind es oft "Experten", die in ihrem Berufsfeld "kein Bein auf den Boden bekommen".... wer es nicht glaubt, sollte einfach einen realistischen Blick in das VergĂŒtungssystem werfen (VBVG)......
 

hartaber4

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hartaber4

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Das gleiche gibt es auch in Berlin.

Wird jetzt wohl "Mode" werden... die sitzen ja fast an der Quelle.... und eine Betreuung beim AG anregen kann ja jede(r).


Eine kostenlose Beratung kann man sich doch antun, bevor man zum Anwalt geht.

Ob ein Verein, der auch davon "lebt" Betreuungen auszufĂŒhren, hinreichend objektiv berĂ€t, muss jeder fĂŒr sich entscheiden.

Da die Rechtsmittelfristen im BtR nicht gerade lang sind, sollte man auch das berĂŒcksichtigen.

ggf. VKH unter Beiordnung eines (bewusst ausgewÀhlten) RA beantragen....
 

Muzel

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Der Schriftsatz des AG war vom 15.8. Die Beschwerdefrist war 2 Wochen. Damit wÀre die Beschwerde verfristet.
Ansonsten hast du recht, dass an der ObjektivitÀt des VdK-Betreuungsverein zweifelhaft ist.
Ich habe mit AnwÀlten auch nicht immer gute Erfahrungen gemacht: Ich hatte einen Anwalt bezahlt und der durfte mich dann vor Gericht nicht vertreten.
 

Virginie

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Suchtkrankheit (AbĂ€ngigkeit) ist per se kein hinreichendes Kriterium fĂŒr eine Betreuung! In Berlin waren die Berufsbetreuer sogar ziemlich sauer, weil Suchtkranke nicht mehr einfach so unter Betreuung gestellt werden, wenn sie nicht bereits an Folgeerkrankungen (Korsakow usw) leiden oder sonstige schwere psychische Störungen sie so sehr beeintrĂ€chtigen, dass sie nix mehr gebacken bekommen.

Was mir jetzt ein bisschen auffĂ€llt... hab lange ĂŒberlegt, ob ich das schreibe oder nicht, da man im inet andere Menschen nicht wirklich gut einschĂ€tzen kann.

Es gehört zum Krankheitsbild einer Suchterkrankung, die Erkrankung zu verharmlosen, bagatellisieren oder komplett zu verleugnen, solange es nicht klick macht und man raus möchte.

Liegt definitiv keine AbhĂ€ngigkeit vor (stoffliche, nehme ich jetzt mal an), ist das doch recht leicht zu "beweisen". Der Hausarzt erkennt es an den Blutwerten, da lĂ€sst sich auch nix vortĂ€uschen oder verschleiern. Wer ĂŒbermĂ€ĂŸig sĂ€uft oder kifft oder schnupft oder sich sonstwie die Birne zudröhnt und das ĂŒber einen bereits lĂ€ngeren Zeitraum, der hat IMMER deutliche Spuren im Körper. Auch wenn Alkis immer mal gerne behaupten, die Leberwerte seien supi...

Wenn du wirklich nix hast und das eine glatte Erfindung ist, beantrage halt eine PrĂŒfung oder ein Gutachten. Notfalls bombardiere das Betreuungsgericht wöchentlich und geh auch persönlich zum Rechtspfleger.

Oder mit der ARD drohen - die senden doch gerne Berichte ĂŒber den Betreuungsalltag (und die fallen selten gut fĂŒr die Betreuer und das Betreuungswesen aus).
 

hartaber4

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Da Ganze "steht und fÀllt" mit der Entscheidung des Betreuungsgerichts (und hier hat der Gutachter - den das Gericht auswÀhlt - einen erheblichen Anteil)....

Als RichterIn kann man das so sehen oder eben anders.....

Und wer sich nicht wehrt / wehren kann.... hat eben "Pech gehabt"....

Solche Betreuungsrecht-RichterInnen dĂŒrften eher Seltensheitswert haben:

LG Bremen, 10.05.2012 - 5 T 101/12 - dejure.org

siehe auch andere Entscheidungen dort



P.S.

Wenn ich andere Mitbewohner meiner Oma im Pflegeheim so sehe, die eine gesetzliche Betreuung haben..... kann man nur Mitleid haben....
 

hartaber4

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Wenn du wirklich nix hast und das eine glatte Erfindung ist, beantrage halt eine PrĂŒfung oder ein Gutachten. Notfalls bombardiere das Betreuungsgericht wöchentlich und geh auch persönlich zum Rechtspfleger.


Das Betreuungsgerichte auch Unterbringungen anordnen können ist bekannt?

Übrigens:

Verfahrensablauf bestimmt das Gericht.... nicht der Betroffene....


§ 15 RPflG Betreuungssachen und betreuungsgerichtliche Zuweisungssachen

(1) Von den Angelegenheiten, die dem Betreuungsgericht ĂŒbertragen sind, bleiben dem Richter vorbehalten:

1.Verrichtungen auf Grund der §§ 1896 bis 1900, 1908a und 1908b Absatz 1, 2 und 5 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs sowie die anschließende Bestellung eines neuen Betreuers;

2.
die Bestellung eines neuen Betreuers im Fall des Todes des Betreuers nach § 1908c des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs;

3.
Verrichtungen auf Grund des § 1908d des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs, des § 291 des Gesetzes ĂŒber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit;

4.
Verrichtungen auf Grund der §§ 1903 bis 1905 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs;

5.
die Anordnung einer Betreuung oder Pflegschaft ĂŒber einen Angehörigen eines fremden Staates einschließlich der vorlĂ€ufigen Maßregeln nach Artikel 24 des EinfĂŒhrungsgesetzes zum BĂŒrgerlichen Gesetzbuche;

6.
die Anordnung einer Betreuung oder Pflegschaft auf Grund dienstrechtlicher Vorschriften;

7.
die Entscheidungen nach § 1908i Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 1632 Absatz 1 bis 3, § 1797 Absatz 1 Satz 2 und § 1798 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs;

8.
die Genehmigung nach § 6 des Gesetzes ĂŒber die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden;

9.
die Genehmigung nach § 3 Absatz 1 Satz 2 sowie nach § 6 Absatz 2 Satz 1, § 7 Absatz 3 Satz 2 und § 9 Absatz 3 Satz 1, jeweils in Verbindung mit § 3 Absatz 1 Satz 2 des Gesetzes ĂŒber die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen FĂ€llen;

10.
die Genehmigung fĂŒr den Antrag auf Scheidung oder Aufhebung der Ehe oder auf Aufhebung der Lebenspartnerschaft durch den gesetzlichen Vertreter eines geschĂ€ftsunfĂ€higen Ehegatten oder Lebenspartners nach § 125 Absatz 2 Satz 2, § 270 Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes ĂŒber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit.
Satz 1 Nummer 1 bis 3 findet keine Anwendung, wenn die genannten Verrichtungen nur eine Betreuung nach § 1896 Absatz 3 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs betreffen.

(2) Die Maßnahmen und Anordnungen nach den §§ 6 bis 12 des ErwachsenenschutzĂŒbereinkommens-AusfĂŒhrungsgesetzes vom 17. MĂ€rz 2007 (BGBl. I S. 314) bleiben dem Richter vorbehalten.
 
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