Rechtliche Änderung zu den Krankenversicherungsbeiträge auf Betriebsrenten-kann man da Zinsen verlangen, wenn es ein Jahr bis zur Auszahlung dauert? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Kerstin_K

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Meine Bekannte bezieht ja neben der EMR_Rente der DRV noch eine ZVK-Rente, das ist eine Betriebsrente. Da bekam sie vor einiger Zeit eine Mitteilung, dass es eine gesetzliche Änderung gegeben habe und der Krankenversicherungsbeitrag auf Betriebsrenten jetzt anders zu berechen sei. Bis zu einer Änderung Ihres Bescheides und der Auszahlung der zuviel abgezogenen Beiträge könne es allerdings bis zu einem Jahr dauern, das würde dann automatisch erfolgen.

Mir kommt das sehr lange vor. Kann man da dann Zinsen verlangen oder so? Das kann doch nicht sein, dass die ein ganes Jahr brauchen, um Ihre Software anzupassen.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

von der Geschichte hab ich kürzlich auch was im Fernsehen mitbekommen. Da hieß es unter anderem da läge daran das die Computerprogramme da umgestellt werden müßten und man unter anderem auch wegen der Masse das ganze nicht wie im Gesetz vorgesehen zeitlich (Termin) schaffen würde. Demzufolge könne sich das ganze noch erheblich verzögern, nichts desto trotz würde man alle Fälle ab arbeiten.

Also ich gehe mal davon aus, daß du da keine Verzugszinsen für verlangen kannst, denn es ist ja nicht die Schuld der KK, sondern die der Politik die hier wieder einmal ohne Sachverstand und Hirn etwas auf die Schnelle übers Knie gebrochen hat, wie ja in den letzten Jahren viel zu oft.

Da können sich die Betroffenen wohl viel eher freuen das man ihnen da zumindest einen Teil der Abzüge zurück erstatten wird.

Leider ist es ja viel zu oft die Arbeitsweise unserer Politiker, daß man heute etwas gutes beschließt und wenn die Herrschaften dann sehen das viele Menschen es nutzen ihnen nach Jahren auffällt das man da doch eine neue Geldquelle zum Abzocken findet. ich kann mich da nur an die ach so toll beworbenen Kapitallebensversicherungen (12 Jahre Mindestbeitragszahlung) noch erinnern, die unsereins in jungen Jahren angeboten (während meiner Lehre) doch die Altersvorsorge so toll aufbessern sollten. Na schauen wir mal wie die Stück für Stück dann von der Politik später zerlegt wurde und zu guter letzt von Herrn Schäuble dann auch noch im Interesse der Versicherungskonzerne mit einer Verzinsung von fast Null Prozent da stehen. Also was hat meine generation bitte noch davon, daß sie ihr Leben lang fleißig ihr Geld eingezahlt haben, wenn jetzt die EZB mit ihren Negativzinsen zugunsten der Banken und Staatskassen unserer europäischen Nachbarn unserer Altersvorsorge auf diese Weise zerstört, das mancher nicht einmal mehr die eingezahlte Summe unterm Strich heraus bekommt. So manch einer meiner Generation wird sich vielleicht noch bei der Umschuldung des Eigenheimes wundern (sofern die versicherung dazu heran gezogen wurde). Bei meinem Paps brachte die Kapitallebensversicherung damals zumindest noch 6,8% reale Verzinsung und rechtfertigte damit dann auch den über Jahrzente dadurch erforderlichen eingeschränkten Lebensstil - eben Geld kann man bekanntlich nur einmal ausgeben.

Die Politik zeigt halt nur immer wieder aufs neue, wie sie mit ihrer Trickserei und Augenwischerei uns Bürgern stets in die Tasche greift, nichts anderes werden wir demnächst mit der Grundsicherungsrente auch erleben. Heute als das große Ding zur Anerkennung der Lebensarbeitsleistung der Menschen groß Medial von der SPD verkauft (wohl eher in der Hoffnung die Wähler würden der SPD wieder mehr soziale Verantwortung zutrauen und deswegen wählen), werden sich dann so manche schwer umschauen, wenn sie diese Rente mal beantragen werden und dann mit Mühe und Not vielleicht 100,-€/mtl. mehr (anstatt wie großmündig viel zu gerne in der Presse/Rundfunkt und Fernsehen propagiert bis zu 450,-€/mtl.) Rente raus kommt und sie so immer noch nicht aus dem SGB XII raus sind.

Ich für meine Person kann z.B. nirgends erkennen wo meine Lebensarbeitssleistung auch nur im geringsten Anerkennung findet, erst recht nicht nachdem ich soagr als Teil-EMR noch mehr als 10 Jahre weiter gearbeitet und damit dann nicht unerhebliche Rentenbeiträge gezahlt habe - natürlich auf Kosten meiner Gesundheit -, in der leisen Hoffnung das sich dies positiv auf meine Rente auswirken wird. Traurige Tatsache ist eher, daß die ganzen Jahre so gut wie keine Anerkennung auf meinem Rentenkonto zeigen dank der Rentenreformen der Vergangenheit.

Ich frag mich da nur, weshalb die 20 Mio. Rentner sich hierzulande derart abspeisen lassen. Ein Blick auf die Rententabelle der EU müßte hiesigen Rentner eher die blanke Wut ins Gesicht treiben, erhalten z.B. unsere Österreichischen Nachbarn im Schnitt 600,-€/mtl. mehr. Dort wird damit einem Rentner durchaus die Lebensarbeitsleistung anerkannt, ohne Zweifel. Bis in unsere Generation hinein waren wir es, die Deutschland erst zu dem gemacht haben was es heute ist - Exportweltmeister -.


Grüße saurbier
 
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