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Rechte im ein Euro job?

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Alienor

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#1
Ich mache jetzt seit drei monaten einen ein euro job in einer Fahrradstation im Büro. Die Arbeiten dort sind leicht, einfache Buchungen am pc und ähnliches. Dennoch mache ich andauernd fehler, was daran liegt, dass das radio die ganze zeit lautstark läuft und man ebenfalls den Lärm aus der werkstat die im selben raum ist, hört.
Der anleiter brüllt immer rum, und gibt mir sogar dann die schuld, wen die bürokraft die vor mir da war, nen fehler gemacht hat. ständig meckert er an mir rum, und wenn ich mir das nicht gefallen lasse und mich wehre, schreit er mich an, ich solle gefälligst den mund halten.
Ich wollte neulich das radio leiser machen, da ich mich so nicht konzentrieren kann wenn das immer so laut ist, da maulte er mich an, die lautstärke sei durchaus ok so, und ich hätte hier gar nichts zu sagen, er hätte das zu entscheiden.
ständig meckert er, selbst wenn ich alles richtig mache, dann mault er, der schreibtisch sei unaufgeräumt, die dokumente müssten anders auf dem tisch liegen, und so weiter.
Und einmal habe icheinen schokoriegel gegessen, da meinte er, so etwas sei ungesund, und ich sollte das besser lassen.

Ich frage mich jetzt, muss man sich im ein euro job wirklich alles bieten lassen?
Ich weiss nicht , wie ich das noch drei monate ertragen soll, mir reichts!
 

Rote Socke

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#2
die bürokraft die vor mir da war ????? Wenn die Fest eingestellt war und wg. gekündigt wurde ist die Sache rechtswiedrig. GEZ ist evtl auf Deiner Seite. Ist der Dudelkasten angemeldet? Anshicen wo immer es geht Zurückschnauzen. Du hast nichts zu verlieren. Dumme Fragen Stellen. Z.B. Wie steht es mit der Liebe? Ob seine Verdauung noch funktioniert? Sein Outfit kritisieren Wenn er was erzählt dann: WER? wie wer? Wer das wissen will. Den Knopf vom Dudelkasten mit Gewalt ganz nach links oder rechts drehen is es knackt. Ooohh kaputt, wie schade GEZ ist evtl auf Deiner Seite. Ist der Dudelkasten angemeldet?
 

Bruno1st

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#3
die bürokraft die vor mir da war ????? Wenn die Fest eingestellt war und wg. gekündigt wurde ist die Sache rechtswiedrig. GEZ ist evtl auf Deiner Seite. Ist der Dudelkasten angemeldet? Anshicen wo immer es geht Zurückschnauzen. Du hast nichts zu verlieren. Dumme Fragen Stellen. Z.B. Wie steht es mit der Liebe? Ob seine Verdauung noch funktioniert? Sein Outfit kritisieren Wenn er was erzählt dann: WER? wie wer? Wer das wissen will. Den Knopf vom Dudelkasten mit Gewalt ganz nach links oder rechts drehen is es knackt. Ooohh kaputt, wie schade GEZ ist evtl auf Deiner Seite. Ist der Dudelkasten angemeldet?
auf das Niveau solcher Typen runtersteigen würde ich auch nicht und schnauzen ist auch nicht meine Art - dann geht es nur noch darum, wer am lautesten und längsten schreit.

Die GEZ freut sich sicher sehr über solche Informationen und bei Nachzahlungen sind die auch schnell - Anruf genügt :icon_pfeiff:

die Bürokraft würde mich auch interessieren und sicher auch die heir :

http://www.zoll.de/d0_zoll_im_einsatz/b0_finanzkontrolle/index.html

versuch doch mal deren Daten rauszubekommen und Kontakt aufzunehmen - ganz unverbindlich natürlich :icon_pfeiff:
ebenso einige Kunden als Zegen vormerken, die öfters kommen und das bestätigen können und wollen

Fallmanager und Konsorten würde ich nicht einschalten - die Bande hält erstens zusammen udn zweitens bist du sowieso nur ein "meckernder, motzender, unzufriedener 1€J"

viel erfolg und vor allem gute nerven
 

Sieghelm

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#4
Rechte im ein Euro job ?

Ein Gespräch mit dem Penner (Anleiter) macht keinen Sinn.
Diese Typen kommen von Ihrer Schiene nicht runter.
Versuche die 3 Monate zu Überstehen (Urlaub, gelber Schein,Ignoranz). Trotzdem würde ich die ARGE über Verhalten, Umgangssprache und Arbeitsbedingungen informieren. Parallel forder von dem Penner mit Nachdruck mehr Respekt und Rücksicht.Ist nicht jedem und jederzeit möglich, sich bei dem Lärm aus der Werkstatt und dem Radio
zu konzentrieren.
Viel Glück
 
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#5
Hm, ist die Arbeit denn zusätzlich und gemeinnützig?

Weil wenn nicht sollte es doch möglich sein den EEJ loszuwerden...
 

Heiko1961

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#6
Hm, ist die Arbeit denn zusätzlich und gemeinnützig?

Weil wenn nicht sollte es doch möglich sein den EEJ loszuwerden...
Ich sehe in dieser Tätigkeit keinen Gemeinnutz, schon gar nicht, wenn die ehem. Bürokraft eine wegrationalisierte Festanstellung war.

Diese Info müssten wir schon haben.
 

Alienor

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#7
nein, wir arbeiten da zu dritt, jeder kommt vier stunden, das meinte ich damit, drei 1 euro kräfte teilen sich den arbeitstag bei denen, und man kriegt ärger, wegen etwas, das die die vor einem da war nicht gearbeitet hat:(
 
E

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#8
Was ist denn das für eine "Fahrradstation", da kann ich mir nichts drunter vorstellen. Wer hat die Büroarbeit in den "vor-1 Euro-Zeiten" gemacht?

Viele Grüße,
angel
 

Bruno1st

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#9
nein, wir arbeiten da zu dritt, jeder kommt vier stunden, das meinte ich damit, drei 1 euro kräfte teilen sich den arbeitstag bei denen, und man kriegt ärger, wegen etwas, das die die vor einem da war nicht gearbeitet hat:(
kannst du das alles dokumentieren (z.B. eigenes Protokoll schreiben) und z.B. auch Schichtplänen, usw. sichern ? natürlich ganz dezent :smile:

wie sieht es mit den anderen beiden 1€J aus ? wie ist deren Einstellung, bzw. tratschen die dann ?
 

unicorn

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#10
Ich mache jetzt seit drei monaten einen ein euro job in einer Fahrradstation im Büro. Die Arbeiten dort sind leicht, einfache Buchungen am pc und ähnliches.
Büroarbeiten, vor allem in dieser Form können eigentlich nicht zusätzlich sein.
Kannst Du dir ein Protokoll deiner Tätigkeiten machen? Ab mesten täglich, wenn es geht.

Dennoch mache ich andauernd fehler, was daran liegt, dass das radio die ganze zeit lautstark läuft und man ebenfalls den Lärm aus der werkstat die im selben raum ist, hört.
Was ist denn das Ziel dieser Massnahme? Soll sie qualifizieren? Handelst Du auf Anweisungen oder wie läuft das ab? Abgesehen von den Schikanen, die der Herr da praktiziert.

Der anleiter brüllt immer rum, und gibt mir sogar dann die schuld, wen die bürokraft die vor mir da war, nen fehler gemacht hat. ständig meckert er an mir rum, und wenn ich mir das nicht gefallen lasse und mich wehre, schreit er mich an, ich solle gefälligst den mund halten.
Alles protokollieren


[/quote]Ich frage mich jetzt, muss man sich im ein euro job wirklich alles bieten lassen?
Ich weiss nicht , wie ich das noch drei monate ertragen soll, mir reichts![/quote]

Das kann ich gut verstehen. Also zunächst mal hast Du auch Anspruch auf Urlaub. Vielleicht ist es Dir möglich zu fragen, ob Du den Urlaub nehmen kannst (Wenn dies nicht möglich ist wegen des Arbeitsaufkommens, dann bist Du schon mal ganz sicher, dass der Job nicht zusätzlich sein kann. ) und diese Zeit dann nützen, um aus der Massnahme zu kommen.

Hast Du irgend jemand, der Dich begleiten könnte ?

Die Fahrradstation selber, was ist das für eine Gesellschaftsform? Wem unterliegt die? Weisst Du das?

Den Typ mit dem Zurückschnauzen würde ich persönlich nicht unbedingt empfehlen. Erstens bringt es nichts und zweitens weiss man nicht, was er der ARGE dann mitteilt. Das würde nur unnötigen Zusatzärger verursachen.

So weit es geht versuchen, sachlich zu bleiben und sich darauf zu konzentrieren alles an Material zu sammeln (Aufschriebe (eigene!), Zeugen), wenn Du das hast, kann man weiter vorgehen.
 

Unwichtig

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#11
Ich mache jetzt seit drei monaten einen ein euro job in einer Fahrradstation im Büro. Die Arbeiten dort sind leicht, einfache Buchungen am pc und ähnliches. Dennoch mache ich andauernd fehler, was daran liegt, dass das radio die ganze zeit lautstark läuft und man ebenfalls den Lärm aus der werkstat die im selben raum ist, hört.
Der anleiter brüllt immer rum, und gibt mir sogar dann die schuld, wen die bürokraft die vor mir da war, nen fehler gemacht hat. ständig meckert er an mir rum, und wenn ich mir das nicht gefallen lasse und mich wehre, schreit er mich an, ich solle gefälligst den mund halten.
Ich wollte neulich das radio leiser machen, da ich mich so nicht konzentrieren kann wenn das immer so laut ist, da maulte er mich an, die lautstärke sei durchaus ok so, und ich hätte hier gar nichts zu sagen, er hätte das zu entscheiden.
ständig meckert er, selbst wenn ich alles richtig mache, dann mault er, der schreibtisch sei unaufgeräumt, die dokumente müssten anders auf dem tisch liegen, und so weiter.
Und einmal habe icheinen schokoriegel gegessen, da meinte er, so etwas sei ungesund, und ich sollte das besser lassen.

Ich frage mich jetzt, muss man sich im ein euro job wirklich alles bieten lassen?
Ich weiss nicht , wie ich das noch drei monate ertragen soll, mir reichts!

Vermeidbarer Lärm hat grundsätzlich zu unterbleiben.

Wenn Dein Arbeitgeber das Radio anmacht, dann stehste einfach auf und machst es wieder aus, was will er schon machen, wenn er Dich anfasst holste die Polizei und zeigst ihn an. Mehr als eine Ohrfeige wirste nicht bekommen, er eine Strafanzeige und eine Schmerzensgeldklage etc..

"Lärmbelästigung am Arbeitsplatz durch Radiomusik ist kein technisches Problem, da dieser einfach zu vermeiden wäre. Zunächst sollte hier eine innerbetriebliche Einigung z.B. unter Hinzuziehung des Personal- oder Betriebsrates angestrebt werden, da meist auch mehrere Arbeitnehmer betroffen sind. Aus Erkenntnissen der Lärmwirkungsforschung ergibt sich eindeutig, dass Arbeiten unter Lärmbelastung weniger effektiv erledigt werden und mit einer erhöhten Fehlerquote behaftet sind. Die Folge können Stressreaktionen sein, die auf Dauer zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen führen. Unter diesem Hintergrund kann auch die Beratung durch den Betriebsarzt sinnvoll sein. Messtechnische Überprüfungen sind in derartigen Situationen nicht zu empfehlen, da es sich hier vorwiegend um organisatorische Regelungen handelt."

Gucke auch mal unter "Arbeitsstättenverordnung" nach. Da steht zwar nichts von cholerischen Arbeitgebern, aber da steht allerhand über das was ein Arbeitgeber gegen Lärm zu unternehmen hat.

Falls Du von der zu lauten Musik Kopfschmerzen bekommst, dann würde ich einen Arzt aufsuchen.

Vom Anschreien kann man auch einen Hörsturz bekommen.
 

Alienor

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#12
Hab mich mal kundig gemacht..der Fahrradladen gehört zur Bürgerservice GmbH, einer gemeinnützigen einrichtung, die verschiedene unternehmen betreiben. Sie haben kein Geld, richtige Arbeitskräfte einzustellen, der Laden funktioniert nur mit ein euro leuten, sonst m üssten sie zumachen.
Eine Chance auf Übernahme besteht nicht.

Von den andern sagen auch viele, dass der Typ unausstehlich ist und andere nur fertigmachen will.
einige sagen, er tickt nicht mehr ganz richtig.
Ein paar wenige mögen ihn und kommen gut mit ihm aus, alle anderen versuchen immer, in die Schicht des 2., netteren chefs zu kommen, was aber leider nicht immer machbar ist
ich habmittlerweile dermassen Horror vor dem mann, dass ich schon Alpträume bekomme deswegen und Herzrasen.
Morgen soll ich eigentlich 10 Stunden mit ihm arbeiten, aber das halte ich nicht aus, mehr als vier stunden ertrag ich mit dem nicht, deswegen gehe ich mich morgen krankrschreiben lassenn, meine hausärztin hat zu, ich gehe deswegen extra ans andere ende der stadt zum arzt der notdienst hat.
Was diesr Mann betreibt ist Mobbing, und das hat bei mir bereits fologen, wie Kopfschmerzen, 5 kg Gewichtszunahme, Angstzustände, usw...
ich bin froh, dass ich am 15. juli dort fertig bin, versuche mich jetzt mit attesten durch diese zeit zu bringen.

ein paarmal hab ich mich doch gewehrt und ihm die meinung gesagt, weil ichs nicht mehr ertragen kontne da sagte er gleich, ich wäre unverschämt.

Wie ist das denn mti der bewertung die das arbeitsamt bekommt, kann einem das Geld gekürzt werden wenn die schlecht ist, obwohl man im ein euro job nie unentschuldigt gefehlt hat?
Ich habe mich in dem job nicht wohl gefühlt und bin gemobbt worden, nützt es mir was, wenn ich das dann meinem sachbearbeiter sage?
 
E

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#13
Das kommt auf den Sachbearbeiter an und wie du ihm das verklickerst. Ich persönlich hätte da schon längst Schluss gemacht, denn u.U. bekommst du jetzt vorgeworfen, dass du es ja bis jetzt auch geschafft hast, wieso denn nicht noch 1 1/2 Monate länger.

Ich persönlich würde sagen: Lass dich erst mal krankschreiben und teile gleichzeitig dem SB die Umstände mit. Der Fachausdruck dafür ist "das soziale Umfeld hat nicht gestimmt. Es macht krank und dadurch seist du ja auch krank geworden. Du hättest übrigens viel zu lange durchgehalten". Ein paar Einzelheiten musst du über den Typ schon berichten: so z.B. Machtmißbrauch, Agressivität verbunden mit nicht tolerierbarem Umgang und Beleidigungen und ungerechtfertigte Schuldzuweisungen. Und das Wort "Mobbing" wirkt in den letzten Jahren auch immer sehr gut. Kannst ja noch hinzufügen, dass der Laden schlecht läuft, weil der Chef die Leute so schlecht behandelt und die Personalfluktuation deswegen so gross ist.

Den gesamten Rest (das Radio, etc.) wurde ich höchstens der SB persönlich erzählen.

Das ist ein Grund, um eine Maßnahme ohne Sanktionen abzubrechen. Wenn es hart auf hart geht, kannst du dir von dem Arzt noch ein Attest ausstellen lassen.

Ich glaube nicht, dass man dir wegen einer schlechten Beurteilung vom Arbeitgeber irgend welche Gelder kürzen kann. Eine schlechte Beurteilung sollte dir übrigens am A.... vorbeigehen. Was ist denn schon eine Beurteilung von einem EEJ wert! Die ARGE will dich doch nur loswerden. Was meinst du, wie geheim sie eine schlechte Beurteilung halten werden.
 
E

ExitUser

Gast
#14
Alienor, ich bin kein Hartz IV-Profi und kann den Betrieb über die Rechtäßigkeit bei der Einstellung von EEJobbern nicht beurteilen. Halte mich aber für geschickt und für einen "Meister des Wortes" (eine Beurteilung meines letzten "seriösen" Arbeitgebers). Habe deine Angelegenheit nochmal überschlafen und möchte meine gestrige Aussage noch verbessern. M.E. brauchst du keinen Tag länger zu dieser Arbeitsstelle, und wenn das jemand anders als ich sieht, kann er sich ja melden.

In den EGVs steht im letzten Absatz immer: "Frau X wird schadensersatzpflichtig, wenn sie die Maßnahme nicht zu Ende führt, ohne hierfür besondere Gründe aufzuführen", und in der Rechtsbelehrung steht etwas von einer Sanktion, wenn einer "zumutbare Arbeitsgelegenheit abgebrochen wird". Diese Arbeit ist nicht zumutbar und es liegt ein sehr guter Grund für den Abbruch vor. Die Sanktionen fallen weg, sofern du das gut rüberbringen kannst. D.h., du musst das glaubhaft verklickern. Dazu würde ich:

1. Am nächsten Werktag (und wohl auch Arbeitstag) meldest du dich bei dem "Kotzbrocken" telefonisch krank und gehst zum Arzt. Dem Arzt erzählst du die Umstände am Arbeitsplatz, so wie du sie hier auch erzählt hast. Mittlerweile wurden wohl schon alle Ärzte mit kranken Hartz IV-Patienten konfrontiert. Der wird das verstehen. Kannst ihm ja noch etwas von Angstzuständen (= Zittern), Schlafstörungen und Albträumen erzählen, und dass es dir widerstrebt, noch einen einzigen Tag hinzugehen. Dann wird er dich wahrscheinlich für die Woche (wenn es ihm erlaubt ist, auch länger) krankschreiben. Eine Folgebescheinigung bekommst du danach auch. Und jetzt hast du mindestens eine Woche Zeit, um bei dem SB zu erreichen, dass du da nicht mehr hin musst.

2. Die Krankmeldung würde ich bei dem SB einreichen, gemeinsam mit einer schriftlchen Erklärung (dann brauchst du da vorerst nicht persönlich hin, und bitte den Eingang bescheinigen lassen), die in etwa wie folgt lautet:

"Beiliegend meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die vorerst bis zum .... (datum) gültig ist.

Ich möchte darauf hinweisen, dass mich die Arbeitsgelegenheit bei der Firma so und so schon seit geraumer Zeit schwer belastet. Die sehr agressive Behandlung des Vorgesetzten verursacht in mir Angstzustände, Schlafstörungen und Albträume. Ein Attest hierfür kann auf Wunsch zusätzlich vorgelegt werden. Es kommt hinzu, dass die schlechte Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten kein gutes Arbeitsresultat ermöglicht und ich befürchte, dass mir das unfairerweise auch noch voll angelastet wird. Ich sehe hier einen wichtigen Grund, die Arbeitsmaßnahme sofort abzubrechen. Bitte haben Sie Verständnis hierfür und senden sie mir eine entsprechende schriftliche Bestätigung."

Bestehe bitte auf die schriftliche Bestätigung, dass du die Maßnahme abbrechen darfst. Ansonsten lässt du dich so lange krankschreiben.

Ich meine mal, das müsste jeder Behördenpfutzi verstehen. Und ich bleibe bei meiner Aussage: Die Beurteilung dieses Vorgesetzten ist nichts wert.

Und über Beurteilungen kann ich dir, als halbwegs vom Fach, auch etwas erzählen: Zu jeder Beurteilung gehören 2: Ein Beurteilender und ein Beurteilter. Der Beurteilende kann behaupten was er will und ist oft nicht fair. Der Beurteilte sieht sich oft falsch (nämlich für der allerbeste). Außerdem spielen persönliche Umstände (wie z.B. eine gute oder schlechte Verständigung) eine ganz große Rolle. Das weiß jeder Personalmensch. Schlecht ist es nur, wenn du viele schlechte Beurteilungen von ganz verschiedenen Betrieben erhälst. Erst dann nimmt man sie ernst. Beurteilungen gehören in Wahrheit abgeschafft.
 
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#15
Ich würde in die Begründung für den Abbruch auch die von Rotkäpchen einen Beitrag vorher geschilderten sehr prägnanten Überbegriffe (wie Machtmißbrauch, Beleidigungen, nicht tolerierbaren Umgang, Agressivität, Mobbing) unterlegt mit den von dir sehr anschaulich geschilderten Konkreten Beispiele reinschreiben.

Dann sieht es nicht so aus, als ob du nur pauschal Behauptungen aufstellst und womöglich nur eine Entschuldigung für den Abbruch "von der Stange" lieferst.

Je nachdem wer das dann mal in die Hand bekommt kriegen die dann in der Werkstatt auch mal einen auf den Deckel. In den Argen laufen ja auch Soziologen Psychologen etc. rum.

Grüße Hartzallerliebst
 
E

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Gast
#16
Vorsicht mit "zu viel an den Kopf werfen" und die Vorwürfe doppelt reinschreiben. Da nimmt man dich nicht ernst. Im Wort "Agressivität" sind die Beleidigungen enthalten. Auch "schlechte Zusammenarbeit" und "Unfairness" wird in meinem Muster dem Kotzbrocken vorgeworfen, und alles zusammen ergibt einen "nicht tolerierbaren Umgang" (d.h., der ist auch enthalten). Es ist alles drin, bis auf evtl. noch den Machtmißbrauch. Wenn du es wünschst, füge es noch ein in "Die sehr agressive und machtmißbrauchende Behandlung des Vorgesetzten verursachte in mir...."

Am besten überzeugt man, wenn man über die Gefühle und die Auswirkungen eines inkorrekten Verhaltens auf sich spricht: Das sind Angstzustände, Schlafstörungen und Albträume (die attestiert dir auch noch der Arzt!).

Die Beispiele würde ich nur persönlich vorbringen, wenn du überhaupt zu einem persönlichen Gespräch geladen wirst. Die wirken in einem amtlichen Brief etwas kindisch (= "der böse Mann hat mich gehauen").

Wenn du dir unsicher bist, kannst du ja noch den Entwurf deines Schreibens hier ins Forum setzen. Ich schau mal drüber.
 
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#17
Die Beispiele würde ich nur persönlich vorbringen, wenn du überhaupt zu einem persönlichen Gespräch geladen wirst. Die wirken in einem amtlichen Brief etwas kindisch (= "der böse Mann hat mich gehauen").
Was Du persönlich vorgebracht hast kannst du am Ende nicht nachweisen.

GERADE die Beispiele geben deiner Schilderung aber die Glaubwürdigkeit und wirken weder übertrieben noch kindisch sondern einfach authentisch!

. Das andere kannst du sonst wo abgeschrieben haben.
Ein paar Konkretisierungen gehören also einfach rein. Die Beispiele kannst du genau so bringen wie du es hier im Forum geschrieben hast. Ist alles sehr glaubwürdig!

Wie irgendwas wirkt ist das eine - Glaubwürdigkeit und Beweiskraft das andere

Grüße Hartzallerliebst
 
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#18
Was Du persönlich vorgebracht hast kannst du am Ende nicht nachweisen.

GERADE die Beispiele geben deiner Schilderung aber die Glaubwürdigkeit und wirken weder übertrieben noch kindisch sondern einfach authentisch!

. Das andere kannst du sonst wo abgeschrieben haben.
Ein paar Konkretisierungen gehören also einfach rein. Die Beispiele kannst du genau so bringen wie du es hier im Forum geschrieben hast. Ist alles sehr glaubwürdig!

Wie irgendwas wirkt ist das eine - Glaubwürdigkeit und Beweiskraft das andere

Grüße Hartzallerliebst
Beweisen kann sie nur, dass sie krank gemacht worden ist (mit Krankmeldung und evtl. Attest). Den Rest muss sie glaubhaft verklickern; das ist ja das schwierige. Das geht nur mit Stil und Niveau.

Nach nochmaligem Durchlesen von Alienors Bericht fällt mir auf, dass sie schreibt: "er brüllt mich an und ich soll den Mund halten". Da sollte im Schreiben noch rein:

Nach "...unfairerweise auch noch voll angelastet wird. Leider lässt Herrn Kotzbrocken auf für mich sehr unangenehme Weise keinen Widerspruch zu, denn ansonsten wäre ein klärendes Gespräch möglich."

Ich schätze, dass ein halbwegs mitdenkender SB nach Erhalt dieses Briefes erst mal den Kotzbrocken anruft, ihm erzählt, dass Frau Alienor die Maßnahme abbrechen möchte, weil sie sich bei ihm nicht wohlfühlt, und der Kotzbrocken in seiner Cholerik erstmal losbrüllt. Da will ausgerechten diejenige weg, die er am besten strietzen konnte! Dann ist die Sache von allein bewiesen.
 
E

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#19
Was Du persönlich vorgebracht hast kannst du am Ende nicht nachweisen.
Man sollte ja auch einen oder zwei Zeugen mitnehmen. Wenn die das Gespräch protokollieren (am besten danach von der/dem SB abzeichnen lassen, wenn es möglich ist), ist das Problem mit der fehlenden Nachweisbarkeit gelöst.

Ich finde Rotkäppchens Brief in der Form sehr gut.

Viele Grüße,
angel
 
E

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#20
Angel, hier geht es erstmal um eine schriftliche Meldung an den SB. Wenn Alienor Glück hat, braucht sie nicht einmal persönlich hin. Sollte der SB sie persönlich sprechen wollen, dann würde ich tatsächlich mit allen Einzelheiten mündlich rauskommen. Und dazu kann sie ja einen Zeugen mitnehmen. Eigentlich muss sie aber nur etwas schildern.

Ich glaube tatsächlich, dass so ein Kotzbrocken auch die SB anbrüllen wird und sich die Sache von allein regelt.
 
E

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#21
Was für alle die beste Lösung wäre.
Ich werde die Daumen drücken.

Viele Grüße,
angel
 
E

ExitUser

Gast
#22
Ich auch, Angel. Dieses Thema hat mir gestern Nacht keine Ruhe gelassen.

Alienor, vergiß in dem Schreiben nicht den "Kotzbrocken" durch seinen richtigen Namen zu ersetzen, denn sonst bekommst du nochmal ein Problem. In der Wut und unter Druck passieren die größten Mißgeschicke (lach!).
 
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#24
Ich glaube tatsächlich, dass so ein Kotzbrocken auch die SB anbrüllen wird und sich die Sache von allein regelt.
Das macht der natürlich nicht!
Diese Art Kotzbroken wissen leider meist genau wo sie sich was erlauben können. Es ist gar nicht ausgeschlossen, und ich halte das für ziemlich wahrscheinlich, daß der zu deiner Sachbearbeiterin lammfromm ist. Der wird sich hüten da loszubrüllen, wenn die den anrufen sollte.

Warum sollte er auch, er kann ja dann später bei dir wieder Frust und Dampf ablassen )-:

Angel, hier geht es erstmal um eine schriftliche Meldung an den SB. Wenn Alienor Glück hat, braucht sie nicht einmal persönlich hin. Sollte der SB sie persönlich sprechen wollen, dann würde ich tatsächlich mit allen Einzelheiten mündlich rauskommen. Und dazu kann sie ja einen Zeugen mitnehmen. Eigentlich muss sie aber nur etwas schildern.
Das beste wäre natürlich, wenn du von den anderen EEJ ern aus der Werkstatt jemanden als Zeugen für das Gespräch beim Fallmanager/Sachbearbeiter bekommen könntest. Dann hättest du gleich 2 Fliegen mit einer Klappe:
Einen glaubwürdigen Zeugen für die Vorgänge in der Werkstatt und auf unauffällige Weise gleich einen Zeugen, was du im Gespräch mit dem Fallmanager vorgebracht hast, wenn es mal hart auf hart kommt.

Trotzdem finde ich soll möglichst viel, auch was konkrete Beispiele aus der Werkstatt angeht, schriftlich in der Arge vorliegen.
Das wirkt dann in der Arge auch nicht so, als ob du sofort die rechtliche Schiene fährst - sieht dann eher ein bischen aus wie ein Beschwerdebrief gegen die Werkstatt. Ist auch gut als Gedankenstütze später für alle Beteiligten.

Wenn du das nächste mal als EEJ zur Diskussion stehst sieht sich die Sachbearbeiterin das vielleicht nochmal an und denkt sich
"...hmm der haben wir ja damals mit der Werkstatt schon so übel mitgespielt, ist jetzt mal jemand anderes dran!"

Grüße Hartzallerliebst
 
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