Rechte Arbeitssuchender / Arbeitssuchendmeldung zurücknehmen / Erstberatungstermin / richtiges Verhalten (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Tom12

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Hallo zusammen,

ich hab jetzt viele Stunden hier im Forum gesucht aber ich merke deutlich, dass ich Eure Hilfe brauche, denn mir dröhnt nur noch der Kopf. Ich wäre Euch hierfür wirklich sehr, sehr dankbar! Leider habe ich erst jetzt dieses tolle Forum gefunden... Ich hoffe das ist das richtige Forum für meine Fragen?

(...)
Aufgrund der Belastung auf meiner Arbeitsstelle, die ich leider über viele Jahre mitgemacht und sinnlos gekämpft habe, war mir klar, dass ich erst eine Pause brauche, bevor ich mich bewerbe, da ich nur noch Angst hatte und fix und alle war. Dann ist ein paar Wochen nach der Freistellung auch noch mein Vater gestorben und ich hatte bis jetzt alle Hände voll zu tun.

Angerufen hat niemand bei mir, jedoch fand ich am Samstag zwei Kuverts vor (ich war die letzten Tage so durcheinander und war auch etwas unterwegs, dass ich seit Mittwoch die Post nicht aus dem Briefkasten geholt habe). In dem einen Kuvert steht, dass ich mich umgehend beim Telefonservice melden soll und ich bitte in der Jobbörse meinen Lebenslauf hinterlegen soll. Dabei war auch noch das Heftchen "Merkblatt für Arbeitslose".

Das zweite Kuvert mit späterem Datum beinhaltet bereits einen festen Termin zu dem meine "aktuelle berufliche Situation" mit mir besprochen werden soll (Einladung nach §309 Abs. 1 SGB III in Verbindung mit §38 Abs. 4 SGB III). Der Termin ist Ende August. Und das Kuvert beinhaltet ein "persönliches Arbeitspaket Teil 3 - Vorbereitung Vermittlungsgespräch", in dem ich 1000 Angaben machen soll. Dieses Arbeitspaket soll ich 10 Tage vor dem Termin hinsenden.

Ich möchte und muss jetzt aber erst einmal irgendwie Energie tanken und der Psychologe hat klip und klar zu mir gesagt: Entweder ich buche jetzt endlich Urlaub oder er schickt mich in die Klinik. Ich kann bis jetzt noch keine Bewerbung nachweisen.

Ich habe jetzt fest vor im September zwei Urlaube zu machen und möchte dann im Oktober beginnen, mich umzusehen. Einen Urlaub habe ich schon gebucht, den anderen vorauss. Montag.

Nun zu meinen Fragen:
Wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich den Termin einfach verstreichen lassen und so tun, als ob ich keine Post erhalten habe und auch kein Arbeitspaket hinsenden? Habe sehr große Angst vor dem Termin weil ich dann garantiert Druck bekomme und im Urlaub niemals abschalten kann. Habe auch große Angst vor einer EGV (Eingliederungsvereinbarung). *Help!* :cry:

Kann ich die Arbeitssuchendmeldung wieder zurücknehmen und was passiert dann? Kann ich mich dann Ende Oktober nochmal arbeitssuchend melden, falls ich bis dahin nichts gefunden habe? Welche Sperre blüht mir dann, weil ich mich ja vorher schon mal gemeldet und wieder abgemeldet hatte? Ebenfalls 1 Woche wie bei verspäteter Arbeitssuchendmeldung? Mir ist leider überhaupt nicht klar, welche Rechte und Möglichkeiten ich in meiner Situation wirklich habe 😟.


Ich wünschte, ich hätte mich erst kurz vor Ende des Arb.verhältnisses arbeitssuchend gemeldet. Die 1 Woche Sperrzeit wären finanziell absolut kein Problem gewesen und die hätte ich leicht überbrücken können. Der Druck, den ich jetzt wahrscheinlich bekomme und deswegen dann garantiert nicht im Urlaub abschalten kann ist sehr viel schlimmer für mich. Kann schon jetzt nicht mehr richtig schlafen, hab Herzklopfen und richtige Angst. Ich möchte mich selbst nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen und nicht als arbeitssuchender irgendwelche Vermittlungsvorschläge annehmen müssen oder mich bewerben müssen auf Stellen, die gar nicht zu mir passen. Wo die Arbeitsagentur bis November doch noch keinen Cent für mich zahlt und ich war auch noch keinen einzigen Tag arbeitslos in 18 Jahren Berufsleben war. Zudem möchte ich mich beruflich gerne anders orientieren und nicht mehr im alten Job arbeiten. Eventuell habe ich auch schon etwas, aber der ehemalige Arbeitskollege, mit dem ich das klären kann ist gerade im Urlaub.

Viele Grüße, Tom
 

Kerstin_K

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Schwierig. Siehst du eine Möglichkeit, dass Dein Arzt dich längerfristig (über den Urlaub hinweg) krankschreibt?
 

Tom12

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@Kerstin_K
Könnte möglich sein. Der ist halt leider nur noch nächste Woche da und dann hat er bis 06.09. Urlaub. Würde mich aber sehr ärgern, mich krankschreiben lassen zu müssen, da dies hohe finanzielle Folgen für mich hätte wg. Krankengeld. Würde ich wohl direkt reinrutschen, da ich 2017 länger krank war wegen den Problemen auf der Arbeit. Außerdem hat dies mein AG echt nicht verdient jetzt auch noch Geld zu sparen, nach dem, was der mit mir jahrelang gemacht hat :-/. Da wäre 1 Woche Sperre beim ALG 1 deutlich besser.
 

Kerstin_K

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Ich sehe gerade, dass das Arbeitsverhältnis erste ma 31.10.endet.

Als ich mich 2017 für drei Monate bei der AfA melden muste, kam die erste Einladung auch wären das Arbeitsverhältnis noch bestand. Ich war allerdings bicht freigestellt, habe buchszäblich bis zur letzten Minute gearbeitet. Für den Erststrmin bei der AfA hätte mein Arbeitgeber mich wohl freistellen müssen, ber der firl genau auf den Abgebetermin eines riesen Projektes und da habe ich die Vermittlerin bei der AfA fegragt, ob man den verschieben kann und das war gar kein Problem.

Aus meiner Sicht bist du währen der Kündigungsfrist noch nicht an alle Pflichten gebunden. Es könnte ja auch sein, dass du gerade deinen Resturlaub nimmst und deshalb die Pot erst nach deinem Urkaub siehst...Nur so ein paar Gedanken, ohne Garantie.
 

Tom12

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Meine Güte Kerstin, hab mich ganz vergessen zu bedanken für Deinen Beitrag. Ich bin so angespannt, dass ich selbstverständliche Dinge vergesse. Sry!

Ich bin ja derzeit freigestellt. Resturlaub ist damit aufgrund Aufhebungsvertrag abgegolten. Wenn ich gerade meinen Urlaub nehme, müsste ich das doch dann auch nachweisen und das kann ich ja nicht (außer dann für September). Ich möchte eigentlich nur, dass die mich bis wenigstens Oktober in Ruhe lassen und ich jetzt erst eimal eine Auszeit nehmen kann, und ich möchte mich doch dann erst einmal selbst umsehen. Wie kann ich das erreichen?
 

FrauRatFrag

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Lieber Tom12,

was du gerade erlebst, ist doch das normale Doing: 3 Monate vor Ende Arbeitsverhältnis arbeitssuchend melden, Unterlagen vom AA kommen (an das persönliche Arbeitspaket kann ich mich gar nicht erinnern).

Gebuchte Urlaube kannst du angeben, solange du nicht arbeitslos bist, müssen Sie darauf Rücksicht nehmen.

Selbstverständlich beginnen "die Herrschaften" zeitnah mit Vermittlungsversuchen, um das ALG zu sparen 😎.

Ob man dich vor deinem ersten Besuch verpflichten kann deinen LL online zu stellen, kann ich nicht beantworten.

Ansonsten hilft dir nur eine AUB.

Viel Erfolg Und beste Grüsse
 

Tom12

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Was ist denn ein LL?

Was denkt ihr, wenn ich mich jetzt wieder abmelde als arbeitssuchend, den einseitig von der Arbeitsagentur festgelegten Termin zur Arbeitsvermittlung somit absage, damit ich in Ruhe selbst schauen kann, ohne Druck und Zwang von denen, was wird dann passieren, falls ich mich zum November arbeitslos melde? Bekomme ich dann auch die 1-wöchige Sperre, die ich bekommen hätte, wenn ich mich verspätet (z. B. am 31. Oktober) arbeitsuchend gemeldet hätte? Bleibt das denn überhaupt aktenkundig, wenn ich meine Arbeitsuchendmeldung wieder zurücknehme und z. B. meine Daten löschen lasse?

Wie würdet ihr meine Situation sinnvoll lösen, wenn ihr wüsstet, ihr braucht jetzt dringend eine Pause bevor ihr Euch (sinnvoll) bewerben könnt, ihr aber keine AUB wollt?
 
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HermineL

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Du bist erst ab 31.10.2019 arbeitslos und stehst auch erst danach der Vermittlung zur Verfügung.
Der Termin bei der AFA jetzt ist für dich unschädlich. Die AFA kann nur alles vorbereiten und deine Daten abfragen. Vermitteln lassen musst du dich derzeit nicht und Leistungen bekommst du vor dem 01.11.2019 auch nicht. Du kannst bei dem Termin dem Sachbearbeiter rein informativ mitteilen das du von x bis x in Urlaub bist.
Bewerbungen kannst du jetzt schon schreiben aber du bist dazu erst ab dem 01.11.2019 verpflichtet.

Gehe zu dem Termin und gibt deine Unterlagen ab damit du ab 01.11.2019 reibungslos deine Leistungen bekommst. Pflichten hast du vor dem 01.11. keine.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Tom12

mal eine kurze Verständnisfrage, was steht in dem Aufhebungsvertrag zum Punkt Urlaub?

Der Arbeitgeber muss aber gegenüber dem Arbeitnehmer deutlich machen, dass er mit der Freistellung Urlaub gewähren will. Erfolgt keine Anrechnung, behält der Arbeitnehmer seinen Urlaubsanspruch und erwirbt auch in der Freistellungsphase weiteren Urlaubsanspruch.

Quelle:
Freistellung (Arbeitsrecht) – Wikipedia

Sehe gerade @HermineL hat auch schon geschrieben.
 

Tom12

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Danke Euch... da steht, dass ich unter Anrechnung auf eventuell noch bestehenden Urlaubsansprüchen von der Arbeitsleistung unwiderruflich freigestellt bin.
 

JuleSH

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Am 1.11. dran denken, Dich persönlich zu melden. Vieles, was jetzt ist, lässt sich telefonisch bei der AfA Serviceline erledigen. Da kannst Du auch Deinen Urlaub angeben. Und frag‘ gerne nach Deinem richtigen Verhalten. Und wenn Du das dann ganz sicher willst, lass‘ Dir das besprochene schriftlich zusenden. So hast Du dann gegebenenfalls einen Nachweis. Die Service-Mitarbeiter sind sehr Kundenorientiert und machen das gerne 😃
 

Tom12

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Danke @JuleSH: Das werde ich mal versuchen. Hatte urspr. gedacht, bei der Hotline geht es nur um Terminvergaben. Haben die in der Servicehotline auch Zugriff auf Unterlagen (z. B. ein ärztl. Attest), welches man dort hingeschickt hat?
 

JuleSH

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Ruf‘ dort an. Die schauen dann, was in der elektronischen Akte einsehbar ist. Und den Nachweis schriftlich bestätigen lassen bei Bedarf.
 
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