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Recht auf Teilzeitarbeit

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angelcat

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#1
Hallo,

ich bin bei meiner früheren Arbeitsstelle von Vollzeit in Teilzeit gewechselt. (lt. Arbeitsrecht hat man das "Recht auf Teilzeitarbeit"). Die Firma wo ich gearbeitet habe wurde verkauft und der neue Arbeitgeber hat nach dem Obligatorischen einem Jahr 3/4 der Belegschaft gekündigt. So das ich seitdem Arbeitssuchend bin. Bei ALG I gab es kein Problem damit das ich weiterhin in Teilzeit arbeiten möchte. Aber nun bei ALG II will mir die Arbeitsvermitterin weiß machen, das ich nur das Recht auf Teilzeit habe, wenn ich eine Pflegebedürftige Person zu plegen hätte oder aber selber Gesundheitlich nicht in der Lage bin Vollzeit zu arbeiten. Ich habe in meiner Teilzeitarbeit Zeit keine Unterstützungen vom Amt beantragt, da ich mit dem Geld welches ich verdient hatte ausgekommen bin.
Warum soll ich jetzt kein Recht mehr darauf haben????
 
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#2
Hallo,

ich bin bei meiner früheren Arbeitsstelle von Vollzeit in Teilzeit gewechselt. (lt. Arbeitsrecht hat man das "Recht auf Teilzeitarbeit"). Die Firma wo ich gearbeitet habe wurde verkauft und der neue Arbeitgeber hat nach dem Obligatorischen einem Jahr 3/4 der Belegschaft gekündigt. So das ich seitdem Arbeitssuchend bin. Bei ALG I gab es kein Problem damit das ich weiterhin in Teilzeit arbeiten möchte. Aber nun bei ALG II will mir die Arbeitsvermitterin weiß machen, das ich nur das Recht auf Teilzeit habe, wenn ich eine Pflegebedürftige Person zu plegen hätte oder aber selber Gesundheitlich nicht in der Lage bin Vollzeit zu arbeiten. Ich habe in meiner Teilzeitarbeit Zeit keine Unterstützungen vom Amt beantragt, da ich mit dem Geld welches ich verdient hatte ausgekommen bin.
Warum soll ich jetzt kein Recht mehr darauf haben????
Weil Du jetzt in ALG II bist?
 

Karma

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#3
Hallo,

ich bin bei meiner früheren Arbeitsstelle von Vollzeit in Teilzeit gewechselt. (lt. Arbeitsrecht hat man das "Recht auf Teilzeitarbeit"). Die Firma wo ich gearbeitet habe wurde verkauft und der neue Arbeitgeber hat nach dem Obligatorischen einem Jahr 3/4 der Belegschaft gekündigt. So das ich seitdem Arbeitssuchend bin. Bei ALG I gab es kein Problem damit das ich weiterhin in Teilzeit arbeiten möchte. Aber nun bei ALG II will mir die Arbeitsvermitterin weiß machen, das ich nur das Recht auf Teilzeit habe, wenn ich eine Pflegebedürftige Person zu plegen hätte oder aber selber Gesundheitlich nicht in der Lage bin Vollzeit zu arbeiten. Ich habe in meiner Teilzeitarbeit Zeit keine Unterstützungen vom Amt beantragt, da ich mit dem Geld welches ich verdient hatte ausgekommen bin.
Warum soll ich jetzt kein Recht mehr darauf haben????
Hallo angelcat,
deine SB hat recht, du mußt dich um eine Vollzeitstelle bemühen,die genug einbringt, dass du ohne staatliche Leistungen auskommst....es sei denn, eine Teilzeit bringt genug Geld ein, dass du keine Sozialleistungen mehr brauchst.Bedenke auch, dass ALG II von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanziert wird. ALG II ist leider kein Wunschkonzert.
L.G. Karma
 
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#4
:icon_kotz: :icon_kotz:

Bedenke auch, dass ALG II von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanziert wird. ALG II ist leider kein Wunschkonzert.
Das mußte ja mal wieder kommen..............

Der Gemeinschaft der Steuerzahler, zu der wir auch gehörten u. noch gehören!

Kein schlechtes Gewissen einreden lassen! :icon_evil:
 

angelcat

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#5
Hallo angelcat,
deine SB hat recht, du mußt dich um eine Vollzeitstelle bemühen,die genug einbringt, dass du ohne staatliche Leistungen auskommst....es sei denn, eine Teilzeit bringt genug Geld ein, dass du keine Sozialleistungen mehr brauchst.Bedenke auch, dass ALG II von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanziert wird. ALG II ist leider kein Wunschkonzert.
L.G. Karma

Ich habe vorher auch Teilzeit gearbeitet und keine Gelder vom Staat beantragt. Es ist doch meine Sache ob ich mit weniger Geld auskommen will. Und wenn ich in der Arbeitswelt ein Recht auf Teilzeit habe, so können sie mir dieses Recht nicht bei einer Arbeitslosigkeit nehmen. Desweiteren könnte ich auch, wenn man mir eine Vollzeitstelle aufdrückt nach einem Halbenjahr dort auch mein Recht auf Teilzeitarbeit geltend machen.
Ich will arbeiten und keinem auf der Tasche liegen, aber wo bei mir die Haar hoch gehen ist, wenn man mir mein Selbstbestimmungsrecht nehmen will, welches hier in Deutschland noch besteht.
 

ARGEakut

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#6
Ich habe vorher auch Teilzeit gearbeitet und keine Gelder vom Staat beantragt. Es ist doch meine Sache ob ich mit weniger Geld auskommen will. Und wenn ich in der Arbeitswelt ein Recht auf Teilzeit habe, so können sie mir dieses Recht nicht bei einer Arbeitslosigkeit nehmen. Desweiteren könnte ich auch, wenn man mir eine Vollzeitstelle aufdrückt nach einem Halbenjahr dort auch mein Recht auf Teilzeitarbeit geltend machen.
Ich will arbeiten und keinem auf der Tasche liegen, aber wo bei mir die Haar hoch gehen ist, wenn man mir mein Selbstbestimmungsrecht nehmen will, welches hier in Deutschland noch besteht.
Du darfst nur keine Leistungen beanspruchen.
Subsidiarität!

Dann darfst Du auch tun und lassen, was Du willst.
 

silkem

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#7
Möchte deine SB dich vielleicht in Vollzeit drängen, da es kaum Teilzeitstellen gibt?
 

babajaga

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#8
Du darfst nur keine Leistungen beanspruchen.
Subsidiarität!

Dann darfst Du auch tun und lassen, was Du willst.
Warum durfte die ALV von mir z.B. über 25 Jahre erzwungenermaßen viel Geld kassieren, lange Zeit Höchstbeiträge, und dann nach ein paar Jahren erzwungener Selbständigkeit das Geld ohne Gegenleistung behalten, sodaß ich nun ALG II beanspruchen muß ?
Ja, ich weiß, weil es Gesetz ist.
 
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#9
Warum durfte die ALV von mir z.B. über 25 Jahre erzwungenermaßen viel Geld kassieren, lange Zeit Höchstbeiträge, und dann nach ein paar Jahren erzwungener Selbständigkeit das Geld ohne Gegenleistung behalten, sodaß ich nun ALG II beanspruchen muß ?
Ja, ich weiß, weil es Gesetz ist.

Wenn Du 25 Jahre in eine Hausrat-oder sonstige Versicherung einzahlst,dann kündigst,bekommst Du auch Jahre später im Schadensfall nichts mehr heraus.
Deshalb heißt es ja"Arbeitslosenversicherung".
 
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#10
Warum soll ich jetzt kein Recht mehr darauf haben????
Weil im SGB II gilt, dass du ALLES tun musst, um deine Hilfebedürftigkeit zu beenden. Findest du einen Teilzeitjob mit ausreichend Einkommen, so dass du keinen ALG II-Anspruch mehr hast, prima. Ansonsten gilt aber: auf alles bewerben, um möglichst aus dem ALG II "rauszufallen".

Ich habe vorher auch Teilzeit gearbeitet und keine Gelder vom Staat beantragt. Es ist doch meine Sache ob ich mit weniger Geld auskommen will.
Dann verzichte auf Leistungen und bewirb dich nur auf Teilzeit. :icon_rolleyes:
 

babajaga

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#11
Wenn Du 25 Jahre in eine Hausrat-oder sonstige Versicherung einzahlst,dann kündigst,bekommst Du auch Jahre später im Schadensfall nichts mehr heraus.
Deshalb heißt es ja"Arbeitslosenversicherung".
Der vergleich hinkt ein wenig: Niemand zwingt einem eine Hausratversicherung auf. Die ALV schon, sofern normaler Arbeitnehmer.

Sollte also wahrheitsgemäß heißen: "ZWANGSABGABE"
 

babajaga

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#12
Wenn Du 25 Jahre in eine Hausrat-oder sonstige Versicherung einzahlst,dann kündigst,bekommst Du auch Jahre später im Schadensfall nichts mehr heraus.
Deshalb heißt es ja"Arbeitslosenversicherung".
Übrigens, da mit dem Kündigen stimmt auch nicht immer. Meine Firma ging den Bach runter; da ich das früh genug erkannte, sprang ich noch vor ALG-I Bezug ab und machte mich selbständig, ohne der Allgemeinheit zur Last zur fallen. Hat ja auch ein paar Jahre gefunzt.
Hatte mich zwar auch mehrfach beworben, aber wohl aus Altersgründen erfolglos. Allerdings gab es i.d.R. die Antwort: "Sorry, überqualifiziert" :)
 

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#13
:icon_kotz: :icon_kotz:



Das mußte ja mal wieder kommen..............

Der Gemeinschaft der Steuerzahler, zu der wir auch gehörten u. noch gehören!

Kein schlechtes Gewissen einreden lassen! :icon_evil:
Da hast du leider falsch gedacht.....sie hat offensichtlich keine Lust in Vollzeit zu arbeiten. Sie ist weder krank noch hat sie andere wichtige Gründe und da hätte ich schon ein schlechtes Gewissen.und das finde ich nicht in Ordnung.:icon_rolleyes:
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ela1953

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#14
Ich habe vorher auch Teilzeit gearbeitet und keine Gelder vom Staat beantragt. Es ist doch meine Sache ob ich mit weniger Geld auskommen will. Und wenn ich in der Arbeitswelt ein Recht auf Teilzeit habe, so können sie mir dieses Recht nicht bei einer Arbeitslosigkeit nehmen. Desweiteren könnte ich auch, wenn man mir eine Vollzeitstelle aufdrückt nach einem Halbenjahr dort auch mein Recht auf Teilzeitarbeit geltend machen.
Ich will arbeiten und keinem auf der Tasche liegen, aber wo bei mir die Haar hoch gehen ist, wenn man mir mein Selbstbestimmungsrecht nehmen will, welches hier in Deutschland noch besteht.
Du kamst bei Teilzeit mit dem Verdienst aus - also konntest du auch in Teilzeit arbeiten.

Jetzt mit ALGII wirst du wahrscheinlich solche Stellenangebote bekommen, in denen du mit Vollzeit vielleicht auf diesen Verdienst kommst.

Daher will dich deine SB sicher zur Vollzeitarbeit verdonnern.

Wenn ich mir ansehe, wieviel ich im öffentlichen Dienst in 2000 verdient habe und wie die Einstungen heute in Vollzeit sind - Wahnsinn

Und mein Einkommen von 1981 werd ich wohl Zeit meines Restlebens nicht mehr erzielen.
 

ARGEakut

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#15
Nun, als unkündbarer Angestellter der BA zahle ich dennoch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
Die Arbeitslosenversicherung ist ein Instrument der Solidargemeinschaft.
Es gibt auch Leistungsbezieher ALG I, die weniger Beiträge gezahlt haben, als sie im Falle des Entritts von Alo bekommen.
Das gleiche gilt übrigens auch für Beiträge zur RV, zur KV, zur PV.

Wenn ich mal hochrechne, wieviele Emmchen (seit 2000 = Euro) ich in die RV eingezahlt habe und welche "Rendite/ Rente" ich damit erziele, wird mir :icon_kotz2:

Hätte ich anstelle in die Sozialversicherung die gleichen Beiträge in eine private Rentenversicherung eingezahlt, müsste ich mir keine Sorgen um meine Altersrente machen.

Aber das ist eine Scheindiskussion.

Ganz ehrlich: Wenn aus der ALV, der RV, der KV und der PV alle versicherungsfremden Leistungen gestrichen würden, sähe die Rendite auch für Elos und künftige Elos anders aus.

Aber: Ist dieses wirklich erstrebenswert? Das mag jeder für sich selbst beantworten.

Brandzündelnde Rentner in Ostdeutschland wären bei Aufkündigung der sogenannten Solidargemeinschaft wären nur eine Folge.

Diese Solidargemeinschaft hat sich schlußendlich bewährt, auch wenn es nur wenige tatsächliche Gewinner gibt.


Bei aller Kritik an der Grusi, dem ALG II etc. gibt: Das Existenzminimum ist gesichert.

Ist doch was - insbesondere wenn wir uns international mal umschauen.

Nicht viel, aber immerhin etwas.

Bevor ich hier den Schädel eingeschlagen bekomme: H4 dient m.E. dem Überleben und nicht mehr - und nicht weniger.


Wenn wir mutiger wären (und weder ehemalige Bonzen mit dem roten Touch noch CDU bzw. andere "etablierte" Parteien wählen würden) und eine Interessensvertretung aller relevanten Bevölkerungsgruppen in Regierungsverantwortung schicken könnten - und nicht der Frau des Verteigungsministers ne Afgha-Reise bezahlen müßten - würde eine neue Politik möglich sein.

Klagen und sich beschweren ist einfach.
Handeln bedingt Denken.

Oder?

 
E

ExitUser

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#16
Wenn ich mir überlege, wieviel Emmchen seit 1973 geflossen sind......... :rolleyes:

Okay, die Lehrzeit hat da nicht viel beigetragen. Dann sagen wir eben seit 1976.

Mir wird's direkt übel.

:icon_dampf:
 
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