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Recht auf Schulbuch?

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Yogy

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Guten Arbend,

ich habe eine Frage im Zusammenhang mit der Schule, die mein Sohn besucht.

Hat er Anspruch auf Schulbücher, insbesondere einen Anspruch, diese mit nach Hause zu nehmen, um den Unterricht vor- bzw. nachzubereiten?

Die Schule erlaubt den Kindern nicht, die Schulbücher mit nach Hause zu nehmen, da sich zwei Schulklassen einen Satz Schulbücher "teilen" müssen. Um sicherzustellen, dass beide Klassen zumindest in der Schule die Schulbücher nutzen können, dürfen sie diese nach Aussage der Fachlehrerin nicht mitnehmen.

Ich kann es irgendwie nicht glauben, das das rechtens ist. Das einzige was ich im Inertnet gefunden habe, ist folgendes:

Lernmittel

(1) Schülerinnen und Schüler erhalten unentgeltlich, in der Regel leihweise,

  1. Schulbücher,
  2. Gegenstände, die ausschließlich im Unterricht eingesetzt werden und in der Schule verbleiben,
  3. zur Unfallverhütung vorgesehene Schutzkleidung.
(2) Schulbücher sind alle Bücher und Druckschriften, die überwiegend im Unterricht und bei der häuslichen Vor- und Nachbereitung des Unterrichts durch Schülerinnen und Schüler verwendet werden. Nicht zur Verfügung gestellt werden müssen Bücher und Druckschriften, die zwar im Unterricht eingesetzt werden, daneben aber erhebliche Bedeutung für den persönlichen Gebrauch haben können.
(3) Von der Schülerin und vom Schüler können Kostenbeiträge verlangt werden für

  1. Sachen, die im Unterricht bestimmter Fächer verarbeitet werden und danach von der Schülerin und vom Schüler verbraucht werden oder ihnen verbleiben,
  2. Verpflegung in der Schule.
(4) Die Schulträger stellen jährlich die zur Beschaffung der freien Lernmittel erforderlichen Haushaltsmittel bereit.
(5) Das für Bildung zuständige Ministerium kann durch Verordnung Mindestbeträge für die Gewährung der freien Lernmittel nach Absatz 1 und Höchstbeträge für Kostenbeiträge nach Absatz 3 festsetzen.
(6) Der Schulträger kann in sozialen Härtefällen über die in Absatz 2 Satz 2 genannten Einschränkungen hinaus Lernmittel zur Verfügung stellen.
© juris GmbH


Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Yogy
 

wolliohne

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hm,

hier sind wir leider der falsche Ansprechpartner,einfach den Schulträger,örtl.Parteien fragen.
 
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Kein Recht.
Die Schulbuchfreiheit wurde gecancelt, als Ersatz gibt es dafür die Studiengebühren.
Im Regelsatz ist nix. Ein Sonderbedarf ist das auch nicht.
Schulkinder brauchen keine Bücher. Wenn doch sind sie auf der falschen Schule.
 

xNasevollx

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M. W. nach ist das vonBundesland zu Bundesland anders
Sachsen hat z.B. eine Lermittelfreiheit da wird alles gezahlt
Niedersachsen kann man die Bücher leihen gegen Entgeld
 

Muzel

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In NRW erhalten Schüler von Sozialhilfeempfängern einen Schulbuchzuschuss.
 

Arania

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[SIZE=-1]Insbesondere einkommensschwache Familien würden durch das vorgesehene Schulbuchleihsystem benachteiligt, kritisierte die Linke-Politikerin. Förderberechtigte Familien würden zur Teilnahme an dem System verpflichtet. Die bisherigen Schulbuchzuschüsse entfielen dadurch. Damit sei der eigene Besitz von Schulbüchern kaum noch möglich, wodurch einer «Stigmatisierung Tür und Tor geöffnet» werde. Nach Schätzung der Linken dürfte davon etwa ein Viertel der Schüler betroffen sein.[/SIZE]
Linke fordern erneut echte Lernmittelfreiheit +++ derNewsticker.de +++
 

Muzel

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Ariana! Wie sollen nun die Betroffenen an ihr Recht kommen?
 

Arania

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Bitte wie? Da steht ausdrücklich das es so rechtens ist
 

M.aus.B

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Glück Auf,
Die Schule erlaubt den Kindern nicht, die Schulbücher mit nach Hause zu nehmen, da sich zwei Schulklassen einen Satz Schulbücher "teilen" müssen. Um sicherzustellen, dass beide Klassen zumindest in der Schule die Schulbücher nutzen können, dürfen sie diese nach Aussage der Fachlehrerin nicht mitnehmen.
Yogy
Wenn ich sowas lese, wird mir speiübel. Wo sind wir in diesem Scheissland ? Sich ständig drüber aufregen, dass die Schule keine gut ausgebldeten Schüler "produziert" und noch nicht mal in der Lage sein (oder besser nicht Willens ??) jedem Schüler ein anständiges Schulbuch zu stellen ? Hauptsache diese verbrecherischen Schmarotzer kriegen Milliarden reingeschoben ....
Sorry, aber mir platzt gleich der Kragen...:icon_dampf::icon_dampf:
 

Muzel

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Die Gebührenfreiheit betrifft doch nur Thüringen, wenn das so stimmt, was da steht. Im Saarland will man morgen darüber beraten.
Zu alten "DDR-Zeiten" bekamen ärmere Familien die Schulbücher nur leihweise und wenn die Bücher nicht ordentlich zurück gegeben wurden, mussten die armen Menschen die Bücher bezahlen.
 

Arania

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Ich wollte nun nicht danach googeln in welchen Bundesländern das so ist oder auch nicht, zumal wir auch nicht wissen in welchem Bundesland der Threadstarter lebt, sondern darauf hinweisen das dieses in einigen Bundesländern rechtens ist
 

Yogy

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Ich wollte nun nicht danach googeln in welchen Bundesländern das so ist oder auch nicht, zumal wir auch nicht wissen in welchem Bundesland der Threadstarter lebt, sondern darauf hinweisen das dieses in einigen Bundesländern rechtens ist
Sorry, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, aber lieber spät als nie. Ich komme aus Schleswig Holstein und das Zitat bezügl. Lernmittelfreiheit stammt aus dem Bildungsserver Schleswig-Holstein.

Es ist von Seiten der Schule wie folgt argumentiert worden: Da zwei Klassen sich die Schulbücher in den Fächern Erdkunde incl. Atlas, Geschichte, Biologie und Physik "teilen" müssen, dürfen die Schüler ihre Bücher nicht mit nach Hause nehmen. Die Bücher für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch scheinen noch in ausreichender Zahl vorhanden zu sein, so dass diese mit nach Hause genommen werden dürfen.

Ich halte das für einen Skandal, insbesondere weil darauf verwiesen wurde, dass die Arbeitsblätter, die von den Kindern während des Unterrichts ausgefüllt werden als Grundlage für Vor- und Nachbereitung ausreichen sollen. Würde ich diese Arbeitsblätte nicht auf Fehler und Lücken prüfen und entsprechend ergänzen bzw. korrigieren, sähe es sehr schlecht aus mir der Möglichkeit der Vorbereitung auf Klassenarbeiten.

Vielen Dank für Eure Beiträge und für Euer Interesse an diesem Thema.

LG Yogy
 
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Ich kann nur für Thüringen sprechen. Meinem Sohn musste ich in seinen bisher 11 Schuljahren noch nicht ein Schulbuch kaufen. Er kann mit den Leihbüchern machen, was er will. Hauptsache zum Schuljahresende gibt er sie halbwegs unbeschädigt zurück.
 

RudiRatlos

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Zu alten "DDR-Zeiten" bekamen ärmere Familien die Schulbücher nur leihweise und wenn die Bücher nicht ordentlich zurück gegeben wurden, mussten die armen Menschen die Bücher bezahlen.
Falsch,... nicht nur die "Ärmeren" bekamen die Bücher geliehen. Die Bücher wurden von Klasse zu Klasse weiter gereicht, bis ne neue Auflage erschien. Man konnte im "Bücherzettel" ankreuzen, welche Bücher man kaufen wollte und welche nicht. Das Problem war nur, die Wunschbücher waren meist vergriffen. :cool:
 

Clint

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Kein Recht.
Die Schulbuchfreiheit wurde gecancelt, als Ersatz gibt es dafür die Studiengebühren.
Im Regelsatz ist nix. Ein Sonderbedarf ist das auch nicht.
Schulkinder brauchen keine Bücher. Wenn doch sind sie auf der falschen Schule.
Hallo is so nicht mehr richtig.
Die Arge muß Schulbedarf stellen, da nicht im Regelsatz vorhanden.
Dazu gibts ein Urteil.
Fragt mich nicht wo und wann. Hab nen Gedächtnis wien Kaffeesieb.

LG

Clint
 

Rounddancer

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Das Problem: Schule fällt in Deutschland unter Kultur. Und Kultur ist in D Sache der 16 Bundesländer. Und damit gibt es auch 16 Schulgesetze,- und damit theoretisch 16 Arten, das Thema Lehrmittelfreiheit zu lösen oder handzuhaben.

Bei Problemen ist also nur das jeweilige Landes-Kultusministerium zuständig, dazu die städtischen Schulbehörden (bzw. die des Kreises).

Anlaufstellen sind z.B. die Aktion Humane Schule e.V., der Landesschulbeirat, der Landeselternbeirat, die Stadt-, bzw. Kreisräte,
und für den Einzelfall haben zumindest die aktiven unter den Ortsverbänden des Deutschen Kinderschutzbundes einen kleinen Etat, um Kindern aus armen Familien solche Ausgaben zu übernehmen.
 

Muzel

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Meine Eltern mussten zu "DDR"-Zeiten immer einige Bücher kaufen. Mit dem Weiterreichen an jüngere Geschwister war das auch schwierig, da spätestens alle 2 Jahre die Bücher neu aufgelegt wurden.
 
E

ExitUser

Gast
Falsch,... nicht nur die "Ärmeren" bekamen die Bücher geliehen. Die Bücher wurden von Klasse zu Klasse weiter gereicht, bis ne neue Auflage erschien. Man konnte im "Bücherzettel" ankreuzen, welche Bücher man kaufen wollte und welche nicht. Das Problem war nur, die Wunschbücher waren meist vergriffen. :cool:
Aha. Wer hätte DAS gedacht...:icon_wink:
 

Donauwelle

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Was ist das große Problem hier? Den anderen Kindern geht es doch genauso. Der Lernstoff ist dann ja nicht der Bucheintrag sondern der Hefteintrag bzw. die Arbeitsblätter - und wenn man sich mehr für den Stoff interessiert, gibt es immer noch das Internet oder die Bücherei.

Ich kann hier höchstens den Lehrer mal bitten, ob er mehr schaut, dass die Kids ihre Hefteinträge richtig machen.

Ich weiß, dass wir als Kinder häufig mal veraltete Lehrbücher hatten bzw. Lehrbücher, die unsere Lehrer nicht verwendeten und selbst ihren Stoff machten - mein Sohn gehörte zum 1. G8-Jahr - da gab es teilweise noch keine neuen Lehrbücher, so dass sie eben auch in einigen Fächern ohne Lehrbuch gearbeitet haben.

Das Lehrmittelbudget der Schulen ist begrenzt. Gerade in den letzten Jahren mussten durch Schul- und Stoffänderungen aber häufig Bücher vor Ablauf ihrer Rundlaufdauer (auf die Ausleihstempel passten immer 6 oder 8 Jahre - die waren bei manchen Büchern auch immer schon voll...) ausgetauscht werden. Da ist es doch klar, dass die Schulen ihre Prioritäten auf die Hauptfächer setzen und es bei den Nebenfächern erstmal Engpässe gibt. Die Schule hätte es auch so lösen können, dass sie eben nur in einem Fach die neuen Bücher schon für alle Klassen anschafft und in den anderen Fächern ohne Buch oder mit alten nicht mehr passenden Büchern für ein Schuljahr arbeitet und hat wohl hier den Weg gewählt, die Hälfte der Bücher schon anzuschaffen und wenigstens im Unterricht mit den neuen Büchern zu arbeiten. Ich sehe da nichts falsches daran.

Hier kann man sich natürlich darüber aufregen, dass auch bei Lehrmittelfreiheit es eben auch mal Engpässe geben kann, wenn neue Lehrwerke erscheinen oder der Stoffplan sich ändert. Oder man freut sich immer noch darüber, dass man wenigstens die Bücher nicht selbst kaufen muss. Die Länder ohne Lehrmittelfreiheit haben eben auch das Glück, dass sie immer die neuesten Lehrwerke nutzen können - der Preis ist, dass man die Bücher selbst kaufen muss...

Ideal ist das natürlich nicht - aber als so schlimm empfinde ich es auch nicht. Dann muss man als Schüler eben auch mal improvisieren, wenn einem Stoff fehlt. Dadurch lernt man ggf. mehr, als wenn man immer alles direkt parat hat.
 

Muzel

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Ich finde es schon wichtig, dass die Kinder armer Eltern auch ein Lehrbuch mit nach Hause nehmen dürfen. Sie sind sonst benachteiligt.
Man kann auch bei ungenügenden Leistungen in 2 Nebenfächern nicht versetzt werden. Gerade Lehrer der Nebenfächer nehmen ihren Unterricht ziemlich wichtig.
 
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