Recht auf Kostenrückerstattung wegen Erbausschlagung?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Luzidas

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Dezember 2015
Beiträge
15
Bewertungen
0
Hallo und guten Tag zusammen,

ich wollte wissen ob es möglich ist die 30 Euro vom Jobcenter zurückzufordern die ich wegen der Erbschaftsausschlagung bezahlen musste? Ginge das nicht über Prozesskostenhilfe oder so ähnlich? Ich habe bereits mit dem Jobcenter geschrieben und die haben meine Bitte abgelehnt weil sie der Meinung sind das solche Dinge wie Prozesskosten im ALG 2 schon mit eingerechnet sind.

Danke schonmal für die Ratschläge
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.796
Bewertungen
20.452
Wer übernimmt die Kosten denn bei einem Nicht-LE, der auch wegen Schulden ausgeschlagen hat? Der kann ja auch nichts dafür, dass der Erblasser verschuldet war.

Und mal so ganz nebenbei: Bevor ich Schulden im vierstelligen oder noch höheren Bereich an der Backe habe, bin ich gerne bereit 30€ zu zahlen.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.663
Bewertungen
17.055
du kannst doch bei dem Gericht sagen, dass Du Leistungsbezieher bist. Meines Wissens nach, brauchst Du dann nicht zu zahlen. Das sollte man aber erst klären und dann erst ausschlagen.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.796
Bewertungen
20.452
du kannst doch bei dem Gericht sagen, dass Du Leistungsbezieher bist. Meines Wissens nach, brauchst Du dann nicht zu zahlen. Das sollte man aber erst klären und dann erst ausschlagen.
Das Gericht kann von der Kostenerhebung absehen, muss es aber nicht.
Des Weiteren darf der Kostenbeamte gemäß § 10 KostVfg auch nur dann von der Kostenerhebung absehen, wenn "das dauernde Unvermögen des Kostenschuldners zur Zahlung offenkundig oder ihm aus anderen Vorgängen bekannt ist oder wenn sich der Kostenschuldner dauernd an einem Ort aufhält, an dem eine Beitreibung keinen Erfolg verspricht. 2Das dauernde Unvermögen des Kostenschuldners ist nicht schon deshalb zu verneinen, weil er möglicherweise später einmal in die Lage kommen könnte, die Schuld ganz oder teilweise zu bezahlen."
Das ist eigentlich nur bei Leistungsbeziehern nach SGB XII der Fall. Bei Leistungsbeziehern nach SGB II sind die Kosten regelmäßig zu erheben, da ein dauerndes Unvermögen nicht angenommen werden kann.
 
E

ExitUser

Gast
Ist man überhaupt noch Willens und in der Lage, IRGENDEINE Zahlung selbständing vorzunehmen?
Oder hat der Staat für alles aufzukommen?
Manchmal glaub ich es einfach nicht mehr.
Und ich lebe selbst auf dem niedrigen Niveau eines EM-Rentners, dem GruSi zustehen würde.
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.289
Bewertungen
1.259
Und ich lebe selbst auf dem niedrigen Niveau eines EM-Rentners, dem GruSi zustehen würde.
Ein Totschlagargument wird allerdings nicht dadurch stimmig, indem es gleich besonders hirnrissig ist. Wer aus Faulheit oder sonstigen in seiner Sphäre liegenden Gründen auf seine Rechte wie z.B. hier auf ein menschenwürdiges Existenzminimum verzichtet, ist selbst schuld; und kein Vorbild.

wegen der Erbschaftsausschlagung bezahlen musste
Ein Haken könnte sein, daß die Forderung wohl schon bezahlt worden ist. Daß es sich dabei "nur" um 30€ handelt, ist m.M.n. egal. Denn wo wollte man denn eine Grenze ziehen; was wäre wenn die Gebühr 70€ oder gar 130€ betragen würde?

Wie ´schnell´ musste denn diese Gebühr bezahlt werden? Ich hätte meistens nichtmal 30€ im Geldbeutel ...

Das Gericht kann von der Kostenerhebung absehen, muss es aber nicht.
Idealerweise^^ klärt man sowas natürlich vorher.
Nachträglich zu beantragen daß von der Kostenerhebung abgesehen werden soll, die Forderung niedergeschlagen oder (zumindest erstmal) gestundet, oder einer Ratenzahlung zugestimmt werden soll - könnte logischerweise etwas schwieriger werden.

Könnte da evtl. das VB des JC dafür "missbraucht" werden? Immerhin dürfte jemand umso besser vermittelbar sein, umso weniger Probleme er /sie "besitzt"?
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.796
Bewertungen
20.452
Nach Übersendung der Rechnung durch die Gerichtskasse ist innerhalb von zwei Wochen zu zahlen.

Das JC hat mit der ganzen Kostengeschichte überhaupt nichts zu tun, deswegen werden die gar nichts zahlen. Außerdem hat der TE das JC wegen der Kostenübernahme schon angeschrieben. Die werden ihre Meinung vermutlich eher nicht ändern.
 

Caramell

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 November 2015
Beiträge
710
Bewertungen
340
Luzidas, Du hättest das gleich bei Gericht klären können oder müssen.
Das JC wird nicht zahlen, da Du schon bezahlt hast.
Und im Prinzip kannst Du noch froh sein, dass die nicht nachfragen, warum Du ein Erbe ausschlägst. Schließlich wird Erbe oft mit Vermögen gleich gesetzt, auch wenn es nicht immer so ist.

Ich würde die 30€ auch gerne bezahlen, wenn ich dafür keine Schulden habe. Den die zu übernehmen wird sicher teurer.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten