• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.
    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc...
    Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.
    (Dieser Hinweiß kann oben rechts, für die Sitzung, ausgeblendet werden)

Recht auf Arbeit...

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

HartzDieter

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
10 Aug 2005
Beiträge
920
Bewertungen
19
Es scheint kein geschriebenes Recht auf Arbeit zu geben.
Könnte man das einklagen, wären solche Berichterstattungen, wie in PLUSMINUS wohl nicht möglich.
Man stelle sich vor, 5 Millionen Menschen würden einen bezahlten Arbeitsplatz einklagen.
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 Aug 2005
Beiträge
14.824
Bewertungen
841
Hallo Dieter,
selbstverständlich steht das so im GG !

ich weiß zwar nicht wie Du auf nur "5 Mill. kommst" ?

Aber warum gehst Du nicht mit gutem Beispiel voran ?
Unsere Unterstützung hast Du.

Ps. ich behaupte inzwischen sind es 10 Mill. (Tendenz Steigend)


Vorsicht !
die Menschenrechte sind wieder Antastbar!
 

Martin Behrsing

Teammitglied
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Bewertungen
4.170
im GG gibt es nur das Recht auf freie Berufswahl, aber ein Recht auf einen Arbeitsplatz gibt es nicht.
Ich halte diesen Ansatz allerdings für nicht mehr zeitgemäß. Interessanter wäre der Gedanke an ein vernünftiges Grundeinkommen

Über das Grundeinkommen

Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das bedingungslos jedem Mitglied einer politischen Gemeinschaft gewährt wird, ohne Bedürftigkeitsprüfung oder Arbeitspflicht. Es stellt eine Form von Mindesteinkommenssicherung dar, die sich von den zur Zeit in Europäischen Ländern und fast allen Industrienationen existisierenden in drei grundlegenden Hinsichten unterscheidet:

sie wird an Individuen anstelle von Haushalten gezahlt;
sie wird unabhängig von irgendeinem Einkommen aus anderen Quellen gezahlt;
sie wird gezahlt, ohne daß Arbeitsleistung oder Arbeitsbereitschaft verlangt wird.
Die Autonomie der Bürgerinnen und Bürger (mehr Autonomie für Unternehmer innen und Unternehmer durch deren Befreiung von der Verantwortung als "Arbeitgeber", mehr Autonomie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch die grundsätzliche Verfügbarkeit der Möglichkeit der Nicht-Erwerbstätigkeit bzw. einer sinnvollen Tätigkeit außerhalb der Erwerbsarbeit, mehr Autonomie für Eltern durch die größere Einkommensunabhängigkeit usw.), die Verteilungsgerechtigkeit, die Anfeuerung der kapitalistischen Wertschöpfung und Rationalisierungsdynamik, die Flexibilität des Arbeitsmarktes, die Effizienz des Sozialstaates, die Wahrung der Würde der Ärmeren und die Beseitigung von Stigmatisierungen vor allem bei den gegenwärtig Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern, die Humanisierung der Arbeit, die Förderung der Bildung, die Stärkung der Familien und die Steigerung der Geburtenrate, die Förderung von Existenzgründungen wie auch von ehrenamtlichen Tätigkeiten, die Förderung von Kreativitätspotentialen durch die Möglichkeit der Muße und anderes mehr wurde zugunsten des Grundeinkommens angeführt.

Aber es ist das Scheitern aller bisherigen Versuche der Lösung des Problems der Massenarbeitslosigkeit, welches in den letzten Dekaden dazu geführt hat, daß die Grundeinkommensidee quer durch Europa und die Welt von einer wachsenden Zahl von BürgerInnen, WissenschaftlerInnen und Organisationen ernst genommen wird.

Es gibt eine große Bandbreite von Modellvorschlägen. Sie unterscheiden sich in der Höhe des Grundeinkommens, in den Quellen seiner Finanzierung, in der Art und Größe der Einsparung anderer Transferzahlungen und in vielen weiteren Hinsichten. Kurzfristige Vorschläge konzentrieren sich in der gegenwärtigen Diskussion auf Modelle eines partiellen Grundeinkommens, das kein voller Ersatz für die existierenden Formen der Sicherung eines Mindesteinkommens wäre, aber eine – allmählich wachsende – Einkommensbasis darstellte, zu der andere Einkommen hinzukämen, inklusive herkömmlicher Transferzahlungen reduziert um den Betrag des partiellen Grundeinkommens.

Viele namenhafte europäische und außereuropäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich in der Zwischenzeit für ein Grundeinkommen ausgesprochen, unter ihnen zwei Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften. In einigen Ländern beginnen Spitzenpolitikerinnen- und -politiker, auch von Regierungsparteien, die Grundeinkommensidee offen zu unterstützen. Gleichzeitig wächst die Literatur zu den ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Aspekten des Grundeinkommens wie auch die Zahl derer, die ein Grundeinkommen befürworten oder sich für es interessieren. In der ganzen Welt werden mehr und mehr Grundeinkommensnetzwerke gegründet.

In Deutschland nimmt seit der endgültigen Verabschiedung der sogenannten Hartz IV-Gesetze Mitte 2004 das Interesse am Grundeinkommensvorschlag als grundlegender Alternative zur Politik des Druckausübens auf Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger stark zu. In der Mitte dieses Jahres wurde auch das deutsche Netzwerk Grundeinkommen gegründet, welches auf dem 10. Kongreß des Basic Income Earth Network (BIEN) im September 2004 als deutsches Grundeinkommensnetzwerk offiziell anerkannt wurde.
http://www.grundeinkommen.info/index.php?id=74
 

Bruno1st

Neu hier...
Mitglied seit
21 Dez 2005
Beiträge
3.726
Bewertungen
2
HartzDieter schrieb:
Es scheint kein geschriebenes Recht auf Arbeit zu geben.
Könnte man das einklagen, ....
Meine Überlegung : Wie kann ich die Arge in Regress nehmen, weil die, bzw. deren externer Fallmanager mir 2 Stellen versaut haben. Der Fallmanager wollte bei der Arge die Umzugskosten abklären hat dies aber nach Wochen immer noch nicht geschafft, bzw. dann gesagt, daß es ncihts gibt. Mein Verdacht : er hat nicht nachgefragt.

Mögliche Vorgehensweise :
- Anfrage an die Arge mit der "Bitte" um Stellungnahme zu dem Sachverhalt
- je nach Antwort weitere Schritte (Antwort dürfte erfahrungsgemäß dauern)

Wer hat weitere Vorschläge - Ideen - Ratschläge ?

Wer macht mit ? Bei ähnlichen Problemen mit der Arge, zeitgleiche Anfragen starten. Damit die Arge das nicht als "Einzelvorgang" (Ausreißer) bezeichnen kann.
Und nun : happy hunting
 
E

ExitUser

Gast
Ich glaube, wie Martin, dass eine Forderung nach einem Recht auf Arbeit nicht mehr zeitgemäß ist. Grund: durch die ´Pflicht´ der Unternehmen zur Rationalisierung (globale Konkurrenz) werden immer mehr Arbeitsplätze abgebaut werden, es werden immer mehr Maschinen und Computer menschliche Arbeitskraft ersetzen.

Vollbeschäftigung wird es nie mehr geben, die Arbeit selbst wird immer weniger werden, zumindest in der Industrie. Was den Dienstleistungsbereich angeht, dort gibt es mehr als genug Arbeit, die aber niemand bezahlen will, oder die dermaßen gering entlohnt wird, dass man davon nicht leben kann. Deshalb z.B. auch der Pflegenotstand und die immer schlimmer werdenden Arbeitsbedingungen in Alten- und Pflegeheimen etc. Hier könnten neue Arbeitsplätze entstehen, die aber niemals die Höhe der jetzigen Arbeitsuchenden erreichen würde (4,6 Mio.). Im Übrigen kümmert sich darum auch niemand.

Man sollte also das die Forderung nach einem Recht auf Arbeit umwandeln in ein Recht auf Deckung der existentiellen Versorgung und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Dahin zielt auch die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen. Aber ich bin sicher, das wird nie und nimmer durchkommen, oder wenn, dann wird es noch Jahrhunderte dauern. Diejenigen, die hierzu ihr OK geben müssten, sind Zombies, soll heißen: strikt auf Linie Kapitalismus/Neoliberalismus, der Mensch als solcher zählt nicht, oder wenn, dann nur als Kostenfaktor. Diese Leute gehen im übrigen so auch mit sich selbst um, weshalb sie gar nicht realisieren, wie sehr sie schon von diesem lebensfeindlichen, menschenverachtenden System absorbiert sind. Eigentlich leben sie gar nicht mehr sondern funktionieren nur noch. Wie die ´grauen Herren´ aus dem wunderbaren Märchen Momo.

Dazu kommt noch, dass wir, die uns das angeht, uns selbst ja nicht mal einig darüber sind, wie wir eigentlich leben wollen und ob ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Lösung wäre und auch, wie das denn bezahlt werden könnte.

Eine Diskussion zum Thema ´Arbeit um jeden Preis, wenn es immer weniger Arbeitsplätze gibt?´ findet hier so gut wie nicht statt.

LG
Luna
 

HartzDieter

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
10 Aug 2005
Beiträge
920
Bewertungen
19
Martin Behrsing schrieb:
im GG gibt es nur das Recht auf freie Berufswahl, aber ein Recht auf einen Arbeitsplatz gibt es nicht.
Ich halte diesen Ansatz allerdings für nicht mehr zeitgemäß. Interessanter wäre der Gedanke an ein vernünftiges Grundeinkommen.
Da bin ich Deiner Meinung, Martin. Ein Recht auf einen Arbeitsplatz wäre bei so vielen Arbeitslosen und unserem System wahrscheinlich nicht möglich.
Aber die lautstarke und massenhafte Forderung danach würde sicherlich dafür sorgen, daß die Arbeitslosen in den Medien und der Politik nicht mehr so diskriminiert werden würden, wie es heutzutage der Fall ist.

Ich glaube auch, daß es ein Grundeinkommen geben sollte, das jedem die Möglichkeit gibt, ein menschenwürdiges Leben zu haben und nicht als Ausenseiter in Armut und Unsicherheit dahinzuvegetieren.
 

margot

Neu hier...
Mitglied seit
29 Okt 2005
Beiträge
5
Bewertungen
0
Artikel 18

Alle haben das Recht auf Arbeit. Dieses Recht zu schützen und zu fördern ist Aufgabe des Landes. Das Land trägt zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen bei und sichert im Rahmen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts einen hohen Beschäftigungsstand. Wenn Arbeit nicht nachgewiesen werden kann, besteht Anspruch auf Unterhalt aus öffentlichen Mitteln.

Artikel 28

(1) Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum. Das Land fördert die Schaffung und Erhaltung von angemessenem Wohnraum, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen, sowie die Bildung von Wohnungseigentum.

(2) Der Wohnraum ist unverletzlich. Eine Durchsuchung darf nur auf richterliche Anordnung erfolgen oder bei Verfolgung auf frischer Tat durch die Polizei, deren Maßnahmen jedoch binnen 48 Stunden der richterlichen Genehmigung bedürfen.


BR Artikel 18, 28 Verfassung von Berlin



Artikel 12

Freie Berufswahl, Dienstleistungspflicht, Zwangsarbeit

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.


BU Grundgesetz für die Bundesrepuplik Deutschland
BU Artikel 12 Freie Berufswahl, Dienstleistungspflicht, Zwangsarbeit



lg margot
 
E

ExitUser

Gast
Und was sagt uns das? Das GG ist ein Gummiband, das ohne Ende gedeeeeeeeeehnt werden kann.

LG
Luna
 

michael92660

Neu hier...
Mitglied seit
18 Okt 2005
Beiträge
36
Bewertungen
0
Diese Diskussion über Kombilöhne hat mich auf eine Idee gebracht:

Gestern sprach ich mit meinem Kumpel, der mir erzählte dass er die ganze Woche über 50 Std. geackert hat. Wenn nun der Arbeitgeber bestraft würde der wenige Menschen viele Stunden beschäftigte, und gleichzeitig das Einstellen von 3/4 oder 1/2-Tagsbeschäftigte fördere hat man doch ein funktionierendes Kombilohnmodell? Dass es sich dabei (Kombilohnmodell) eh nicht um die Creme de la Creme der Arbeitnehmer handelt ist auch klar. Das war immer die Mär der Arbeitgeber, dass es nicht genügend topqaulifizierte AN gebe. Aber sind eh alles Ausreden gewesen!
 

mrsmcgonnegle

Neu hier...
Mitglied seit
17 Mrz 2006
Beiträge
7
Bewertungen
0
Verfassung von Berlin

"Artikel 18

Alle haben das Recht auf Arbeit."

Leider fehlen da die Worte "angemessen bezahlte".
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten