Recht am eigenen Bild ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Gast
Erstmal hallo ihr habt hier ein tolles forum, vielleicht könnt ihr mir auch mit einem Rat helfen.

Zu meinem Fall:
ich bin seit dem 15.01.07 1€ jobber
meine Tätigkeit besteht darin Holz zur Säge/Spalter zu tragen und dann das fertige Brennholz zu stapeln, und wenn defekte Euro-Transportpaletten kommen zu reparieren(1-2xWoche), gelegentlich saß ich auch in einem Verschlag welcher nach einer Seite offen ist und habe Anmachholz gehackt, was eine äußerst monotone und kalte Arbeit war.(ein 64-jähriger Rußland-Deutscher musste das den ganzen Winter machen(4st am Tag)) Das ganze wird auf dem Betriebshof einer gGmbh gemacht. Der Sinn der Gemeinnützigkeit hat sich mir bisher nicht erschlossen da es meiner Meinung nach nur darum geht Geld einzunehmen. Auf meine Frage an einen Betriebssozialarbeiter sagte er „hier ist alles Gemeinnützig“
Wir sind so im Schnitt 6-10 Arbeiter die meisten Rußland-Deutsche, ich bin dadurch ziemlich isoliert da fast nur russich gesprochen wird, aber habe meine Arbeit gemacht und bin mit geschwommen.

Aber als heute morgen ein Festangestellter mit ner Digicam im Betriebshof aufgetaucht ist und alle anwesenden Arbeiter abfotografiert hat hab ich mich verweigert, es kann doch nicht sein das ich quasi Erkennungsdienstlich behandelt werde...

Am liebsten würde ich alles hinschmeissen, aber ich weiss nicht wie ich aus der Arbeitsgelegenheit raus komme. In meiner Eingliederungsvereinbarung steht:

Zwischenziel/Ziel: Aufbau einer Tagesstruktur - Berufsorientierung

1.Leistungen JobKOMM
-Unterstützung von gemeinnnützigen Einrichtungen bei der Realisierung von Projekten im Bereich Bauhilfen, Spielplätze, Renovierungen, Grünarbeiten etc.

-Kommt der zuständige Träger seinen in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten nicht nach ist ihm innerhalb einer Frist von 6 Monaten das Recht der Nacherfüllung einzuräumen.

Da die Maßnahme nur 6 Monate dauert hat dieser Träger ja quasi ein Freischein. Aber muss ich mich auch noch fotographieren lassen für irgendeine Datenbank die Die aufbauen wollen? Mir stinkts gewaltig wie die meinen mit Menschen umgehen zu können und ich bin bereit mit denen den Kampf aufzunehmen, nur wo kann ich ansetzen?

Mit freundlichem Gruß
Gerald
(Geselle mit Brief)
 
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Gast
Erstmal hallo ihr habt hier ein tolles forum, vielleicht könnt ihr mir auch mit einem Rat helfen.

Zu meinem Fall:
ich bin seit dem 15.01.07 1€ jobber
meine Tätigkeit besteht darin Holz zur Säge/Spalter zu tragen und dann das fertige Brennholz zu stapeln, und wenn defekte Euro-Transportpaletten kommen zu reparieren(1-2xWoche), gelegentlich saß ich auch in einem Verschlag welcher nach einer Seite offen ist und habe Anmachholz gehackt, was eine äußerst monotone und kalte Arbeit war.(ein 64-jähriger Rußland-Deutscher musste das den ganzen Winter machen(4st am Tag)) Das ganze wird auf dem Betriebshof einer gGmbh gemacht. Der Sinn der Gemeinnützigkeit hat sich mir bisher nicht erschlossen da es meiner Meinung nach nur darum geht Geld einzunehmen. Auf meine Frage an einen Betriebssozialarbeiter sagte er „hier ist alles Gemeinnützig“
Wir sind so im Schnitt 6-10 Arbeiter die meisten Rußland-Deutsche, ich bin dadurch ziemlich isoliert da fast nur russich gesprochen wird, aber habe meine Arbeit gemacht und bin mit geschwommen.

Aber als heute morgen ein Festangestellter mit ner Digicam im Betriebshof aufgetaucht ist und alle anwesenden Arbeiter abfotografiert hat hab ich mich verweigert, es kann doch nicht sein das ich quasi Erkennungsdienstlich behandelt werde...

Am liebsten würde ich alles hinschmeissen, aber ich weiss nicht wie ich aus der Arbeitsgelegenheit raus komme. In meiner Eingliederungsvereinbarung steht:

Zwischenziel/Ziel: Aufbau einer Tagesstruktur - Berufsorientierung

1.Leistungen JobKOMM
-Unterstützung von gemeinnnützigen Einrichtungen bei der Realisierung von Projekten im Bereich Bauhilfen, Spielplätze, Renovierungen, Grünarbeiten etc.

-Kommt der zuständige Träger seinen in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten nicht nach ist ihm innerhalb einer Frist von 6 Monaten das Recht der Nacherfüllung einzuräumen.

Da die Maßnahme nur 6 Monate dauert hat dieser Träger ja quasi ein Freischein. Aber muss ich mich auch noch fotographieren lassen für irgendeine Datenbank die Die aufbauen wollen? Mir stinkts gewaltig wie die meinen mit Menschen umgehen zu können und ich bin bereit mit denen den Kampf aufzunehmen, nur wo kann ich ansetzen?

Mit freundlichem Gruß
Gerald
(Geselle mit Brief)
Nein, du mußt dich nicht fotographieren lassen!

Das weiß ich, weil meine Kinder früher ständig von Fotographen abgelichtet wurden... mal beim Entenfüttern, mal auf dem Flohmarkt, im Brunnen, beim Weihnachtsmann usw

Die haben vorher gefragt, ob ich einverstanden bin...
wie sich das gehört.

Das Einzige Mal, wo wir nicht gefragt wurden, war bei einem Sportereignis... wenn also mehrere Leute auf ein Bild kommen, dann ist das wohl erlaubt.... und verständlich.
Also wenn nicht die Person, sondern ein Ereignis das Motiv ist...

Ich würde dagegen an gehen...
zumal wenn der Zweck nicht klar ist.
 

Grobi

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Mein ehemaliger EEJ-Träger meinte auch, mit der Knipserei ankommen zu können.

Ich habe daraufhin mal auf KunstUrhG §22 verwiesen:
1 Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.
2 Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt.
3 Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten.
4 Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.
Quellenangabe: https://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/index.html

Und siehe, das Thema war kommentarlos erledigt, nachdem ich auf Absatz 2 hinweisend eine Entlohnung in fünfstelliger Höhe verlangt habe. Ausserdem haben die Leute die Nicht-Einverständnis-Erklärung schriftlich, sollte da also was unbemerkt passiert sein wird es amüsant. Das der Kram hier nur die Verbreitung/Veröffentlichung regelt ist mir grad mal egal, die können ja auch kein Gesetz lesen ;)

Aufpassen:
§23 des gleichen Gesetzes regelt die Ausnahmen!
Also Obacht, wenn da einer die Landschaft fotographieren möchte und Du "versehentlich" ins Bild gerätst...
 

Icefire

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hi

Hallo

wir wurden auch mal vor jahren fotografiert weil wir immer an unseren rollern rumgebastelt haben unsere eltern machten anzeige bei der polizei und die sagten uns das das fotografiern von fremden personen in den bereich körperferlezung ist auch das fotografiern von häusern autos usw ist verboten wenn es keinen stört ok wenn doch kann der jenige der fotografiert wüude anzeige erstellen
 

Arania

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da haben sie Euch wohl etwas falsches erzählt;)
 

Grobi

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back @ topic, bevor das hier mal wieder ausartet:

Unter Berücksichtigung der Beschreibung der Tätigkeiten im ersten Beitrag liegen bei diesem Träger möglicherweise bereits mehrere Verstösse gegen diverse Gesetze vor. Der Verdacht, das mit den Fotos der Massnahmeteilnehmer Schindluder betrieben wird, insbesondere eine unerwünschte Verbreitung der Bilder an Dritte liegt also nahe. Aus dieser Konstellation würde ich sogar ohne Anwalt eine dermassen grosse Randale basteln, das die die Kamera freiwillig wegpacken.

Wichtig finde ich nur, das unmissverständlich (schriftlich) klargestellt wird, das das Fotographieren ausdrücklich nicht gestattet wird. Eine kopie hiervon könnte sich auch in den Akten beim Fallmanager gut machen.
 
D

Debra

Gast
da haben sie Euch wohl etwas falsches erzählt;)
Nee, haben sie nicht.

"Wenn eine Person zweifelsfrei zu identifizieren ist, braucht man einen Vertrag mit der Person, d.h. die Person muss ihr Einverständnis gegeben haben. Sollte die Person bezahlt worden sein für die Aufnahme, gilt das als Einverständnis."

Des Weiteren darf man keine Bilder machen/verbreiten von
  • Beamten, z.B. Polizisten und Richter in Ausübung ihrer Tätigkeit
  • aus Amtsgebäuden und militärischen Anlagen
  • Markenlogos oder geschütztem Design (Barbie-Puppen, Cola-Flaschen)
  • Gebäude/Objekte - Aufnahmen auf Privatgelände sind immer zustimmungspflichtig, das betrifft auch Supermärkte, Läden, Restaurants, Zoos usw.
  • Keine Türschilder mit erkennbarem Namen, keine Kfz-Zeichen, Prominente nur auf öffentlichen Veranstaltungen, Menschen nur mit deren Einverständnis (hat jemand dieses Einverständnis nicht erteilt und der Fotograph verbreitet das Foto, dann kann der Geschädigte den verklagen).
  • Man darf auch nicht durchs Fenster fotografieren, also muss die Privatsphäre eines jeden Menschen achten.
  • Sobald eine Person auf einem Bild zweifelsfrei zu erkennen ist, benötigt man eine schriftliche Einverständniserklärung (zur Veröffentlichung/Verbreitung). Dies gilt für JEDE Person, die sich auf dem Bild wiedererkennen könnte.
Hast also jedes Recht, bini, das zu unterbinden. :icon_mrgreen:
 

Arania

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Deinen Beitrag meinte ich gar nicht, sondern den auf den ich auch direkt geantwortet habe:icon_stern:
 

AngelNomade

Neu hier...
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Und wozu?

Erstmal hallo ihr habt hier ein tolles forum, vielleicht könnt ihr mir auch mit einem Rat helfen.
Hallo bini;

Wurde Dir / bzw. Euch eigentlich gesagt, zu welchem Zweck diese Fotos gedacht sind?

"erkennungsdienstlich" schreibst Du - nimmst Du das an oder weißt Du das sicher?

Angel
 

Arania

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es kann doch nicht sein das ich quasi Erkennungsdienstlich behandelt werde...
klingt für mich wie Annahme, ausserdem scheint es nicht so dringlich zu sein, Bini hat sich ja nicht mehr gemeldet
 
E

ExitUser

Gast
hi,
danke für eure antworten, seit dem überraschenden Fotoüberfall haben sie sich nicht mehr bei mir gemeldet... werde wieder in Ruhe gelassen, bin jetzt aber dazu übergeganen meine russischen Kollegen mit hier gewonnen Informationen zuversorgen, einer darf immerhin schon mal am Deutschkurs teilnehmen, mal sehen was ich noch tun kann.

Das mit dem Erkennungsdienstlich war nur ne Beschreibung wie ich mich dabei gefühlt hatte. Was ich bis jetzt rausgefunden habe sind die Bilder für eine Datenbank welche sich der Geschäftsführer über die 1€-Jobber anlegen will, für was kA, aber ihr habt mich bestätigt, das ich mich weiter gegen das abfotographieren verweigere solange ich nichts schriftliches kriege wo Datenschutz/Persönlichkeitsrechte geklärt sind.

Ich wünsch euch allen ein frohes Ostern
Gerald
 

Faustus

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Holz Hacken für eine GmbH

Ich lese wohl nicht richtig, da beutet euch eine Firma aus und nennt das auch noch Gemeinnützig.
Ich würde zu einem Fachanwalt für Arbeits und Sozialrecht gehen und mich beraten lassen ob da nicht eine Klage auf festeinstellung bei einem
auskömmlichenm Stundenlohn gemacht werden kann.
Selber eine kamera mitnehmen möglichst viel fotografieren und genau aufschreiben wieviel stunden was gemacht wurde.
Das dürfte für das Arbeitsgericht wichtig sein.
Alles in allem dürfte es eine kräftige Nachzahlung geben wenn die Arbeit
sich als nicht gemeinnützig herausstellt.
 

Faustus

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Standard Holz Hacken für eine GmbH
Ich lese wohl nicht richtig, da beutet euch eine Firma aus und nennt das auch noch Gemeinnützig.
Ich würde zu einem Fachanwalt für Arbeits und Sozialrecht gehen und mich beraten lassen ob da nicht eine Klage auf festeinstellung bei einem
auskömmlichenm Stundenlohn gemacht werden kann.
Selber eine kamera mitnehmen möglichst viel fotografieren und genau aufschreiben wieviel stunden was gemacht wurde.
Das dürfte für das Arbeitsgericht wichtig sein.
Alles in allem dürfte es eine kräftige Nachzahlung geben wenn die Arbeit
sich als nicht gemeinnützig herausstellt.
 
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