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Rechnung für Erben stellen ?

BlueMK1

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#1
Hallo,

ich habe folgende Frage:

Mein Mann, selbstständiger Hausmeister, betreut ein Objekt, in dem eine alte Dame lebt.


Diese Dame kam nun ins Krankenhaus, beauftragte meinen Mann mündlich mit folgenden Dingen:


In der Wohnung nach den rechten sehen (Blumen giessen etc.pp)
Post aus dem Briefkasten nehmen
1x wöchentlich Lotto mit LottoCard der alten Dame spielen. (Geld natürlich auslegen, wöchentlich ca. 50 €)


Angenommen, die Dame verstirbt nun, muss der Erbe für die Rechnung (ausgelegten Lottokosten und Zeitaufwand - stundenlohn) aufkommen ?
Da der Erbe schon durchblicken lassen hat, die Kosten dafür nicht übernehmen zu wollen.

Oder ist es besser, mein Mann hört lieber mit Lotto Spielen für die Dame auf ?

Was passiert, wenn mein Mann aufhört Lotto zu spielen, die Dame kommt aber wieder aus dem Krankenhaus
und hätte mit den Zahlen, die sie über Jahrzehnte spielt, gewonnen ?

Danke für Eure Hilfe.

LG
 

jockel

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#2
Hallo,

ich habe folgende Frage:

Mein Mann, selbstständiger Hausmeister, betreut ein Objekt, in dem eine alte Dame lebt.


Diese Dame kam nun ins Krankenhaus, beauftragte meinen Mann mündlich mit folgenden Dingen:


In der Wohnung nach den rechten sehen (Blumen giessen etc.pp)
Post aus dem Briefkasten nehmen
1x wöchentlich Lotto mit LottoCard der alten Dame spielen. (Geld natürlich auslegen, wöchentlich ca. 50 €)


Angenommen, die Dame verstirbt nun, muss der Erbe für die Rechnung (ausgelegten Lottokosten und Zeitaufwand - stundenlohn) aufkommen ?
Da der Erbe schon durchblicken lassen hat, die Kosten dafür nicht übernehmen zu wollen.

Oder ist es besser, mein Mann hört lieber mit Lotto Spielen für die Dame auf ?

Was passiert, wenn mein Mann aufhört Lotto zu spielen, die Dame kommt aber wieder aus dem Krankenhaus
und hätte mit den Zahlen, die sie über Jahrzehnte spielt, gewonnen ?

Danke für Eure Hilfe.

LG
Wer die Musik bestellt, hat zu zahlen - also die alte Frau. Wenn die es nicht kann oder will, soll Dein Mann die Annahme dieser Aufträge von vornherein ablehnen. So einfach ist das.

Oder das Muttchen deponiert genügend Geld auf ein spezielles Konto, wofür Dein Mann eine zweckgebundene Benutzungsvollmacht bis zum Eintritt des Todesfalls von Muttchen erhält. Die Benutzungsvollmacht erlischt mit dem Tod. Dein Mann soll dazu einen Vertrag aufsetzen, der die zu erfüllenden Leistungen, die Leistungsabrechnung und die Bezahlung für erbrachte Dienstleistung und die Bezahlungsbedingungen via Vollmacht nachweist. Solange wie Geld auf diesem Konto ist, ist das die Finanzierungsquelle für die Kosten, die bei Auftragserfüllung von Deinem Mann in Anspruch genommen wird. Selbstverständlich muß Dein Mann für erbrachte Dienstleistungen dem Muttchen auch regelmäßig eine Rechnung zustellen und die deckungsgleich mit den Kontoabbuchungen ausfällt.

Er braucht nicht die Bezahlung vor sich herzuschieben und auf eine Vergütung durch die Erben warten.

Wo leben wir denn? Heute arbeiten und Bezahlung am St. Nimmerleinstag? Nee, alles schon Zug um Zug!!! Für erbrachte Arbeit oder Dienstleistung danach die zu bezahlende Rechnung. Kommt da nichts - dann aus die Maus.
 

Mollmops

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#3
Diese Dame kam nun ins Krankenhaus, beauftragte meinen Mann mündlich mit folgenden Dingen
Auch wenn sie alt und vertrauenswürdig ist - schriftlich geben lassen, sonst zieht dein Mann im Falle des Falles den Kürzeres (zwecks Nachweisbarkeit).

Erben sind im Sterbefall zwar erbberechtigt, das heißt aber nicht, dass die nur Vermögen erben, sondern auch Schulden.

Im Übrigen würde ich keine 50 EUR pro Woche verauslagen (für wie lange?), aber das müsst ihr selbst entscheiden.
 

BlueMK1

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#4
Die arme alte Dame kann momentan leider nicht selbst zahlen, da Sie im KH liegt und im künstlichen Koma liegt und es nicht gut ausschaut.

Nehmen wir mal an, sie verstirbt morgen, wer bezahlt denn die Ausgaben ?
 

BlueMK1

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#5
Auch wenn sie alt und vertrauenswürdig ist - schriftlich geben lassen, sonst zieht dein Mann im Falle des Falles den Kürzeres (zwecks Nachweisbarkeit).

Erben sind im Sterbefall zwar erbberechtigt, das heißt aber nicht, dass die nur Vermögen erben, sondern auch Schulden.

Im Übrigen würde ich keine 50 EUR pro Woche verauslagen (für wie lange?), aber das müsst ihr selbst entscheiden.

Hallo,

die Nachweisbarkeit ist durch die Lottocard gegeben, die uns die Dame ausgehändigt hat. Die Karte läuft auf Ihren Namen und etwagige Gewinne werden auf Ihr Bankkonto überwiesen. Weiterhin steht auf allen Lottoquittungen Ihr Name drauf.
 

Mollmops

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#6
Nehmen wir mal an, sie verstirbt morgen, wer bezahlt denn die Ausgaben ?
Theoretisch die Erben. Wenn sie aber schon haben durchblicken lassen, dass sie darauf keine Lust haben, liegt es an deinem Mann zu beweisen, dass er den Auftrag, die entsprechenden Aufgaben zu erfüllen, tatsächlich erhalten hat. Ohne etwas Schriftliches wird das ggfs. schwer. Ein Name auf Quittungen etc. besagt auch erst einmal nichts, wichtig wäre nachzuweisen, dass dein Mann tatsächlich im Auftrag weiterspielen sollte.
 

BlueMK1

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#7
Theoretisch müsste mein Mann also sofort alle Aufgaben niederlegen ?

Also keine Blumen mehr giessen, nach dem Rechten schauen, Post aus dem Briefkasten holen und kein Lotto mehr spielen ?

Was schriftliches hat er ja nicht.

Denn der Erbe hat ja jetzt noch nichts zu melden, denn zu erben bzw. zu bezahlen hat er ja erst, wenn die Frau verstorben ist.
 

jockel

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#8
Theoretisch müsste mein Mann also sofort alle Aufgaben niederlegen ?

Also keine Blumen mehr giessen, nach dem Rechten schauen, Post aus dem Briefkasten holen und kein Lotto mehr spielen ?

Was schriftliches hat er ja nicht.

Denn der Erbe hat ja jetzt noch nichts zu melden, denn zu erben bzw. zu bezahlen hat er ja erst, wenn die Frau verstorben ist.
Warum machen denn die Erben dieses regelmäßige Nachsehen nicht selbst bzw. hatten zu Ihr kein vertrauenswürdiges Verhältnis zu der alten Frau?

Blumen gießen, Zeitungen und Post aus dem Briefkasten holen - macht man in einem guten Nachbarschaftsverhältnis für unmsonst. Da bricht man sich keinen ab. Aber Geld verauslagen bestimmt nicht.
 

Mollmops

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#9
Die Situation ist schon etwas problematisch. Er hat nichts Schriftliches und der Zustand der Dame scheint ernst zu sein.

Wenn sie demnächst doch nach Hause kommt und der Goldfisch ist verhungert und die Pflanzen verdorrt, ist das natürlich auch eine doofe Situation. Wer hört schon gern, dass das eigene Ableben und damit das Ausbleiben des Leistungsentgeltes befürchtet wurde?

Letztendlich ist es jedoch immer so: Der kerngesunde Auftragnehmer kann auch morgen unters Auto kommen oder von einem Meteoriten getroffen werden.

Im schlimmsten Fall müsste sich dein Mann von den Erben das Geld erstreiten. Welche Chancen er hat ohne Nachweis, keine Ahnung. Wenn die Erben das Erbe ausschlagen sollten, dann geht er eh leer aus.

Ihr müsst das für euch selbst entscheiden. Ich würde auf keinen Fall Geld verauslagen. Und sollte der nahezu aussichtslose Fall auftreten, dass just in jeder Zeit, in der nicht gespielt wurde, ein Millionengewinn eingetreten wäre: Ich bezweifle, dass im schlimmsten Fall ein Gericht tatsächlich erwartet, dass 200 EUR monatlich verauslagt werden für etwas, worüber es keine schriftliche Vereinbarung gibt.
 

BlueMK1

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#10
Die Erben wohnen weiter weg, deswegen ist es Ihnen nicht möglich, sich selbst darum zu kümmern.

Meine hauptsächliche Frage ist ja eigentlich, wenn die Frau jetzt wirklich versterben sollte, müsste mein Mann ja theoretisch gesehen, der verstorbenen eine Rechnung schicken und die Erben müssten diese theoretisch übernehmen.

Die Lottozettel, die jede Woche abgegeben werden, werden ja mit der Lottocard der alten Dame registriert, also auf jdem Lottoschein steht auch Ihr Name drauf. Im Falle eines Gewinnes würde dieser ja auch auf das von Ihr angegebene Konto zufliessen, sprich auch der Erbe erben.
 

Roter Bock

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#11
Grundsätzlich weist Du ja nicht was in der Familie los ist. Ich würde die Lottocard nicht verwenden, ansonsten aber in der Wohnung nach dem rechten sehen. Das ist noch die beste Kombination.

Wenn Du trotzdem mit der Karte der alten Dame Lotto spielst, kannst Du:

1. Den Auftrag dazu nicht beweisen, weil nicht schriftlich.
2. In Teufels Küche kommen wenn die Sippschaft behauptet Du hättest das Geld veruntreut.

Du hast ja auch keine Ahnung was im Hintergrund in der Sippschaft läuft. Vielleicht schlagen die das Erbe im Todesfall aus - dann kommt eine Nachlasspflege vom Gericht und die wird alles andere als begeistert sein, wenn wegen der Lottocard Ausgaben (möglicherweise nach dem Tod, von dem Du mit Tagen Verspätung erfährst) aufgelaufen sind.

Finger weg davon!

Roter Bock
 

BlueMK1

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#12
Wenn mein Mann im Moment irgendetwas veruntreut, dann ist es mein Haushaltsgeld :biggrin:


Also, nochmals:

Mein Mann hat jetzt 6 Wochen Ausgaben für Lotto gehabt (ca. 300 €). Nachweislich für die ältere Dame, da Ihre Lottocard benutzt wurde und ihr Name immer auf dem Lottoschein steht.

Die Dame liegt im künstlichen Koma und es wird wahrscheinlich schlecht aussehen.

Kann mein Mann der Dame nun eine Rechnung stellen über seine Lottoausgaben, die die Erben ja zahlen sollten, wenn sie verstirbt ?
 

jockel

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#13
Grundsätzlich weist Du ja nicht was in der Familie los ist. Ich würde die Lottocard nicht verwenden, ansonsten aber in der Wohnung nach dem rechten sehen. Das ist noch die beste Kombination.

Wenn Du trotzdem mit der Karte der alten Dame Lotto spielst, kannst Du:

1. Den Auftrag dazu nicht beweisen, weil nicht schriftlich.
2. In Teufels Küche kommen wenn die Sippschaft behauptet Du hättest das Geld veruntreut.

Du hast ja auch keine Ahnung was im Hintergrund in der Sippschaft läuft. Vielleicht schlagen die das Erbe im Todesfall aus - dann kommt eine Nachlasspflege vom Gericht und die wird alles andere als begeistert sein, wenn wegen der Lottocard Ausgaben (möglicherweise nach dem Tod, von dem Du mit Tagen Verspätung erfährst) aufgelaufen sind.

Finger weg davon!

Roter Bock
An den Nachlaßpfleger habe ich noch nicht gedacht. Aber gut so, daß Du das nicht vergißt.

Auch von der Seite droht noch Gefahr dem Hausmeisterehepaar. Der kann auf den Standpunkt stehen, daß die Lottocard, inklusive des dafür eingesetzten Geldes der alten Frau gehört und die Rückzahlung an die alte Frau oder die Erben verlangen, weil man unterstellt, daß man unrechtmäßigen Zugang zum Ersparten der alten Frau hatte. Dann verliert man doppelt - 2mal diese Kosten,
  • einmal, weil man auslegt und
  • das zweite Mal, weil der Nachlaßpfleger oder die Erben im Todesfall die Rückzahlung an die Erbmasse verlangt.
Dann ist man 2mal als gütiger Nachbar angeschmiert. Und alles ohne einen schriftlichen Vertrag.

Also laßt besser das Lottospielen für die alte Frau bleiben. Undank ist der Welten Lohn.
 

jockel

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#14
Wenn mein Mann im Moment irgendetwas veruntreut, dann ist es mein Haushaltsgeld :biggrin:


Also, nochmals:

Mein Mann hat jetzt 6 Wochen Ausgaben für Lotto gehabt (ca. 300 €). Nachweislich für die ältere Dame, da Ihre Lottocard benutzt wurde und ihr Name immer auf dem Lottoschein steht.

Die Dame liegt im künstlichen Koma und es wird wahrscheinlich schlecht aussehen.

Kann mein Mann der Dame nun eine Rechnung stellen über seine Lottoausgaben, die die Erben ja zahlen sollten, wenn sie verstirbt ?
Können kann er schon - aber mit wenig Aussichten auf Rückzahlung, so die Lebenserfahrung in einer Welt, wo jeder sich selbst der Nächste ist und der Ellenbogen regiert.

Warum war die Vergabe der Lottocard für den Spieler - also die alte Frau - nicht mit einer Einzugsermächtigung verbunden, die Spielgebühren bei Benutzung der Card per Lastschrift von Ihren Girokonto seitens der Lottogesellschaft abzubuchen?
 

doppelhexe

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#15
oder mit schriftlichem vertrag? heutzutage legt man geld aus oder borgt nur noch mit vertrag...

ich würd an die erben nen brief schreiben... entweder er kümmert sich weiter, dann nur mit zusage, das auch bezahlt wird im fall der fälle... oder alle aufgaben werden eingestellt... soll das volk sich doch selber kümmern... und sich mit den konsequenzen im falle eines falles herumschlagen...

300€ zum fenster raus sind genug... mündlich mit der omma abgesprochen reicht eben nicht...:icon_kinn:
 

Doppeloma

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#16
300€ zum fenster raus sind genug... mündlich mit der omma abgesprochen reicht eben nicht...
Genau so ist es, wie naiv die Leute doch so sind...OHNE was Schriftliches regelmäßig das EIGENE Geld für Lotto zu investieren, für eine Nachbarin...:icon_neutral:

Die Erben sind da zu GAR NICHTS verpflichtet, ist ja noch nicht mal sicher ob die überhaupt ERBEN (es gibt auch Testamente, wo der Reichtum an irgendwelche Stiftungen gehen soll) und ob die dann das ERBE auch annehmen WOLLEN...:icon_kinn:

Wenn es natürlich vielleicht noch rechtzeitig einen fetten Lottogewinn zu erben gibt, WER WEISS, aber der gehört ja dann AUCH den ERBEN und nicht dem freundlichen Nachbarn.

Dem Geld was bei der Lottostelle gezahlt wurde, hat ja AUCH Keiner ansehen können, dass es aus der Haushaltskasse der Nachbarin stammte, ODER...

Blumen gießen, Postkasten leeren und Vogel füttern, OK, das macht man schon für die kranke Nachbarin, DAFÜR KANN man dann leider überhaupt KEINE finanzielle Gegenleistung erwarten, wenn schriftlich KEINE andere Vereinbarung dazu besteht, gilt das als unentgeltliche Nachbarschafts-Hilfe.

Dafür darf man dann auch nicht finanziell verantwortlich gemacht werden, wenn trotz sorgfältiger Hilfe, die Pflanzen und/oder der Vogel Schaden nehmen... :icon_evil:

Für meinen Lottoschein jede Woche ja, Mensch da suche ich auch noch jemanden, der die Bezahlung übernimmt...:icon_eek:

MfG Doppeloma
 
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#17
Natürlich müssen die Erben auch die Verbindlichkeiten des Erblassers übernehmen. Aber im Fall des TE muss dieser das auch nachweisen können.

Wie kann man nur so naiv sein? Auch ich habe nebenberuflich bzw. ehrenamtlich ältere Menschen gepflegt. Das Finanzielle wurde alles schriftlich vereinbahrt. Und nie hätte ich außer Kleinbeträge etwas ausgelegt, schon überhaupt nicht für Glückspiele. :icon_neutral:
 
E

ExitUser

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#18
@ sunlight:

Schön, daß Du schlauer bzw. mißtrauischer als BlueMK1 bist. Es wäre aber netter gewesen, das für Dich zu behalten.


@ BlueMK1:

Dein Mann kann leider nicht beweisen, das er 1. den Auftrag hatte, weiterhin Lotto für die Dame zu spielen, und 2. daß er das Geld tatsächlich im guten Glauben ausgelegt hat. Natürlich könnt Ihr - den schlimmsten Fall mal angenommen - trotzdem versuchen, das Geld von den Erben zurückzubekommen. Die Chancen stehen aber - sorry - wirklich sehr schlecht.
 

Tusnelda

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#19
Natürlich müssen die Erben auch die Verbindlichkeiten des Erblassers übernehmen. Aber im Fall des TE muss dieser das auch nachweisen können.


Die Erben müssen die Verbindlichkeiten nur übernehmen, wenn sie das gesamte Erbe annehmen.
 

Mollmops

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#20
Mein Mann hat jetzt 6 Wochen Ausgaben für Lotto gehabt (ca. 300 €). Nachweislich für die ältere Dame, da Ihre Lottocard benutzt wurde und ihr Name immer auf dem Lottoschein steht.
Nochmals: Das ist völlig egal, weil er nicht beweisen kann, dass er tatsächlich den Auftrag bekommen hatte zu spielen!

Dann verliert man doppelt - 2mal diese Kosten,
  • einmal, weil man auslegt und
  • das zweite Mal, weil der Nachlaßpfleger oder die Erben im Todesfall die Rückzahlung an die Erbmasse verlangt.
Ich glaube, du hast hier einen Denkfehler. Wenn der Hausmeister Geld verauslagt, wurde doch nichts vom Vermögen der Dame angezapft. Die Dame hat derzeit keinen Verlust, den hat lediglich der Hausmeister. Was soll denn da zurückgefordert werden?
Zurückfordern könnten sie im schlimmsten Fall, wenn der Hausmeister das Geld für den Spieleinsatz aus der Keksdose der Dame entnimmt und somit auf Kosten der Frau spielt. Das tut er ja aber nicht. Das Geld der Frau wird derzeit nicht angerührt.

Die Erben sind da zu GAR NICHTS verpflichtet, ist ja noch nicht mal sicher ob die überhaupt ERBEN (es gibt auch Testamente, wo der Reichtum an irgendwelche Stiftungen gehen soll) und ob die dann das ERBE auch annehmen WOLLEN...:icon_kinn:
Wir wollen doch mal nicht pauschal unterstellen, dass es in der Familie irgendwelche Vorkommnisse gibt, bei denen der Pflichtanteil des Erbes rechtskräftig außer Kraft gesetzt werden konnte.

... gilt das als unentgeltliche Nachbarschafts-Hilfe.
Auch für solche eher banalen Tätigkeiten kann selbstverständlich eine Bezahlung festgelegt werden, oder meinst du all die Kleinanzeigen "Führe Ihren Hund Gassi.", "Bügle Ihre Hemden.", "Versorge Ihr Meerschwein, während Sie in der Toscana sind.", "Putze Ihre Fenster." sind als kostenfreie Gefälligkeiten gemeint? Hier handelt es sich zudem um einen Hausmeister, der in diesem Sinne auch vorher schon für diese Frau in seiner beruflichen Eigenschaft als Hausmeister tätig war und schon aufgrund seiner Tätigkeit als bezahlte Kraft anzusehen ist.
 

Roter Bock

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#21
Zitat:

Natürlich müssen die Erben auch die Verbindlichkeiten des Erblassers übernehmen. Aber im Fall des TE muss dieser das auch nachweisen können.

Zitatende.

Das stimmt nicht! Niemand muss eine Erbschaft übernehmen!
Es gibt ein "Erbausschlagungsverfahren" das allen anzuraten ist, die ein überschuldetes Erbe übernehmen sollen. Die Sippschaft muss nur eines, die Beerdigung bezahlen so sie es kann - und sonst gar nichts.

Und wenn das Erbe ausgeschlagen wird von der Sippschaft, weil die liebe Omi nix oder fast nix auf dem Konto hat, auf einem Haus Altlasten sind usw. dann sieht auch der Hausmeister keine Kohle mehr - so ist das.

Roter Bock
 
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