Reaktionen auf Flüchtlingstragödie vor Lampedusa

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wolliohne

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"Darüber muss Europa traurig sein"

Mit Bestürzung hat die EU-Kommission auf das Flüchtlingsunglück mit Dutzenden Toten vor der italienischen Insel Lampedusa reagiert. "Es ist wirklich eine Tragödie, ganz besonders, weil auch Kinder betroffen sind", sagte EU-Regionalkommissar Johannes Hahn. "Darüber muss Europa wirklich traurig sein. Wir sollten sehen, wie wir die Lage verbessern", so der Österreicher.

Nur rund 150 Flüchtlinge konnten bislang gerettet werden.



EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström forderte mehr gemeinsame Maßnahmen der EU in der Einwanderungspolitik. "Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln im Kampf gegen Schleuser, die menschliche Hoffnungslosigkeit ausbeuten", teilte die Schwedin über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zu dieser Strategie gehöre eine bessere Überwachung des Mittelmeers. Zudem verlangte sie einen besseren Schutz von Migranten und mehr legale Möglichkeiten für Flüchtlinge, nach Europa zu kommen.
"Die Zeit ist reif für eine stimmige Asylpolitik"EU-Politiker bestürzt über Flüchtlingstragödie | tagesschau.de
 

wolliohne

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Flüchtlingsdrama vor Lampedusa
Panorama
Mindestens 133 Flüchtlinge sterben
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Nach der Flüchtlingstragödie vor der italienischen Insel Lampedusa ist die Zahl der Opfer auf mindestens 133 gestiegen. Von den 500 Menschen an Bord konnten bisher etwa 155 gerettet werden. Mehr...

R.Neudeck mahnt Europa an dringend umzudenken da diese Flüchtlingswelle nicht aufzuhalten ist!

"Europa begreift das Problem nicht"Das Boot mit mehr als 500 Menschen an Bord kam aus Nordafrika, die Flüchtlinge hofften auf ein neues Leben in Europa. Nun sind mindest 114 von ihnen tot. Viele werden noch vermisst. [Morgenecho]



Ps.was ich vor Jahren schon behauptet habe wird immer mehr zur Realität.
 

roterhusar

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R. Neudeck ist ein naiver *********.
Doch ist das möglich; Mittelmeer unter Starkstrom setzen; Mittelmeer zuschütten; eine 30m hohe Mauer an der Küste Afrikas bauen; ...
 
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Und wenn sich die Flüchtlinge nicht an die Quoten halten?
Klar muß über die Problematik neu nachgedacht werden. Auf gesamteuropäischer Ebene. Es interessiert sich dafür auf dem afrikanischen Kontinent aber niemand. Die steigen weiter in ihre Boote und probieren es immer und immer wieder.

Es müsse "ganz anders gedacht werden", denn es dürfe nicht sein, dass Europa Menschen vor seiner Küste ertrinken ließe. Das Problem sei nicht durch kurzfristige Maßnahmen zu lösen, sondern es müsse eine neue gesamteuropäische Politik z.B. mithilfe von Flüchtlingsquoten her.

Tragödie vor Lampedusa, 06:05: WDR 5
 
N

Nuckel

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R. Neudeck ist ein naiver *********.
Doch ist das möglich; Mittelmeer unter Starkstrom setzen; Mittelmeer zuschütten; eine 30m hohe Mauer an der Küste Afrikas bauen; ...

.......oder die EU erweitern.
Dann muss niemand mehr in die EU flüchten.

Eine Diktatur ist doch die EU schon.
Warum nicht die Welt erobern ? Flüchtlingsproblem erledigt ! :icon_idee:
 
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Prek

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Ob bei diesem Thema der Zynismus wirklich angebracht ist?

Die Opfer gibt es, weil wir in wirtschaftlichen Egoismus die "Fortress Europe" uneinnehmbar gemacht haben - ohne jeglichen Gedanken an Solidarität, Verantwortung, Menschlichkeit...

'Es geht ja "nur" um Wirtschaftsflüchtlinge. Wenn wir sie schon ausbeuten und als Märkte zum Zwecke unseres wirtschaftlichen Wohlstand missbrauchen, dann sollen die aber gefälligst auch da bleiben, wo sie sind - diese Denkweise widert mich zunehmend an. Das ist keine Gesellschaft, zu der ich gehören möchte!
 
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Die Opfer gibt es, weil wir in wirtschaftlichen Egoismus die "Fortress Europe" uneinnehmbar gemacht haben - ohne jeglichen Gedanken an Solidarität, Verantwortung, Menschlichkeit...

Einfach mal bei YouTube nach den zahlreichen Reportagen zu dieser Thematik suchen. Und sehen, wer da den weiten Weg über's Meer unternimmt. So sonderlich hilflos und bedürftig sehen die keineswegs aus. Die wollen hier in Europa Geld verdienen. Das ist legitim. Aber sie werden in Europa nunmal nicht benötigt.

Solidarität sollte man nicht überstrapazieren.
 
P

Prek

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Tja, so sonderlich bedürftig sehen wir Elos auch nicht aus - und viele meinen auch, dass wir nicht gebraucht werden....
Also wo sollen wir hin?
 
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Prek

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Ich muss das noch ergänzen - ist natürlichetwas platt, der Vergleich ....

Aber ich würde dir mal wünschen, dass du nur für 6 - 8 Wochen - also noch im Rahmen eines "Abenteuerurlaubs" in einen der Länder, aus denen die Flüchtlinge kommen, lebst - und zwar mit dem dortigen Durchschnittsverdienst und unter den Wohnbedingungen, unter denen der durchschnittliche Bürger dort lebt. Nicht mal unterden Verhältnissen, wie das untere Viertel....

Und dann sprechen wir noch mal über Bedürftigkeit und überstrapazierte Solidarität.
Davon, das unsere Staaten an deren Armut verdienen, wollen wir jetzt mal gar nicht reden ....
 
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Aber ich würde dir mal wünschen, dass du nur für 6 - 8 Wochen - also noch im Rahmen eines "Abenteuerurlaubs" in einen der Länder, aus denen die Flüchtlinge kommen, lebst - und zwar mit dem dortigen Durchschnittsverdienst und unter den Wohnbedingungen, unter denen der durchschnittliche Bürger dort lebt. Nicht mal unterden Verhältnissen, wie das untere Viertel....

Ich empfehle Dir, Dich doch einfach selbst kundig zu machen, woran es liegt, daß in Staaten wie Tunesien oder Somalia Menschen nicht in geräumigen 3-Zimmer-Wohnungen mit Kühlschrank leben so wie hier.

Einfach mal bei wikipedia nachschlagen und sich über die Historie der einzelnen Staaten informieren.

Da ist meist von irgendwelchen religiös motivierten Bürgerkriegen zu lesen.

Man kann ein Land auch aus eigener Kraft ruinieren.

Ich bitte Dich herzlich, auch in Deinem Heim Platz für Flüchtlinge zu schaffen, wenn Dir ihr Wohlergehen so sehr am Herzen liegt.
 
P

Prek

Gast
Ich empfehle Dir, Dich doch einfach selbst kundig zu machen, woran es liegt, daß in Staaten wie Tunesien oder Somalia Menschen nicht in geräumigen 3-Zimmer-Wohnungen mit Kühlschrank leben so wie hier.

Einfach mal bei wikipedia nachschlagen und sich über die Historie der einzelnen Staaten informieren.

Da ist meist von irgendwelchen religiös motivierten Bürgerkriegen zu lesen.

Man kann ein Land auch aus eigener Kraft ruinieren.

Ich bitte Dich herzlich, auch in Deinem Heim Platz für Flüchtlinge zu schaffen, wenn Dir ihr Wohlergehen so sehr am Herzen liegt.


Jau, und viele dieser "Bürgerkriege" gründen sich auf willkürliche, den gewachsenen Strukturen widersprechenden Grenzziehungen der westlichen Staaten - in einer Zeit, als der Imperialismus und Kolonialismus noch ungeschminkt zelebriert wurde!

Im übrigen sind mir Flüchtlinge jederzeit willkommen! Mit dem Wohnen wird es etwas schwer - unsere WG ist ziemlich voll. aber in Notfällen wird keiner vor der Tür gelassen! Und so manche gemeinsame Mahlzeit hat es gegeben und wird es auch in Zukunft geben.

Und das, obwohl du den Reichtum einer Gesellschaft hier unberechtigter Weise mit der wirtschaftlichen Situation einiger Einzelindividuen dieser Gesellschaft gleichsetzt ....
 
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Im übrigen sind mir Flüchtlinge jederzeit willkommen!

Klar doch.

Das endet dann so wie in Kreuzberg:

Flüchtlingscamp am Oranienplatz in Berlin: Verloren in Kreuzberg - Berlin - Tagesspiegel

Und bei den Betroffenen ist das Staunen groß:
Alle zehn Minuten fährt der M 29 vor, hält direkt am Bürgersteig vor dem Zelt. Auf zwei Etagen starren dann Gesichter durch die Fenster und verziehen keine Miene, wie Gespenster. Ob die Fahrgäste ihnen wohl freundlich gesonnen sind oder feindselig gucken oder bloß irritiert? „Weiß ich nicht“, sagt Ahmed. Aber eins weiß er: „Das ist nicht das Europa, das ich aus dem Fernsehen kannte.

Was mögen die in Afrika sich wohl im Fernsehen angeschaut haben? "Traumschiff"?
 

Lecarior

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Die Opfer gibt es, weil wir in wirtschaftlichen Egoismus die "Fortress Europe" uneinnehmbar gemacht haben - ohne jeglichen Gedanken an Solidarität, Verantwortung, Menschlichkeit...
Woher soll dieser Anspruch auf "Solidarität" kommen? Woher diese ominöse "Verantwortung"? Mit wem ich mich solidarisch zeige und für wen ich Verantwortung übernehme, möchte ich immer noch selbst entscheiden.

Einfach mal bei YouTube nach den zahlreichen Reportagen zu dieser Thematik suchen. Und sehen, wer da den weiten Weg über's Meer unternimmt. So sonderlich hilflos und bedürftig sehen die keineswegs aus. Die wollen hier in Europa Geld verdienen. Das ist legitim. Aber sie werden in Europa nunmal nicht benötigt.
Wir haben hier auf dem Flur auch die Fürsorgestelle für unsere Asylbewerber inkl. Migrationssozialberatung. Im Wochentakt haben wir Asylbewerber da sitzen, die gerade von der Zentralen Anlaufstelle kommen und auf die Gemeinschaftsunterkunft bzw. auf die Gemeinden umverteilt werden sollen. Die männlichen Zeitgenossen ab Pubertät aufwärts verbringen die Wartezeit in der Regel, indem sie auf ihren Smartphones - die mir in der Anschaffung deutlich zu teuer wären - im Netz surfen. Die viel beschworenen "Ärmsten der Armen" sind das definitiv nicht.

Jau, und viele dieser "Bürgerkriege" gründen sich auf willkürliche, den gewachsenen Strukturen widersprechenden Grenzziehungen der westlichen Staaten - in einer Zeit, als der Imperialismus und Kolonialismus noch ungeschminkt zelebriert wurde!
Wo soll das gewesen sein? Die Hauptgründe waren und sind viel mehr Militärputsche (z. B. in Ghana, Elfenbeinküste, Libyen, Mali, Niger, Nigeria, Uganda), ethnische (z. B. Elfenbeinküste, Kongo, Ruanda, Sudan) und religiöse (z. B. Mali, Somalia, Sudan, Uganda) Konflikte. Außerdem erlangten die meisten afrikanischen Staaten in den 60ern die Unabhängigkeit, nachdem die durch den Zweiten Weltkrieg militärisch stark geschwächten Kolonialmächte nicht mehr in der Lage, ihre Kolonien unter Kontrolle zu halten. Die Grenzziehung wurde in Fällen von Unabhängigkeitskriegen auch nicht von den Kolonialmächten vorgenommen, sondern von den Aufständischen selbst. Im Übrigen: Wenn - wie bei den ethnischen Konflikten zu sehen ist - die Bürgerkriege gerade darauf beruhen, dass mehrere miteinander verfeindete Ethnien dieselben Regionen bewohnen, wie hätten die Europäer die Grenzen da ziehen sollen? Es mag zwar dem Zeitgeist entsprechen, den Westlern die Schuld an allem Übel in der Welt zu geben, der Wahrheit entspricht das jedoch nicht.
 

hartaber4

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Woher soll dieser Anspruch auf "Solidarität" kommen? Woher diese ominöse "Verantwortung"? Mit wem ich mich solidarisch zeige und für wen ich Verantwortung übernehme, möchte ich immer noch selbst entscheiden.


Außerdem erlangten die meisten afrikanischen Staaten in den 60ern die Unabhängigkeit, nachdem die durch den Zweiten Weltkrieg militärisch stark geschwächten Kolonialmächte nicht mehr in der Lage, ihre Kolonien unter Kontrolle zu halten. Die Grenzziehung wurde in Fällen von Unabhängigkeitskriegen auch nicht von den Kolonialmächten vorgenommen, sondern von den Aufständischen selbst. Im Übrigen: Wenn - wie bei den ethnischen Konflikten zu sehen ist - die Bürgerkriege gerade darauf beruhen, dass mehrere miteinander verfeindete Ethnien dieselben Regionen bewohnen, wie hätten die Europäer die Grenzen da ziehen sollen? Es mag zwar dem Zeitgeist entsprechen, den Westlern die Schuld an allem Übel in der Welt zu geben, der Wahrheit entspricht das jedoch nicht.

Das (Kolonialismus) läuft heute "subtiler"..... Peitsche und Tropenhut sind "out".... heute kommt man mit Juristen und Krawatte....

sehr erhellend ist u.a.

Jean Ziegler fährt fort:

„Für die USA und ihre Marionetten – die WTO, den IWF und die Weltbank – ist das Recht auf Nahrung abartig. Für sie gibt es keine anderen Menschenrechte als bürgerliche und politische.


Hinter der WTO, dem IWF, der Weltbank, der Washingtoner Regierung und ihren traditionellen Alliierten stehen natürlich die gigantischen Multis. Die zunehmende Kontrolle, die von diesen Mammutunternehmen in weiten Bereichen der Nahrungsproduktion und Handel ausgeübt wird, hat natürlich bedeutend die Durchsetzung des Rechtes auf Nahrung beeinflusst.“


Link:

einartysken: Hunger ist eine „Massenvernichtungswaffe“, sagt Jean Ziegler
 
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Don Vittorio

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Leider entgeht einem Großteil der Welt,dass China inzwischen eine Kolonialpolitik in Afrika betreibt und sich nach und nach viele der dort befindlichen Ressourcen unter den Nagel reißt.Und das mit ähnlich rigiden Methoden gegenüber der Bevölkerung,die man den europäischen Kolonialländern vorwirft.
Eigentlich sollte man deshalb die Flüchtlingsströme nach China umleiten.

Der afrikanische Kontinent ist dank seiner Zersplitterung in unzählige Stämme,Ethnien und Religionen einfach unregierbar.
Es herrschen Stammesdünkel und Aberglauben und Analphabetismus.
Der Westen hat seit über 60 Jahren Unsummen nach Afrika gepumpt,die in dunklen Kanälen versickert sind,ohne irgend etwas zu verändern.
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Möglichkeit,dieses Chaos in den Griff zu bekommen,das wäre den Meschen zu Bildung zu verhelfen,damit sie irgendwann in der Lage wären,sich selbst zu ernähren.
Statt dessen wird aus Angst,dort nicht mehr an die Bodenschätze zu kommen,von den Regierungen weiterhin eine Politik des wegschauens betrieben und den dortigen Potentaten weiterhin ihr Luxusleben auf Kosten der Ärmsten finanziert.
Erinnern wir uns doch nur einmal daran,wie Frankreich lange Jahre den Größenwwahnsinnigen "Kaiser" Bokassa hofiert und unterstützt hat,bis er am Ende selbst für die Franzosen untragbar wurde,
Der Höhepunkt war damals die prollige Kaiserkrönung unter Anwesenheit höchster Politiker,die Unsummen verschlang,während das Volk vor Hunger draußen verreckte.
Ausser Maßnahmen um den Menschen dort Bildung zu bringen wäre es auch dringend notwendig,vor Ort über alle möglichen Kanäle und Medien zu zeigen,dass Europa nicht das gelobte Land ist und dass sie in Europa unerwünscht sind.
Leider berichten diejenigen,die es nach Europa geschafft haben nur wie toll es hier wäre,und verschweigen aus Stolz und Scham,in welchen Verhälnissen sie bei uns wirklich leben.
Das EU Parlament mischt sich ständig in unser aller Leben ein,biegt Gurken gerade,läßt die Glühbirne durch Quecksilberhaltige Sparlampen ersetzen,will unsser Wasser privatisieren,genau wie unser Saatgut,aber sich mit den drängenden Fragen der Flüchtlingsströme beschäftigt man sich nur sehr ungern.
Und deshalb werden weiter Flüchtlinge tot an die Strände Italliens geschwemmt werden die heute für Entsetzen und Trauer sorgen und morgen wieder vergessen sind..
 
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Es gibt meiner Meinung nach nur eine Möglichkeit,dieses Chaos in den Griff zu bekommen,das wäre den Meschen zu Bildung zu verhelfen,damit sie irgendwann in der Lage wären,sich selbst zu ernähren.

Falls es Dir entgangen sein sollte: Exakt dies wird seit Jahrzehnten versucht! Das Problem ist, daß z.B. die entsprechenden Einwohner mächtig stolz sind, wenn ihnen Entwicklungshelfer Brunnen bauen. Kehren dieselben Entwicklungshelfer dann nach einem Jahr oder zwei wieder dorthin zurück, funktioniert nichts mehr.

Es gibt seit geraumer Zeit sehr viel Kritik an der Entwicklungshilfe, so wie sie betrieben wurde und wird:

Entwicklungshilfe - Brunnen ohne Boden - Politik - Süddeutsche.de
Probleme bei der Evaluierung von Entwicklungshilfe | Entwicklungshilfe Afrika
Erös Großteil der Entwicklungshilfe versickert - In Afghanistan grassiert die Korruption | Interview | Deutschlandradio Kultur

In Afrika sind bereits Milliarden und Abermilliarden versenkt worden. Was denn noch?

Natürlich darf man die Menschen auf diesem Kontinent nicht aufgeben, aber sie gehen nunmal immer den Weg des geringsten Widerstandes. Und wer es sich leisten kann, der heuert auf so einem Schlepper-Boot an. Die Boote werden gezielt in Brand gesetzt und versenkt, denn nur so ist eine Bedürftigkeit gegeben und die Küstenwache muß eingreifen. Solche Unfälle passieren nicht zufällig, sondern sind kalkuliert.
 
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Don Vittorio

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Falls es Dir entgangen sein sollte: Exakt dies wird seit Jahrzehnten versucht! Das Problem ist, daß z.B. die entsprechenden Einwohner mächtig stolz sind, wenn ihnen Entwicklungshelfer Brunnen bauen. Kehren dieselben Entwicklungshelfer dann nach einem Jahr oder zwei wieder dorthin zurück, funktioniert nichts mehr.

Es gibt seit geraumer Zeit sehr viel Kritik an der Entwicklungshilfe, so wie sie betrieben wurde und wird:

Was hat Brunnen bauen mit Bildung zu tun?

Und es gibt durchaus Projekte im Kleinen die zeigen,dass die Menschen durhaus in der Lage sind,sich eine Existenz aufzubauen.
Die Afrikaner sind nicht faul,wie man es uns hier immer weismachen möchte.Der Überlebenskampf dort fordert mehr Energie und Kreativität,als man sich bei uns vorstellen kann.
Leider fehlt es aber eben an der Bildung,um diese Energien in die richtigen Bahnen leiten zu können.

Und zusätzlich wird das Elend in Afrika durch uns Europäer durch viele Dinge noch mehr erschwert.
Dazu gehört der Export von Altkleidern,die die dortige Textilindustrie zerstört.
Es gehört dazu der Export von Hähnchenabfällen,die dort billiger sind,als die Bauern es vor Ort erzeugenn könnten.
Oder die Überfischung durch schwimmende Fischfabriken,die dazu führt,dass die ansässigen Fischer nach Jahrhtausenden plötzlich sich nicht mehr durch ihre Arbeit ernähren können.
Die Erdölförderung durch europäische Konzerne,ohne Rücksicht auf die Ökologie vor Ort.
Derer Beispiele gibt es unzählige mehr.
Da ist es natürlich einfach zu sagen,wir machen ja genug,die wollen nur nicht.

Das ist genauso falsch,wie zu sagen,die Arbeitslosen wollen nicht arbeiten.

Und zu diesem Schmarren sag ich lieber nichts,das verhindert die Netiquette.

Natürlich darf man die Menschen auf diesem Kontinent nicht aufgeben, aber sie gehen nunmal immer den Weg des geringsten Widerstandes. Und wer es sich leisten kann, der heuert auf so einem Schlepper-Boot an. Die Boote werden gezielt in Brand gesetzt und versenkt, denn nur so ist eine Bedürftigkeit gegeben und die Küstenwache muß eingreifen. Solche Unfälle passieren nicht zufällig, sondern sind kalkuliert.
 

roterhusar

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Ha! Nuckel und Pret sind auf dem richtigen Weg.

Erwerbslose ab nach Somalia, die bei den Brandstifterfirmen schon verhindern, dass Somalier lebend nach Europa kommen.
 

Hartzeola

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Dutzende Flüchtlinge ertrinken bei Schiffsunglück

Erneut ist ein Boot voller Flüchtlinge nahe der Insel Lampedusa verunglückt. Rettungskräfte aus Italien und Malta bargen bislang 33 Tote. Der Einsatz dauerte bei starkem Wind am Samstagmorgen an.

Acht Tage nach der Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa hat sich erneut ein schweres Schiffsunglück mit mindestens 33 Toten im Mittelmeer ereignet. Die Rettungskräfte hätten dabei auch die Leichen von Frauen und Kindern im Wasser treiben sehen, teilte die italienische Küstenwache weiter mit.

Malta und Italien schickten Boote sowie Hubschrauber zum Unglücksort, der etwa 60 Seemeilen südlich von Lampedusa und damit fast in libyschen Gewässern liegt. Zunächst hieß es, das Boot sei zwischen Malta und Sizilien in Seenot geraten. Auch Handelsschiffe wurden umgeleitet, um den Opfern zu Hilfe zu kommen.

Nach Angaben des maltesischen Regierungschefs Joseph Muscat starben mindestens 33 Menschen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Eine offizielle Bestätigung der italienischen Behörden über die Totenzahl liegt noch nicht vor. Rund 200 Menschen wurden den Angaben zufolge gerettet.
Nahe Lampedusa : Dutzende Flüchtlinge ertrinken bei Schiffsunglück - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - DIE WELT
 
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Katzenfreak

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Und das wird noch öfters passieren, mein Mitleid hält sich ehrlich gesagt in Grenzen, da gibt es ganz andere Schicksale.
 
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Und das wird noch öfters passieren, mein Mitleid hält sich ehrlich gesagt in Grenzen, da gibt es ganz andere Schicksale.

Ansichtssache. Ich wundere mich hingegen, warum Italien oder die anderen europäischen Staaten nicht in der Lage sind, ein paar hundert gestrandete Flüchtlinge halbwegs würdig unterzubringen und eventuell zu integrieren.

Es geht wirklich nur um ein paar hundert Leute! Es ist nicht klar, ob ihnen Tausende folgen.

Zeitgleich müsste Frontex direkt unweit der Abreisehäfen tätig werden und solche Schlepperboote sofort zum Umkehren bewegen. Die Hintermänner der Schlepperbanden müssen ermittelt und dingfest gemacht werden.

Und vor Ort in Afrika ist es an der Zeit, die Medienmaschinerie anzuwerfen. Tenor: "Europa ist nicht das Paradies."

Wie gestern erst eine afrikanische Twitterin schrieb: "African Media where are you?" Was senden die da eigentlich den ganzen Tag?
 

ZynHH

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.......oder die EU erweitern.
Hat ja mit der DDR und Warschauer Pakt auch funktioniert...
Blöd das die Türkei nicht in der EU ist, sonst gäbe es schon einen Landweg nach Afrika und man müsste keine Brücke von Spanien nach Afrika bauen....:popcorn:
 
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Don Vittorio

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Ansichtssache. Ich wundere mich hingegen, warum Italien oder die anderen europäischen Staaten nicht in der Lage sind, ein paar hundert gestrandete Flüchtlinge halbwegs würdig unterzubringen und eventuell zu integrieren.

Die Zahlen sind von 2011 und dürften 2013 drastisch gestiegen sein.

Gut 5000 Einwohner bevölkern das vor der tunesischen Küste gelegene Eiland normalerweise. Doch allein währende des "Arabischen Frühlings" 2011 kamen zusammengenommen fast 48.000 Flüchtlinge nach Lampedusa. Die Lage eskalierte, als teils bis zu 6000 Immigranten zeitgleich unter unerträglichen Bedingungen auf der Insel festsaßen. Mit etwa 20 Quadratkilometern ist Lampedusa nur in etwa so groß wie die deutschen Nordseeinseln Amrum oder Langeoog.

Hintergrund: Lampedusa - Ziel vieler Flüchtlinge | tagesschau.de
 
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