Rausgeschmissen: Teamleiter legt Mitteilung als Arbeitsbeginn aus

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das finchen

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Moin da draussen.
Ich habe mich sehr ungeschickt angestellt und stecke in mittelprächtigen Schwierigkeiten und fürchte, dass ich mich nur noch mehr reinreite.

Um dem Druck der VV an ZAF zu entgehen, habe ich - wie auch gefordert - beworben, obwohl ich definitiv nicht arbeitsfähig bin.
Ich fand einen AG, der mich sofort einstellen wollte. Ich wies ihn im Vorstellungsgespräch ehrlicherweise auf meine gesundheitliche Konstitution hin. Er kam mir daraufhin entgegen und machte eine 24std/Woche aus der Stelle. Natürlich ergriff ich die Chance. Sie wollten mich sofort da haben und so fing ich am 12.9. dort an.
Ich teilte meiner SB online mit, dass ich dann einen neue Arbeit beginne und daher die anberaunten ZAF-Vorstellungsgespräche absage. Ich schrieb ausserdem, dass ich mich aus der Arbeitslosigkeit abmelde, wenn ich einen schriftlichen Vertrag habe.
Dazu muss ich sagen, dass ich mit der SB im Vorfeld erörtert habe, eine Probearbeitszeit von 2 Wochen anzubieten, um jeweils sehen zu können, ob ich die Arbeit Belastungsmäßig schaffe und nicht direkt aus der Alosigkeit zu fliegen.

Nun verhielt es sich so, dass ich in dem neuen Job direkt überfordert war. Es wurde mir klar, dass ich definitiv AU bin und habe das mit meinem Arzt besprochen. Nach 2 Tagen musste ich den Job leider abbrechen.

Zur Faktenlage:

- Mitteilung ServiceHotline am 17.9. dass ich bis auf Weiteres AU geschrieben bin und den Job leider nicht ausüben kann, trotz erheblichen Entgegenkommens des AG. Die Dame nahm es auf und signalisierte mir: Kein Problem, AL besteht weiterhin.

- AG war nicht begeistert und stornierte die Beschäftigung. Ich habe die Stornierung der Sozialversicherung vorliegen und keine Bezüge erhalten für die beiden Tage.

- Gestern erhielt ich den Aufhebungsbescheid der ARGE ab dem 11.9.

- Meine Nachfrage hat ergeben, dass der Teamleiter entschied, dass meine Onlinemitteilung als Arbeitswiederaufnahme gewertet wird.
SB riet mir, für den Zeitraum der Überbezahlung (habe heute volles ALG bekommen, aber bin ja seit 11.9. raus) Krankengeld zu beantragen.
Sie gab mir eine Meldebestätigung mit für nächsten Dienstag, bis dahin soll ich das mit meiner Krankenkasse geklärt haben. Sie sagte mir, dass ich einen Tag warten solle mit meiner weiteren Krankmeldung, damit sie mich wieder in die Alosigkeit aufnehmen können.

- Nach einem Anruf bei meiner Krankenkasse wurde ich zumindest bei meinem Mann in die Familienversicherung aufgenommen.

Nach meinem Kenntnisstand ist es so, dass ich keinen Wiederspruch gegen die Aufhebung einlegen kann, weil ich seitdem 13.9. AU geschrieben bin. Die AU besteht vorerst bis heute und ich wollte sie verlängern.

Wie gehe ich jetzt vor?
 

gelibeh

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Dann mal gucken, ob User Seebarsch oder stummelbeinchen hier reinschauen. Die kennen sich mit ALG1 aus. Eventuell mal eine PN schreiben.
 

Anna B.

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Hallo,

wenn das als reguläres Beschäftigungsverhältnis angemeldet war, dann hätte die KK eigentlich KG zahlen müssen...

der AG muss innerhalb der ersten 4 Woche keine Lohnfortzahlung leisten..

wenn es sich um ein unbezahltes Praktikum handelte, dann wäre ja gar keine Unterbrechung eingetreten..

wenn die Meldung zur KK vom AG wieder storniert wurde, dann hast du Anspruch auf ALG I...weiterhin..zumindest für die 6 Wochen des Fortzahlungsanspruchs, danach Anspruch auf KG durch die KK...

der Hinweis von der SB.dass du ggf. anspruch auf KG hast, ist dann Unfug, wenn sie weiß, dass An- und Abmeldung storniert wurden (Ag.Anmeldung)
 

stummelbeinchen

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Also meines Erachtens ist hier seitens des AG was schief gelaufen.

Du hattest bereits einen mündlichen Vertrag mit dem AG über ein Arbeitsverhältnis, das war ja die Grundlage für den Arbeitsbeginn am 12.9.
Am 12.9. und 13.9. hast Du gearbeitet und Dich dann noch am 13.9. krank schreiben lassen. Damit hättest Du ab 12.9. vom AG in der Sozialversicherung und Unfallversicherung angemeldet sein müssen und mind. für den 12.9 noch Arbeitsentgelt beziehen müssen.
Arbeitsrecht ist nicht mein Spezialgebiet, aber ich meine auch ein mündlicher Arbeitsvertrag (der eigentlich nicht befristet sein kann), muss gekündigt werden. Dazu bedarf es der Einhaltung der Kündigungsfrist. Das umgeht der AG natürlich, indem er sagt, Du hast dort nie gearbeitet. Das ist aber falsch. Demnach müsstest Du dem eigentlich umgehend widersprechen.

Aus ALG1 Sicht sieht das so aus: Du hast Dich am 12.9. in Arbeit abgemeldet und standest ab diesem Tag nicht mehr zur Verfügung, wenn sich dies ändert musst Du Dich persönlich neu alo melden und hast erst ab dann Anspruch auf ALG1. Da Du am Tag des Beginns der AU nicht mehr im ALG1-Bezug standest (warst ja in Arbeit), müsstest Du auch kein ALG1 mehr bekommen bis zur Gesundschreibung und neuen ALomeldung.

Die Probearbeit ist hinfällig geworden, weil Du am 12.9. angefangen hast (und ich vermute ohne vorher Probearbeit bei Deinem Vermittler beantragt zu haben).

Also mein Rat: Lass Dir vom AG bestätigen (auch in Sozialversicherung), dass Du vor Beginn der AU dort gearbeitet hast, dann kannst Du Krankengeld bekommen und bist versichert. Wenn Du wieder gesund bist, gibts dann weiter ALG1.
 
G

gast_

Gast
Also meines Erachtens ist hier seitens des AG was schief gelaufen.

Du hattest bereits einen mündlichen Vertrag mit dem AG über ein Arbeitsverhältnis, das war ja die Grundlage für den Arbeitsbeginn am 12.9.
Am 12.9. und 13.9. hast Du gearbeitet und Dich dann noch am 13.9. krank schreiben lassen. Damit hättest Du ab 12.9. vom AG in der Sozialversicherung und Unfallversicherung angemeldet sein müssen und mind. für den 12.9 noch Arbeitsentgelt beziehen müssen.
Arbeitsrecht ist nicht mein Spezialgebiet, aber ich meine auch ein mündlicher Arbeitsvertrag (der eigentlich nicht befristet sein kann), muss gekündigt werden. Dazu bedarf es der Einhaltung der Kündigungsfrist. Das umgeht der AG natürlich, indem er sagt, Du hast dort nie gearbeitet. Das ist aber falsch. Demnach müsstest Du dem eigentlich umgehend widersprechen.

Aus ALG1 Sicht sieht das so aus: Du hast Dich am 12.9. in Arbeit abgemeldet und standest ab diesem Tag nicht mehr zur Verfügung, wenn sich dies ändert musst Du Dich persönlich neu alo melden und hast erst ab dann Anspruch auf ALG1.

Da Du am Tag des Beginns der AU nicht mehr im ALG1-Bezug standest (warst ja in Arbeit), müsstest Du auch kein ALG1 mehr bekommen bis zur Gesundschreibung und neuen ALomeldung.

Soweit kann ich das bestätigen.
Ich würde dem Arbeitgeber sofort mitteilen, daß du mit seinem Vorgehen nicht einverstanden bist.

Du hast gearbeitet... und ein Anrecht auf Lohn. Die Meldung zur Sozialversicherung muß er ändern.
Es bestand doch ein mündlicher Arbeitsvertrag... oder hattest du dem Arbeitgeber kostenloses Probearbeiten angeboten?
 

hartz5

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das finchen

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Hallo da draussen,
danke euch bis dahin für eure posts. Ich sammel das alles erstmal.
Meine Verfassung ist nicht gerade rosig nach dem Vorfall heute morgen, aber ich habe heute erstmal den Ball flachgehalten. Jetzt übers Wochenende kann ich eh nix machen.
So wie ich das nun sehe, bin ich mit der Jobaktion durch ein soziales Raster gefallen, bei dem sich nun AA, AG und KK mit verschränkten Armen den Rücken zukehren und mit "der Sache" (ich) nix mehr zu tun haben. Ich bin gespannt, was den anderen noch dazu einfällt.

Nachdem ich wieder zu Hause war, habe ich den sozialpsychiatrischen Dienst kontaktiert und nach einem Betreuer gefragt, der mich in Zukunft bei solchen Behördendingen unterstützen kann. Ich bin dort auf den Sozialverband verwiesen worden, der hier im Ort eine Geschäftsstelle hat. Dort kennt man sich besser aus in den rechtlichen Fragen und ich kann Montag morgen in eine Beratungsstunde kommen.

Ich hoffe sehr auf einen einigermassen klaren Lösungsweg, denn für große Rangeleien hab ich definitv keine Kraft.

Also so wies jetzt ausschaut, lege ich entweder Wiederspruch ein gegen die Aufhebung oder ich verzichte auf 3 Wochen ALG, melde mich Montag erneut arbeitslos und danach wieder AU.
Oder ich gehe auf die Krankenkasse zu und frage, ob ich mit der Situation Krankengeld beantragen kann.

Viele Grüße

das finchen
 
G

gast_

Gast
Jetzt übers Wochenende kann ich eh nix machen.
Doch, du kannst und solltest etwas machen. Dich informieren und ein Schreiben an deinen Arbeitgeber aufsetzen, mit Fristsetzung, denn Klage beim Arbeitsgericht kann man nur innerhalb 3 Wochen einreichen. Und das solltest du unbedingt tun, wenn dein Arbeitgeber sich querstellt - allein schon wegen der möglichen Konsequenzen...

und bitte: beantworte unsere Fragen!

(Ich hatte dir in Beitrag 7 eine gestellt)
 

das finchen

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oder hattest du dem Arbeitgeber kostenloses Probearbeiten angeboten?

Nein, ich bin zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass ich den Job schaffe und hatte mir vorgenommen, die Arbeitslosigkeit erst dann zu beenden, wenn ich einen schriftlichen Vertrag habe, den ich zu der Zeit nicht hatte ... :icon_neutral:
 

das finchen

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Ich habe nun einen Entwurf an den AG erstellt.
Informieren ist leichter gesagt, als getan am Wochenende, da ich ja zur Beurteilung meiner Sachlage umfassendes juristisches Fachwissen über Arbeits- und Sozialrecht benötige, welches ich nicht habe.

Da wäre zum einen zu klären, was die KK in erster Linie haben will (einfaches schriftliches Statement des AG über meine Beschäftigung, offizielles Wiederanmelden, k.A.). Ich muss ja gegenüber dem AG genau benennen können, was ich bis wann brauche und das kann ich nicht vor dem Interview mit der Krankenkassengeschäftsstelle am Montag.
Es kann ja auch sein, dass die nach Sichtung der Sozialv. - Meldezettel (Anmeldung + Stornierung) gar nichts weiter sehen müssen und von sich aus auf den AG zugehen und mich auch so rein nehmen.
Dazu kommt ja noch zu wissen, wie verbindlich die Aussagen sind, wenn ich dort aufschlage, denn bis letzte Woche hatte ich ja auch von der Servicedame beim AA die Zuversicht, dass alles gut ist und ich weiter in der Alosigkeit gemeldet bin.
Dann sagt mir der SB bei der KK irgendwas, ich halte mich wie gehabt daran und nach Verstreich der Frist heisst es wieder Pustekuchen, ne doch jetzt anders.

Frist für das Arbeitsgericht wäre ja nach drei Wochen. Ab wann gelten die - ab dem 13.9? dann wäre das der 4.10.?

Also mein Plan für morgen: KK-Besuch als erstes, dann weiss ich, was die haben wollen, oder ob überhaupt.

Ich hab das Gefühl, dass ich so oder so der Willkür der Behörden und meiner Unwissenheit und Unfähigkeit ausgeliefert bin. Die Aktion hat mich nun mehrere Monate in der AU zurückgeworfen.
Arbeitslosigkeit ist ein einziges Tretmienenfeld. Egal was ich mache, ohne Anwalt reit ich mich doch nur noch mehr in die Sch...

Also je nachdem, wessen Geistes Kind ich morgen vor mir habe, fallen halt meine weiteren Schritte aus. Ich bin ja bis Freitag AU geschrieben gewesen und morgen eben nicht mehr und melde mich erneut arbeitslos. Danach werde ich mich krank schreiben lassen.

Sorry für den Bla-Fasel-Sermon
 

sabinchen28

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Ich hab das Gefühl, dass ich so oder so der Willkür der Behörden und meiner Unwissenheit und Unfähigkeit ausgeliefert bin. Die Aktion hat mich nun mehrere Monate in der AU zurückgeworfen.
Arbeitslosigkeit ist ein einziges Tretmienenfeld. Egal was ich mache, ohne Anwalt reit ich mich doch nur noch mehr in die Sch...

Deswegen bist du ja hier und bekommst äußerst kompetente und hilfreiche Ratschläge von den Profis hier.

Ich sprech aus eigener Erfahrung:
Ich hatte auch schon Probleme und mir hat man hier immer aus der Patsche geholfen :icon_daumen:

Daher beantworte möglichst alle Fragen und mach was dir die Profis hier sagen. Dann wird das sicher schon :icon_party:
 

das finchen

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Ja stimmt, ich will meinen Frust nicht an die Ratgeber auslassen. Ich weiss, dass das hier die meisten kennen und noch viel schlimmeres.

*Pfannekuchen hinstell*
 

das finchen

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So, der SB der KK hat die Angelegenheit an die Zentrale weitergeleitet, die entscheidet, ob ich KG bekomme. Rückmeldung soll innerhalb dieser Woche kommen.

Danach habe ich Kontakt mit dem örtlichen Sozialverband aufgenommen. Der rät mir, erstmal abzuwarten, wie die KK entscheidet. Die Frage nach dem Verhalten des Arbeitgebers konnte mir keiner beantworten. Der Anwalt des SoVD sagte jedoch, dass es sicher einfacher wäre, würde die Stornierung wieder rückgängig gemacht.

Ich habe dem AG also eine mail mit Bitte um Korrektur bis spätestens 4.10. geschickt. Ich weiss, dass erst morgen jemand dort aktiv werden kann. Ich rufe dort also noch zusätzlich morgen an. Zur Not kann ich also - wie ich es verstanden habe - dann fristgerecht Klage einreichen.

Darüber hinaus folge ich der Vorladung des AA morgen (dann ist der Teamleiter anwesend) und versuche da noch was zu bewegen.
Dann melde ich mich vorsorglich Arbeitssuchend.

Sollte ich kein KG gewährt bekommen, lege ich Widerspruch gegen die Aufhebung ein.
 

das finchen

Elo-User*in
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Nach Rücksprache mit der Buchhaltung des Arbeitgebers wird die Stornierung rückgängig gemacht.
Als Beendigungsgrund habe ich Tor 3 gewählt "Aufhebung des Arbeitsverhältnisses" und hoffe, dass mir nun keiner mehr ans Bein pinkelt.

Paralell dazu
- habe ich nachher einen Termin zur erneuten Arbeitssuchendmeldung
- Lege schriftlich Widerspruch ein.

Ich packe also alle Munition in die Kanonen, die ich habe und hoffe, dass sie sich nicht gegenseitig zerstören.
 
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