Raus aus der Vermittlung wegen Pflege der Eltern

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E

ExitUser

Gast
Hallo Zusammen,
Mein Hintergrund: Ich beziehe ALG2 und pflege meine Eltern seit 2007 und aktuell seit 2014 in den PS 3 und PS1. Seit 2017 Mutter Pflegegrad 5 und Vater Pflegegrad 3 rund um die Uhr - 24 Stunden. Zur Seite steht mir ein ambulanter Pflegedienst bei der Grundpflege früh und abends.

Durch meine neue Sachbearbeiterin im JC Berlin habe ich erfahren, dass ich bereits seit 2011 aus der Vermittlung bin, aber bis 2015 noch EgV `s unterschrieben habe.
Diese Bearbeiterin meldet sich jetzt alle 6 Monate telefonisch bei mir und fragt nach dem Stand der Dinge.
Telefonisch deshalb, weil ich definitiv ausgeschlossen habe ins JC zu kommen, aufgrund der Tatsache, dass ich keine 24 Stunden Betreuung bekomme (Nicht wegen mangels Geld sondern Personal). Das ist auch in Ordnung.

Meine Frage: Welche Meldepflichten habe ich weiterhin (Änderungen Pflegegrad und sonstige ...)
Welche Informationen muss ich liefern - wenn Überhaupt - über Gesundheitsszustand? Was muss ich beibringen, wenn jemand verstirbt? Ich werde jedenfalls keine Kopie der Sterbeurkunde übergeben.
Was ist vertretbar für beide Seiten?

Danke für Eure Mithilfe. Gruß aus Berlin. Effi
 
E

ExUser 2606

Gast
Hallo Effi,

was hast Du fürein Problem mit der Sterbeurkunde?

Gesundheitsdaten musst Du überhaupt nicht preisgeben.

Ich gehe mal davon aus, dass siech der Zustand Deiner Eltern nicht mehr verbessern wird. Da Du eh aus der Vermittlung raus bist, ist es eigentlich fast überflüssig, überhaupt etwas mitzuteilen, allenfalls würde ich vielleicht mitteileb, wenn sich der Pflegegrad erhöhen sollte oder eben, wenn sich etwas an Deiner Verfügbarkeut für den Arbeitsmarkt zum Positiven hin verändert. Aktuell bist Du nicht verfügbar und weniger geht nicht, also kann Deine Mitteilung eigentlich nur lauten "keine Änderung".

Mir macht etwas ganz anderes Sorgen: Du schreibst, dass Du nicht zum JC kannst, weil wegen Personalmangel dann die Pflege nicht sichergestellt ist. Was ist, wenn Du mal ausfällst, zum Beispiel wegen Krankheit?

Du weisst schon, dass Dir sowas wie Verhinderungspflege zusteht? DIe kann man auch aufteilen, um mal stundenweise weg zu kommen. Und Kurzzeitpflege gibt es auch noch. Niemand kann über Jahre pflegen, ohne selber mal eine Auszeit zu nehmen. Wenn Du irgendwann nicht mehr kannst, haben Deine Eltern auch nichts davon.

Ich weiss, das hört sich alles einfacher an, als es in der Praxis ist, aber denk mal drüber nach.
 
E

ExitUser

Gast
Ja, dass hört sich alles einfacher an als in der Praxis. Auch Verhinderungspflege muss von personal geleistet werden und was Kurzzeitpflege angeht, habe ich mehr als schlechte Erfahrungen.
Auch du möchtest nicht, dass dein Angehöriger mit einem Dekubitus nach Hause kommt, nur weil das personal keine Zeit hat.

Zum anderen:
Es liegen verschiedene Dokumente beim JC vor: Einstufung nach Pflegestufe/Pflegegrad und Änderungen in den Verhältnissen. Außerdem hausärztliche Atteste über die Pflegesituation.

Ich wollte nur wissen, welche Angaben und Informationen muss ich preisgeben.
Effi
 
E

ExitUser

Gast
Sei froh das du soweit "in Ruhe" gelassen wirst...

Da kannst du hier ganz andere Geschichten lesen was andere erleben mussten wie zB. bei (damaliger) PS2 noch 6 Stunden Erwerbstätigkeit zumutbar lt. Gesetz (was völlig realitätsfremd ist!) und das wurde so auch gefordert...

Ich hatte damals auch meinen Vater 7 Jahre bis zum Ende zuhause gepflegt bei mir gab es auch keinerlei Probleme beim JC was sehr hilfreich war...

Ich hab dann mal erfahren das der "Ermessensspielraum" bei den SB liegt wie diese mit solchen Situationen bei häuslicher Pflege entscheiden/umgehen da hat man dann eben solche und solche...


liesa
 

Birgit63

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Welche Probleme du mit der Sterbeurkunde hast verstehe ich nicht. Natürlich musst du dem JC mitteilen, wenn ein oder beide Elternteile verstorben sind.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Wichtig ist, das du bei der KK als Pfleger eingetragen bist. Am besten mit mindestens 10 Stunden. Bei Pflegestufe 5 bekommst du dann mindestens 20 € monatlich mehr Rente pro Pflegejahr.

Muss ich einen Antrag stellen? Nein, die Versicherungspflicht als Voraussetzung entsteht per Gesetz, daher ist kein Antrag nötig. Sie müssen nur einen Fragebogen ausfüllen: den „Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen“. Am einfachsten gehen Sie dazu in eine Beratungsstelle der Pflegekasse.
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