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Raus aus dem EEJ

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Nicht offen für weitere Antworten.

uwe

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#1
Nun bin ich ja wahrlich noch nicht lange in diesem Forum "tätig",konnte es mir aber nicht "kemmen" darüber zu erzählen und nun die Folgen.
Die Bekannte einer Bekannten hat ebend angerufen...-,,sag mal, wie ist das,ich will unbedingt aus dem EEJ raus.Ist das ohne Stress machbar?,,
Ich kenne die Frau und weiß,daß sie kein Faulpelz oder Drückeberger und auch kein Schmarotzer ist.Sie nannte mir auch ihre Gründe, die ich als fast normaler Mensch verstehen kann.

Also Frage in den Raum und um Erfahrungsaustausch gebeten.

:x :kinn:
Uwe
 

Martin Behrsing

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#2
Hallo Uwe,

das ist alles noch nicht sehr konkret, um dir überhaupt eine Antwort zu geben. Also ein wenig klarer.

Seit wann, warum, welches Alter, wie lange arbeitslos, Ausbildung, Eingliederungsvereinbarung, bei wem, welche Tätigkeit etc.etc.?
 

uwe

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#3
Danke,ich hole mir die nötigen Infos und melde mich dann umgehend zurück.
kann aber 15:00 Uhr werden.

Gruß Uwe
 

uwe

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#4
Hallo Martin,
ich habe nun einige Infos erhalten.
-Sie ist 45 Jahre alt
-Arbeitslos seit 08.2003
-Ausgebildete Sekretärin mit einigen Zusatzlehrgängen
-Eingliederungsvereinbarung wurde am 21.04.05 abgesch.
-Vermittelt an BQG Personalentwicklung GmbH
-von dem Träger BQG vermittelt an eine Schule (Bibliothek)AGH3 06-33
-dort tätig seit dem 13.0306 befristet bis zum13.12.06
Aufgabenbereich:Betreuung der Schulkinder während der Pausen
Kinder zum Bus bringen
"Verarztung"von Schulverletzungen
Wenn Zeit ist allgemeine Arbeiten in der Bibliothek
Was ist machbar diesen EEJ los zu werden???
Sie arbeitet 30h die Woche
Möglichst ohne Sanktionen.
Ich muß die Fragestellung erweitern,sie bekommt pr.Monat 2 Tage UNBEZAHLTEN Urlaub.
Krankentage müssen nachgearbeitet werden
 

kalle

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#5
@ Uwe:
Da muß ich Dir sagen, das ich Dir da nicht helfen kann. Auf diesem Gebiet bin ich nicht so bewandert. Da wird Dir aber wohl Martin oder einer der anderen was sagen können.

Sorry :(
 

Martin Behrsing

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#6
ganz einfach: Sie soll beim
Arbeitsgericht auf normales Gehalt klagen. Allerdings sind arbeitsgerichtliche Prozesse nicht kostenfrei.
 

uwe

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#7
@Martin ????????????????

häää,
eigenartiger Tip Martin.
Und für diese Antwort wurde mehr Info gebraucht??
Das versetzt mich doch in Erstaunen.
Liegt es an mir?
Ist es,weil ich nicht nur für zentrale Demos bin,von denen du ja ein Verfechter bist??
 

vagabund

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#8
Hallo Uwe,
nein das ist kein "eigenartiger Tip".
Es wird durchaus gemacht, wenn reguläre Tätigkeiten ausgeübt werden.
Der Arbeitgeber wird auf Tariflohn oder Mindestlohn verklagt.
Das Gericht prüft dann den Arbeitsvertrag und die ausgeübten Tätigkeiten.
Um das Kostenrisiko zu minimieren, PKH beantragen. Wird die bewilligt, hat die Klage Aussicht auf Erfolg, bei Ablehnung kann die Klage zurückgezogen werden.
Es sollte ein sozial eingestellter Anwalt für Arbeitsrecht genommen werden - der macht das dann schon ;)
VG
vagabund
 
E

ExitUser

Gast
#9
Hallo Uwe,
wenn deine Bekannte einen regulären Job ausübt, der weder zusätzlich noch in anderen Punkten einer Arbeitsgelegenheit entspricht, die keine Arbeitsplätze verdrängen darf usw., dann sollte sie zunächst bei ihrem Rentenversicherungsträger den Antrag auf Zuerkennung von Rentenbeiträgen stellen. Wenn da eine Ablehnung kommt, muß sie Widerspruch einlegen.

Der wird sicherlich auch abgelehnt werden. Dann würde ich einen Antrag auf Prozeßkostenhilfe stellen (Antrag dazu beim Amtsgericht oder hier im Download auf der Portalseite) und tatsächlich beim Arbeitsgericht klagen.

Wie gesagt, es können Kosten entstehen. Ein Restrisiko bleibt.

Das erst mal auf die Schnelle. Ich muß jetzt selber zur Arge, den zwölfundneunzigsten Widerspruch wegen fehlerhafter Bescheide einreichen.
 

kalle

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#10
@Uwe:
Ich glaube, da interpretierst Du etwas hinein, was nicht da ist. Aus Deinem 1.Post konnte man ausser EEJ nix entnehmen.
Die geforderten Infos waren sinnig, denn so konnte man den Tip geben, auf reguläres Arbeitsverhältnis schließen und raten.
 

Arania

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#11
Ich würde da aber auch aus dem Aspekt der Zusätzlichkeit den Job verweigern und der Verantwortung, wer kommt dafür auf wenn den Kindern etwas passiert? :evil:
 

lino

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#12
Irgendwas zu verweigern hat keinen Sinn.Damit könnte man in Konflikt mit §2 SGBII kommen.
Erstmal ein Gesetzbuch kaufen oder aus dem Netz runterladen,das SGBII mal genau lesen und dann den Argen Fragen stellen.§1-§4 und §9 geben da schon einiges her.
Gruss lino
 

Arania

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#13
Der Aspekt der Zusätzlichkeit ist noch im SGB verankert, also kann man damit sehr wohl argumentieren.
 

lino

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#14
Argumentieren ist gut.Verweigern würde ich nur etwas,wenn ich mir 100% sicher bin,im Recht zu sein.Nun ist der Leistungsbezieher nach §2SGBII verpflichtet,aktiv mitzuwirken.Wirkungsvoller als eine Verweigerung,die von Seiten der Arge als Verstoss gegen §2 gewertet werden könnte,halte ich,die Arge aufzufordern,inwieweit die Massnahme die Eingliederung ins Erwerbsleben fördert.
Ich unterstelle mal,das die Argen gar nicht daran Interesse haben,das jeder Leistungsempfänger einen festen Job bekommt.Ferner wissen die auch,das sie die wenigsten vermitteln können.Wird man aktiv und fordert die Arge auf,einem mal bei der Eingliederung in Arbeit konkret was vorzulegen,wirds nämlich merkwürdig ruhig.Ist zumindest bei mir der Fall.
Gruss lino
 

hansklein

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#15
Deine Bekannte ist also auf Verletzungen geschult?

Hat also eine Qualifikation dazu, Verletzungen und Erkrankungen von Kindern zu erkennen und zu verarzten? Was macht sie, wenn ein Autofahrer in der Pausenzeit ein Kind anfährt, dass sich am Kiosk was süßes geholt hat und wegen dem Unfall einen Atemstillstand hat und Blut aus dem Mund fließt? Kann sie fachmännisch helfen?

Oder Eine Biene verirrt sich im Rachenraum und sticht zu, das Kind bekommt keine Luft mehr. Kann sie den rettenden Tranchialschnitt hies das glaub ich in Erinnerung Sankurs wühl ausführen, der zur Lebensrettung nötig sein könnte?

Was mnacht sie, wenn ein Kind einen eppileptischen Anfall hat? Kann sie den erkennen?

Wenn ein Knochenbruch beim Spielen passiert usw...?

Gesundheitszeugnis hat sie? Man könnte auch die Eltrn fragen, was sie davon halten. Abgesehen vom psychoilogichen Aspekt....

Hat sie gelernt, Streitigkeiten zwischen spielenden Kindern zu schlichten oder mit einem verstörten Kind umzugehen?

Das sind brutale Beispiele weswegen man die Tätigkeit ablehnen könnte, weil man die erforderliche Qualifikation nicht hat. Um aber Sanktionen vorzubeugen, würde ich pers. einen Widerspruch und Klage als Eilantrag formulieren, in dem ich meine Bedenken äußere, warum ich diese Tätigkeit glaube nicht ausführen zu können und auch die Verantwortung für die Kinder, die ich betreue, nicht übernehmen kann. Das ganze mit Eilantrag ans SG.

Wurde überhaupt ein Profiling gemacht oder erklärt, warum die Bekannte diese Tätigkeit ausführen muss?
 
E

ExitUser

Gast
#16
Ich dachte auch immer, um Kinder zu betreuen, z.B. wie in diesem Fall in der Pause, braucht man eine spezielle Ausbildung. Ist wohl doch nicht so. :?:

Nach den Ereignissen an den Berliner Schulen und auch in anderen Städten, wo schon Lehrer der Lage nicht mehr Herr werden, sollte man doch endlich schlauer sein. Der Bundestag beschäftigt sich zwar ganz eilig damit, aber es werden MAEs ohne jegliche Erfahrung dazu verdonnert, Erziehungsarbeit zu übernehmen. :| :| :|

Und was bitte schön ist in einem Schulsekretariat zusätzlich und beschäftigungsneutral? Nachzählen, ob im gelieferten Kopierpapier wirklich 500 Bl. sind?

Schade, dass Uwe das alles nicht mehr liest, was wir hier geschrieben haben. Es wäre wirklich wichtig für seine Bekannte.

Ob sie wohl einen Weg gefunden hat?

Schon ihr komischer Vertrag ist ja völlig rechtswidrig.

Vielleicht schaut Uwe ja doch noch mal hier rein und kann die Frage beantworten, warum die Bekannte im Monat zwei Tage unbezahlten Urlaub bekommt. Es wird m. M. davon ausgegangen, dass sie keinen Aufwand hat und demzufolge erhält sie keine Mehraufwandsentschädigung. Sollte in dem Vertrag wirklich der Begriff unbezahlter Urlaub stehen, ist das doch schon wieder ein Indiz für eine tarifliche Beschäftigung.

Aber diese Frage werden wir wohl nicht beantwortet kriegen.

Und in welchen §§ aus welchem Gesetz steht denn, dass Krankentage nachgearbeitet werden müssen? Strafarbeit wegen Krankheit? Wann nacharbeiten? Im Urlaub? Nach Vertragsende? Nachsitzen?

Was manche Träger sich so ausdenken? Und damit auch noch durchkommen, weil viele sich viel zu viel gefallen lassen. :cry:
 
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