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Raus aus Afghanistan?

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Martin Behrsing

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#1
Kommentar von: Frank Kündiger

Zur Zeit wird viel über den internationalen Einsatz verschiedener Truppen der „Weltgemeinschaft“ diskutiert. Darunter befinden sich auch deutsche Truppen.

Man will „gegen den internationalen Terrorismus“ kämpfen, „für die Sicherheit Deutschlands“ dort eintreten und welche „Argumente“ noch erzählt werden.






weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 

mercator

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#2
Komisch, die Umlaute werden immer in der HTML-Sonderzeichen Codierung dargestellt. Ist das nur bei mir so?
 

FAR2009

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#3
Das ist afghanisch :icon_evil:

Spass beiseite, scheint nur so zu sein, wenn Martin was hier rein kopiert. Möglicherweise die Textkodierung in seinem Browser falsch eingestellt?
Hier nochmals der Text, einfach "nur" kopiert.

Kommentar von:
Frank Kündiger

Zur Zeit wird viel über den internationalen Einsatz verschiedener Truppen
der „Weltgemeinschaft“ diskutiert. Darunter befinden sich auch deutsche Truppen.

Man will „gegen den internationalen Terrorismus“ kämpfen, „für die Sicherheit Deutschlands“
dort eintreten und welche „Argumente“ noch erzählt werden.
...
Weiterlesen: pr-sozial | Raus aus Afghanistan? | Truppen, Man, Nur, Chr, Deutsche, Land, Einsatz, Deutscher
 

Die Antwort

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#4
Das ist afghanisch :icon_evil:

Spass beiseite, scheint nur so zu sein, wenn Martin was hier rein kopiert. Möglicherweise die Textkodierung in seinem Browser falsch eingestellt?
Hier nochmals der Text, einfach "nur" kopiert.
Der Text wird automatisiert übernommen und da gibt es ein Problem, das bisher noch nicht lösbar war.
 
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#5
Nur dann ensteht ein kleines Problem.

Die ausländischen Truppen ziehen aus Afganistan ab und dann ?
Was wird aus den Menschen vor Ort?

Sind hier doch alle der Meinung das Mädchen und Frauen nicht zur Schule gehen dürfen.
Frauen dürfen nicht arbeiten und haben keinerlei Rechte?

Die Taliban werden mit den Drogenbaronen wieder die Herrscher im Land sein.
Es gibt keinerlei freiheitliche Rechte dann mehr.

Was dann meine Damen und Herren?
Hat darüber schon mal jemand nachgedacht?
 

Speedport

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#6
Nur dann ensteht ein kleines Problem.

Die ausländischen Truppen ziehen aus Afganistan ab und dann ?
Was wird aus den Menschen vor Ort?

Sind hier doch alle der Meinung das Mädchen und Frauen nicht zur Schule gehen dürfen.
Frauen dürfen nicht arbeiten und haben keinerlei Rechte?

Die Taliban werden mit den Drogenbaronen wieder die Herrscher im Land sein.
Es gibt keinerlei freiheitliche Rechte dann mehr.

Was dann meine Damen und Herren?
Hat darüber schon mal jemand nachgedacht?
Dann solltest Du Dir mal überlegen, wie Du die ca. 100 oder mehr Länder besetzen willst, die die selbstverständlichsten Freiheitsrechte nicht haben. Übrigens oft Verbündete der USA oder auch der BRD, ich sage nur Saudi-Arabien.

Es ist immer wieder so, die Angreifer behaupten irgendwelche abstruse Geschichten zur Rechtfertigung und es gibt todsicher genügend Schwachköpfe, die das glauben und diese Argumentation übernehmen. Wir führen dort also Krieg, um die Schulpflicht für Mädchen und die Frauenrechte einzuführen? Oh Herr, schmeiß' Hirn 'ra!

Die Bundeswehr ist zur Verteidigung da, nicht um Überfälle zu begehen. Es gibt genügend andere Möglichkeiten. Warum werden bei solchen Regimes von den USA und Gehilfen nicht konsequent sämtliche Konten und Geschäftsbeziehungen eingefroren bzw. abgebrochen? Weil man sich mit den Verbrecherbanden der dortigen Regierungen zum Zweck der Gewinnoptimierung gemein macht.
 

Martin Behrsing

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#7
Schau dir einfach mal die Hamas an. Die haben Schulen, Krankhäuser augebaut. Deshalb haben sie auch soviel Erfolg, weil sie genau dort ansetzen. Wenn ich mir vorstelle, was bei uns dieser Krieg mit seinem Krigsminister tärgl. kostet, hätte man das Geld auch direkt für soche Projekte in Afghanistan einsetzen können. Dies wäre sicher effektiver gewesen. Selbiges gilt auch für die anaderen Kriegsbeteiligten.
Aber darauf kommt ja kein Mensch. So stehen die Menschen heute immer noch beschissen da, erzielen mit Opium mehr Geld. Projekte für Nahrungsmittelanbau werden natürlich nicht unterstütut. Ebenso wird der aufbau einer effektiven Polizei mal gerade im Mocrobereich unterstützt.
Also was willst Du uns da erzähelen. Es könnte auch sein, dass unsere Muster der westelichen Demokratie ja gar nich überall gewollt sind. Ich will diese Muster auch nicht, solange sie an der unbedingten Logik des Kapitalismus festhalten. Das ist alles andere, als Demokratisch. Und wir sehen ja gerade, dass bei Demokratie quasi überhaupt nicht vorhanden ist. Oder willst Du mir erzählen wir hätten eine Demokratie????
Nur dann ensteht ein kleines Problem.

Die ausländischen Truppen ziehen aus Afganistan ab und dann ?
Was wird aus den Menschen vor Ort?

Sind hier doch alle der Meinung das Mädchen und Frauen nicht zur Schule gehen dürfen.
Frauen dürfen nicht arbeiten und haben keinerlei Rechte?

Die Taliban werden mit den Drogenbaronen wieder die Herrscher im Land sein.
Es gibt keinerlei freiheitliche Rechte dann mehr.

Was dann meine Damen und Herren?
Hat darüber schon mal jemand nachgedacht?
 
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#8
Die Taliban werden mit den Drogenbaronen wieder die Herrscher im Land sein.
Das Interessante war, das während der Zeit der Taliban der Anbau der Drogen unterbunden wurde und es gar zu einer Verknappung des weltweiten Heroin-Marktes kam.

Nein, ich bin kein Freund der Taliban, aber es sollte schon auf die jetzigen absurden Gepflogenheiten der Karsai-Regierung hingewiesen werden.

Auch sollten die Einschätzungen des Nahost-Experten Peter Scholl-Latour nicht gänzlich übersehen werden.

Raus aus Afghanistan

oder

Da wird ein Zirkus aufgeführt
 
E

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Gast
#12
Innerhalb von fünf Jahren Schröder: Afghanistan-Einsatz beenden

Altbundeskanzler Gerhard Schröder hält es für sinnvoll, den Afghanistan Einsatz der Bundeswehr in fünf Jahren zu beenden. Damit wandte er sich gegen die SPD und seinen Ziehsohn Steinmeier.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan in fünf Jahren zu beenden. Nach Berichten der "Welt am Sonntag" und des Bielefelder "Westfalen-Blatts" sagte Schröder am Samstag bei einer Rede im ostwestfälischen Lübbecke auf dem Volksfest "Blasheimer Markt", im Jahr 2015 müsse "Ende" sein mit dem internationalen Engagement.
Schröder: Afghanistan-Einsatz beenden - Innerhalb von fünf Jahren - N24.de
 

Rounddancer

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#13
Die ausländischen Truppen ziehen aus Afganistan ab und dann ?
Was wird aus den Menschen vor Ort?
unter Kriegshandlungen haben genau diese Menschen zu leiden. Genauso, wie unter einem ihnen durch aus ihrer muslimischen Sicht Ungläubigen aufgezwungenen, amerikafreundlichen Regime Karsay.

Krieg ist das falsche Weg,- besser raus aus Afghanistan, und dann bereit sein, humanitäre Hilfe zu leisten, WENN diese von den Menschen dort erbeten wird.

Und Karsay & Co.? Was der wirklich denkt und tut, ist auch nicht konform im Sinne der westlichen Denke, ich denke da an das verabschiedete Gesetz, das von der Regierung Karsay eingebracht und unterstützt wurde,- und das besagte, daß jede Frau wenigstens zweimal/Woche mit ihrem Manne schlafen müsse, wenn der das verlange ...
Sind hier doch alle der Meinung das Mädchen und Frauen nicht zur Schule gehen dürfen.
Frauen dürfen nicht arbeiten und haben keinerlei Rechte?
ist nur vorgeschobenes Argument, denn nirgendwo in muslimischen Staaten haben Frauenrechte viel Wert, - das ist zu tief durch Religion in den muslimischen Völkern verwurzelt.

In Wirklichkeit geht es dem Westen nur um Einfluß, um Bodenschätze, und darum, die eigenen Waffen- und Munitionsfabriken zu beschäftigen.
Wenn es dem Westen wirklich um Frauenrechte ginge, dann sollte er damit erstmal in den westlichen Staaten anfangen, in denen Frauenrechte ignoriert, oder mit Füßen getreten werden. Dazu brauchen wir noch nicht einmal Deutschland zu verlassen.
 
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#14
Ach Leute,

ich glaube ihr bringt da etwas durcheinnander.

Ich habe nicht den Einsatz der Bundeswehr in Afganistan befürwortet.
Aber jetzt ist der Scherbenhaufen angerichtet.

Es ist wie bei Hartz IV. es zählt das hier und jetzt.
Wenn die Truppen da abziehen wird es ein grausiges Ende dort geben.
Daran sind unsere Politiker natürlich auch schuld. Aber darum geht es doch im Moment nicht.

Ich bin bis heute einer ganz altmodischen Meinung zu ausländischen Militäreinsätzen.

Ein Militäreinsatz im Ausland ist immer Krieg.
Es geht darum ein Land zu befrieden und paralell aufzubauen.

So wie es in Deutschland nach dem Krieg war.
Die Behörden und die Bevölkerung wird entwaffnet.(komplett)
Die Besatzungsmacht bzw. Mächte haben allein aus dem Völkerrecht die Verpflichtung für öffendliche Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Es ist für die Zivilbevölkerung sofort eine Infrastruktur zu schaffen die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.(Völkerrecht)
Dies ist ein gewaltiger Kraftakt, der mehrere hunderttausend Soldaten und zehnttausende von zivilen Ausbildungshelfern erfordert hätte.
Mann krempelt ein Land komplett um. Behörden, Justiz und und und.

Auch der Hinweis das unter den Taliban der Drogenanbau extrem eingeschränkt war ist doch völlig daneben.

Heute geht das Hand in Hand.
Das sind doch keine klassischen Taliban mehr. Das sind gröstenteils organisierte Verbrecherkartelle die irre Mengen an Geld machen.

@Rounddancer
"Krieg ist das falsche Weg,- besser raus aus Afghanistan, und dann bereit sein, humanitäre Hilfe zu leisten, WENN diese von den Menschen dort erbeten wird."

Wer soll denn dann und wie noch die Hilfe erbitten?
Vor nicht mal 15 Jahre hat mann in Ruanda ungefähr 800.000 Menschen abgeschlachtet.Wenn mann Menschen Arme und Beine abhackt und Sie auf große Haufen wirft ist das Abschlachten.
Aber das sind einfach nur vorgeschobene Argumente.
Die westliche Welt sollte sich heute noch schämen das mann dort nicht militärisch eingegriffen hat.

Die Gutmenschen haben ihre üblichen Parolen rausgehauen wie "Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen" und die anderen üblichen Verdächtigen haben nichts gemacht weil es keinen Gewinn gebracht hat.

Da muss es doch auch ein zwischending geben.

Nach eurer Argumentation hätte es keine Bomben und militärischen Optionen gegen das dritte Reich gegeben und das bereitet mir doch extremes unbehagen.
Auch in Bosnien sind vor nicht allzulanger Zeit KZs betrieben worden.
Und niemand hat sich daran gestört, das sind doch die Tatsachen.

Einfach mal nachdenken.
 
E

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#15
Ich meine auch das die Bundeswehr (eine Armee) raus sollten. Wie es die Linke ja auch fordert.

Der Krieg gegen Terror kann nicht mit einem riesigen Hammer (Das Millitär) geführt und gewonnen werden. Den da entwischen zu viele. Bin Laden und seine Anhänger entfleuchen den USA ja schon inzwischen 8 Jahre. Den die sind zu klein. zu zersplittet.

Ich denke das ist ein Fall für Sonderheiten der Geheimdienste der Länder. Aber diese sind ja beschäftigt damit die eigenen unschuldigen Bürger auszuspionieren.

Eine Arme sollte da eingesetzt werden wo es wirklich sinn hat. z.B in Ländern wo das totale Choas herrscht und Völkermord an Kindern, Frauen und Männern an der Tagesordnung schon ist. Aber man liest ja von Hungernöten, Morden, Vergewaltigungen die von Regimen oder in manchen Ländern von Millizen verursacht wird. Wo bleiben da die westlichen Staaten?
 
E

ExitUser

Gast
#16
Auch der Hinweis das unter den Taliban der Drogenanbau extrem eingeschränkt war ist doch völlig daneben.
Es war lediglich ein Hinweis auf Deine Behauptung

Die Taliban werden mit den Drogenbaronen wieder die Herrscher im Land sein.
Nicht mehr und nicht weniger.

Ich empfehle nach wie vor die Lektüre der Beiträge von Peter Scholl-Latour, denn er war im Gegensatz zu uns und den Politikern, die über Afghanistan reden, im Land und hat sich wohl kundig gemacht. :cool:
 

Hotti

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#18
Nur dann ensteht ein kleines Problem.

Die ausländischen Truppen ziehen aus Afganistan ab und dann ?
Was wird aus den Menschen vor Ort?

Sind hier doch alle der Meinung das Mädchen und Frauen nicht zur Schule gehen dürfen.
Frauen dürfen nicht arbeiten und haben keinerlei Rechte?

Die Taliban werden mit den Drogenbaronen wieder die Herrscher im Land sein.
Es gibt keinerlei freiheitliche Rechte dann mehr.

Was dann meine Damen und Herren?
Hat darüber schon mal jemand nachgedacht?
Es ist leider in Afghanistan so, dass die Frauen so gut wie keine Rechte haben, das wird sich auch nicht ändern, und wenn die Besatzungstruppen noch so lange da bleiben. Und es gibt noch unzählige Staaten wo es ähnlich zu geht. Sollen wir überall dort einmarschieren? Im übrigen geht es gar nicht darum. Unsere Soldaten werden für die Rache der USA ausgenutzt(meine Meinung), und wir sind schon viel zu lange in diesen Land. Der Mist muss aufhören. Zum anderen bin ich auf folgenden Artike aufmerksam gemacht worden, der zwar schon älter ist, den ich aber noch nicht kannte.:icon_redface: Verschwörungstheorie?

Hier zu lesen
 

FAR2009

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#19
Vor nicht mal 15 Jahre hat mann in Ruanda ungefähr 800.000 Menschen abgeschlachtet.Wenn mann Menschen Arme und Beine abhackt und Sie auf große Haufen wirft ist das Abschlachten.
Aber das sind einfach nur vorgeschobene Argumente.
Die westliche Welt sollte sich heute noch schämen das mann dort nicht militärisch eingegriffen hat.
Das ist so nicht ganz korrekt. :icon_evil: Frankreich hat, sicherlich zu spät, entgegen der Bedenken, anderer westlicher Staaten (allen voran USA und GB), mit Elitetruppen dort eingegriffen, und innerhalb von 10 Tagen den Südwesten unter Kontrolle gebracht (Opération Turquoise), und danach die Kontrolle an die UNAMIR übergeben. Danach war relative Ruhe, es folgten der Beschluss von Arusha und darauf eine Verfassungsgestützte Regierung. Aber das waren ethnische Konflikte, zwischen Tutsi und Hutu, gänzlich anders gelagert als die Ursachen in Afghanistan.
Ausserdem war Ruanda (wie auch heute Darfur) ohne jeglichen strategischen und wirtschaftlichen Wert für die Amis, im Gegensatz zu Somalia oder Irak, weiteren typischen "humanitären" Einsätzen der Useless Army. Einer Army, die gar nicht in der Lage ist, Frieden zu bringen (Irak), geschweige denn Frieden zu schaffen. Die haben seit Vietnam nichts über den Umgang mit sog. "asymmetric warfare" gelernt, im Gegenteil, mit brachialer, rücksichtsloser und technisch überlegener Waffengewalt flächendeckend vorzugehen, scheint das einzige probate Mittel zu sein, mit dem das Pentagon gegen Terroristen vorzugehen weiss. Nach dem Motto 1000 tote Zivilisten ergibt 1 toten Teroristen. Und zwischenzeitlich "siedeln" die gesuchten Terroristen um, nach Pakistan, Indonesien, Sudan, Lybien, etc. Möglichkeiten haben die genug.

Wir, und jede andere Nation, die sich dort zum Hilfssheriff und Handlanger der Weltpolizei USA machen, sind nur dort, um die imperialistischen Ziele der USA zu unterstützen, und treten aus der Sicht der Bevölkerung als Aggressor und Besatzer auf. Aus deren Sicht haben wir den Konflikt/Krieg dorthin gebracht!
Es ist absurd und geradezu lächerlich, eine seit zig Generationen bestehende Ordnung aus Stammesrecht und Islamischer Rechtsprechung und Tradition, innerhalb kurzer Zeit mit Waffengewalt demokratisieren und mit westlichen "Werten" versehen zu wollen. Hierzu ein Vergleich zur Befreiung und erfolgreichen Entnazifizierung bei uns nach dem 2. Weltkrieg hinkt, aus eben denselben Ursachen, weil sich ein 12-jähriges Terror-Regime nicht mit den afghanischen Umständen vergleichen lässt.
Alles was in Afghanistan zu erreichen sein wird, wird ein endloser und blutiger Bürgerkrieg sein, religiös geprägt und fanatisiert,
neben dem z.B. Palästina, der Libanon oder Nordirland wie Kindergeburtstage aussehen. Und wir werden unseren Teil der Schuld dabei zu mitzutragen haben.

Mir ist es schleierhaft, dass überhaupt Diskussionen wie diese hier geführt werden müssen, unsere Soldaten sind in einen Krieg ins Ausland geschickt worden, sie Schiessen, Töten und Fallen, auf Befehl unserer Regierung. Das ist nicht nur grundgesetzlich betrachtet, sondern auch nach menschlichen Massstäben, ein Unding.
 

Stinkstiefel

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#20
@Far2009 hat einen wichtigen Umstand angesprochen, der immer übersehen wird. Wir zwingen einer Gesellschaft, die völlig anders gegliedert ist, unsere Gesellschaftsform auf und machen sie passend für uns.

Das Aufzwingen einer Zentralgewalt auf eine Stammesgesellschaft ist ein Verbrechen!
 
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#21
hmm,

also ich war mal so ein Angehöriger der Französischen "Elitetruppen".
Und ich sage dir da ging gar nichts schnell zu ende.
Und es wurde auch nicht in relativ kurzer Zeit eingegriffen.
Das sind träumereien ,ich kann denn Leuten nur empfehlen sich mal das durchzulesen was der kanadische Kommandeur dazu geschrieben hat.

Und diese ewige Leier mit dem wir würden anderen unsere Wertesysteme aufzwingen.

Ja verdammt nochmal, unsere Werte sind freiheitlichkeit , brüderlichkeit usw.
Was gibt es dagegen eigentlich einzuwenden.
Jeder Mensch auf dieser Welt hat das Recht nach diesen Werten zu Leben.
Allein das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist absolut.

Wo steht denn geschrieben das wir ein passives System sind.
Ein Kind , eine Frau oder ein Mann haben das Recht ihre Grundrechte einzufordern und diese notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen.

Unsere Werte sind doch nicht passiv. Wir fordern diese Rechte für alle Menschen auf dieser Welt.
Was interessiert es mich wenn in Afganistan eine Stammesgesellschaft gelebt hatt.
Wenn diese Stammesgesellschaft verhindert das die Menschen ihre Grundrechte verlieren oder erst gar nicht bekommen dann werden wir diese Stammesgesellschaft bekämpfen.
Wenn wir das tolerieren würden was würden denn dann unsere eigenen Werte uns bedeuten?

Es kann doch nicht sein das bei uns Verbrecher aus China hoffiert werden obwohl alle wissen was da abgeht.
Warum wird die Linke nicht aktiv was Afganistan betrifft.
Warum darf ein Afganischer Bürger nicht selbst seine regierung wählen ?
Warum will mann ihm das wahlrecht verwehren aber selbst auf einem bestehen?

Warum gibt es in Deutschland eigendlich soviel aufruhr wenn die Polizei Demonstranten mißhandelt ?
Das war in Deutschland seit 300 Jahre so gang und gäbe da kann mann doch nicht einfach demokratische und aufgeklärte ansichten fordern.

Wenn die Stammesgesellschaft in Afganistan das Ultimo ratio sein soll , dann muss mann hier auch aktzeptieren das in Deutschland die Polizei und Justiz Millionen von Menschen umgebracht hat und es als normal empfinden.

Ein Ausländer könnte über Deutschland das selbe sagen wenn er da so in seiner Heimat sitzt und sich anschaut was hier so passiert.
 

FAR2009

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#22
Offensichtlich sind wir da unterschiedlicher Meinung, aber mir ging es primär um den Sinn bzw. fehlenden Sinn und auch Irrsinn dieses Kriegseinsatzes für uns in Deutschland.
Mal ganz ehrlich, kein Schwein hat sich hier bei uns für afghanische Stammes-Traditionen oder das Schicksal von afghanischen Frauen und den schulischen Möglichkeiten ihrer Kinder interessiert, bevor Bush wie ein Rachengel im Oktober 2001 dort eingefallen ist. Hier wird doch offensichtlich ein vor Doppelmoral triefendes Argument als Instrument verwendet, um den blinden Gehorsam eines amerikanischen Schosshündchens zu rechtfertigen, dass mit sabbernden Lefzen seinem Cowboy-Herrchen hinterher rennt, und Stöckchen holt. Und nach längst nicht mehr vorhandenen Al-Quaida-Kämpfern und Lagern sucht.

Einigkeit und Recht viel Freiheit werden also in Afghanistan verteidigt? Grüss Gott Herr Struck! Das ist doch absoluter Blödsinn. Ich dachte immer, die Kolonialzeiten hätten wir hinter uns. Sind wir jetzt wieder so weit, dass wir anderen Völkern mit Waffengewalt unsere Staatsform und unsere Werte aufzwingen? Und wenn der Neger nicht spurt, wird er umgelegt? Hat irgend jemand in Afghanistan nach Hilfe und demokratischen Grundrechten gerufen? Vor 30 Jahren haben angeblich die Kommunisten dort die Russen gerufen, und die ganze westliche Welt war empört, zu Recht, als die Russen einmarschiert sind. Heute dasselbe in Grün? Und jetzt soll es in Ordnung sein? Offensichtlich hat niemand aus der Geschichte gelernt, wenn er der Meinung ist, mit Streubomben und Drohnen einem anders tickenden Volk fremde Gesetze, Regeln und Werte aufdrücken zu müssen.
 
E

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#23
«Wir töteten Unschuldige»

Korporal Rick Reyes war bei den US-Marines und kämpfte in Afghanistan. Heute tritt er für den Abzug der US-Truppen ein. Auch um seine eigenen mentalen Probleme zu überwinden.

Sie waren als Soldat im Krieg in Afghanistan. Was machten Sie für Erfahrungen?
Es war sehr schwierig zu kämpfen, ohne zu wissen, wer Freund und wer Feind ist. Wir konnten die Taliban nicht lokalisieren. Sie können sich ohne Problem unter die lokale Bevölkerung mischen.

Kann man überhaupt einen unschuldigen Zivilisten von einem Taliban unterscheiden?
Das ist extrem schwierig. Sie tragen keine Uniform, ziehen aber plötzlich eine Waffe und beginnen zu schiessen. Dann weiss man wenigstens, das ist ein Feind. Aber selbst dann ist man nicht sicher. Denn wenn mein Haus beschlagnahmt worden wäre, würde ich auch schiessen. Zudem geraten oft Unschuldige ins Kreuzfeuer. Wir sind als Besatzer in einem Bürgerkrieg zwischen der afghanischen Regierung und dem afghanischen Volk. Das Volk hat keine Stimme, und die Regierung ist korrupt. Umso mehr wird der Widerstand gegen uns zunehmen.
«Wir töteten Unschuldige» - News Ausland: Naher Osten & Afrika - bazonline.ch
 
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