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Rastatt verzichtet auf Ein-Euro-Kräfte

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Woodruff

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#1
Rastatt - Die sogenannten Ein-Euro-Jobber haben zumindest bei der Stadt Rastatt ausgedient. Man sei mit deren Engagement als Hilfskräfte oft nicht zufrieden gewesen. Die Stadt kooperiert mittlerweile mit Zeitarbeitsfirmen, deren Personal diese Aufgaben übernommen hat, teilte Hans Grunwald, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, auf Anfrage des Badischen Tagblatts mit.

Die Stadtverwaltung habe von Januar 2005 bis November 2008 insgesamt 96 Ein-Euro-Kräfte beschäftigt. Lediglich eine Person hat anschließend eine feste Anstellung bekommen. "Manchen jüngeren Langzeitarbeitslosen mussten wir schon nach zwei Tagen wieder heimschicken, weil bei uns nicht nach dem Lust-und-Laune-Prinzip gearbeitet werden kann", stellte Grunwald heraus.

Die Ein-Euro-Kräfte waren überwiegend im Grünflächensektor, als Helfer für die Bauhofmitarbeiter im Einsatz oder unterstützten die Hausmeister an städtischen Schulen, um sich ein Zubrot zu den Bezügen des Arbeitslosengelds II hinzuverdienen zu können. Maximal 200 Euro im Monat seien das gewesen - je nachdem, wie viele Stunden die Leute arbeiteten.

[...]

Viele der jüngeren Ein-Euro-Beschäftigten hielten nichts von Pünktlichkeit am Arbeitsplatz; auch deren Motivation und Zuverlässigkeit bei der Erledigung von anstehenden Aufgaben seien teils sehr gering gewesen. Bei Personen um die 50 Jahre hingegen zog Grunwald eine bessere Bilanz: Deren Engagement konnte sich durchaus sehen lassen. Dennoch: "Unterm Strich wurde die Qualität der erbrachten Leistungen immer schlechter, so dass wir auf die Zeitarbeitsfirmen zugegangen sind", so Grunwald.
Quelle: Badisches Tagblatt.de


Wer für eine Aufwandsentschädigung engagierte und motivierte Mitarbeiter erwartet, der lebt entweder in einer rosaroten Traumwelt, oder er ist ein Ausbeuter, der glaubt, mit den Menschen alles machen zu können.

Da Herr Grunwald quasi zugegeben hat, dass es sich keineswegs um zusätzliche Arbeiten handelte (oder wie sonst ist die Vergabe dieser Aufgaben an Zeitarbeitsfirmen zu verstehen?), ist wohl Letzteres zu vermuten...
 
E

ExitUser

Gast
#2
Quelle: Badisches Tagblatt.de
Wer für eine Aufwandsentschädigung engagierte und motivierte Mitarbeiter erwartet, der lebt entweder in einer rosaroten Traumwelt, oder er ist ein Ausbeuter, der glaubt, mit den Menschen alles machen zu können.
:icon_klatsch:
weil bei uns nicht nach dem Lust-und-Laune-Prinzip gearbeitet werden kann",
Und unsereins arbeitet nicht für´n Appel und ´n Ei........

LG :icon_smile:
 

Jürgen3

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171
#4
Da werden Leute zwangsverpflichtet, bekommen einen Almosen etxra pro Stunde, müssen schwere, langweilige oder monotone Arbeit leisten, werden nicht qualifiziert oder sonstwie ausgebildet, bekommen weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld noch sonstige Vergünstigungen, erhalten keine Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Urlaub, sind rententechnisch schlechter gestellt als Arbeitnehmer, werden wie Dreck behandelt und sind weiterhin Spielball der Arge bzw. zusätzlich des Trägers.

Und da ist die Motivation nicht so groß? Komisch.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Da werden Leute zwangsverpflichtet, bekommen einen Almosen etxra pro Stunde, müssen schwere, langweilige oder monotone Arbeit leisten, werden nicht qualifiziert oder sonstwie ausgebildet, bekommen weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld noch sonstige Vergünstigungen, erhalten keine Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Urlaub, sind rententechnisch schlechter gestellt als Arbeitnehmer, werden wie Dreck behandelt und sind weiterhin Spielball der Arge bzw. zusätzlich des Trägers.
Und da ist die Motivation nicht so groß? Komisch.
Weihnachtsgeld? Vergünstigungen? Lohnfortzahlungen als Motivation eine Arbeit anzunehmen? :icon_kinn: Nee, nee! Die Sanktionen sollten der Motivator sein......:icon_twisted: damit wir uns nach jeder Arbeit bücken.^^

LG :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
#6
Das könnte einen unangenehmen (von der Politik gewünschten) Nebeneffekt haben:
Es soll veranschaulicht werden, dass ALG II-abhängig Gemachte ihre 351er nicht wert sind. Sie sind faul, unmotiviert, lustlos...
 

Archibald

Mitarbeiter
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#7
Die Headline ist falsch!
Nachdem ich den Bericht gelesen hatte, schoß mir die richtige Überschrift in den Kopf.


>>Rastatt stellt Missbrauch von 1 Euro Kräften ein!<< und nun zum Wetter...

LG, Archibald
 

Mario Nette

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#8
Seht ihr. Und in Rostock, da reißen sich die Leute um diese Versklavungsjobs, sodass die ARGE dort mittlerweile betont: "Sorry, wir haben kein Geld mehr für Ein-Euro-Jobs"

Mario Nette
 

peter_S

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#9
Bemerkenswert finde ich in dem Artikel auch den Kommentar der ARGE:

Die Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung (ARGE) Rastatt hält den Ausstieg der Stadt Rastatt aus diesem Beschäftigungsprojekt für durchaus folgerichtig und konsequent. "Denn die Ein-Euro-Kräfte sollen ja keine Handlanger für Hausmeister sein, die mit ihrer Arbeit nicht mehr fertig werden", so Arge-Geschäftsführer Joachim Schäfer.
Selten genug das die ARGE das so sieht.

:icon_klatsch:
 

Hotti

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#10
Bemerkenswert finde ich in dem Artikel auch den Kommentar der ARGE:



Selten genug das die ARGE das so sieht.

:icon_klatsch:
Die Aussage der Arge ist sicherlich bemerkenswert. Nur glaube ich nicht an die Ehrlichkeit, und sie werden sich nicht scheuen, die Erwerbslosen woanders in sinnlosen 1 Eurojobs zu verknasten.
 

nicole05

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#11
Hallo,
also hier in Hessen boomt der 1€ Job Markt noch.
Bei der letzten Massenveranstaltung des regionalen Trägers waren 120 !!!! Menschen.
Es gab nicht mal genügend Stühle.
Hat unsere Arge hier mehr Geld als andere?
Nun werden diese 120 Leute nacheinander zum Einzelgespräch geladen und dürfen sich weiter anhören wie toll so ein 1€ Job doch ist.
Auf die Frage : Und, wollen Sie?
Gab es die Antwort: Ich will nicht, aber wenn ich gezwungen werde mache ich es natürlich.
Na was soll ich denn Ihrer Sachbearbeiterin nun schreiben, dasss Sie nicht wollen? Das gibt bestimmt eine Sperre!
Die Antwort:
Ich tue alles wozu ich per Sanktionsandrohung gezwungen werde.
Das ich begeistert bitte, bitte sagen soll, steht in keinem Gesetz.

Mal abwarten was da noch kommt.

Übrigens, bei uns arbeiten die 1€ Leute im Gebrauchtwarenkaufhaus, reinigen Schulen und versorgen diese mit Frühstück ( völlig überteuert für Schüler und schmeckt nicht!) und noch einige tolle Dinge mehr.

Hoffentlich gibt es bald soviele Arbeitslose, dass für 1€ Jobs kein Geld mehr da ist.

Nicole
 

Neo1

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#12
Bemerkenswert finde ich in dem Artikel auch den Kommentar der ARGE:
Bemerkenswert ist lediglich, wie man durch zitieren von einzelnen Passagen die Tatsachen verdrehen kann.

[...Schäfer verweist aber darauf, dass es bei diesen Ein-Euro-Arbeitsangeboten nicht wie bei den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in erster Linie um eine mögliche Weiterbeschäftigung gehe. Den in Ein-Euro-Jobs eingesetzten Personen soll vielmehr ein Angebot zur Heranführung an die bestehenden Arbeitsbedingungen unterbreitet werden, um sie auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten....]
Noch so eine bemerkenswerte Aussage des Herren von der ARGE...
 
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