Randstad möchte Bewerbungsunterlagen 6 Jahre lang speichern

Lulzsec

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wir kommen heute auf Ihre Anfrage vom ****** fristgerecht zurück und bestätigen Ihnen hiermit die Sperrung ihrer personenbezogenen Daten gem. § 35 BDSG n. F..

Die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten gem. Art. 17 DSGVO erfolgt mit Ablauf der durch uns einzuhaltenden gesetzlichen Aufbewahrungsfristen.

Wir speichern Ihre Daten im Zusammenhang mit dieser Löschanfrage aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungsfristen mindestens 6 Jahre, beginnend ab 31.12.2018 auf Grundlage

von § 147 Abs. 1 Nr. 3 AO, § 257 HGB. Nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen erfolgt automatisiert die Löschung ohne dass es hierzu einer erneuten Aufforderung durch Sie bedarf.
Ich glaube nicht das dies zulässig ist. Die Aufbewahrungszeit sollte sechs Monate nicht überschreiten.
Was meint ihr dazu?
 

Fairina

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Randstadt möchte das deshalb machen, weil sie in den Verträgen mit den AG drin stehen haben, daß der ausgeliehene AN für einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren nicht als direkter AN des Betriebes an den er entliehen wurde, arbeiten darf bzw. eine sehr hohe Ablösesumme von Randstadt an den entleihenden Betrieb verlangt wird. Das gilt auch für den Fall, das der AN selbst bei Randstadt oder von Randstadt gekündigt hat/gekündigt würde. Ich nenne das Sklavenhandel. Die Summen kann sich kein normaler Betrieb leisten und so bekommt der AN keine Festanstellung in dem Betrieb. Das ist eine Riesensauerei. Und nicht nur Randstadt macht das so sondern auch anderen. Ein weiteres Schmankerl das uns Clemens noch beschert hat, bevor er seinen Ministerposten verließ und zu Addecco ging.
 

Sprotte

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Was meint ihr dazu?
Ich meine,das du lesen solltest....und zwar das hier : 1Klick und 2KlickKlick...wird dir die eine oder andere Frage beantworten.....

.....nach der Lektüre könntest du latürnich auf die Idee kommen,eventuell...vielleicht , einen Datenschutzbeauftragten um seine Einschätzung dieses Schreibens zu bitten.

Manchmal hat "man" ja das Bedürfniss jemanden zu fragen,der es wissen sollte,besonders,wenn "man" nicht weiss,was genau "man" unter "personenbezogenen Daten" verstehen darf (das würde ich,allerdings,en détail von R. wissen wollen ,aber ICH hab ja auch die etwas trockenen Texte schon gelesen.)...n'est ce pas...:icon_hihi: .
 

HermineL

Super-Moderation
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Erstens geben das die von Randstad genannten § das gar nicht her und zweitens ist
dies eigentlich eindeutig im Bundesdatenschutzgesetz geregelt.
Einer längeren Aufbewahrung als 6 Monate müsste eigentlich der Bewerber explizit zustimmen.
Schau mal unter folgenden Links:
https://www.datenschutz.org/bewerbung/
https://www.haufe.de/compliance/management-praxis/aufbewahrung-wie-lange-duerfen-bewerberdaten-gespeichert-werden_230130_261218.html
https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/die-aufbewahrungsfristen-von-bewerberdaten/
und hier auch in Verbindung mit DSGVO
https://arbeitgeber.careerbuilder.de/blog/datenschutz-im-recruiting
 
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