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Räumungsklage, Amt übernimmt Schulden, Antwort ans Gericht?

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SonnenblumeHH

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Meine Mutter hatte durch unglückliche Umstände privater Natur (das hier jetzt alles zu schreiben, dauert und wäre ihr wohl nicht recht), Mietschulden, nach fristloser Kündigung (der meine Mutter sofort immer widersprochen hat) kam nun eine Klage vom Amtsgericht.
Sie war letzte Woche beim Amt für Wohnungsnotfälle, wo ihr zugesichert wurde, die Mietschulden würden übernommen, und der Sachbearbeiter dort sagte ihr, sie solle dem Gericht so wie dem Anwalt des Vermieters nun schreiben, dass das Amt es übernimmt.
Nun verlangte das Gericht ja, sich als Antwort zu äussern, ob man sich verteidigen möchte und sollte auch eine Begründung nennen. Weil der SB aber sagte, sie solle einfach nur o.g. schreiben, weil das genügt, schrieb sie lediglich Betr. Widerspruch und dann das ihr aufgetragene. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie dies faxen.

Nun bekam sie vom Gericht ein Schreiben, sie müsse das von ihr geschriebene im Original zusenden in 3facher Ausführung. Und es "näher vorzutragen", nur das Wort "Widerspruch" reiche nicht aus.

Meine Mutter ist total verunsichert.
Was soll sie als Begründung schreiben, ist eine Begründung überhaupt notwendig, wenn die Schulden getragen werden? Hat sie etwas falsch gemacht?

Im Schreiben hinten steht ja auch drin
"Die Kündigung wird unwirksam und der Räumungsanspruch entfällt, wenn Sie an den Vermieter bis Ablauf von 2 Monaten nach Zustellung der Klage die fällige Summe zahlen oder sich eine öffentliche Stelle zur Zahlung verpflichtet"

Ich dachte, dann muss man auch keine Begründung mehr schreiben? Ich kenne mich da ja auch nicht aus, und meine Mutter noch viel weniger, wir sind völlig wirr im Kopf und vor Sorge ist von Schlaf keine Rede.

Wie formuliert man am besten die Antwort? Soll man das Wort Widerspruch und Begründung nun völlig fallen lassen oder muss das erwähnt werden...

kann jemand uns/ihr raten?

Vielen Dank im voraus!
 

FrankyBoy

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Na ja, denke das Gericht möchte wissen, wie es zu den Mietschulden gekommen ist und da würde ich einfach die Warheit ausformulieren.

Da das Amt für Wohnungsnotfälle ja die rückständige Miete übernimmt und weiterhin hast du ja geschrieben: Die Kündigung wird unwirksam und der Räumungsanspruch entfällt, wenn Sie an den Vermieter bis Ablauf von 2 Monaten nach Zustellung der Klage die fällige Summe zahlen oder sich eine öffentliche Stelle zur Zahlung verpflichtet - also dont Panik.

Tja, wie formuliert man einen Brief deren inhaltliche Fakten jetzt nicht näher kennt?

Schreibt einfach die Warheit und alles wird gut - jedenfalls stehen die Zeichen dafür sehr gut - weil ich jetzt die Probleme deiner Mutter nicht kenne und du nicht näher darauf eingegangen bist, kann ich dir nicht weiter helfen aber wie bereits beschrieben - plausible Gründe für die Zahlungsschwierigkeiten vortragen.
 

SonnenblumeHH

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Ja, aber der vom Wohnungsnotfälle-Amt hat ihr gesagt, sie solle nicht weiter "darauf rumreiten" und einfach das schreiben, was er ihr gesagt hat, das hat sie ja getan, und nun hat das Gericht so geantwortet :confused:...

(P.S. Danke für's Verschieben, hatte erst jetzt gemerkt, dass es die falsche Rubrik war...)
 

Braeburn1977

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schreibe dem Gericht doch einfach, daß eine öffentliche Stelle bereit ist, die Schulden zu zahlen , nämlich deine aufgesuchte Wohungsnothilfe. Laß Dir von dem Sachbearbeiter dort das ganze schriftlich bescheinigen und lege das als Nachweis ans Gericht bei.


Ihr hättet von Anfang an keinen Widerspruch einlegen sollen, sondern eine Fristverlängerung bis zur Räumung bei Gericht beantragen..

Aber der Richter geht nun irrtümlich davon aus, daß die Räumung scheinbar nicht berechtigt ist, weil ihr eben widersprochen habt. Tja, und nun will er eben wissen, warum in euren Augen ihr im Recht seid und nicht der Vermieter.

Ein Widerspruch ist eben ein Rechtsmittel. Davon habt ihr unwissend (?) Gebrauch gemacht und nun dieses Mißverständnis beim Gericht ausgelöst.

Also, sofort Klarheit herbeiführen und dem Gericht sagen, daß die Stadt einspringt. Dann ist das Gericht spätestens ab Zahlungseingang beim Vermieter auch gar nicht weiter zuständig, weil der Klagegrund - die Schulden- ja wegfällt. Die Klage springt nur solange als "Türstopper" ein, falls die Kohle -von wem auch immer- doch nicht kommt, damit der Vermieter euch aber auch wirklich dann "los wird" wenn es sein muß, dafür mußte er eben aber auch die Klage einlegen - das war halt Vermieter's Rechtsmittelchen - nur daß er ja auch im Recht ist.

Widersprüche einzulegen, wenn man selber was verbockt hat, kommt nie so doll an - gilt ggf. sogar als "juristischer Winkelzug", nur um Zeit zu schinden.. oder bringt sogar in Erklärungsnot, wie nun hier bei Euch. Lernt bitte daraus.

Zeig den Brief vom Gericht am Besten diesem Wohnungsamt. Evtl. antworten die ja auch für dich.

Das erspart weitere Nachfragen durch den Richter :cool:
 
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