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"Radikale Stimmung unter den Arbeitslosen"

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Paolo_Pinkel

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#1
Der Soziologe Klaus Dörre warnt vor einem Wutstau, der in Deutschland ausbrechen könnte.

Herr Dörre, in Frankreich werden Manager in Geiselhaft genommen, in Großbritannien wurden die Fenster des Exchefs der Royal Bank of Scotland eingeschmissen, in den USA gab es Demonstrationen vor den Privathäusern von Bank-Managern. In Deutschland hingegen gibt es zwar viel Empörung, von Gewalt sind die Bürger jedoch offenbar weit entfernt. Warum?

Der Grund ist eine spezifisch deutsche Kultur, die es auch vor der Krise schon gab. Wir haben das in der Vergangenheit beobachtet bei Standortschließungen. Ein Konzern entschied sich für das deutsche Werk, weil er relativ sicher sein konnte, dass hier bis zum Ende gearbeitet wird, dass es keine Sabotage gibt und dass man mit den Betriebsräten verhandeln kann. Man konnte sich also sicher sein, dass die Kollateralschäden bei Standortschließungen in Deutschland relativ gering bleiben werden - anders als in Spanien, Italien oder Frankreich. Es gibt in Deutschland eine lange Tradition, soziale Konflikte in normierten Bahnen ablaufen zu lassen...
"Radikale Stimmung unter den Arbeitslosen" - B2B Deutschland

Gruss

Paolo
 

animas

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#2
man mit den Betriebsräten verhandeln kann.
und die sind meist in der Gewerkschaft organisiert.
Die Gewerkschaften sind vom Kapital gekauft. Anders kann man nicht erklären warum die Funktionäre nicht für die Belange der Arbeiter / innen eintreten.

Die Funktionäre sitzen in Aufsichtsräten und werden dafür gut entlohnt.
Neue Heimat, Coop, Vetter Deutschen bahn usw.... schon vergessen?

IG Metall --- Rüstungsindustrie. Diese Industrie kämpft mit Hilfe der IG Metall gegen die Partei DIE LINKE und alle Friedensinitiativen.

Im Kapitalismus braucht es Gewerkschaften. Aber keine deutsche Gewerkschaften wie wir sie heute haben.

Die Gewerkschaften brauchen den Kapitalismus und darum unterstützen die Funktionäre auch nicht die linken Kräfte. Sie greifen nur Proteste ab und ersticken die Aktiven im Papier.

Schauen wir uns mal die drittklassigen Gewerkschaftsfunktionäre oder Möchtegerns in der Linken an. In Bayern sind sie parteibeherrschend.
Sie wollen ins Parlament weil es um sie selbst geht. Die Menschen sind diesen Personen egal.
Darum auch der nicht vorhandene Elan beim Kampf gegen Hartz IV.

:icon_neutral:
Warum ist das so?
Weil die Bürger keine "Lust" oder keine Zeit haben in den Parteien aktiv zu sein. Sie lassen sich immer wieder frustrieren und ausgrenzen.

Wer nicht handelt wird behandelt.
 

Kaleika

Redaktion

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#3
(...)
Wann ist die Schmerzgrenze erreicht?

Das kann man nicht genau sagen. Noch gab es keine Massenentlassungen. Spätestens im Frühsommer wird jedoch klar sein, dass das Ausmaß der Krise durch Kurzarbeit nicht mehr abzufedern ist. Außerdem gibt es bereits Spaltungen innerhalb der Arbeiterschaft - zwischen den Organisierten und denen ohne Lobby, also den Leiharbeitern. Dieses Maß an Unsicherheit kann sich zu einer ausgesprochen gefährlichen Situation verdichten.

Und dann? Kommt es dann auch in Deutschland zu Gewalttaten?

Das schließe ich nicht aus. Wenn in Deutschland mal Protest ausbricht, dann wird er auch sehr gründlich gemacht. Unter den organisierten Arbeitslosen herrscht bereits sehr radikale Stimmung. Wie die sich entlädt, kann man aber nicht sagen.
(...)
Darauf bin ich aber schon sehr gespannt!
Aber ich schmeiße immer nur mit Worten, mündlich, schriftlich!

Kaleika
 

Peter H.

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#4
Es gibt in Deutschland eine lange Tradition, soziale Konflikte in normierten Bahnen ablaufen zu lassen...
Getreu dem "guten" alten deutschen Motto:

Drum übe Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab...

...Dann segnen Enkel deine Gruft
Und mancher Meister spricht:
Der Kerl war manchmal auch ein Schuft
Jedoch der schlimmste nicht.
 
E

ExitUser

Gast
#5
und die sind meist in der Gewerkschaft organisiert.
Die Gewerkschaften sind vom Kapital gekauft. Anders kann man nicht erklären warum die Funktionäre nicht für die Belange der Arbeiter / innen eintreten.

Die Funktionäre sitzen in Aufsichtsräten und werden dafür gut entlohnt.
Neue Heimat, Coop, Vetter Deutschen bahn usw.... schon vergessen?

IG Metall --- Rüstungsindustrie. Diese Industrie kämpft mit Hilfe der IG Metall gegen die Partei DIE LINKE und alle Friedensinitiativen.

Im Kapitalismus braucht es Gewerkschaften. Aber keine deutsche Gewerkschaften wie wir sie heute haben.

Die Gewerkschaften brauchen den Kapitalismus und darum unterstützen die Funktionäre auch nicht die linken Kräfte. Sie greifen nur Proteste ab und ersticken die Aktiven im Papier.

Schauen wir uns mal die drittklassigen Gewerkschaftsfunktionäre oder Möchtegerns in der Linken an. In Bayern sind sie parteibeherrschend.
Sie wollen ins Parlament weil es um sie selbst geht. Die Menschen sind diesen Personen egal.
Darum auch der nicht vorhandene Elan beim Kampf gegen Hartz IV.

:icon_neutral:
Warum ist das so?
Weil die Bürger keine "Lust" oder keine Zeit haben in den Parteien aktiv zu sein. Sie lassen sich immer wieder frustrieren und ausgrenzen.

Wer nicht handelt wird behandelt.
Wie niedlich.

Wieviele Gewerkschafter, -sekretäre und andere "höhere Gewerkschafter" sind denn in der Linken?

Die Gewerkschaften sind vom Kapital gekauft. Anders kann man nicht erklären warum die Funktionäre nicht für die Belange der Arbeiter / innen eintreten.
Also auch die, die in den Parteien sind, die interessieren sich auch nur für Elos, wenn es im Wahlkrampf Stimmen bringen würde.

Die Gewerkschaften brauchen den Kapitalismus und darum unterstützen die Funktionäre auch nicht die linken Kräfte. Sie greifen nur Proteste ab und ersticken die Aktiven im Papier.
:icon_pfeiff:
 

Bienchen

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#6
Es wird Zeit, dass sich in Deutschland was regt gegen die immer schlimmer
werdende Ausbeutung. Es ist nämlich schon fast nach 12.
Man kann nur hoffen, dass endlich mal was von der Mentalität der Franzosen überschwappt.
Lassen wir uns überraschen. jedoch denke ich, dass sehr viele lieber den Schwanz einziehen und abwarten wollen. Die Menschen haben kein Selbstbewusstsein und keinen starken Willen.
Um dieses zu trainieren wäre eigentlich eine "Weiterbildungsmassnahme" sehr hilfreich. :icon_twisted:
 
E

ExitUser

Gast
#7
Das Problem ist doch, dass in D der gemeine Deutsche seine Wut eher am Nächstschwächeren auslässt als an den Verursachern seines Dilemmas, und sich sehr willig genau zu diesem Denken lenken lässt. So findet er / sie es bspw. unverschämt, dass Asylbewerber jetzt auch als Existenzminimum den gleichen Betrag wie ein deutscher Hartzler, welcher Jahre dafür gearbeitet hat, erhalten sollen - verpennt aber im gleichen Atemzug, dass Hart IV für denjenigen, der hart vorher gearbeitet hat, die Sauerei ist, nicht dass irgendein Mensch das finanzielle Existenzminimum erhält.

LG
Emily
 

FrankyBoy

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#8
Ein Trend, der seit Jahrzehnten anhält ist doch jener, dass selbst für vermeindlich "kleine Delikte" immer härtere Strafen ausgesprochen werden - als ich 1981 ohne Führerschein beim Motoradfahren geblitzt wurde (war damahls 15 Jahre jung) bekam ich 15 Std. Sozialarbeit aufgebrummt - verglichen mit heute geradezu lächerlich - erinnere mich noch daran wie ein Polizist in der "grünen Minna" meinte: "Und was machen wir mit der Geschwindigkeit?" - darauf erwiderte ein älterer Kollege: "Die kannst du vergessen".

immer härtere strafen - Google-Suche

bleibt nur die Frage, warum ein Herr Georg Funke oder Steffan Ortseifen keine bekommt!
 
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