Qualifizierung um jeden Preis

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kuechenmeister

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Guten Tag.
Ich habe nun auch wie so viele in der Gastronomie eine Kündigung erhalten.
Der Arbeitgeber beschäftigt mich nur noch auf Basis 80 Euro für 20 Stunden im Monat weiter um die nötigste Buchhaltung zu machen.
Ich war in diesem Kleinunternehmen 5 Beschäftigte für die Buchhaltung zuständig und auf 401 Euro sv pflichtig eingestellt.
Nun habe ich 200 Euro Arbeitslosengeld 1 plus harz4 und eben diese 80 Euro Einkommen.
Eine Umschulung war schon fällig damit ich lernen soll wie man sich bewirbt
Ich bin 55 Jahre alt, sehr erfahren in meinem Beruf und habe Fachhochschulabschluss Betriebswirt.
Bei dieser Umschulung waren ausschliesslich Menschen ohne jegliche Qualifizierung.
Nun will man mich umschulen auf ein anderes Gebiet als Sachbearbeiter für Bürotätigkeiten.
Dies ist doch eine Qualifizierung nach unten bzw. rückwärts ich bin doch viel höher qualifiziert.
Muss ich diese Umschulung annehmen oder gibt es da gesetzliche Möglichkeiten zu widersprechen.
Vor allen Dingen würde ich ja viel weniger verdienen und mein Nebenjob ist dann auch weg.
Danke
 

Muzel

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Küchenmeister, würdest denn du gern eine Umschulung machen? Welcher Beruf würde dir denn vorschweben? Also eine Qualifizierung "nach unten" würde ich in deinem Alter nicht machen, vor allem, wenn du diesen Beruf nicht willst. Die Qualifizierung hat nämlich erhebliche Nachteile solltest du Eu werden (das wünsche ich keinem).
Ich möchte gern Hebamme werden und habe ein Studium, bin auch schon Ü 50. Das Lernern eines komplett neuen Berufes und dann die Integration ins Berufsleben, dass ist kein Zuckerschlecken. Ich bin am eiern, wenn ich ehrlich bin.
 

kuechenmeister

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Hallo
Danke für die Antwort.
Ich möchte eigentlich keine Umschulung machen, da mir mein Beruf Spass macht.
Natürlich strebe ich auch die Vermittlung in eine Ganztagsbeschäftigung an.
Mir geht es jetzt darum, bevor ich einen Fehler mache, ob mich die ARGE zu einer Umschulung die geringer qualifiziert ist wie meine jetzige Ausbildung zwingen kann.
 
E

ExitUser

Gast
Das Problem dürfte folgendes sein: wenn du ALG II beziehst, ist das Ziel der "Bemühungen" der ARGE die Beendigung bzw. Verminderung der Hilfsbedürftigkeit. Im Regelfall wird eine höher qualifizierte Ausbildung auch bessere Verdienstchancen bieten als eine gering qualifizierte. Nur ist das aber nicht immer so. Es gibt genügend Beispiele (z.B. die bekannten "Orchideenfächer" an der Uni), wo man zwar formal sehr hoch qualifiziert ist, aber der Beruf eine "brotlose Kunst" ist, weil einfach kein Bedarf danach vorhanden ist.

Es gibt keinen Berufsschutz. Man muß also grundsätzlich bereit sein, auch außerhalb seines erlernten Berufes tätig zu sein.

Wenn du diese Umschulung nicht machen willst, kannst du also nur damit argumentieren, daß diese keine realistischen Zukunftschancen eröffnet und auch nicht deinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Zum Beispiel wäre zu fragen, wieviele "Sachbearbeiter für Bürotätigkeiten" denn in deinem Alter gesucht werden oder ob das nicht nur eine Sackgasse ist. Genauso soll das Arbeitsamt "unterwertiger Beschäftigung entgegenwirken", was immer so eine Grundsatzklausel im Einzelfall heißen mag. Am besten machst du konkrete Gegenvorschläge und lehnst den Vorschlag nicht nur rundherum ab.
 

petersbg

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ja, die wollen immer auf büromensch umschulen - was in deinem fall ja eine alternative wäre. (Buchhaltung)

ich bin aber der Meinung, dass du in der Küche mehr chancen hast in dem alter als im Büro. in der küche wird schon eher auf können geachtet, wenn du verstehst ;)
 
R

Rounddancer

Gast
Nun will man mich umschulen auf ein anderes Gebiet als Sachbearbeiter für Bürotätigkeiten.

Naja, wieder mal eine recht sinnlose Umschulung.
Es sei denn, die wollten Dich als Referent einsetzen.
Denn Sachbearbeiter, im Büro, gibts auch zuwenige freie Stellen (ich selbst suche da seit Jahren vergeblich),- und meine PAp sagt, sie sehe die einzige Chance, ins Büro zu kommen, als Bilanzbuchhalter,- das würden noch hin und wieder welche gesucht,- aber oft auch die erstmal nur als Zeitarbeiter.

Vor allen Dingen würde ich ja viel weniger verdienen und mein Nebenjob ist dann auch weg.

das muß nicht sein. guck mal bei KURSNET,- da sind die Kurse und ihre Maßnahmenummern drin.
Da gibts etliche Kurse, auch gerade mit Buchhaltermodulen, etc., auch in Teilzeit.
Dauert dann zwar in etwa kalendarisch die doppelte Zeit, als Vollzeit, aber Unterricht ist da z.B. nur an zwei, drei Nachmittagen und Samstags.

Zu sowas hatte mir meine PAp zugeraten, weil ich ja auch verschiedene ehrenamtl. Aufgaben verrichte, und meine greisen Eltern betreue.


PS: Wie ich erfuhr, hat die BA Nürnberg und das BMAS jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl auch die ARGEn zu einer bundesweiten Bildungsoffensive aufgerufen.
Es sollen vermehrt "Kunden" in Kurz-Weiterbildungen gebracht werden.

===============
Nun, in 2005 hat man dafür viele, viele Menschen in ABM gesteckt,- dann waren sie aus Alg II und der Statistik für ein, zwei Jahre raus,-
jetzt reicht es ja schon, in ner Kurzmaßnahme oder in private Vermittlungs-Sucher-Hände abgegeben worden zu sein, um aus der Statistik zu verschwinden...
 
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