"Qualifizierte AU"

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Mannmannmann

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Hallo liebe Community,

Ich habe eine Frage, die durch googlen und Forumssuche nicht lösen konnte.

Nach längerem Hin und Her mit der hier zuständigen Arge, habe ich einen Mini-Job gefunden, der mir Spaß macht und den ich gerne ausübe. Aufgrund der finanziellen Lage dort ist es leider nicht möglich daraus eine Vollzeitbeschäftigung zu machen, da der Betrieb saisonal bedingt mal so mal so läuft.

Ich habe noch keinen Monat dort gearbeitet, da kam ein Terminbriefchen vom JC, dann der Termin. Dort wurde mir gesagt, ich solle doch gefälligst an einer 3 monatigen Maßnahme teilnehmen, deren Zielführung es ist mich in eine Vollzeitbeschäftigung zu führen. Klingt okay, wird wahrscheinlich den ausgeschriebenen Zielsetzungen nicht gerecht (persönliche, starke Betreuung im Einzelgespräch, Gruppenunterricht, usw.), aber wie gesagt: Klingt okay.
Jetzt überschneidet sich diese Maßnahme nicht nur mit meinem Mini-Job (Maßnahmezeiten: 08:00 Uhr - 15:00 Uhr; MJ-Zeiten: 10:00 - 16:00 Uhr), sondern auch mit der Diagnose meines Arztes.
Dieser hat mich mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall krank geschrieben. Die Krankmeldung habe ich bei meinem Arbeitgeber abgegeben und schließlich bei der Maßnahme selbst.

So weit so gut.

Nachdem ich mit der Maßnahmeleitung abgesprochen hatte, dass ich nur an meinem freien Tag in der Woche zur Maßnahme kommen muss, dachte ich "Gut, so schlimm wird das schon nicht."

Falsch gedacht.


Heute Morgen wurde ich von meiner Firma angerufen, dort sei ein Außendienstmitarbeiter der Arge gewesen, hat nach mir gefragt, großspurig mit seinem Ausweis herumgewedelt und gefragt wo ich sei, was ich mache und so weiter. Die Kollegin hat natürlich darüber keine Auskunft gegeben, aber der Nette Außendienstmitarbeiter faselte wohl etwas von einer "qualifizierten AU", die ich nachreichen müsse, sonst bekäme ich Probleme.

Was soll das alles, was hat das alles zu bedeuten?
Was ist eine qualifizierte AU und warum rennen mir Außendienstmitarbeiter hinterher und suchen mich?
Ist das erlaubt?


Danke für die Hilfe!
Ich bin echt schockiert und fühle mich überwacht. :icon_neutral:
 
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Hallo liebe Community,

Ich habe eine Frage, die durch googlen und Forumssuche nicht lösen konnte.

Nach längerem Hin und Her mit der hier zuständigen Arge, habe ich einen Mini-Job gefunden, der mir Spaß macht und den ich gerne ausübe. Aufgrund der finanziellen Lage dort ist es leider nicht möglich daraus eine Vollzeitbeschäftigung zu machen, da der Betrieb saisonal bedingt mal so mal so läuft.

Ich habe noch keinen Monat dort gearbeitet, da kam ein Terminbriefchen vom JC, dann der Termin. Dort wurde mir gesagt, ich solle doch gefälligst an einer 3 monatigen Maßnahme teilnehmen, deren Zielführung es ist mich in eine Vollzeitbeschäftigung zu führen. Klingt okay, wird wahrscheinlich den ausgeschriebenen Zielsetzungen nicht gerecht (persönliche, starke Betreuung im Einzelgespräch, Gruppenunterricht, usw.), aber wie gesagt: Klingt okay.
Jetzt überschneidet sich diese Maßnahme nicht nur mit meinem Mini-Job (Maßnahmezeiten: 08:00 Uhr - 15:00 Uhr; MJ-Zeiten: 10:00 - 16:00 Uhr), sondern auch mit der Diagnose meines Arztes.
Dieser hat mich mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall krank geschrieben. Die Krankmeldung habe ich bei meinem Arbeitgeber abgegeben und schließlich bei der Maßnahme selbst.

So weit so gut.

Nachdem ich mit der Maßnahmeleitung abgesprochen hatte, dass ich nur an meinem freien Tag in der Woche zur Maßnahme kommen muss, dachte ich "Gut, so schlimm wird das schon nicht."

Falsch gedacht.


Heute Morgen wurde ich von meiner Firma angerufen, dort sei ein Außendienstmitarbeiter der Arge gewesen, hat nach mir gefragt, großspurig mit seinem Ausweis herumgewedelt und gefragt wo ich sei, was ich mache und so weiter. Die Kollegin hat natürlich darüber keine Auskunft gegeben, aber der Nette Außendienstmitarbeiter faselte wohl etwas von einer "qualifizierten AU", die ich nachreichen müsse, sonst bekäme ich Probleme.

Was soll das alles, was hat das alles zu bedeuten?
Was ist eine qualifizierte AU und warum rennen mir Außendienstmitarbeiter hinterher und suchen mich?
Ist das erlaubt?


Danke für die Hilfe!
Ich bin echt schockiert und fühle mich überwacht. :icon_neutral:

Du hast hier 2 Probleme:

1. einen Minijob, der Dich nicht aus dem Leistungsbezug bringt

2. einen Schnüffler des JC
 

Mannmannmann

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Und was heißt das jetzt direkt?

Sollte man nicht glücklich sein, dass ich aus "Eigenbemühung" diesen Job gefunden habe?
Und was soll das mit dem Schnüffler?
 

hartz5

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Wenn Du krank bist, bist Du krank. Es sei denn, Du gehst trotz AU arbeiten und nutzt die AU nur für die Maßnahme...


Ansonsten...wenn das JC was von Dir will, sollen sie sich schriftlich an Dich wenden....Hörensagen beim AG gilt nicht.
 

Mannmannmann

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Muss ich mir Sorgen um diesen "Schnüffler" machen?

Weil ich am Tag nach meiner Krankmeldung noch einmal auf der Arbeit war, alles weitere abklären und ein kurzes Schwätzchen mit der Kollegin halten, während ich auf den Bus gewartet habe. Wenn der mir da hinterher schnüffelt? Heilige Sch... !
 

hartz5

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Muss ich mir Sorgen um diesen "Schnüffler" machen?

Weil ich am Tag nach meiner Krankmeldung noch einmal auf der Arbeit war, alles weitere abklären und ein kurzes Schwätzchen mit der Kollegin halten, während ich auf den Bus gewartet habe. Wenn der mir da hinterher schnüffelt? Heilige Sch... !

Wenn Du nicht bettlägerig bist, kannst Du natürlich Deine AU selbst dort vorbeibringen...Du musst ja auch einkaufen und zum Arzt etc pp.....
Wenn an dem Quatsch was dran ist, dann wirst Du demnächst Post erhlten.
 

Falling Down

Accountproblem bitte Admin informieren.
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Heute Morgen wurde ich von meiner Firma angerufen, dort sei ein Außendienstmitarbeiter der Arge gewesen, hat nach mir gefragt, großspurig mit seinem Ausweis herumgewedelt und gefragt wo ich sei, was ich mache und so weiter.
Ich würde an deiner Stelle eine saftige Beschwerde beim Amt einreichen. Diese schnüffelnde Kanalratte hat keinerlei Befugnis bei Deinem Arbeitgeber aufzukreuzen. Ein eklatanter Verstoß gegen den Sozialdatenschutz. Weiters würde ich den Vorfall dem Bundesdatenschutzbeauftragten schildern. Der hat bestimmt auch eine Meinung dazu. :icon_wink:
 

Couchhartzer

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Ansonsten...wenn das JC was von Dir will, sollen sie sich schriftlich an Dich wenden....Hörensagen beim AG gilt nicht.
Und es war auch schlichtweg ein strafrechtlich relevanter Verstoß gegen den Schutz der Sozialdaten, den Arbeitgeber aufzusuchen und ohne deine vorherige genehmigende Zustimmung zu befragen.
Bei mir hätte so ein SB / Jobcenter jetzt ein Problem mit einer entsprechenden Aufsichtsbeschwerde beim Kundenreaktionsmanagement der BA in Nürnberg und mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten in Bonn am Hals.
 

Rosarot

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Man muss sich im ALG II - Bezug ein wirklich dickes Fell zulegen.
Eine AU ist eine AU. Sollte ich meinen Ärzten sagen, ihre AU sei nicht qualifiziert genug fürs JC, würden die wahrscheinlich ziemlich wütend werden.
Du hast doch hoffentlich nicht in einer EGV unterschrieben, dass du irgendwelche besonderen Attests einreichst, wenn du krank bist?
Wenn nicht, das Ganze erst einmal als dummes Gequatsche eines Wichtigtuers vom JC verbuchen.

Schnüffeleien beim Arbeitgeber, noch dazu bei einer Arbeitskollegin, gehen schon mal gar nicht. Das ist wirklich ein Verstoß gegen den Sozialdatenschutz. Das erfordert m.E. unbedingt eine saftige Beschwerde.
Ist das ein "normales" JC oder eine Optionskommune?
Bei einem "normalen" JC ist der Bundesdatenschutzbeauftragte, bei einem Optionskommunen-JC der Landesdatenschutzbeauftragte zuständig.
 

Mannmannmann

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In meiner EGV steht nichts von "besonderen" Attesten, da steht nur, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zeitnah abzugeben ist, usw.

Dieser Außendienstmitarbeiter scheint meiner Kollegin gegenüber auch angedeutet zu haben, dass er wisse, dass ich das Wochenende (also Samstags) dort gearbeitet habe.
Was nicht einmal mehr stimmt.
Und überhaupt?
Haben die Akten mit Bildern, oder warten diese "Schnüffler" so lange vor meiner Wohnung bis ich rauskomme, um a la Privatdetektiv hinter mir her zu fahren?

Sorry, aber wenn es mir nicht so unheimlich wäre, wäre das fast schon lustig.



Was ist das Jobcenter einer "Optionskommune" ?
 

Rosarot

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Haben die Akten mit Bildern, oder warten diese "Schnüffler" so lange vor meiner Wohnung bis ich rauskomme, um a la Privatdetektiv hinter mir her zu fahren?

Sorry, aber wenn es mir nicht so unheimlich wäre, wäre das fast schon lustig.
Achte doch mal auf "Verfolger". Nimm Fotohandy oder Digicam mit und mach Fotos von ihnen. Da vergeht tatsächlichen "Verfolgern" schnell die Lust.
Denke aber, dass das maßlos übertrieben wäre, wenn die in deinem Fall so vorgehen würden...
Wenn sie Schwarzarbeit vermuten, müssten sie eigentlich den Zoll mit der Ermittlung beauftragen...

Was ist das Jobcenter einer "Optionskommune" ?
In Optionskommunen machen die Kreise und Städte alles selbst ohne die Arbeitsagentur. Die heißen dann Optionskommunen.
Liste der Optionskommunen
 

Mannmannmann

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Schwarzarbeit ist ja nicht mal mehr.
Ich bin ja dort auch angemeldet.
Und arbeite meine Stunden. Arbeite ich mehr, kommt mehr Geld bei raus. Und das sieht die Arge auch auf der Lohnabrechnung, die sie jeden Monat will.

Eine qualifizierte AU ist also eine Art besonderes Attest, das die ahaben wollen, oder wie?
 

Couchhartzer

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Haben die Akten mit Bildern, oder warten diese "Schnüffler" so lange vor meiner Wohnung bis ich rauskomme, um a la Privatdetektiv hinter mir her zu fahren?
Spätestens wenn du so etwas bemerken und mittels vorhandenen Beweisangaben / Zeugen als festgestellt belegen kannst, solltest du Strafanzeige machen, denn das Erste wäre Verletzung des Rechtes am eigenen Bild durch unerlaubte Aufnahmen und das Zweite wäre unerlaubtes Ausspähen des persönlichen Lebensbereiches durch Observation.
Beide Dinge stellen jeweils für sich einen eigenen dann erfüllten Straftatbestand dar.
 

Rosarot

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Schwarzarbeit ist ja nicht mal mehr.
Ich bin ja dort auch angemeldet.
Und arbeite meine Stunden. Arbeite ich mehr, kommt mehr Geld bei raus. Und das sieht die Arge auch auf der Lohnabrechnung, die sie jeden Monat will.
Sagt ja hier auch keiner. Nur, wenn das JC vermutet, dann sollen sie gefälligst die Profis vom Zoll ermitteln lassen...

Eine qualifizierte AU ist also eine Art besonderes Attest, das die ahaben wollen, oder wie?
Das kann dir nur dein JC verraten. Abwarten und :icon_pause:...
Vielleicht kommt ja noch etwas Schriftliches - und nur das ist es wert, darauf zu reagieren, oder es kommt eben nichts mehr, weil sie nur ein bisschen Macht demonstrieren wollten...

Beschwerde nicht vergessen. ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 28343

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Ich würde nicht nur Beschwerde an die genannten Stellen machen, sondern den betreffenden Schnüffler, sofern bekannt, ordentlich zusammen falten... natürlich nur mit Worten. :icon_dampf:
 

Mannmannmann

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Wenn ich etwas dementsprechendes wirklich feststellen sollte, seid ihr zwar nicht die ersten, die das erfahren, aber ihr erfahrt es rechtzeitig. Diese Schnüffelei Gedanken machen mich kirre.

Weswegen ich wegen den Akten mit Bild gefragt habe: Da man ja andeutet, dass man wisse, dass ich gearbeitet habe, wie soll sowas denn gehen ohne Bilder. Die kommen da rein, sehen jungen Mann/junge Frau; sagen "Aha da arbeitet Jemand. Das muss die Zielperson sein, da schreiben wir gleich einen Vermerk."

So ein Mist! Das alles.
Das Problem ist ja, ich würde ja sogar zu der Maßnahme gehen, wenn ich da nicht 7 Stunden sitzen müsste, was bei meinen Rückenschmerzen keine besonders rosige Aussicht ist (Sorry Rosarot :) )
 

Eagle

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Das Problem ist ja, ich würde ja sogar zu der Maßnahme gehen, wenn ich da nicht 7 Stunden sitzen müsste, was bei meinen Rückenschmerzen keine besonders rosige Aussicht ist (Sorry Rosarot :) )


Dann lass Dir von deinen Arzt genau Das attestieren und wenn bei der Maßnahme darauf keine Rücksicht genommen werden kann ist diese für Dich auch schon wieder vorbei - Ganz einfach!

Hast Du die "Abmachung" schriftlich, dass Du nicht zur Maßnahme musst wenn Du zum MJ gehst? Denn nur schriftliches kannst Du nachweisen. Der Massnahmeträger kann nun sagen das wurde nie abgemacht, damit der Träger kein Ärger bekommt, diesen bekommst dann Du.

Was in deiner EGV steht und in den Maßnahmenpapieren, das ist was zählt.

Eine "Qualifizierte AU" gibt es nicht. Entweder nur AU, und dann bist Du AU. Dann gehst Du nicht zur Massnahme und auch nicht zum MJ, da AU. Oder ein Attest, wo steht Du kannst keine 7 Stunden sitzen. Dann würde evtl. die Maßnahme weg sein aber nicht dein MJ.

Hattest Du schon mal eine Amtsärztliche Untersuchung? Falls Nein hätte man Mit Dir gar keine EGV machen dürfen. Merke Dir fürs nächste Mal: Vor Ort, beim Amt, unterschreibt man NICHTS. Alles was DU unterschreibst gilt als freiwillig angenommen. Alles was Du unterschreiben sollst, einpacken und freundlich sagen Du wirst / lässt es Prüfen durch eine Person die davon Ahnung hat. Denn Sie, lieber Sachbearbeiter, haben das nicht.
 
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Hallo liebe Community,

Ich habe eine Frage, die durch googlen und Forumssuche nicht lösen konnte.

Nach längerem Hin und Her mit der hier zuständigen Arge, habe ich einen Mini-Job gefunden, der mir Spaß macht und den ich gerne ausübe. Aufgrund der finanziellen Lage dort ist es leider nicht möglich daraus eine Vollzeitbeschäftigung zu machen, da der Betrieb saisonal bedingt mal so mal so läuft.

Ich habe noch keinen Monat dort gearbeitet, da kam ein Terminbriefchen vom JC, dann der Termin. Dort wurde mir gesagt, ich solle doch gefälligst an einer 3 monatigen Maßnahme teilnehmen, deren Zielführung es ist mich in eine Vollzeitbeschäftigung zu führen. Klingt okay, wird wahrscheinlich den ausgeschriebenen Zielsetzungen nicht gerecht (persönliche, starke Betreuung im Einzelgespräch, Gruppenunterricht, usw.), aber wie gesagt: Klingt okay.
Jetzt überschneidet sich diese Maßnahme nicht nur mit meinem Mini-Job (Maßnahmezeiten: 08:00 Uhr - 15:00 Uhr; MJ-Zeiten: 10:00 - 16:00 Uhr), sondern auch mit der Diagnose meines Arztes.
Dieser hat mich mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall krank geschrieben. Die Krankmeldung habe ich bei meinem Arbeitgeber abgegeben und schließlich bei der Maßnahme selbst.

So weit so gut.

Nachdem ich mit der Maßnahmeleitung abgesprochen hatte, dass ich nur an meinem freien Tag in der Woche zur Maßnahme kommen muss, dachte ich "Gut, so schlimm wird das schon nicht."

Falsch gedacht.


Heute Morgen wurde ich von meiner Firma angerufen, dort sei ein Außendienstmitarbeiter der Arge gewesen, hat nach mir gefragt, großspurig mit seinem Ausweis herumgewedelt und gefragt wo ich sei, was ich mache und so weiter. Die Kollegin hat natürlich darüber keine Auskunft gegeben, aber der Nette Außendienstmitarbeiter faselte wohl etwas von einer "qualifizierten AU", die ich nachreichen müsse, sonst bekäme ich Probleme.

Was soll das alles, was hat das alles zu bedeuten?
Was ist eine qualifizierte AU und warum rennen mir Außendienstmitarbeiter hinterher und suchen mich?
Ist das erlaubt?


Danke für die Hilfe!
Ich bin echt schockiert und fühle mich überwacht. :icon_neutral:

Und da rege sich noch einer über die ehemalige DDR ("Überwachungsstaat) und die Stasi auf!

Die BRD ist aktuell keinen Deut besser. :icon_dampf:
 

jimmy

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Schwarzarbeit ist ja nicht mal mehr.

Ist das etwa der Grund, wieso du einen deiner Asbach Uralt-Nicknamen rauskramst? Sind dich Buchsen voll? Du bist also mal Schwarz arbeiten gegangen, und möchtest nun Wissen, ob Sie dir auflauern können? Unglaublich! :icon_neutral:

Selbstverständlich können Sie an deinem Arbeitsplatz auflauern, und überprüfen, ob die Zeitangaben aus deiner Abrechnung mit den von Ihren Kontrolleuren festgestellten Anwesenheitszeiten übereinstimmen.

Im übrigen bedeutet AU, das du auch nicht auf deiner Arbeitsstelle auftauchst, und dort 'stundenlang mit deiner Kollegin laberst'. Lass derartigen Unsinn, oder das JC verpasst dir einen, und dann ist das Gejaule Groß!
 

Mannmannmann

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Vielen Dank jimmy,

Zumindest für den Hinweis aus die falsche Ausdrucksweise, das war wohl etwas zu sehr geredet wie mir der Mund gewachsen ist.

Ich habe niemals - und habe es auch nicht vor ! - schwarz gearbeitet. Ein Stück weit kann ich von Glück reden, dass ich nie in diese Situation kam.
Dementsprechend habe ich die Hosen auch nicht voll, oder Buchsen, oder wie auch immer...

Der Grund, aus welchem ich diesen von dir nach einem Weinbrand benannten Namen ausgekramt habe, ist, dass ich seit fünf Jahren keine Probleme mit der ARGE hatte, da keine Hilfsbedürftigkeit, ich dementsprechend immer noch ein recht unbeschriebenes Hartz-Blatt bin und momentan die oben genannten Begebenheiten erfahre und mich an dieses Forum erinnerte (dank einem Seitenhieb meines Freundes Google).

Dass die überprüfen wollen ob, wann und wie viel mehr ich arbeite, will ich ja vielleicht noch mal so stehen lassen, wenngleich ich selbst im von dir zitierten Absatz geschrieben habe, dass die Arge von mir auch einen erhöhten Lohn gemeldet bekommt. (Das liegt bei mir zwischen 300 - 400 €) und ich das schließlich auch verrechnet bekomme.

Aber dass die auf meiner Arbeitsstelle auftauchen und nach mir fragen, wo ich bin -usw - das geht zu weit, denke ich.
 
E

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Warum sollte man seine (bei Verdacht auf BS-Vorfall) AU nicht persönlich abgeben können und noch ein Schwätzchen mit Kollegen halten?
Man kann ja bei einer AU auch ein Schwätzchen mit den Nachbarn haben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man arbeitsfähig ist (weiss ja nicht, was Du bei Deiner Arbeit 'körperlich' leisten musst (Sitzleistung anscheinend grad nicht möglich) ).

Nicht jede AU fesselt einen ans Bett, macht aber manche Arbeit unmöglich.
Basta (G.Schröder)

Ich würde mich entspannen, die andere (JobCenter)-Seite, die Dir was unterstellen will ist beweispflichtig - und die haben - nach Deiner Schilderung - KEINEN Beweis, selbst wenn es Fotos über Deine AU-Abgabe und Kollegenschwätzchen an der Bushaltestelle geben sollte! Was beweist das? NIX.
Und wie die Vorschreiber schon sagten: Warte erst mal ab, ob Du was schriftliches vom JC bekommst.
Das kannst Du dann hier einstellen - und Dir wird dann der richtige Weg der Gegenwehr gezeigt werden.
 
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Wenn Du nicht bettlägerig bist, kannst Du natürlich Deine AU selbst dort vorbeibringen...Du musst ja auch einkaufen und zum Arzt etc pp.....

Dem kann ich mich nur anschließen. :icon_klatsch:

Krank geschrieben - was ist erlaubt?

Mit Grippe im Bett und der Kühlschrank ist leer - was nun? Wer krank geschrieben ist, weiß oft nicht, was er machen darf und was nicht. Dabei gibt es eine einfache Regel, so das R+V Infocenter für Sicherheit und Vorsorge: Ein erkrankter Arbeitnehmer muss sich so verhalten, dass er möglichst bald wieder gesund wird. Grundsätzlich ist deshalb alles erlaubt, was die Genesung nicht verzögert oder gefährdet. Wer jedoch gegen den Rat des Arztes handelt, riskiert eine Abmahnung oder - im schlimmsten Fall - sogar die fristlose Kündigung.

"Was ein Patient tun darf und was nicht, hängt von der Krankheit und der individuellen Situation ab", sagt Axel Döhr, Arbeitsrechtler des R+V-Infocenters. Denn nicht jede Krankheit fesselt den Patienten ständig ans Bett. Vor allem gegen Aktivitäten, die die Heilung fördern, können Arbeitgeber und Krankenkasse keine Einwände haben. Im Zweifelsfall rät Döhr, geplante Unternehmungen mit einem Arzt zu besprechen und sich diese schriftlich genehmigen zu lassen.

Die Tipps des R+V-Experten:


  • Einkaufen: Sich mit Lebensmitteln zu versorgen, ist eigentlich immer erlaubt - außer der Arzt hat absolute Bettruhe verordnet.
  • Spazieren gehen: Bewegung an der frischen Luft gilt als heilungsfördernd. Ein Patient sollte darauf allerdings verzichten, wenn der Arzt ihn bis zur Genesung im Bett sehen möchte.
  • Ausgehen: Ein Besuch in Kino, Kneipe oder Restaurant ist vertretbar, wenn der Patient nicht im Bett bleiben muss. Nicht gesundheitsfördernd: Sich mit einer schweren Bronchitis in einer verrauchten Kneipe aufhalten.
  • Verreisen: Mit Gipsbein oder Magengeschwür kann man verreisen, wenn dies den Heilungsprozess nicht beeinträchtigt. Beispielsweise ist ein Urlaub am Toten Meer für einen Neurodermitiker heilsam, während ein Langstreckenflug für Menschen mit Rückenschmerzen zu strapaziös ist. Einer geplanten Reise muss aber derjenige zustimmen, der während der Erkrankung Zahlungen leistet: der Arbeitgeber, wenn noch keine sechs Wochen vergangen sind, die Krankenkasse danach. Wer ohne Genehmigung wegfährt, riskiert die Einstellung der Lohnfortzahlung beziehungsweise des Krankengeldes.
  • Sport: Bei sportlichen Aktivitäten ist es besser, vorher mit dem Arzt zu sprechen. Gezielte Gymnastik kann bei Rückenproblemen die Genesung beschleunigen, Tennis spielen hingegen eher schaden.
  • Arbeiten: Wer krank geschrieben ist, darf seiner Arbeit streng genommen nicht nachgehen - das gefährdet den Versicherungsschutz. Wenn man sich wieder fit fühlt und etwas früher an seinen Arbeitsplatz zurückkehren möchte, sollte man mit seinem Arzt sprechen. Der Arbeitgeber braucht sich hierauf aber nicht einzulassen. Nicht vergessen: Die Krankenkasse über einen früheren Arbeitsbeginn informieren.
  • Nebentätigkeit: Ein erkrankter Mitarbeiter darf seine Nebentätigkeit nur dann fortsetzen, wenn sie den Genesungsprozess nicht verzögert oder gefährdet.
Quelle: Infocenter der R+V Versicherung
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

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Um den Zusatzschrieb zu erhalten, muss SB nur mitteilen was das ist, wer den wie ersttelen darf / wer muss, welche Kosten zulässig sind, und natürlich erst mal einen Vorschuss in Höhe der zu erwartenden kosten auskehren.
SB darf für JC kein Zwangsdarlehen beim Kunden einfordern.
 

Anna B.

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Hallo,

der SB hat m.E. eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die vom Arzt erstellt wurde, zu akzeptieren..nicht mehr und nicht weniger...
die AU-Bescheinigung ist qualifiziert...weil Ärzte AU schreiben dürfen und sonst kein anderer...

wenn ich so ein Schreiben vom Amt bekommen würde, da wäre ich sicherlich fix, um der Ärztekammer und dem Präsidenten der Ärzteschaft eine solche Forderung zukommen zu lassen...
mit der Frage, ob normale AU-Bescheinigungen nicht qualifiziert sind, bzw. ob die Ärzte, die AU_Bescheinigungen ausstellen, eine Extra-prüfung für das JC ablegen müssen?

Was bilden die sich eigentlich ein, fangen an, jeden Tag noch Richtlinien zu erlassen, ohne gesicherte gesetzliche Regelung..
komischer Verein..
 
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