Putins Notruf – und kaum einer hört hin (1 Betrachter)

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Zeitkind

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Kai Ehlers meinte:
Waldai 2016: Unüberhörbar deutlich, und doch im Westen unter dem Getöse des amerikanischen Wahlkampfes nahezu ungehört,
schickte der russische Präsident Wladimir Putin als Hauptredner der dreizehnten Waldai-Konferenz vom Ende Oktober,
die inzwischen als östliches Gegenstück zur Münchner Sicherheitskonferenz gesehen werden muss, einen Notruf in die Welt:
Nichts habe sich seit der letzten Konferenz zum Besseren gewendet,
so leitete er seine Rede ein, tatsächlich, wäre es ehrlicher zu sagen, nichts habe sich geändert.(Quelle:kritisches-netzwerk.de)
Ich habe die Gebührenmedien in den letzten Tagen geflissentlich gemieden und das Getöse über die sogenannte Wahl im Land der unheilbaren Aggressoren lieber hier verfolgt.
Neben dem unerträglichen Geschrei um die Wahl der Marionette blieb aber noch immer ein wenig Platz für antirussische Seitenhiebe:
Zudem könnte sich mehr politischer und militärischer Spielraum für Russland ergeben, wenn sich die USA - wie von Trump angedeutet
- weiter als bereits unter Barack Obama :icon_kratz:aus der Welt zurückziehen würde. (Quelle:Tagesschau.de)
Habe ich da etwas verpaßt? Die USA ziehen sich zurück?
USA weiten geheime Kriege in Afrika aus meinte:
Tag für Tag führen Eliteeinheiten der Vereinigten Staaten von Amerika geheime Einsätze in geschätzt 70 bis 90 Ländern durch.
Laut Turse wurden Sondereinsatzkräfte in einem noch nie gesehenen Ausmaß in 147 Länder geschickt – 75 Prozent der Länder der Welt allein im letzten Jahr.
Das bedeutet einen Zuwachs von 145 Prozent gegenüber den unter der Bush-Adminstration durchgeführten.(Quelle:kritisches-netzwerk.de)
Ich habe darüber geschmunzelt, daß die amerikanische Bevölkerung den geifernden Kriegstreibern einen Strich durch die Rechnung macht,
sofern man dem gewählten Kandidaten Glauben schenken kann - er wird ja an sehr vielen Drähten geführt.

Die Waldai-Konferenz (Valdai-Konferenz) blieb indessen von den westlichen Medien völlig unbeachtet.
Wurde in den Medien nicht regelmäßig offeriert, daß man von russischer Seite Entgegenkommen erwartet?
Wieso hört ihm denn keiner zu?

Wer eigentlich hat denn warum eine so große Angst, daß Putin und Trump Freunde werden könnten? :icon_pfeiff:
 

Shazi

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Ich würde deinen Beitrag gerne ernst nehmen, aber die Quelle, die diese Behauptungen aufstellt ist "kritisches-netzwerk" und spätestens da wird man als "kritischer" Leser vorsichtig.

Aber mit viel Freizeit, liest man es doch bis zum Ende.

Angeboten wurde von Putin die aktive Beteiligung Russlands an der Stabilisierung der internationalen Ordnung durch gezielte gegenseitige Achtung und Stärkung der Souveränität aller Nationen auf Basis des für alle gleichermaßen geltenden Völkerrechtes im Rahmen ihrer Kooperation in der UNO.
Ist bei diesem Satz auch die Souvernität der Ukraine gemeint? Will er sich also vollständig von der Krim zurück ziehen? Und wie ist "Stabilisierung der internationalen Ordnung" zu verstehen? Doch hoffentlich so, dass er fortan keine Waffen und Soldaten mehr nach Donezk schickt.
 

ZynHH

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Und wie ist "Stabilisierung der internationalen Ordnung" zu verstehen?
Vielleicht so, das der Westen nicht mehr aus rein wirtschaftlichen Gründen andere Staaten destabilisiert oder überfällt und dann wirtschaftlich vollständig abhängig macht?
Die USA könnten Guantanamo endlich an Kuba zurückgeben....:wink:
 

Zeitkind

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Ich würde deinen Beitrag gerne ernst nehmen, aber die Quelle, die diese Behauptungen aufstellt ist "kritisches-netzwerk"
und spätestens da wird man als "kritischer" Leser vorsichtig.
Es wäre sehr schön, wenn Du das näher begründen könntest.
Ist bei diesem Satz auch die Souvernität der Ukraine gemeint?
Welche Souveränität meinst Du denn, die der Neofaschisten?
Glaubst Du wirklich, Russland überläßt nach den Erfahrungen des 2. WK das Feld freiwillig den Faschisten?
 

Shazi

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Welche Souveränität meinst Du denn, die der Neofaschisten?
Glaubst Du wirklich, Russland überläßt nach den Erfahrungen des 2. WK das Feld freiwillig den Faschisten?
Die Souveränität des Territoriums der Ukraine. Ganz simpel.
Russland hatte auf der Krim ein "Wohnrecht" und hat sie völkerrechtswidrig besetzt. Russland hat keinerlei Rechte in der Ostukraine und führt dort Krieg.

Solange du diese Fakten nicht akzeptierst, muss ich das nicht weiter ausführen.

Übrigens doppelt amüsant, wenn man sich mal ansieht wieviele rechtsradikale Spinner in der Duma sitzen und wie hoch die Anzahl an fremdenfeindlichen Angriffen und Angriffen auf Homosexuelle in Russland ist und im Vergleich dazu in der Ukraine.
 

Zeitkind

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Ganz simpel. Russland hatte auf der Krim ein "Wohnrecht" und hat sie völkerrechtswidrig besetzt.
Wenn das so einfach wäre.....
Die völkerrechtswidrige Anbindung der Krim an die Ukraine (ohne Sewastopol) bei Nicht-Befragung des Bevölkerungswillens rechtfertigt den Begriff der Zwangsintegrierung in die Ukraine.
Seit der Auflösung der Sowjetunion entzündete sich daran eine permanente und sich stetig zuspitzende Auseinandersetzung, wobei die Krim in wechselhaften Schritten eine Loslösung von der Ukraine und eine Anbindung an die Russische Föderation bei Anerkennung der Eigenstaatlichkeit anstrebte. Es sei hier daran erinnert, daß schon vor 23 Jahren, am 20. Januar 1991, die Krimbevölkerung in einem Referendum für die Errichtung einer Autonomen Republik im Bund der Staaten der Sowjetunion stimmte.

Auch dieser Vorgang verdeutlicht, daß die Krim-Bevölkerung schon seit langem aus der Zwangsintegrierung ausbrechen wollte. 1992 verabschiedete die Krim dann eine Verfassung der Eigenstaatlichkeit. Nach Auflösung der Sowjetunion und auf Druck der Ukraine wurde diese wenig später jedoch wieder zurückgenommen und die Krim dann zur einzigen autonomen Republik im Rahmen des ukrainischen Staates umgewandelt. Der heutige Annexionsvorwurf an Russland ist juristisch-völkerrechtlich gesehen ein zumindest widersprüchliches Thema und rechtfertigt keine einseitige Schuldzuweisung. Dies muß auch in den offiziellen Verlautbarungen deutscher Außenpolitik zum Ausdruck gebracht werden. Man muß sich dazu bekennen, wenn man mit Russland wieder in einen sinnvollen und konstruktiven Dialog treten will.

Allerdings verabschiedete die Ukraine selbst erst im Jahre 1996 eine Verfassung, in deren Art.73 festgelegt wurde,
daß territoriale Veränderungen nur vermittels eines Referendums stattfinden können,
an dem die Gesamtheit der Bevölkerung teilnimmt, auch wenn sie nicht in der betreffenden Region lebt.

Offenbar hat die Ukraine das Referendum für die Unabhängigkeit der Krim und die Anbindung an die Sowjetunion damals nicht anerkannt, obwohl sie elf Monate später, am 1. Dezember 1991, selbst ein eigenes Referendum zur Loslösung von der Sowjetunion durchführte. Daran wird deutlich, daß auch die Ukraine die völkerrechtliche Bedeutung einer Volksabstimmung für eine territoriale Loslösung sehr wohl für sich instrumentalisierte, wenn es ihren Interessen entsprach. Sie mißachtete dabei auch die interne Rechtslage der Sowjetunion. Ihre Unabhängigkeitserklärung und dieses Referendum bedeuteten die größte territoriale Sezession in der Geschichte Osteuropas und die faktische Auflösung der Sowjetunion. Eine Prozedur, die sie heute der Krim-Bevölkerung und der Donbass-Bevölkerung vorwirft und mit bislang über 4.700 (UNO, Dezember 2014) getöteten Zivilisten „bestraft“. (Quelle:kritisches-netzwerk)
 

Shazi

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Nur weil du einen russlandfreundlichen "Experten" zitierst, macht es das nicht richtiger.

Die Krim-Frage war sehr klar geregelt. Mit der einfachen Gleichung "Atomraketen aus der Ukraine raus - dafür bleibt die Krim". Die Ukraine hat diese Auflagen erfüllt, Russland den Vertrag gebrochen.
Auch ein unter Waffengewalt durchgeführtes Referendum bietet hier keine völkerrechtliche Rechtssicherheit.
 
E

ExitUser

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Wie es u.a. zu der Angliederung der Krim an die RF kam,lässt sich in meinen Thread'Wahlen in der Ukraine -Zusammenfassung' seit 2012 hier unter Weltpolitk leicht nachvollziehen..:

Darin wird deutlich, das die westliche Unterstützung für den Maidan+der Ermöglichung des erfolgreichen Putsches Russland veranlasste als strategischen Pivot die Krim unblutig mit Unterstützung der dortigen Bevölkerung einzugliedern.
 
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