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psychsich krank...

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Revolver

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#1
hey geiles forum, hab da ne frage bin psychsich krank, aber nicht schwerbehindert,habe auch keinen behinderten ausweis. steht mir mehr geld zu ?
 

gelibeh

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#2
Nein, auch mit Schwerbehindertenausweis bekommt man nur unter ganz wenigen Umständen mehr Geld.
 

kalle

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#3
Kurz und knapp: NÖ

Mehrbedarf gibt es nur für Schwerbehinderte mit min. 50% und ab G.
Oder wegen besonderer Ernährung, aber da muß man nicht einmal Schwerbehindert sein.
 

Arania

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#6
Das würde mich jetzt auch interessieren, der Satz von Jane Doe ist ja wenig erklärend
 

kalle

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#7
Doch, so stimmt das leider. Den einzigen Mehrbedarf, den man bekommen kann ist der als Schwerbehinderter mit 50 % und G. Und auch nur als erwerbsunfähiges Mitglied der BG.

Alles andere wäre Mehrbedarf wegen Ernährung oder Alleinerziehend.

Es sei denn Du meinst den Mehrbedarf wegen Arbeit. Das sind dann 35 % und nur dann.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten

Beispielsweise kann es sein, daß aufgrund der psychischen Erkrankung erheblich mehr Fahrten beispielsweise zu Ärzten oder Psychologen etc. anfallen, als in der Fahrtkostenkalkulation der ALG II Gelder vorgesehen sind. In dem Fall sollte man unbedingt Antrag auf Übernahme der Fahrtkosten stellen. Da diese Fahrtaufwendungen zwingend notwendig sind stehen die Chancen gut spätestens bei einer Sozialgerichtsklage Recht zu bekommen. Allerdings sollte man unbedingt mit den behandelnden Ärzten reden, damit diese auch die Notwendigkeit bestätigen.

Beim Sozialgericht sollte man falls nötig, um einen vom Gericht gestellten Gutachter bitten. Dieser wird dann einen fallbezogenen Fragebogen an die Ärzte schicken.
 

Arania

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#9
Tritt da nicht eher die Krankenkasse mit einer Härtefallregel ein? Oder anders gefragt: Könnte sie nicht dafür zuständig sein?
 

kalle

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#10
Laut Auskunft der Arge (selbst erlebt) ist dafür die KK zuständig. Geht die Arge nix an, uch wenn die KK nicht zahlt.

KK zahlt nur unter bestimmten Umständen.
 

thomas

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#11
psychisch krank

hallo zusammen,
ich weiß nicht, ob ich mit meiner frage hier richtig bin - andererseits sieht es so aus, als ob dieses forum meine letzte chance ist, mal 'ne vernünftige antwort zu bekommen. also, das problem ist folgendes: ich bin seit vielen jahren psychisch krank (chronische schwerste depressionen usw.). das ist so schlimm, daß es mir einfach nicht mehr möglich ist, wie andere leute arbeiten zu gehen. auch ertrage ich die gegenwart anderer nur sehr begrenzt - glaubt mir, spaß macht das nicht. nun will mein behandelnder therapeut aber in keiner weise an irgend etwas 'ran, das nach erwerbsunfähigkeit aussieht - angbelich kennt er sich mit so etwas nicht aus und kann mir da nicht weiterhelfen.
ich weiß, daß es völlig sinnlos ist, den sachbearbeiterInnen der arge irgend etwas von meinen schwierigkeiten zu erzählen - erstens geht die das nix an und zweitens sind sie ja wohl fachlich damit überfordert. ich weiß echt nicht weiter. ich habe versucht, mich bei diversen einrichtungen (sozialverband etc.) beraten zu lassen, wie ich aus dieser tretmühle rauskomme - vergeblich, keiner weiß irgend etwas. folglich werde ich von der arge weiterhin massiv drangsaliert. obwohl die mir kein einziges angebot machen können, bestehen sie darauf, daß ich aller 6 wochen 10 bewerbungen nachweise. ich bin ein hochqualifizierter akademiker, meine güte, wo soll ich mich denn bewerben - und als was? als bäcker, kraftfahrer, gärtner ...?
ich kann nicht mehr. weiß irgend jemand rat?
mfg
thomas
 

Arania

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#12
Als allererstes würde ich- wenn Dein Fall so liegt wie geschildert- mal den Therapeuten wechseln, das kann Wunder wirken wie ich schon mal in einem Fall bei Bekannten gesehen habe, denn sonst weiß ich nicht warum DEIN Therapeut sich nicht auskennt oder auskennen will
 

kalle

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#13
Hallo Thomas !
Da gibt es mit Sicherheit einige Möglichkeiten.
Hier mal einen Weg, den ich an Deiner Stelle Schritt für Schritt gehen würde.
Deine Ärzte haben ja sicherlich umfangreiche Unterlagen über Deinen Zustand.
Also mußt Du folgendes unternehmen:
1. Du stellst bei Deinem zuständigen Versorgungsamt einen Antrag auf Schwerbehindertenausweis. Dieses kannst Du schriftlich, formlos machen.
Auch für psychische Krankheiten gibt es den Status des Schwerbehinderten. Kann sogear bis Hundert % gehen.
2. Du stellst bei der Arge einen Antrag auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit. Bitte mit in den Antrag hineinschreiben, das Du eine persönliche Untersuchung beantragst. (Dieses auch beim Versorgungsamt).
3. Du stellst bei der Rentenversicherung einen Antrag auf EU Rente. Den Antrag kannst Du selber stellen.

Alle Anträge kannst Du schriftlich formlos stellen. Die schicken Dir dann jeweils noch einen Formularvordruck zu den Du dann ausfüllen mußt.

Wichtig: Stelle die Anträge jetzt. Maßgeblich ist das Datum des Einganges des Antrages.

Wenn Du den Antrag auf Rente gestellt hast und den Überprüfungsantrag, dann sollten die lieben Leute von der Arge Dich in Ruhe lassen.

Es ist zwar ein schwieriger, langwieriger Weg und gerade mit Deiner Krankheit sicherlich nicht einfach, aber m.E. nach der einzige Weg.
Nach dem Motto: Da mußt Du durch.

Viel Glück, und wenn Du noch Fragen hast, dann her damit.

PS: Du kannst für Dein Problem auch einen eigenen Thread aufmachen.

PPS: Arania war schneller mit Schreiben: Auch ich würde Dir den Wechsel des Therapeuten raten. Aber erst nach den ben beschriebenen Wegen. Be den heutigen Wartezeiten wird das sowieso nicht so schnell was. Ein guter Therapeut kann sicherlich was für Deine Gesundheit tun.
 

thomas

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#15
psychisch krank

so, ich noch mal - da es mit meinem therapeuten wirklich nicht ging, habe ich das ganz nun erst mal abgebrochen. der mann hat zugegeben, mit meinen problemen überfordert zu sein - war halt leider nur so ein wald- und wiesenpsychologe, der meinte, alles würde gut, wenn man nur drüber redet ... :dampf:
nun steh ich aber dumm da, denn bis ich da jemand anders gefunden habe (und die kk einer behandlung/therapie zustimmt) steh ich sozusagen im wald und die rehlein sagen du zu mir ...
wenn ich die von euch (nochmal danke!!) gemachten vorschläge befolge (was ich vorhabe), dann sehe ich im augenblick das problem, daß da niemand ist, der entsprechende gutachten etc. verfassen kann, die ich wo auch immer in die ganze sache einbringen könnte.
wie schwer man einen termin bei psycho-docs bekommt, ist wohl hinlänglich bekannt ...
der größte spaß aber ist, daß die arge gar keine atellenangebote für mich hat - und trotzdem ständig von mir haufenweise nachweise über "eigenbemühungen" fordert, also von mir zehn bewerbungsnachweise aller sechs wochen haben will. erstens geht das ins geld (und die hiesige arge tut alles, um bewerbungskosten NICHT ersetzen zu müssen!), zweitens weiß ich nicht mehr, wo ich mich noch bewerben soll - ich bin, wie gesagt, ein doch etwas spezialisierter akademiker, und drittens KANN ich einfach nicht mehr (und schon gar nicht arbeiten gehen, auch wenn das furchtbar blöd klingt und von jemandem, der nicht unter chronischen, massivsten depris leidet, wohl auch kaum verstanden werden wird.)
seit einiger zeit gerate ich da sowohl im freundeskreis, in der familie als auch bei der arge zunehmend unter rechtfertigungsdruck - das gibt mir den rest. so langsam geht mir das alles unheimlich auf den zeiger ... :motz:
sorry, daß ich mich hier so ausgelassen habe.
mfg
thomas
 

kalle

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#16
Hallo Thomas !
Schön wenn wir Dir helfen können.
Du brauchst aber auch keine Angst haben, wenn Gutachten erforderlich werden muß Dein bisheriger Therapeut diese erstellen, auch wenn er nicht mehr Dein Therapeut ist. Es geh ja um die zurückliegenden behandlungen.
Und wenn Du die obigen Dinge durchführst, dann kannst Du bei der Arge "neu verhandeln". ;) Dann müssen die ämlich die veränderte Sachlage berücksichtigen. Dann können die nicht mehr so einfach wie sie wollen.
 

Frank2

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#17
kalle sagte :
Doch, so stimmt das leider. Den einzigen Mehrbedarf, den man bekommen kann ist der als Schwerbehinderter mit 50 % und G. Und auch nur als erwerbsunfähiges Mitglied der BG.
Zumindest nach SGB XII kann man auch diverse individuelle Mehrbedarfe bekommen.
Meine Frau bekommt doppeltes Bekleidungsgeld (seit 2005 umgerechnet auf den Monat) und
monatlich 25,- Euro Stromkostenzuschlag wg. Laden des E-Rollis und häufiger Waschmaschinennutzung

Das ist doch schon was.
mfg
Frank
 

kalle

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#18
Das ist wohl richtig. Aber nur nach SGB XII.
Dann bist Du erwerbsunfähig und dann steht Dir neben den 17 % auch andere Mehrbedarfe zu.

Aber als AlgII- Empfänger oder Mitglied einer AlgII-BG steht Dir eben fast nur das obige zu.
Und der Bezug von SGBXII- Leistungen ist für SGBII Empfänger fast gänzlich ausgeschlossen
 

Spride66

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#19
Antwort für Thomas!!!

Hallo aus Hamburg,
viele haben ja schon was geschrieben , sehe aber, das du noch unter Druck stehst!! Geh erstmal zu Deinem Hausarzt oder such Dir nen Neurologen am besten mit Psychiatrie Erfahrung!! Dann schilderst Du dem das Problem mit Deiner Depression usw. wichtig is das Du alle Deine Symptome schilderst!!! Dann lässt Du Dich krank schreiben!!!! Gaaaanz wichtig für die Anträge!! Dann lässt Dich die Arge erstmal in Ruhe und Du kannst Dich erstmal um deinen Kram kümmern!!

Die Suche nach Therapeuten hat erstmal Zeit, da hilft Dir auch die Krankenkasse, es gibt (je nach Stadt ) ein Zentrum(Balint usw. KK fragen) die Dir erstmal in Krisenzeiten zu Seite stehen!!!!
Dann sagst Du Deinem Arzt( Ärzte) Du musst die Anträge stellen aus den angegebene Gründen der Krankheit!! Gleichzeitig trittst du dem VDK ein!!! im internet is die Page!!! Die helfen dir mit allen was mit EU und Schwerbehinderten zu tun hat!!!!

so, dann kannst erstmal warten(3-4 Monate) die Zeit kannst du nutzen, dich weiterhin krankschreiben zu lassen und Therapie anzufangen, besprich mit deinem Arzt oder im Beratungsinstitut welche Therapie die richtige ist und was für ein Ziel du hast, nicht immer hilft reden evtl. Verhaltens oder andere Therapie. Es kann sein, das man Dich erstmal zur Kur schickt, auch gut...........nutze alles was die Dir anbieten!! Auch mit ner Ablehnung kannst du rechnen, dafür ist aber der VDK für dich da!!!

Es heisst immer das es nervenzerreissen ist, stimmt man braucht Geduld aber wenn Du erstmal Krank geschrieben bist und Dich die Arge in Ruhe lässt, dann lass die Zeit für Dich arbeiten und konzentrier dich auf deine neue Therapie und geniess den Sommer, mehr kannst du dann nicht machen!! geh auchmal in das "psychosomatik Homepage des ""Angstnetz.de""" da hast du alle Antworten auf viele Fragen!

Viel Glück! 8)
 

thomas

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#20
psychisch krank

an euch alle: DAAAAAAAANKKEEEEEEE!!!!!! :daumen: :daumen:
MfG
Thomas
 

mo

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#21
hallo thomas,

habe jetzt den thread nur überflogen, aber hinsichtlich der thematik würde ich folgendes empfehlen:

ein gutachten sollte erstens unbedingt von einem facharzt/-ärztin für psychiatrie und neurologie verfasst sein, und nicht von einem psychotherapeuten (der könnte ergänzend was verfassen). wäre sowieso ein naheliegender schritt, bei solch krassen depressionen zweigleisig zu fahren, kann ich aus eigener erfahrung nur empfehlen. das problem, eine/n psychiater/in zu finden, wo du dich aufgehoben fühlst, ähnelt dabei dem problem, einen passenden therapeuten zu finden - es gibt wirklich bei beiden berufsgruppen auch schwer inkompetente leute, bei denen ich mich frage, wer zum teufel die auf die menschheit losgelassen hat. aber vielleicht kennst du leute in deinem umfeld, die dir jemanden empfehlen können? wenn nicht, würde ich auch ruhig bei selbsthilfegruppen in deiner nähe nachfragen.

ich würde dir die arztsuche unbedingt vor einem eventuellen antrag beim amt bzw. einem kontakt mit den zuständigen amtsärzten empfehlen - das bietet dir nicht nur sicherheit, sondern nötigenfalls auch eine professionellen "beistand" für den fall, dass die amtsärztliche seite irgendwelche krummen dinger versucht. dazu werden fachärztliche aussagen bei den ämtern "schwerer" gewichtet als "nur" therapeutische.

wünsche dir viel glück,
gruß mo
 

The_Vulcan

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#22
Ist jemand der Psychisch Krank ist überhaupt ALG2 berechtigt (dem Arbeitsmakt verfügbar) ?

Ich selber war über 1 Jahr in Psychotheraphie....


Aber habe dadurch auch eher feststellen müsen das die Gesellschaft Psychisch Krank ist und ich einfach zu normal.

Das Deprimiert einen auch eher noch mehr....
 

gelibeh

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#23
Vulcan so pauschal kann man das nicht sagen. Ich hab einige Jahre Psychotherapie auf dem Buckel. Bin aber meiner Meinung nach in begrenzten Maße auch für den ersten Arbeitsmarkt geeignet. Kommt eben auf den Job und die Arbeitszeit an. Hab jetzt einen Minijob mit 11,5h die Woche und das klappt gut, da alles für mich passt. Aber wo gibt es schon solche Jobs, die für jemanden passend sind?
 

The_Vulcan

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#24
Ja 40-90h/woche finde ich auch physisch&Psychich sehr belastend.

Das ideal wäre eigentlich
8h Schlaf
6h Arbeit + 2h Fahrzeit (5 Tage/Woche)
8h Freizeit.
=24h

Man arbeitet ja um zu Leben, wenn man aber mehr arbeitet als Lebt kehrt sich das ganze um.
Meine letzte Stelle war ehr so verteilt

7h Schlaf
9h Arbeit + 2,5h Fahrzeit (6 Tage/Woche)
5,5h Freizeit

Ich kenne aber Leute bei denen das gravierender aussieht (12h/Tag 5Tage/Woche).

Und Jobs die für jemanden passend sind die sid wirklich schwer zu finden...
Das Problem ist aber, durch den Druckzwang eine Stelle zu suchen & Anzunehmen die einem auch nicht unbedingt zusagt, nimmt man denjenigen diese Stelle weg welche sich genau dafür interessieren (Wenn der Bauarbeiter im Verkauf landet und der Verkäufer aufm Bau sozusagen) Das macht die Leute psychisch zusätzlich fertig.

Ein bekannter von mir schaltet absolut auf Ignore wenn man über ein Thema redet was seine Arbeit btrifft weil er davon so wenig wie möglich hören will...
 

gelibeh

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#25
Ich hab einen Schwerbehindertenausweis und schon deshalb schaut man bei mir schon etwas genauer hin, was ich machen kann. Dann hatte ich einen Untersuchungstermin bei der ARGE-Ärztin wegen Erwerbsfähigkeit. Da kommt eine wöchentliche Stundenzahl von max 20 bei raus. Das würde ich mir auch zutrauen. Im Moment lieg ich drunter, aber besser als Nix.

Ich hab bis zum Jahr 2000 8Stunden täglich gearbeitet, dann noch 3Stunden Fahrzeit(Hin/Rück) gehabt. Einkaufen, Haushalt und danach war ich platt. Da der Job auch immer stressiger wurde bin ich dann im September 2000 mit Panikatacken zusammengeklappt. Ich tut mir den Stress auf sicher nicht mehr an.
 

The_Vulcan

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#26
Soviel zum Thema Arbeitslosigkeit macht Krank ;)

Das kann Arbeit genauso gut machen wie man sieht!


Ich sage immer... würde man die vorhandene Arbeit auf die Menschen verteilen wäre die Lebensqualität besser... leider müssen stattdessen alle ÜBerstunden schieben und sollen immer länger arbeiten... totaler schwachsinn!

Mein Vater hatte auch ALG2 bekommen.... hatte dann noch nen Nervenzusammenbruch... naja er war schwerer Diabetiker und dem Alkohol nicht abgeneigt und starb nun auch vor etwa einem Jahr...

Ich mache den Gesellschaftlichen druck auf Arbeitslose mit dafür verantwortlich...
 
E

ExitUser

Gast
#27
Arania sagte :
Tritt da nicht eher die Krankenkasse mit einer Härtefallregel ein? Oder anders gefragt: Könnte sie nicht dafür zuständig sein?
Krankenkasse sagt: Gesetzgeber ist schuld, daß sie solche Kosten nicht übernehmen dürfen, ARGE sagt dasselbe.

Da bleibt nur klagen!

Grß aus Ludwigsburg
 

thomas

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#28
psychisch krank - keine chance

So, ich habe mich nun lange und sehr, sehr ausführlich beraten lassen von einem richtig guten Anwalt, der sich mit derlei Dingen sehr gut auskennt.
Das Ergebnis war ernüchternd und wieder mal sehr, sehr deprimierend.
Es gibt zwei Möglichkeiten, aus dem ganzen Trott der ARGE (=Erwerbsfähiger Arbeitsloser) herauszukommen, wenn man nicht mehr arbeiten KANN:
Die erste Möglichkeit ist die Verrentung. Mein Anwalt erzählte mir aus seiner täglichen Praxis, daß es zunehmend schwerer ist, sich da durchzusetzen. Er habe den strikten Eindruck, daß auch auf diesem gebiet massive Einsparungen vorgenommen werden - zulasten der Erwerbsunfähigen.
Die zweite Möglichkeit ist die "Ausgliederung" oder "Aussteuerung", wodurch man in der Sozialhilfe landet.
Ich habe mir nun durch ihn anhören müssen, welche Standpunkte die Ämter (vulgo der Staat) verteten: die genannten Möglichkeiten werden vor allem von Leuten in Anspruch genommen, die ein recht elendes Leben führen - Alkohol, Drogen, wenig bis keine Bildung ...
Nun sollte ich mir folgendes vorstellen: da komme ich, ein Kerl wie ein Baum, in gepflegter Kleidung, in der Lage mich auszudrücken ... mit einem Uni-Diplom ... und erzähle den zuständigen Amtsärzten etwas von enormen psychischen Problemen.
Die lachen mich aus, meinte er - wenn sie sich dadurch auch ins Unrecht setzten.
Suizidversuche? Mehrere sogar? Tja, da diese nicht erfolgreich waren, kann man sie kaum als ernstgemeint verstehen ... da soll sicher nur etwas erpreßt werden!
Außerdem: der Kerl (also ich) ist gerade mal vierzig Jahre alt - und das ist nach gängiger Auffassung VIEL zu jung für "so etwas"!!
Es spielt also kaum eine Rolle, ob mein Therapeut da anderer Meinung ist als die entsprechenden Amtsärzte - letztere bestimmen über das Prozedere und dessen Ausgang. Wenn man da an die "richtigen" gerät, wird einem sogar eine "Borderline-Persönlichkeit" bescheinigt: im Fachjargon der Amtsärzte ein Synonym für "faules, drückebergerisches Schwein - Simulant eben ..."
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf ...
Merke: wenn du nicht reich bist, mußt du es eben hinnehmen, daß andere über dein Leben bestimmen.
Die einzige Freiheit, die dir noch bleibt, wenn du nicht in Würde leben darfst ist es, in Würde zu gehen.
Thomas
 

kalle

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#29
Also, ganz so schlimm wie Dein Anwalt s darstellt ist es ja zum Glück nicht.
Du hast ja Unterlagen. Gehe auch zu anderen Ärzten.
Und dann lass Deine Erwerbsfähigkeit überprüfen. Es gibt auch gute Ärzte bei den Argen.
Auch Menschen die Gesund und kräftig aussehen können sehr krank sein.
Also, nicht unterkriegen lassen.
 
E

ExitUser

Gast
#30
Re: psychisch krank - keine chance

thomas sagte :
So, ich habe mich nun lange und sehr, sehr ausführlich beraten lassen von einem richtig guten Anwalt, woher weißt du, daß es ein richtig guter Anwalt ist? der sich mit derlei Dingen sehr gut auskennt.
Das Ergebnis war ernüchternd und wieder mal sehr, sehr deprimierend.
Es gibt zwei Möglichkeiten, aus dem ganzen Trott der ARGE (=Erwerbsfähiger Arbeitsloser) herauszukommen, wenn man nicht mehr arbeiten KANN:
Die erste Möglichkeit ist die Verrentung. Mein Anwalt erzählte mir aus seiner täglichen Praxis, daß es zunehmend schwerer ist, stimmt sich da durchzusetzen. Er habe den strikten Eindruck, daß auch auf diesem gebiet massive Einsparungen vorgenommen werden - zulasten der Erwerbsunfähigen. Trotzdem würd ich das versuchen, wenn du meinst, daß es eine Alternative ist
Die zweite Möglichkeit ist die "Ausgliederung" oder "Aussteuerung", wodurch man in der Sozialhilfe landet. RichtigIch habe mir nun durch ihn anhören müssen, welche Standpunkte die Ämter (vulgo der Staat) verteten: die genannten Möglichkeiten werden vor allem von Leuten in Anspruch genommen, die ein recht elendes Leben führen - Alkohol, Drogen, wenig bis keine Bildung ...
Nun sollte ich mir folgendes vorstellen: da komme ich, ein Kerl wie ein Baum, in gepflegter Kleidung, in der Lage mich auszudrücken ... mit einem Uni-Diplom ... und erzähle den zuständigen Amtsärzten etwas von enormen psychischen Problemen.
Die lachen mich aus, meinte er - wenn sie sich dadurch auch ins Unrecht setzten. Dann laß sie lachen - du weißt, daß sie unfähig snd!Suizidversuche? Mehrere sogar? Tja, da diese nicht erfolgreich waren, kann man sie kaum als ernstgemeint verstehen ... da soll sicher nur etwas erpreßt werden! Sollen sie glauben was sie wollen... juckts dich?Außerdem: der Kerl (also ich) ist gerade mal vierzig Jahre alt - und das ist nach gängiger Auffassung VIEL zu jung für "so etwas"!! Da haben sie allerdings recht... am gesundheitszustand könnte ich noch was ändern...Es spielt also kaum eine Rolle, ob mein Therapeut da anderer Meinung ist als die entsprechenden Amtsärzte - letztere bestimmen über das Prozedere und dessen Ausgang. Falsch!
Wenn man da an die "richtigen" gerät, wird einem sogar eine "Borderline-Persönlichkeit" bescheinigt: im Fachjargon der Amtsärzte ein Synonym für "faules, drückebergerisches Schwein - Simulant eben ..." auch falsch - Boerline ist eine ernstzunehmende Krankheit, auch wenn manche anders denkenWeil nicht sein kann, was nicht sein darf ...
Merke: wenn du nicht reich bist, mußt du es eben hinnehmen, daß andere über dein Leben bestimmen. Merke: wenn du so denkst, hast du schon verloren!Die einzige Freiheit, die dir noch bleibt, wenn du nicht in Würde leben darfst ist es, in Würde zu gehen. Nein, du hast noch die Freiheit zu kämpfen!Thomas
 
E

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#31
The_Vulcan sagte :
Ich mache den Gesellschaftlichen druck auf Arbeitslose mit dafür verantwortlich...
Zu recht: einer alleine ist nie schuld... und Druck hält nicht jeder aus!

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

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#32
Arania sagte :
Als allererstes würde ich- wenn Dein Fall so liegt wie geschildert- mal den Therapeuten wechseln, das kann Wunder wirken wie ich schon mal in einem Fall bei Bekannten gesehen habe, denn sonst weiß ich nicht warum DEIN Therapeut sich nicht auskennt oder auskennen will
UNSINN!! Ein Therapeut darf ihn gar nicht arbeitsunfähig schreiben- er darf nicht einmal Medikamente verschreiben.

Dafür ist der Psychiater da- und befugt.
 
E

ExitUser

Gast
#33
Irisanna sagte :
UNSINN!! Ein Therapeut darf ihn gar nicht arbeitsunfähig schreiben- er darf nicht einmal Medikamente verschreiben.

Dafür ist der Psychiater da- und befugt.
Muß dir schon wieder zustimmen :) Dieses Mal liegt Arania total falsch...

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

ExitUser

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#34
Ludwigsburg sagte :
Irisanna sagte :
UNSINN!! Ein Therapeut darf ihn gar nicht arbeitsunfähig schreiben- er darf nicht einmal Medikamente verschreiben.

Dafür ist der Psychiater da- und befugt.
Muß dir schon wieder zustimmen :) Dieses Mal liegt Arania total falsch...

Gruß aus Ludwigsburg
Sollte man nicht vorher fragen, ob der Therapeut eventuell eine Zulassung als Arzt irgendeiner Fachrichtung hat und dadurch sehr wohl arbeitsunfähig schreiben kann? Das soll es nämlich auch geben. ;)
 
E

ExitUser

Gast
#35
Tinkalla sagte :
Sollte man nicht vorher fragen, ob der Therapeut eventuell eine Zulassung als Arzt irgendeiner Fachrichtung hat und dadurch sehr wohl arbeitsunfähig schreiben kann? Das soll es nämlich auch geben. ;)
Was soll denn das für ein Arzt sein - außer einem Psychiater? Zumindest, wenn seinen Gutachten Gewicht beigemessen werden soll?

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#36
Irisanna sagte :
Arania sagte :
Als allererstes würde ich- wenn Dein Fall so liegt wie geschildert- mal den Therapeuten wechseln, das kann Wunder wirken wie ich schon mal in einem Fall bei Bekannten gesehen habe, denn sonst weiß ich nicht warum DEIN Therapeut sich nicht auskennt oder auskennen will
UNSINN!! Ein Therapeut darf ihn gar nicht arbeitsunfähig schreiben- er darf nicht einmal Medikamente verschreiben.

Dafür ist der Psychiater da- und befugt.
Habe ich irgendwo geschrieben, das der Therapeut Medikamente verschreiben soll?

HM, also auch noch Fachwissen in Psychologie und Psychiatrie?

Bitte nicht immer etwas in meine Aussagen hineinlegen, was da nicht steht, ich habe nur geschrieben das der Therapeut eventuell mal gewechselt werden sollte, wenn er nicht richtig helfen kann oder will

Und Ludwigsburg:

Wenn Therapeuten keine Gutachten anfertigen dürften die Gewicht haben, dann hätten wir nicht soviele bei den Gerichtsverfahren, übrigens damit keine Missverständnisse entstehen, dies erlebe ich sehr oft vor Gericht
 
E

ExitUser

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#37
Arania sagte :
Irisanna sagte :
Arania sagte :
Als allererstes würde ich- wenn Dein Fall so liegt wie geschildert- mal den Therapeuten wechseln, das kann Wunder wirken wie ich schon mal in einem Fall bei Bekannten gesehen habe, denn sonst weiß ich nicht warum DEIN Therapeut sich nicht auskennt oder auskennen will
UNSINN!! Ein Therapeut darf ihn gar nicht arbeitsunfähig schreiben- er darf nicht einmal Medikamente verschreiben.

Dafür ist der Psychiater da- und befugt.
Habe ich irgendwo geschrieben, das der Therapeut Medikamente verschreiben soll?

HM, also auch noch Fachwissen in Psychologie und Psychiatrie?

Bitte nicht immer etwas in meine Aussagen hineinlegen, was da nicht steht, ich habe nur geschrieben das der Therapeut eventuell mal gewechselt werden sollte, wenn er nicht richtig helfen kann oder will

Und Ludwigsburg:

Wenn Therapeuten keine Gutachten anfertigen dürften daß sie das nicht dürfen hab ich nicht gesagt....die Gewicht haben, ich sagte, ein Gutachten eines Therapeuten hat nicht soviel Gewicht wie das eines Psychiaters des med. Dienstes...dann hätten wir nicht soviele bei den Gerichtsverfahren, übrigens damit keine Missverständnisse entstehen, dies erlebe ich sehr oft vor Gericht
Ich weiß nur, daß mein Mann einen Therapeuten hatte, und zum Krankschreiben, und nur dafür, zum Psychiater mußte. Das dürfe der Therapeut nicht, wurde uns gesagt. Und nur der Psychiater hat sich mit der Arge auseinandergesetzt...
und deshalb hab ich Irisanna recht gegeben.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Irisanna

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#38
Arania, schau dir im Netz die Berufsbilder des Therapeuten und des Psychiaters an. Ein Therapeut DARF NICHT arbeitsunfähig schreiben- dazu fehlt ihm die Kompetenz. Und eben um die Frage der Arbeitsunfähigkeit ging es. Er darf auch keine Medikamente verschreiben- dazu fehlt ihm die Kompetenz. Er darf auch keine vor Gericht verwertbaren Gutachten schreiben- dafür fehlt ihm die Kompetenz. Außer er ist ZUDEM Psychiater, Psychologe.
Das zu wissen ist natürlich auch Bestandteil meines Studiums.

:p

Es macht keinen Sinn, mit dir zu diskutieren- du hast lediglich Spaß daran, dich mit anderen anzulegen und Verwirrung für die User zu stiften... was hast du eigentlich davon? Irgendwie fällst du immer wieder auf. :pfeiff:
 

kalle

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#39
Nun sind wir vom eigentlichen Thema zu einer Diskussion gekommen was ein Therapeut darf und was nicht. Ob dieses sehr hilfreich für den Thomas oder andere Hilfesuchende, das mag ich zu bezweifeln wagen.

Beibt doch bitte immer beim Thema. :hug:
 

Arania

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#41
Kalle sorry aber wenn hier immer irgendetwas gesagt wird was ich nicht geschrieben habe ist es einfach zum :uebel:

Irisanna ich gehe auf Dich nicht mehr ein, Du legst mir Sachen in den MUnd-oder in den Thread die nirgendwo stehen, das scheint Dir Spaß zu machen. :dampf:
 

Irisanna

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#42
Ich habe dich wörtlich(!) zitiert! Sonst gar nichts!!!!
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. :p
 

Bienchen

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#43
Ich habe mich soeben mal hier durchgelesen.
Was Thomas geschrieben hat, trifft wirklich fast alleszu, wie ich es aus eigener Erfahrung weiß.

Ich bin seit 22 Jahren psychisch krank. Vor 2 Jahren habe ich ( 47 Jahre) auf Anraten meiner Fachärztin Rente beantragt. Sie hat mich auch so lange krank geschrieben, bis ich ausgesteuert war. Allerdings habe ich bis jetzt meine Rente noch nicht durch. Der erste Gutachter stellt fest, dass ich gesund bin. Die zweite Gutachterin schrieb, ich bin ein bissel krank. Die dritte Gutachterin (vom Sozialgericht) stellte fest, dass ich stark chronisch krank bin. Ich darf keine Arbeit machen unter Stress, brauche viel Pausen, fehle oft am Arbeitplatz wegen Krankschreibung. Jedoch kann ich mindestens 6 Stunden arbeiten gehen. Genau diese 6 Stunden sind es, wo keine Rente gezahlt werden muss. Dass ich noch nicht einmal die Möglichkeit habe, zur Arbeitsstelle zu gelangen (kann weder Bus noch Bahn fahren) interessiert hier gar nicht. Jetzt muss ich erst einmal zur Kur. Meine Fachärztin riet jedoch davon ab, da es mein Krankheitsbild noch weiter verschlechtert. aber die wollen eben ihr Recht durchsetzen.
Geplant sind 6 wochen. Nur weiß ich genau, dass ich gut bin, wenn ich 1 - 2 Wochen dort durchhalte.

Es geht wie immer nur ums Geld. Ein in der Politik arbeitender ( mitte 30) wurde sofort in Rente geschrieben, da er den Stress nicht mehr aushalten kann. Ist auch kein Wunder, da diese Rente vom Steuerzahler gezahlt wird. Reicht mal das Geld nicht mehr aus, so wird wieder was erhöht opder erfunden. Wurde vorigen Jahres im Fernsehen und im Rundfunk gebracht. auch wurden in der Politik tätige Personen ohne jegliche Krankheit in Rente geschrieben, da sie Stellen abbauen wollten. Alles im Fernsehen gesehen, ist allerdings schon ca. 2 Jahre her.

Ich habe auch an den Petitionsausschuss geschreiben. Die warten natürlich wieder mal auf Antwort von der BfA. Und das kann dauern. Die sind nicht so schnell.

Es hilft nur durchhalten und immer wieder hoffen!!!
 

Irisanna

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#44
Oh je, Bienchen, das hört sich traurig an. :(

Das Problem bei psychischen Erkrankungen ist sicherlich auch, dass manche diese gar nicht als Krankheit anerkennen wollen.... frei nach dem Motto "alles dran", also gesund.
Wirst du sozusagen gezwungen, an einer Kur teil zu nehmen, oder machst du das auf gänzlich freiwilliger Basis?
 

Bienchen

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#45
Freiwillig mache ich diese Kur nicht. Auch meine Fachärztin hat schon der BfA geschrieben, dass sie von einer Kur abrät, da sich mein Gesundheitszustand durch die Kur verschlechtert.
Aber wen interessiert es.
In einer Woche muss ich "antreten". Bin jetzt schon total nervös und fix und fertig. Ich kann nur hoffen, dass ich wenigstens dort erst einmal ankomme. In dem Zustand, wo ich mich zur Zeit befinde, ist auch eine Autofahrt nicht so einfach.
Wenn die mir bescheinigen, dass ich nicht therapierbar bin, ist alles überstanden. Darauf wird es auch hinaus laufen, da ich sehr viel Schwierigkeit habe, mich in anderen Orten bzw. Umgebungen aufzuhalten. Sobald ich meine Heimat wieder erreicht habe, geht es mir besser.
Man wird als Simulant hingestellt. Ich wäre auch lieber gesund, würde denen von der BfA auch meine Krankheit schenken. Da denken sie bestimmt dann anders darüber.
 
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