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psychosomatische Reha beantragen

evelyn62

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nachdem ich jetzt in immer kürzeren Abständen meinen Job verlor und mir das vor allem psychisch zuschaffen macht will ich was grundlegendes tun, damit es mir wieder besser geht. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich meine Arbeitsstellen auf Grund meine psychischen Zustandes immer wieder selbst versemmle. Ich bin ausgebrannt, auch auf Grund der Arbeitsbedingungen und privater Probleme. Auf die Dauer bin ich nicht mehr arbeitsfähig, wenn das so weitergeht.

Ich habe mit meinem HA gesprochen, der mir Therapie empfahl. Nachdem ich nun erfolglos sämtliche Therapeuten in meiner näheren und weiteren Umgebung angerufen und angemailt habe und mir Absagen im zweistelligen Bereich zugekommen sind, habe ich mich in meiner Verzweiflung an den sozialpsychiatrischen Dienst gewandt.
Die waren ganz nett da. Empfohlen wurde mir neben der weiteren Suche nach Therapeuten auch die Beantragung einer psychosomatischen Reha. das Antragsverfahren soll über meinen Hausarzt laufen. Der sagt mir, kein Problem, bringen sie mir einen Antrag, wir füllen den zusammen aus und dann werden wir sehen.

Nun bin ich schon das ganze WE auf der Suche nach so einem verdammten Antragsformular. Ich find nix, was auf mein Situation passen würde. Ich war nicht im Krankenhaus, hab also keinen Anspruch auf Anschlussheilbehandlung. Ich wurde auch nicht ambulant behandelt, weil ich ja keinen Therapeuten finde. Andere Anträge scheint es nirgends zu geben. Oder es wird danach gefragt, ob ich alleine essen und auf die Toilette gehen kann. Und natürlich immer wieder der Hinweis, dass erst alle ambulanten massnahmen ausgeschöpft sein müssen, bevor man in die Klinik darf. das kann sich bei mir ja nur noch um Jahrzehnte handeln, bis ich einen Therapeuten gefunden habe.
Antrag auf medizinische Leistungen zur Anschlussrehabilitation und Rehabilitation
Deswegen frag ich hier. Hat schon jemand mal eine Psychosomatische Reha gemacht? Sicherlich. Wo gibts die Anträge, wie sehen die aus? Bei wem beantragt man das, bei der KK oder bei der DRV? Irgendwo habe ich gelesen, dass man sich sogar die Klinik aussuchen kann. Hätte ich schon mal. Aber wo schreibt man das hin?
 
G

Gast1

Gast
Deswegen frag ich hier. Hat schon jemand mal eine Psychosomatische Reha gemacht? Sicherlich.
Ich zum Beispiel. Es gibt wahrscheinlich noch andere User mit so einer Erfahrung.

Allerdings war ich schon in meiner 3. Therapie, als ich den Antrag auf so eine Reha stellte. Und ich war krankgeschrieben, als ich ihn stellte. Den Antrag bekam ich von meiner Krankenkasse (genauer gesagt: von einer Firma, die meine KK für Fälle wie mich beauftragt hatte, natürlich nur mit meiner Einstimmung habe ich mich durch die Firma beraten lassen). Mit dem Antrag bin ich dann zu einem Psychiater, den ich vorher noch nie gesehen hatte. Nach 10 Minuten Gespräch meinte er, OK, ich fülle den aus. Und dann wurde mir die psychosomatische Reha bewilligt durch die DRV.

Wo gibts die Anträge, wie sehen die aus?
Wie die aussehen? Ich weiß es nicht mehr.

Bei wem beantragt man das, bei der KK oder bei der DRV?
Rufe doch einfach mal beide an. Deine KK und die DRV.

Irgendwo habe ich gelesen, dass man sich sogar die Klinik aussuchen kann. Hätte ich schon mal. Aber wo schreibt man das hin?
Ich konnte sie mir nicht aussuchen, die Klinik. Irgendwann kam der Bewilligungsbescheid der DRV, und da stand drin, dass ich von ... bis ... in Klinik so und so meine Reha mache. Und dann bin ich dorthin. War in Ordnung dort.
 

Rübennase

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Ich bin damals zur Caritas gegangen. Die haben das alles für mich in die Hand genommen und beantragt. Klink wurde vorgeschlagen und man sollte sich die anschauen fahren ob die für einen ok ist. Falls nicht wird eine andere gesucht. Ich würde einfach mal bei denen anrufen und einen Beratungstermin vereinbaren.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe 2007 eine psychosomatische Reha gemacht. Den Antrag habe ich von der LVA bekommen. Einfach anrufen die schicken den dann umgehend. 2007 hat man mir richtig gut geholfen. Das war in Manderscheid.

Letztes Jahr habe ich wieder eine beantragt weil es mir erheblich schlechter ging als in 2007. Bewilligt wurde eine ambulante Reha. Das wäre jeden Tag eine Stunde Fahrt hin und auch zurück gewesen. Schon der Gedanke daran hat mich runtergezogen. Mir ging es so schlecht, dass ich mich auf die Warteliste der Tagesklinik habe setzen lassen.
Nach 3 Wochen Wartezeit war ich dort 2 Monate. Andere hatten sogar noch mehr Glück und mussten nur 1 Woche warten. Im Nachhinein muss ich sagen das war auf jeden Fall der bessere Weg. Die Reha hatte ich abgesagt. Dort wäre mir mit Sicherheit nicht so gut geholfen worden wie in der TK.

Der Nachteil an einer Reha ist, dass Du in der Regel als arbeitsfähig entlassen wirst. Dies hatte ich schon mal bei einer Reha wegen Rückenproblemen. Obwohl ich nicht arbeitsfähig war. In dem Abschlussbericht standen Dinge drin die ich bei den Untersuchungen nicht angegeben habe.

Im Abschlussbericht der TK stand ganz klar drin, dass ich bei der Entlassung nicht arbeitsfähig war. Ich bin überzeugt davon, dass dies in einem Abschlussbericht der Reha aber gestanden hätte.

Ich hatte auch einen verständnisvollen SB beim JC. Er kannte meine Situation und hat das Ganze befürwortet. Hat mich auch in keine Massnahme gesteckt sondern meinte "bringen sie erstmal ihre Psyche in Ordnung"

Ich kenne Deine Situation aber vielleicht wäre dieser Weg sinnvoller. Bevor ich nochmal eine Reha beantrage würde ich das wieder machen
 

Lilastern

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@evelyn62

Ist bei dir der Kostenträger die DRV in Berlin?

Dann kannst du dir doch die Formulare auch Downladen. Aber bei der Krankenkasse oder direkt von der Rentenkasse bekommt man sie auch zugeschickt.

Hast du auch schon an eine Tagesklinik gedacht, wenn du keinen Termin bei einem Therapeuten bekommst?

Weil wie du schon schreibst, müssen erst alle Ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft sein, bevor man dir eine stationäre Reha bewilligt.
 

roland55

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Hi,
versuche es mit einer Tagesklinik die evtl. an eine Klinik angeschlossen ist , hatt damit auch gute Erfahrungen

gruss

roland55
 

gelibeh

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Ich war in einer Akutklinik. Meine Ärztin hatte mir eine empfohlen, die habe ich angeschrieben und die haben mir die Unterlagen zugesandt. Dann habe ich die mit der Ärztin zusammen ausgefüllt. Meiner Meinung nach, habe ich dann eine normale Krankenhauseinweisung bekommen. In der Akutklinik waren auch Leute von der DRV, der einzige Unterschied war, dass die Einzelzimmer hatten.
 

Ollunddoll

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Ich habe einen Reha-Antrag von der KK genommen und dort eingereicht. Da diese sich nicht zuständig fühlte, haben sie ihn an die DRV weitergeleitet und ich bin dann mit DRV als Kostenträger in einer entsprechenden Klinik gewesen.

2x in St.Blasien (Schwarzwald)
1x in Isny-Neutrauchburg

Wobei ich nicht weiss, ob Isny doch psychosomatische Klinik ist.
 

evelyn62

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Tagesklinik habe ich auch schon dran gedacht. Aber da ist auch kein rankommen. Es gibt nicht mal eine Warteliste. Die einzige Möglichkeit wäre, wenn ich akut in die Psychiatrie eingewiesen würde. Aber da müsste ich schon mit Selbstmordabsichten irgendwo eingesammelt werden. Und soweit ist es noch nicht.
Aber diese Antragssucherei zieht mich gerade ziemlich runter.
 

Lilastern

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evelyn62;
Aber diese Antragssucherei zieht mich gerade ziemlich runter.
Deutsche Rentenversicherung - Formulare & Anträge

Hast du dir schon von deiner Krankenkasse eine Liste mit Therapeuten aushändigen lassen.

Es ist aber normal dass man bei den Therapeuten nicht sofort einen Termin bekommt. Die Wartezeit ist oft 4 bis 6 Monate.

Im Telefonbuch oder auch in den gelben Seiten sind längst nicht alle eingetragen.

In der Uniklinik bekommst du meistens schneller einen Platz in der Tagesklinik wenn es dein entsprechender Facharzt dringend macht.
 
E

ExitUser

Gast
Die einzige Möglichkeit wäre, wenn ich akut in die Psychiatrie eingewiesen würde.
Als ich in der TK war wurde uns mehrfach gesagt, dass man auch von sich aus in die Ambulanz gehen könnte wenn es einem nicht gut geht. Dann wird man Dich auf die Station aufnehmen und von dort danach direkt in die TK. Mir wurde auch gesagt ich sollte vorbeikommen wenn es mir nicht gut geht während ich auf den Platz in der TK warte.

Du musst also nicht mit Selbstmordabsichten "aufgesammelt" werden sondern einfach dahin gehen und denen sagen, dass es Dir überhaupt nicht gut geht. Wenn die keinen Platz frei haben besorgt Dir die Klinik einen in einer anderen.
 

evelyn62

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*hmpf*
Irgendwie verstehen wir ubs gerade falsch. Ich will nicht akut in die örtliche Psychiatrie. Dort gehöre ich m. E. nicht hin. Zunal mir das nicht helfen würde, wenn ich einmal in der Woche 15 min mit einem Arzt sprechen darf und ansonsten in meinem Zimmer vor mich hindämmere oder mir die Zeit mit häkeln vertreibe. Das kann ich auch prima zu Hause.
Ich will für einige Zeit weg von zu Hause, intensiv Therapie und Anwendungen wahrnehmen und mir vor allem das Kurheim selbst aussuchen. Wenn sich jemand das Bein gebrochen hat darf er das doch auch?
Es muss doch jemand wissen wie man da rankommt. Welchen Antrag man dafür braucht. Der, den ich oben verlinkt habe kann es doch nicht sein.
 

Lilastern

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@evelyn62

Spreche doch deinen Hausarzt auf die Reha an. Wenn er dir diese Reha auch beantragen kann, dann händigt er dir ein Formular aus. Mit diesem Formular gehst du zu deiner Krankenkasse. Die Krankenkasse füllt das Formular aus, das dir dein Arzt mitgegeben hat. Dieses ausgefüllte Formular bekommt dein Hausarzt wieder zurück.

Du bekommst dann von der Krankenkasse die richtigen Fragebögen ausgehändigt.
Einen Teil für dich und einen Teil für den Arzt und die Krankenkasse fühlt ihren Teil gleich aus.

Vom Arzt brauchst du diesen Befundbericht.

Wenn alles komplett ist, dann würde ich das persönlich zur Deutschen Rentenversicherung selber schicken. Alles weitere wird dir dann von der Rentenversicherung mitgeteilt.



G100, G110, G115, G160, G161.
 

gelibeh

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Asklepios Hamburg-Rissen hat eine, Curtius-Klinik Bad Malente war ich, eventuell hat Bad Bramfeld eine
 

Anna B.

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Hallo,

dein HA muß sich kümmern...er muß für dich Muster 60...das ist ein Antragsformular für eine "stationäre Maßnahme"...ausfüllen...das geht an die KK und die entscheiden dann, wer Kostenträger ist..

vermutlich wird es die DRV sein..die KK schickt dir dann einen ganz normalen REHA-Antrag zu ....

und dann schauen die bei der DRV auf die beigefügten Befundberichte vom beh. Arzt und werden dann die richtige REHA-Klinik raussuchen..

du selber kannst auch diverse Kliniken raussuchen und kannst die als deine Wunschklinik mit angeben.

ganz einfach eigentlich...
 

Doppeloma

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Hallo evelyn62,

du schreibst ganz oben, dass du "ausgebrannt bist", dich zumindest so fühlst und glaubst ernsthaft, dass dir eine psychosomatische Reha in einer DRV-Klinik da raus helfen könnte ???

Irgendwie verstehen wir ubs gerade falsch. Ich will nicht akut in die örtliche Psychiatrie. Dort gehöre ich m. E. nicht hin.
Das mag schon sein aber zwischen Psychiatrie (akute Notfallbehandlung) und Reha-Klinik (Stabilisierung nach ausreichender und möglichst erfolgreicher Behandlung) liegen trotzdem noch irgendwie "Welten", die du nicht einfach überspringen kannst.

Sicher ist es sehr schwierig da die richtigen Wege und Behandlungsmöglichkeiten zu finden, du solltest auch mal über Facharztbehandlung nachdenken, nicht für Alles im Leben ist der Hausarzt ausreichend qualifiziert ... :icon_kinn:

Unsere Hausärztin ist sehr gut und umfassend informiert und qualifiziert, trotzdem war sie sichtlich "erleichtert", als ich sie selber um die Überweisung zum Psychiater gebeten habe, sie fühlte sich wohl mit meinen Problemen langsam etwas überfordert ... :confused:

Vorschläge zu psychosomatischer Akut-Klinik und anschließender TK sind gar nicht so verkehrt, lass dich nicht von Wartezeiten schrecken, wende dich (z.B.) an die UPD (unabhängige Patientenberatung), wenn man dir da nicht richtig weiterhilft seitens deiner KK ...

https://www.unabhaengige-patientenberatung.de/startseite.html

Die sollten ja auch daran interessiert sein, dass du möglichst schnell gut versorgt und behandelt wirst ... eine DRV-Reha-Klinik ist dafür nicht vorgesehen, dort kommt man üblicherweise nur hin wenn man fast wieder in den Arbeitsprozess zurück kann.

Zunal mir das nicht helfen würde, wenn ich einmal in der Woche 15 min mit einem Arzt sprechen darf und ansonsten in meinem Zimmer vor mich hindämmere oder mir die Zeit mit häkeln vertreibe. Das kann ich auch prima zu Hause.
Dann bleibe besser zu Hause, ich war 6 Wochen in psychosomatischer Reha, genau so wie du es beschreibst (und befürchtest) ist es dort gelaufen ... es hat auch Niemanden gestört, wenn ich mich zwischen den festen Terminen auf meinem Zimmer verkrochen habe ... was stellst du dir also vor ???

Man hat einen "Bezugstherapeuten" und bei dem 1 - 2 Gespräche die Woche (wenn er nicht gerade krank ist), ehe man da "warm" geworden ist sind die vorgesehenen 45 Minuten vorbei und ob man mit dem "warm wird" ist auch nicht sicher...

Dann gibt es noch Gruppentherapien. wo jeder so seine Problem vor den Anderen (8 -10) Patienten ausbreiten soll, ist auch nicht Jedermanns Sache, zudem wurde auch "Selbsthilfe-Gruppe" geübt, ohne therapeutische Anleitung ... Teilnahme überall Pflicht ...

Außerdem Ergotherapie, also "basteln /stricken" oder "Konzentrationsübungen", die eigentlich eher nicht angebracht sind bei BurnOut, aber wen interessiert das schon, das "Allheilmittel" Sport mehrfach die Woche, darf man natürlich auch nicht zu kurz kommen lassen ...

Ich will für einige Zeit weg von zu Hause, intensiv Therapie und Anwendungen wahrnehmen und mir vor allem das Kurheim selbst aussuchen.
Was für Therapien und Anwendungen stellst du dir da vor für deine Psyche ... "Entspannungstherapien" werden noch angeboten, mich hat das eher genervt, weil die Ersten Teilnehmer der Gruppe schon nach wenigen Minuten anfingen zu schnarchen ...

Wie willst du dir das (wirklich) richtige Kur-Heim aussuchen, das geht nur, wenn du die KUR auch selber bezahlen kannst, was man früher mal als reine "Erholungskur" kannte, gibt es inzwischen von KK oder DRV nur noch für Schwangere oder als Mutter-/Vater-/Kind-Kur ...

Ansonsten soll jede medizinische Reha nur (noch) dem Ziel dienen, die volle Erwerbsfähigkeit/Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen und dafür ist überwiegend die DRV zuständig, denn die will ja besonders die "Frühberentungen" wegen Erwerbsminderung vermeiden damit.

Wenn sich jemand das Bein gebrochen hat darf er das doch auch?
Wie kommst du denn darauf, wegen eines gebrochenen Beines bekommt heute keiner mehr ein Kur bewilligt, bei komplizierten Brüchen kann es sein, dass eine Reha angebracht wäre, aber nicht bevor das Bein eingegipst wurde und der Bruch soweit verheilt ist, dass eine Stabilisierung/ Bewegungstraining durch eine Reha auch Sinn ergibt.

Der entsprechende Antrag auf eine DRV-Reha wurde dir ja schon verlinkt, was Anderes gibt es da nicht, denn für Erwerbsfähige ist regulär meist die DRV zuständig und nicht die KK wenn es um Reha-Maßnahmen geht ...

Die KK zahlt so was erst wieder für (Dauer-) Rentner, weil sie hofft damit frühzeitige Pflegebedürftigkeit verhindern zu können.
Dann gibt es sogar die Möglichkeit sich die Kur-Klinik aus entsprechenden Katalogen auszusuchen und die KK übernimmt dann einen Teil der Therapien und Anwendungen, die man dort bekommen/buchen kann.

Ich wünsche dir gute Besserung, nach meiner Reha musste mein Psychiater mit der Behandlung/Therapie von vorne anfangen und inzwischen bekomme ich EM-Rente auf Dauer ... geholfen hat es mir also nicht ... aus dem Erschöpfungszustand wieder heraus zu kommen ...

MfG Doppeloma
 

dallith

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Ich muss Doppeloma voll und ganz recht geben.
Genau wie sie es beschrieb. lief meine psychosomatische Reha wegen Burnout ab. Geholfen hat es mir überhaupt nicht, mir ging es danach viel schlechter, das zeigte sogar der Befindlichkeitstest an, den die Klinik am Anfang und Ende der Reha macht.
 

maday

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Auch ich schließe mich an Doppelomas Zeilen in allen Punkten an. Eine REHA ist erst angebracht, wenn man psychisch schon wieder stabil ist und einige Belastungen aushält.

Mein Therapeut am Wohnort hat mir nach 8 Wochen Reha schriftlich bestätigt, dass ich aus der REHA mit einem Therapieschaden gekommen bin. Er hat fast ein ganzes Jahr benötigt, dass er wieder mit mir da anfangen konnte zu arbeiten, wo wir vor der REHA aufgehört hatten.
 

evelyn62

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Das Problem ist ja, dass ich ausser meinem Hausarzt und dem soialpsychiatrischen Dienst keinen Ansprechpartner habe.
Mein Hausarzt hat mir ne Überweisung zur Psychotherapie geschrieben. Das finde ich auch schon merkwürdig, normalerweise kenne ich das aus meinen früheren Erfahrungen in Berlin, dass man erst zum Psychiater muss, der einen untersucht, festlegt was da helfen könnte und dann erst eine Überweisung schreibt. Mit der begibt man sich dann auf Therapeutensuche.
Das Problem hier ist ja, dass es zwar einige Psychiater gibt, man aber nicht dran kommt. Entweder man wird schon am Telefon abgewimmelt oder spätestens von den Sprechstundenhilfen. Oder noch besser, es gibt erst gar keinen Empfang, "Sprechstunden nach Vereinbarung", die Tür ist immer zu und ans Telefon geht nur der Anrufbeantworter mit dem Hinweis, neue Patienten nehme man nicht dran.
In meiner Verzweiflung war ich dann beim soialpsychiatrischen Dienst. Dort hat man mir empfohlen über meinen Hausarzt eine psychosomatische Reha zu beantragen. Ich mein, das machen die ja nicht aus Jux und Dollerei.
Ich habe mir jetzt von der Seite der DRV den Antrag G100 und G110 runtergeladen, der sieht mir schon brauchbar aus. Den nehme ich jetzt mit zum HA, zusammen mit dem komischen Antrag, den ich von der AOK gefunden habe. Mal sehen, was wir damit anfangen können.
 

Anna B.

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Das Muster 60 hat der Arzt in seinen Praxissoftware...das kann er direkt am PC ausfüllen und ausdrucken...

aber überlege dir das gut....

ich würde auf jeden Fall mir schriftliche Notizen machen, bei wie vielen Therapeuten du angerufen hast, was die Antwort war und nach 10 erfolglosen Anrufen würde ich zu meiner KK gehen und dort um Hilfe bitten..die müssen dir einen Therapeuten besorgen und wenn es ein privater ist...

besprich die Angelegenheit noch einmal mit deiner kK...
 
E

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@gila hatte hier doch mal einen Thread zum Thema Psychotherapeutensuche. wenn die erfolglos ist, kann man doch auch zu einem ohne Kassenzulassung.
vielleicht wäre das eine Möglichkeit, wenn die mit Kassenzulassung eine zu lange Wartezeit haben.
oder die kassenärztliche Vereinigung, die haben auch Listen von Therapeuten, die freie Plätze haben.
 

evelyn62

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ich würde auf jeden Fall mir schriftliche Notizen machen, bei wie vielen Therapeuten du angerufen hast, was die Antwort war und nach 10 erfolglosen Anrufen würde ich zu meiner KK gehen und dort um Hilfe bitten..die müssen dir einen Therapeuten besorgen und wenn es ein privater ist...
Hab ich schon gemacht. Ich hab mir eine Liste angelegt, darauf stehen in etwa 50 Therapeuten die hier in Frage kämen. Die habe ich alle angerufen bzw. angemailt, insoweit möglich. 4 Absagen per mail habe ich schon, der Rest hat sich nicht gemeldet.
Das Problem sind ja auch die Psychiater, zwecks Diagnose. An die ist kein Rankommen. Mein HA tappt im Dunkeln.
Zusätzlich habe ich noch den ÄD der AfA im Nacken, die wollen mich einladen. BZW. Schweigepflichtserklärungen von allen behandelnden Ärzten. Da hätte ich nur den Hausarzt und einen Orthopäden. Da ich keinen Psychiater habe, kann ich den auch nicht von der Schweigepflicht entbinden. Ich will aber auch nicht zu einem von denen beauftragten Psychiater geschickt werden. Der schreibt mich vollschichtig arbeitsfähig ab morgen.
Das schiebe ich im Moment noch ein bisschen vor mir her. Ich hab das Zeug erstmal in die Ecke geschmissen und hoffe, dass die mich erstmal vergessen.
besprich die Angelegenheit noch einmal mit deiner kK...
Problem ist, dass meine KK nicht hier um die Ecke ist. AOK Niedersachsen ist nicht zuständig für mich, weil ich immer noch in Berlin versichert bin.
Ach allet Sch....
 

Anna B.

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der ÄD der Afa kann dich nicht arbeitsfähig schreiben...

der kann nur feststellen, ob deine Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist...

erwerbsunfähig und arbeitsunfähig sind zwei unterschiedliche Schuhe...

die Arbeitsunfähigkeit kann nur der MDk (KK-Gutachter) aufheben....
und das Gutachten erstellt er dann im Auftrag des JC, welches die KK beauftragt.

also...Gutachter ÄD, JC, Afa...da geht es nur um die Minderung der Erwerbsfähigkeit...

im übrigen kann auch die AOK Niedersachsen dich beraten..das ist kein Problem..!!
 

evelyn62

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übrigen kann auch die AOK Niedersachsen dich beraten..das ist kein Problem..!!
Wollen die nicht. Die nehmen noch nicht mal meine Krankenscheine in Empfang. Sind sie nicht zuständig. Ich muss die jedesmal selbst mit der Post nach Berlin schicken.
 
E

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Eine stationäre Psychotherapie wäre hier vielleicht das Mittel der Wahl.

Die sollte mindestens drei kann aber durchaus auch mal sechs Monate dauern. Leider werden heute eher kürzere Behandlungszeiten genehmigt, was die schon geschilderten Probleme aufwirft.

Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein (Diagnose, Indikation). Das kann dein Psychiater oder Nervenarzt dir alles genauer erklären. Den brauchst du. Ein Hausarzt kann so etwas nicht verordnen.
 

Doppeloma

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Hallo evelyn62,

Das Problem ist ja, dass ich ausser meinem Hausarzt und dem soialpsychiatrischen Dienst keinen Ansprechpartner habe.
der sozialpsychiatrische Dienst deiner KK ???
Die arbeiten auch nur im Interesse der KK und da wundert es mich nicht, wenn man dir "wärmstens" eine DRV-Reha ans Herz legt, denn das kostet ja die KK kein Geld ...

Meine Reha damals musste ich auch "auf Wunsch der KK" antreten, ansonsten hätte man mein Krankengeld eingestellt ... ob das schon angebracht war nach 4 Monaten AU hat die gar nicht interessiert ... immerhin zahlt ja während der Reha die DRV Übergangsgeld ...

Trotz "positivem" Verlauf der Reha (jedenfalls lt. Bericht) wurde ich weiterhin AU (auf unbestimmte Zeit) dort entlassen und die KK musste dann leider weiter zahlen bis zur Aussteuerung, denn arbeitsfähig wurde ich nicht mehr ... :icon_neutral:

Mein Hausarzt hat mir ne Überweisung zur Psychotherapie geschrieben. Das finde ich auch schon merkwürdig, normalerweise kenne ich das aus meinen früheren Erfahrungen in Berlin, dass man erst zum Psychiater muss, der einen untersucht, festlegt was da helfen könnte und dann erst eine Überweisung schreibt.
Das meine ich ja mit meinem Hinweis oben, zunächst muss es mal eine klare (möglichst fachärztliche) Diagnose geben, nicht für jedes psychische Problem ist die gleiche Therapie-Form richtig ... schon von den KK werden 3 verschiedene Arten bezahlt, also muss ja erst mal der Facharzt feststellen was davon dir helfen könnte ... :icon_kinn:

Das Problem hier ist ja, dass es zwar einige Psychiater gibt, man aber nicht dran kommt. Entweder man wird schon am Telefon abgewimmelt oder spätestens von den Sprechstundenhilfen. Oder noch besser, es gibt erst gar keinen Empfang, "Sprechstunden nach Vereinbarung", die Tür ist immer zu und ans Telefon geht nur der Anrufbeantworter mit dem Hinweis, neue Patienten nehme man nicht dran.
Dann wende dich doch bitte mit diesen Problemen mal an die UPD und/oder an die zuständige Ärztekammer, das ist so nicht in Ordnung, du hast ja sicher die Namen der betreffenden Ärzte aufgeschrieben ... :icon_kinn:

In meiner nächsten Umgebung (Berliner Umland) gab es genau ZWEI Psychiater, die haben wirklich beide reichlich zu tun ... meine Hausärztin hat mir dann den einen besonders empfohlen und nach einer Woche hatte ich da bereits den ersten Termin (man hat auch am Telefon nicht versucht mich abzuwimmeln) ...

Man hat mich nur darauf aufmerksam gemacht, dass es extrem lange dauern könnte bis ich dran komme, es dauerte dann auch volle 3 Stunden, aber das war mir egal ... in dieser Praxis war und ist es bekanntermaßen immer voll ... aber KEIN Akut-Patient wird dort abgewiesen ... auch wenn er NEU ist nicht ...

Ich weiß nicht in welchem Ort du lebst, dass diese Fachrichtung da massenweise, die psychisch kranken Akutfälle abweist ... darüber solltest du dich dann mal bei den zuständigen Stellen (siehe oben) beschweren ... du wirst nicht voran kommen, wenn du da nur weiter "still vor dich hin leidest" ...

Dieser Arzt hat mich dann rührend fast 4 Jahre begleitet und selber die erforderliche "Gesprächstherapie" bei Bedarf durchgeführt (er ist auch Psychotherapeut und Nervenarzt), trotz "Empfehlung" der Reha-Klinik eine "ambulante Verhaltens-Therapie" zu machen, sind wir unseren Behandlungs-Weg weiter gegangen ...

Ja, in meinem speziellen Fall war das Ziel bald die EM-Rente zu erreichen, denn er hat auch keine dauerhafte Genesung/Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, unter den aktuellen Arbeitsbedingungen in meinem Berufsbereich mehr gesehen ("ich habe schon einige CallCenter-Opfer in Behandlung") ... auch eine Therapie (außerhalb seiner Praxis) hätte das nicht mehr ändern können.

Für seine medizinische /therapeutische Hilfe bin ich ihm sehr dankbar und jetzt am neuen Wohnort (mit EM-Rente auf Dauer) geht es mir langsam auch psychisch wieder gut genug, dass die Behandlung / Betreuung vom Hausarzt und Kardiologen ausreicht.

Auch wenn es schwer fällt, darf man sich nicht "abwimmeln" lassen, in vielen Praxen wird man auch ohne Anmeldung angenommen, wenn man als "Akutfall" frühmorgens in die Praxis kommt und darauf besteht, dass man dort bleibt, bis sich der Arzt drum kümmert ... das gilt auch und gerade für Psychiater ... wer dann trotzdem die Behandlung ablehnt, ist es nicht wert, dass man dort Patient wird ...

MfG Doppeloma
 

evelyn62

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Eine stationäre Psychotherapie wäre hier vielleicht das Mittel der Wahl.

Die sollte mindestens drei kann aber durchaus auch mal sechs Monate dauern. Leider werden heute eher kürzere Behandlungszeiten genehmigt, was die schon geschilderten Probleme aufwirft.
Das ist jetzt nicht dein Ernst? Sechs Monate stationär? Warum nicht gleich sechs Jahre? Oder 13, dann kann ich gleich von der Klinik aus in Rente gehen.
 

Lilastern

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evelyn62;1645826]Das ist jetzt nicht dein Ernst? Sechs Monate stationär? Warum nicht gleich sechs Jahre? Oder 13, dann kann ich gleich von der Klinik aus in Rente gehen.

Mal so am Rande. Du bekommst hier viele Hilfestellungen. Aber ein Danke schön, das liest man von dir hier nicht.
 

evelyn62

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Mal so am Rande. Du bekommst hier viele Hilfestellungen. Aber ein Danke schön, das liest man von dir hier nicht.
Oh ich bitte vielmals um Entschuldigung Lilastern. Ich bedanke mich natürlich explizit bei dir persönlich und natürlich auch bei allen anderen für eure aufopferungsvolle Hilfe.

Auch wenn ich bisher trotz aller Tipps noch nicht weiter bin.


:icon_cry::icon_cry:
 

Doppeloma

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Hallo evelyn62,

Auch wenn ich bisher trotz aller Tipps noch nicht weiter bin.

mag schon sein, aber ich habe auch noch nicht von dir gelesen, dass du die UPD und/oder Ärztekammer mal angefragt /angerufen hättest ... und was die so zu deinen Problemen gesagt hätten ... wie sie dir eventuell weiter helfen könnten ... :icon_kinn:


Was heiß das, deine KK lehnt die Annahme der AU-Bescheinigungen ab ... haben die keinen Dienstweg für die Post ... bei welcher KK bist du denn, vielleicht solltest du mal über einen Wechsel nachdenken (und das auch mal laut aussprechen bei denen ?) ... vielleicht würde sich eine andere KK auch besser, um die Möglichkeiten deiner psychischen Behandlungen kümmern ...


Wenn du die aufgezeigten Möglichkeiten nicht nutzt/versuchst, weil "es deiner Meinung nach sowieso nichts bringt", dann kannst du auch nicht wirklich weiter kommen ... was davon hast du denn bisher umgesetzt ... mit welchem Ergebnis ... :icon_kinn:


Hier strampeln sich freiwillig Menschen ab, um dir irgendwie weiter zu helfen, aber du siehst alles nur "als sinnlos an", ohne überhaupt was davon zu probieren ... :icon_cry:


Dann ist dir leider nicht zu helfen ... :icon_kratz:


MfG Doppeloma
 

evelyn62

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Hallo evelyn62,




mag schon sein, aber ich habe auch noch nicht von dir gelesen, dass du die UPD und/oder Ärztekammer mal angefragt /angerufen hättest ... und was die so zu deinen Problemen gesagt hätten ... wie sie dir eventuell weiter helfen könnten ... :icon_kinn:
angefragt habe ich bisher bei meiner KK, ob sie mir bei der Arzt/Therapeutensuche helfen können. Da kam leider nur die Antwort, sie hätten wohl Listen, allerdings nur für Berlin/Brandenburg und MV, was ja das Einzugsgebiet für die AOK Nord-Ost ist. Da ich ja in Niedersachsen wohne hilft mir das nicht wirklich.
Hier in Niedersachsen/Hamburger Weichgebiet habe ich mittlerweile alles durch was man so erreichen kann. Über verschiedene Portale, Psych-info, jameda, gelbe Seiten, auch über den sozialpsychiatrischen Dienst. Nichts zu machen. Und auf lange Sicht muss ich auch dran denken, dass ich mir nicht jemanden suchen kann wo ich für jeden Termin 50-70 km fahren muss. Was nutzt mir ein Therapeut,wo ich vielleicht zweimal die Woche 20-25 Euro spritgeld ausgebe und jedesmal fast den halben Tag opfere? Im Moment geht das alles noch, aber ich muss auch daran denken, dass ich ja nicht ewig ALG 1 bekommen. Und so üppig ist das auch nicht.
Was ich jetzt noch machen will, mich einfach persönlich zu Anfang der Sprechstunde bei den hier ansässigen Psychiatern einzufinden. Ich bin gestern abend schon mal mit dem Fahrrad alle Praxen abgefahren und hab mir die Sprechzeiten notiert. Ab nächste Woche nehme ich das dann in Angriff. Wenn ich mich das traue, das weiss ich nämlich heute noch nicht. Ich habe ja schon beim telefonieren grosse Angst. Wie das dann ist, wenn ich da in der Praxis stehe weiss ich noch nicht. Ich werd sehen. U. U. brauche ich mehrere Anläufe. Also nicht gleich nachher sauer sein. weil ich noch nicht alles in Sack und Tüten habe.
Was heiß das, deine KK lehnt die Annahme der AU-Bescheinigungen ab ... haben die keinen Dienstweg für die Post ... bei welcher KK bist du denn, vielleicht solltest du mal über einen Wechsel nachdenken (und das auch mal laut aussprechen bei denen ?) ... vielleicht würde sich eine andere KK auch besser, um die Möglichkeiten deiner psychischen Behandlungen kümmern ...
Wie gesagt, AOK-Nordost. Zuständig für Berlin/Brandenburg/MV. Da ich die AU-Bescheinigungen von meinem Arzt immer mitbekomme, weil der die eben auch nicht weiterleiten will, das macht er nur für in Niedersachsen beheimatete Kassen, muss ich die Scheine immer selbst einschicken.
Die AOK Niedersachsen hat hier eine Filiale. Gleich bei mir um die Ecke. Als ich dort aufschlug um die Scheine abzugeben sagte man mir, ich müsse die selbst nach Berlin bzw. Potsdam schicken, sie wären nicht zuständig. Und da ich sicher gehen will dass die Scheine auch ankommen mach ich das lieber auch. Die Scheine einfach in einen Umschlag zu tun und bei denen in den Hausbriefkasten zu werfen, in der Hoffnung, dass die das schon richtig machen ist mir zu heikel. Nachher sind sie weg und bei den ganzen Spitzfindigkeiten die ich hier schon über KKs gelesen habe, wie sie sich um die Zahlungen von Krankengeld drücken wollen, kann und will ich mir das nicht leisten.

Wenn du die aufgezeigten Möglichkeiten nicht nutzt/versuchst, weil "es deiner Meinung nach sowieso nichts bringt", dann kannst du auch nicht wirklich weiter kommen ... was davon hast du denn bisher umgesetzt ... mit welchem Ergebnis ... :icon_kinn:
Das Problem in Foren ist, dass nach einer Anfrage immer innerhalb von Stunden schon Erfolgsmeldungen erwartet werden.
Wenn einer nachts um eins anfragt kommt manchmal die Antwort schon um halb drei und wenn man sich dann morgens um acht meldet wird man schon angepampt warum man nicht schon alles in die Wege geleitet hat und warum um alles in der Welt noch keine Erfolge da sind. ich weiss nicht was ihr alle für KKs und andere Stellen habt, die euch innerhalb von Stunden bzw. eines Tages schon alles zufriedenstellend beantworten können.

Hier strampeln sich freiwillig Menschen ab, um dir irgendwie weiter zu helfen, aber du siehst alles nur "als sinnlos an", ohne überhaupt was davon zu probieren ... :icon_cry:


Dann ist dir leider nicht zu helfen ... :icon_kratz:


MfG Doppeloma
Das liegt in der Natur der Sache, wenn jemand psychische Probleme hat. Da neigt man schnell dazu alles negativ zu sehen. Und wenn ich meinen Depritag habe dann geht auch mal nix, dann kommen nur Tränen. Andere kriegen Angstzustände oder hyperventilieren, wieder andere fallen gleich um. Manche saufen oder kippen anderes Zeug in sich hinein. Ich fang an zu heulen. Und schäm mich dann dafür.

Trotzdem will ich was machen. Das geht mir schon zu lange. Aber hat es solange gedauert, bis ich da überhaupt mal angekommen bin mir Hilfe zu suchen, dann geht das auch nicht alles von jetzt auf gleich mit einem Fingerschnippsen. Ich weiss nicht, könnt ihr innerhalb einer Stunde eine Liste von 50 Therapeuten durchtelefonieren und noch sämtliche Hilfsorganisationen dazu und vor allen Dingen dann auch noch brauchbare Ergebnisse erzielen? Habt ihr soviel Durchsetzungsvermögen? Also ich nicht. Hätte ich das, bräuchte ich wohl auch keinen Psychiater.

Und was noch ganz wichtig ist: Ich will wieder arbeiten. Vielleicht nicht heute, nicht morgen, aber auf lange Sicht schon. Und dazu suche ich Hilfe. Ich hab noch 13 Jahre bis zur regulären Altersrente. Ich will nicht alle Energie darein stecken nun möglichst nicht mehr arbeiten zu müssen. Ich verurteile niemanden, der sich das als einziges Ziel gesetzt hat. Aber für mich gelten (noch) andere Prämissen.
Und deshalb erschrecken mich so Vorschläge doch für drei bis sechs Monate, vielleicht auch für ein Jahr in stationäre Behandlung zu gehen.
Ich wollte ja eigentlich Tipps, wie man an so eine reha drankommt. Da bin ich noch nicht wirklich weiter. Hier kamen ja eher Meinungen, dass Reha nichts bringt, ja eher schädlich ist und dass ich doch alles andere machen soll, nur keine reha.
Trotzdem danke ich euch allen noch mal für eure Hilfe.
 

evelyn62

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So, wollte nur mal Rückmeldung geben. ich habe am Freitag die Nachricht der DRV Nord bekommen, dass ich vier Wochen psychosomatische Reha in Aukrug bewilligt bekomme.
Ohne dass ich dafür noch mal begutachtet werden musste, ich musste nicht zum Psychiater, der Antrag meines Hausarztes hat gereicht.
Allerdings kann sich das noch um einige Wochen hinziehen. Ich habe eben in der Klinik angerufen, in vier bis acht Wochen kann ich damit rechnen, dass sich jemand wegens des Termins meldet, der dann aber auch erst in einem halben Jahr sein kann. Also stelle ich mich mal darauf ein, dass ich vielleicht dieses Jahr Weihnachten zur Kur darf.
 

gelibeh

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Ich war damals über die Jahreswende in einer Klinik. Weihnachten sind die Leute, die wollten, nach Hause gefahren. Für den Rest wurde aber einiges geboten.
 
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