Psychologisches Gutachten Zumutbarkeit Umzug

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osmin61

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Guten Tag liebe Forumsleser und -schreiber!

Bei meinem letzten Problem bezüglich der Vorlage von Bewerbungsanschreiben beim Sachbearbeiter habt Ihr mir sehr geholfen, nochmals danke!

Heute wende ich mich an Euch, obwohl es nicht um mich selbst geht, sondern um meinen besten Freund, der sich nicht selbst an Euch wenden kann. Er ist, wie ich an Depressionen erkrankt und befindet sich wegen der Schwere seiner Erkrankung seit Jahren in ärztlicher Behandlung und ist seit ca. 5 Wochen in stationärer Behandlung in einem Berliner Klinikum. Ein Ende der Krankenhausbehandlung ist noch nicht absehbar. Das Jobcenter wurde schriftlich (per Fax und per e-mail) über den Klinikaufenthalt informiert mit der Zusicherung, dass nach der Behandlung eine Rückmeldung und die Vorlage der Bescheinigung über den Krankenhausaufenthalt erfolgt.
Dieser Freund hat kürzlich ALGII beantragt und bewilligt bekommen. Nachträglich forderte man ihn auf, sich um eine kleinere und billigere Wohnug zu bemühen, da die KdU nicht in voller Höhe übernommen würden. Er wohnt in einer ca. 56 qm großen Wohnung und zahlt ca. 490 € warm. Die ihn behandelnde Ärztin schrieb ein Gutachten für das Jobcenter, dass ein Umzug für den Betreffenden, der auch oft suizidgefährdet ist, einen Verlust des häuslichen Bezugspunktes und der vertrauten Umgebung darstellt und der Heilung der Krankheit entgegen wirkt. Sie riet dringend davon ab, ihn zu einem Umzug zu veranlassen. Wir stellten den Antrag, die höheren KdU zu übernehmen und ihn dort wohnen zu lassen. Daraufhin wurde die Zahlung des ersten ALGII so weit verzögert (ca. 5 Wochen), dass mein Freund Gefahr lief, die Miete und andere Kosten nicht mehr zahlen zu können. Ich riet ihm, die Beschwerdestelle der Berliner Jobcenter aus der Klinik heraus anzurufen und seinen Fall zu schildern. Daraufhin erhielt er noch an demselben Tag einen Anruf eines Sachbearbeiters, dass die Zahlung nun sofort angewiesen würde, was auch geschah. Jetzt erhielt er Post vom Jobcenter, dass er sich einer psychologischen Begutachtung im Auftrag des Jobcenters bezüglich der Zumutbarkeit eines Umzugs zu einem Termin, der noch während des Krankenhausaufenthaltes liegen wird, unterziehen soll. Ist es rechtens und sinnvoll, dass die Begutachtung eines Arztes, der ihn überhaupt nicht kennt und mit dem Verlauf und der Schwere der Krankheit nicht vertraut ist, schwerer wiegt als die Meinung der Ärztin, die ihn seit Jahren behandelt? Kann er sich dagegen wehren? Ist das eventuell schon "Mobbing von Amts wegen", denn durch diese Anschreiben des Jobcenters wird der Behandlungserfolg infrage gestellt? Was können wir tun? Muss er den Termin während seines Klinikaufenthaltes wahrnehmen? Wir brauchen wirklich dringend Euren Rat und bitten um "sachdienliche Hinweise".

Vielen Dank
 

ZynHH

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Er kann den Termin aufgrund seines andauernden Krankenhausaufenthaltes natürlich verschieben lassen und um einen neuen Termin bitten.

Was viel wichtiger wäre ist sich an den Sozialdienst des Krankenhauses zu wenden und um deren Unterstützung zu bitten.
Die sind sehr gut im Umgang mit solchen Verfolgerbehörden.
 
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