Psychologischer Dienst/ Schweigepflichtentbindung/ Gesundheitsfragebogen/ Datenschutz

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Keka

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Hallo ihr Lieben,

ich brauche dringend euren Rat bzw. Infos....!!!

Also:
ich war die letzten zwei Wochen Krank geschrieben (Grippe). Meine SB hat mich in dieser Zeit 3 x eingeladen.
Augfgrund von AU bin ich nicht erschienen. Dann wollte sie zusätzlich eine Ärztliches Attest, hat sie auch bekommen. Alles per Einschreiben.

Nun habe ich Post von JC bekommen

"Gesundheitsfragebogen zur Beratung und Begutachtung im Med. Psychologischen Dienst"

Dann ein Infoblatt zu Vorstellung beim Ärztlichen Dienst der Bundesagentur für Arbeit
(Meine SB hat mit mir noch nie über meine gesundheitl. Leistungsfähigkeit durch den med. psychologischen Dienst gesprochen)

Dort steht u.a. dass sie zu Abgabe einer Schweigepflichtsentbindung grundsätzlich nicht verpflichtet sind.
Sofern sie jedoch zur abgabe einer Schweigepflichtsentbindung nicht bereit sind, sind hierfür wichtige Gründe ( im Sinne des § 65 SGB I)
gegenüber ihrer SB darzulegen. Andernfalls können ihnen aufgrund fehlender Mitwirkung die Leistungen unter den Voraussetzungen des § 66 SGB I ganz oder teilweise entzogen werden.

Abschließend mehrere Blätter zur Entbindung von der Schweigepflicht

- für die behandelnde Ärztin / Arzt
- für den Rentenversicherungsträger
- für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung MDK
- für die Berufsgenossenschaft / gesetzl. Unfallversicherung
- für das Sozialgericht
- für den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit

sowie ein Schreiben ohne Rechtsfolgebelehrung

Was ist das denn nun? Ärztlicher Dienst der BA? Warum wollen die so umfangreiche Entbindungen?

Wie verhält man sich denn bei sowas?
Und seit wann muss man einer Übersendung medizinischer Daten widersprechen? Ich dachte, die brauchen überhaupt erstmal eine Einwilligung bzw. Entbindung der Schweigepflicht.
 

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DonOs

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AW: Psychologischer Dienst/ Schweigepflichtentbindung/ Gesundheitsfragebogen/ Datensc

Hallo Keka


Sofern sie jedoch zur abgabe einer Schweigepflichtsentbindung nicht bereit sind, sind hierfür wichtige Gründe ( im Sinne des § 65 SGB I)
gegenüber ihrer SB darzulegen. Andernfalls können ihnen aufgrund fehlender Mitwirkung die Leistungen unter den Voraussetzungen des § 66 SGB I ganz oder teilweise entzogen werden.


Leider begreifen die Jobcenter nicht, daß eine Leistung nicht entzogen werden kann, wenn man der freiwilligen Aufforderung zur Einreichung des Gesundheitsfragebogens sowie der Schweigepflichtentbindung nicht nachkommt.

Der BfDI sieht das im Übrigen ganz genauso. Dazu habe ich mal etwas angehangen, dort steht explizit, wenn man sich weigert den Gesundheitsfragebogens sowie die Schweigepflichtentbindung abzugeben, eine Untersuchung beim ärztlichen Dienst durchzuführen sei.

Auf Seite 5von6 im Anhang steht:

Obwohl von den Mitwirkungspflichten umfasst, hat dies jedoch alles freiwillig zu geschehen. Auf eine bestimmte Form der Mitwirkung kann Sie das Jobcenter nicht festlegen, da die Vermittlungs"fach"kraft nicht dazu ausgebildet sind, über die medizinische Erheblichkeit bestimmter Unterlagen zu entscheiden. Wer diese Auskunftserteilung verweigert, hat zu einem amtsärztlichen Untersuchungstermin zu erscheinen.



Ich hatte auch mal einen interessanten Brief von einem User hier erhalten, den ich damals für einen Freund angepasst hatte. Das für dich wichtige, wie ich finde, habe ich wieder farblich markiert:

In Bezug auf den Termin vom 27.04.2015 zeige ich an, dass ich mitwirken werde, soweit dies nach dem hier vorliegenden Sachverhalt notwendig erscheint. Insoweit werde ich mich einer Untersuchung durch den Ärztlichen Dienst nicht erwehren, werde diesem gegenüber notwendige Angaben machen und bin auch damit einverstanden, dass die dort erhobenen Daten an das Jobcenter zur weiteren Verwendung übersandt werden. Damit komme ich meiner Mitwirkungspflicht vollumfänglich nach.

Dies geschieht unabhängig davon, obwohl bis zum jetzigen Zeitpunkt keine nachvollziehbare Begründung vorliegt, warum Ihrerseits eine ärztliche Begutachtung erforderlich erscheint. Diese Begründung bitte ich nachzureichen und darf für den Fall, dass diese nicht ausreichen sollte, bereits zum jetzigen Zeitpunkt aufzeigen, dass dann eine Dienstaufsichtsbeschwerde erfolgen wird.


Nachdem auch eine Untersuchung „ins Blaue hinein“ sich als zumindest rechtlich bedenklich darstellen dürfte, wird weiter um Übersendung des Untersuchungsauftrages an den ärztlichen Dienst gebeten.


Warum eine Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht für meine behandelnden Ärzte erfolgen muss, erschließt sich mir nicht. Der ärztliche Dienst hat die Möglichkeit sich bei der Untersuchung ein Urteil aus eigener Wahrnehmung zu bilden. Außerdem können Ärzte keine zielführenden Angaben machen, da ich mich in keiner Behandlung befinde.



Nachtrag: Ein paar Worte zu der Wegeunfähigkeitsbescheinigung.



Ich weise Sie daraufhin, dass gemäß Ihrer eigenen Geschäftsanweisung zu 59-SGB-II-Meldepflicht Rz. 59.10 (siehe auch FH zu § 32 Rz. 32.9) die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung grundsätzlich als wichtiger Grund für das Nichterscheinen zu einem Meldetermin anzuerkennen ist.

Sollten Sie sich versehentlich auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 9.11.2010 - Az. B 4 AS 27/10 R berufen wollen, so teile ich weiterführend mit, dass es dort im Tenor um eine wiederholte Nichtwahrnahme zu einem ärztlichen Untersuchungstermin ging und nicht etwa wie vorliegend, um einen Meldetermin in irgendeinem Jobcenter. Auch lag dem Urteil ein gänzlich anderer Sachverhalt zu Grunde.

Sollten Sie sich versehentlich auf folgendes Urteil berufen: LSG RP vom 23.07.2009 – L 5 AS 131/08 Diese Einzellfallentscheidung ist jedoch weder allgemein verbindlich für alle erkrankten Betroffenen, noch ersetzt sie geltendes Recht, noch befähigt sie die JobCenter von mir solcherlei Bescheinigungen pauschal zu verlangen.

Solange mir nicht auch die Rechtsgrundlage gemäß Ihrer Auskunftspflicht nach § 15 SGB I zum Abfordern einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung genannt worden ist, erfülle ich auch mit Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einen wichtigen Grund zur Nichtteilnahme zu einem Meldetermin. Meine Mitwirkungspflichten zur Darlegung eines wichtigen Grundes sind demnach also auch mit der Vorlage einer AU bereits schon erfüllt.

Dem zusätzlichen Abverlangen zur Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung kann ich bis zur Widerlegung durch die Nennung einer Rechtsgrundlage nicht entsprechen. Nach meinem derzeitigem Kenntnisstand zählt die zusätzliche Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung gemäß § 65 SGB I ganz offensichtlich nicht zu meinen Mitwirkungspflichten.

Abschließend möchte ich Ihnen auch noch mitteilen, dass ich ein gesondertes Abverlangen von derartigen Bescheinigungen für grob fahrlässig erachte, da so auch Menschen mit ansteckenden Krankheiten in das Jobcenter trotz schwerer Krankheit beordert werden könnten. Ein „Kunde“ der nämlich in etwa an Tuberkulose erkrankt ist, könnte durchaus in der Lage sein einen Meldetermin in einem Jobcenter wahrzunehmen, doch wäre auch gleichzeitig ein hohes Ansteckungspotential für Mitarbeiter und Kunden in den Jobcentern gegeben. Ein derartiges pauschales Abverlangen einer bloßen Wegeunfähigkeitsbescheinigung neben der AU, ist von daher auch nicht nur extrem kurzsichtig, sondern darüber hinaus auch noch grob fahrlässig.
"Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist grundsätzlich als wichtiger Grund anzuerkennen. Es ist nicht zulässig, als Nachweis für einen wichtigen Grund bei Meldeversäumnissen von den Hilfebedürftigen die Vorlage einer sogenannten „Bettlägerigkeitsbescheinigung“ zu verlangen.

Zudem ist die BSG-Rechtsprechung zur Vorlage einer gesonderten ärztlichen Bescheinigung neben der AU nur dann gerechtfertigt, wenn sich der erwerbslose Leistungsberechtigte augenscheinlich mutwillig stets den ärztlichen Meldeterminen entzieht.
Auch geht die BSG Rechtsprechung vom 9.11.2010, B 4 AS 27/10 R überhaupt nicht von einem gewöhnlichen Meldetermin bei einem Jobcenter aus.
In dem BSG Urteil ging es um die Wirksamkeit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei einer Meldeaufforderung zu einem ärztlichen Untersuchungstermins nicht jedoch etwa zu einem Meldetermin in einem Jobcenter.

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Als wichtiger Grund gilt ja nicht nur eine AU, sondern auch ein Zeuge, was gerne mal verschwiegen wird von der Arge.

Eine krankheitsbedingte Verhinderung kann auch ohne Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung etwa durch Zeugenbeweis nachgewiesen (Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl. 2011, § 32 Rn. 13; Sonnhoff in JurisPK-SGB II, 2. Aufl., Stand 24.8.2010, § 32 Rn. 191).

Die Rechtsprechung des BSG ändert nichts daran, dass die „Wegeunfähigkeit“ auch durch Zeugenbeweis oder etwa eine eidesstattliche Versicherung nachgewiesen werden kann. Besteht der Grundsicherungsträger auf die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. “Wegeunfähigkeitsbescheinigung” und lehnt er pauschal die Prüfung anderer angebotener Beweismittel ab (etwa Zeugenbeweis, eidesstattliche Versicherung), verstößt er gegen seine Amtsermittlungspflichten aus § 20 SGB X. Sollte der Grundsicherungsträger trotz nachgewiesenem Vorliegen eines wichtigen Grundes eine Sanktion verhängen, sollte gegen den Sanktionsbescheid Widerspruch erhoben und notfalls der Klageweg beschritten werden.

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alchemilla

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AW: Psychologischer Dienst/ Schweigepflichtentbindung/ Gesundheitsfragebogen/ Datensc

Hallo Keka,

jaja, was der SB alles will.

Warst du denn außer der Grippe noch häufiger erkrankt, so dass eine Untersuchung beim psychologischen med. Dienst überhaupt irgendeinen Sinn macht? Wenn nicht und wenn du selbst dich für arbeitsfähig hältst, dann frage doch schriftlich nach, wozu diese Untersuchung anberaumt werden soll.

Wegen einer einmaligen Grippe (bei der es durchaus einige Wochen dauern kann, bis man wieder fit ist) ist das sicher nicht gerechtfertigt.

Falls du selbst meinst, dass du gesundheitlich nicht voll leistungsfähig bist, kann der SB für dich einen Termin beim Ärztlichen Dienst vereinbaren.

Schweigepflichtsentbindungen und Gesundheitsbogen musst du nicht ausfüllen - sind freiwillig. Zum Termin beim ÄD kannst du deine Befunde mitnehmen, und sparst dir die Schweigepflichtsentbindungen und den Gesundheitsbogen.

Der Sachbearbeiter hat die Unterlagen jedenfalls nicht in die Finger zu kriegen - denn wenn du sie bei ihm abgibst, z.B. zur Weiterleitung an den ÄD, kannst du davon ausgehen, dass er sich deine Unterlagen durchliest, die eigentlich NUR für den Arzt gedacht sind. Das darf der SB zwar nicht, was er auch weiß, aber diese rechtlichen Vorgaben (Datenschutz) werden gern ignoriert.

Erst gestern gab zu dem Thema etwas: https://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/160341-aerztlicher-dienst.html

Vielleicht kannst du da was Hilfreiches finden.

Im Übrigen sind die AU-Bescheinigungen deines Arztes völlig ausreichend, wozu wollte das JC noch ein Attest? Hoffentlich musstest du dafür nicht bezahlen?
Das wird ja immer besser...

Liebe Grüße, Alchemilla
 

Keka

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Vielen Dank @DonOs und alchemilla

Ich war bis jetzt auf die Grippe sehr selten krank, aber da meine *nette* SB mich gerne schikaniert, wundert mich das ganze nicht mehr. Vor 2 Jahren hat sie mich schon zum Medizinischen Dienst geschickt ( mit dem Ergebnis, das der Amtsarzt mit bestätigte, eine sehr NETTE SB zu haben) danach war auch erstmal ruhe.

Das Attest wollte meine SB haben, da eine AU nicht ausreichen würde andernfalls hätte es ne Sanktion gegeben. 10€ hab ich dafür bezahlt.
Ich bin auch voll leistungsfähig, deshalb frage ich mich , was ich beim Psycho Doc soll?! Könnt ihr mir bei dem Schreiben bzw. Formulierungen an meine SB helfen? Ich bin da nicht so Fit drin....
 

alchemilla

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Abend Keka,

du warst ja schon mal beim ÄD. Hast du das Gutachten von damals?

Hast du es schriftlich von der SB, dass du ein Attest bringen sollst? Dann kannst du dir die Auslagen wieder zurückholen. Das nächste Mal soll sie dir bitte die Rechtsgrundlage für so eine Forderung nennen und warum die AU nicht ausreichen soll.

Wenn ich das richtig interpretiere könnte sich das Schreiben vom JC wegen der Untersuchung nicht speziell auf den psychologischen ÄD beziehen. Sollte ich mich irren, sorry. Für eine psychologische Untersuchung müsste schon eine eindeutige Begründung vorliegen - und eine Grippe gehört sicher nicht dazu.

Ich weiß nicht, ob du einenTermin beim ÄD generell umgehen kannst, in jedem Fall aber gehören keine Unterlagen in die Hände deiner SB.

Du könntest zusätzlich Akteneinsicht nach § 25 SGB X verlangen, wer weiß, was da für Einträge in deinen Akten ans Tageslicht kommen. Irgendwas muss die SB sich ja dabei denken, dich schon wieder zum ÄD einzuladen.

Ich hoffe, dass sich noch jemand hier meldet, der dir bezgl. der weiteren Vorgehensweise mehr sagen kann, besonders wie du schriftlich deine Bedenken hinsichtlich der fehlenden Begründung für die Untersuchung äußern kannst.

Liebe Grüße, Alchemilla
 

alchemilla

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Hallo Keka,

schreib ihr doch, dass du die drei Termine nicht wahrnehmen konntest, da du akut arbeitsunfähig erkrankt warst (vom Hausarzt au-geschrieben? - und natürlich ansteckend!).

-Dass deine Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt sei und du gern erläutert hättest, warum du nach dieser einen kurzzeitigen Erkrankung, von der du ohne gesundheitliche Folgen vollständig genesen bist ( wenn du möchtest, kannst du hier ja die Grippe erwähnen) beim ÄD vorstellig werden sollst.

Du kannst dein Schreiben auch parallel an eine höhere Stelle im JC schicken.

Was ihr Schreiben angeht: um zu bestätigen, dass du vorübergehend nicht ins Amt kannst, weil du krank bist, schaltet man bestimmt nicht den ÄD ein. So ein Quatsch. Da müsste ja jeder, der Windpocken, Masern, Grippe o. ähnliches hat, da ist man ja schnell ein paar Wochen nicht gesellschaftsfähig, zum ärztlichen Dienst.

Der wird eigentlich erst eingeschaltet, wenn du länger arbeitsunfähig bist und dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen vorhanden sind, die bei der Stellenvermittlung berücksichtigt werden müssen oder wenn deine Erwerbsfähigkeit gefährdet scheint.

Die Gute hat wohl nichts anderes zu tun :icon_rolleyes:

Wie gesagt, du kannst um Akteneinsicht bitten, die Notizen und Einträge deiner SB sind evtl. ganz erhellend :wink:

Das alles sind nur Vorschläge, ich bin sicher, dass andere mit mehr Erfahrung bessere Ideen zur Vorgehensweise hätten.

Vielleicht kommt ja noch mehr von einem anderen User - hoffe ich wenigstens - für dich...

Schönen Abend, Alchemilla
 

Eagle

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Schweigepflichtsentbindung und Gesundheitsfragebogen sind komplett Freiwillig!

https://www.elo-forum.org/erfolgrei...ragebogen-schweigepflichtsentbindung-egv.html

SB möchte es nur gerne haben da der Amtsarzt sich dann einfach Akten schicken lässt und nach Aktenlage entscheidet. Du bekommst in den meisten fällen kein Arzt zu Gesicht. Hat der Ärztliche Dienst diese Formulare nicht von Dir bekommen bleibt nur über Dich einzuladen und zu untersuchen. Ob Du hier nun Berichte deines Arztes vorlegst oder nicht - deine freiwillige Entscheidung.
 

Anna B.

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wenn die werte Dame Zweifel an deiner AU hat, dann ist nicht der ÄD der ARbeitsagentur oder der Amtsarzt für diese Begutachtung zuständig, sondern der Med. Dienst der Krankenkasse.

d.h. deine SB hat diese begründeten Zweifel der KK mitzuteilen..dafür gibt es ein entsprechendes Formular...
dieses Formular muß sie also ausfüllen und an die KK senden.
Die KK prüft dann, aufgrund welcher Erkrankung eine AU erstellt worden ist.
Wenn die KK-SB dann meinen: o.k. Magenschmerzen, seit 8 Wochen, da müßte mal begutachtet werden, dann leiten die eine Begutachtung der Arbeitsunfähigkeit durch den MDK ein.
Bei einem gripp. Infekt, der inzwischen vielleicht schon ausgeheilt ist, wird die KK dem JC mitteilen, dass die AU beendet ist und gut ist.
Hier ist der Ablauf genau beschrieben..der dort eingefügte Link zeigt auch das Formular, welches dann vom JC an die KK gesandt werden muß.
https://altonabloggt.com/2013/03/22/subjektivitat-vs-objektivitat-der-mdk-spielt-mit/

der Amtsarzt oder der ÄD der Arbeitsagentur ist nur dafür zuständig, deine Leistungsfähigkeit zu beurteilen..d.h. er beurteilt, ob du mit deinen ggf. vorhandenen chron. Erkrankungen oder akuten Erkrankungen, derzeit eingeschränkt auf dem ARbeitsmarkt bist..
er beurteilt, welche Tätigkeiten du noch ausüben darfst und wie viele Stunden...
(wenn die akute Krank-Schreibung durch den beh. Arzt endet)...
dieser Amtsarzt oder ÄD der Agentur kann eine lfd. AU nicht aufheben.

der psych. Dienst der ARbeitsagentur ist eigentlich nur dafür da, festzustellen, für welche Tätigkeiten du überhaupt geeignet bist...wenn du schüchtern bist, wirst du nicht als Vertriebler arbeiten können, wenn du Flugangst hast, wird man dich nicht als Flugbegleiter einsetzen können usw. usw.

hier im Leitfaden sehr ausführlich beschrieben..

deine SB soll sich mal an ihre Arbeitsunterlagen halten..

https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai397427.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI397430
 

Keka

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Danke euch @alchemilla @eagle @ Anna B.

Ein Gutachten habe ich damals nicht bekommen.
Der Arzt meinte, er wird meine SB anrufen und ihr den Wind aus den Segeln nehmen denn so gehts ja nun nicht.

Da die Schweigepflichtentbindungen sowie der Gesundheitsfragebogen freiwillig sind, bekommt sie weder noch von mir.

Gesundheitliche Einschränkungen habe ich nicht, bin voll Leistungsfähig.

Wie formulier ich ihr ein schreiben entsprechend?
 

alchemilla

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Hallo Keka,

ich vermute mal, dass du nach einer Art Vorlage für ein Schreiben suchst, richtig?

Du möchtest den Termin beim ÄD gar nicht haben, weil du ja gesund bist, richtig. Vielleicht schickst du den Brief nicht nur an deine SB, sondern auch an die Geschäftsführung, evtl. auch die Teamleitung, aber die unterstützen gern ihre SBs.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am ......erhielt ich ein Schreiben von Ihnen bezüglich eines erneuten Termins beim Ärztlichen Dienst, mit der Bitte den beiliegenden Gesundheitsfragebogen zur Beratung und Begutachtung im Med. Psychologischen Dienst und die Schweigepflichtsentbindungen ausgefüllt an Sie zurückzusenden.

Über dieses Schreiben war ich sehr verwundert, da mit mir zu keinem Zeitpunkt über meine gesundheitl. Leistungsfähigkeit, geschweige denn eine notwendige Untersuchung durch den med. psychologischen Dienst gesprochen wurde.

Ich konnte wegen einer zwei Wochen andauernden akuten Erkrankung, drei in dieser Zeit, trotz vorliegender Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kurz nacheinander angesetzte Termine nicht wahrnehmen. Seither stehe ich wie zuvor vollumfänglich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung.

Wie Ihnen bekannt ist, ergab die zurückliegende Untersuchung beim Ärztlichen Dienst keinerlei Anhaltspunkt für eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, daher bitte ich Sie, mir die Notwendigkeit der weiteren Sozialmedizinischen Sachvehaltsklärung durch den Ärztlichen Dienst darzulegen.

Mit freundlichen Grüßen,


Hast du dich wegen des 1. Gutachtens schon beim ÄD nachgefragt, geht auch telefonisch, der soll dir das aushändigen. Bei der letzten Untersuchung war die Lage ja ähnlich, also du warst nicht leistungseingeschränkt, das muss ja irgendwo stehen. Setz dich mit dem ÄD in Verbindung, wenn der Arzt wie versprochen der SB den Kopf gewaschen hat, erinnert er sich möglicherweise noch an deinen Fall.

Vielleicht kannst du etwas mit meiner "Vorlage" anfangen. Vergiss auch nicht, evtl. in einem extra Schreiben, dir die Auslagen für das Attest wieder zu holen.

Außerdem, wie ich schon schrieb, hat die SB grundsätzlich keinen Anspruch auf so ein Attest. Die AU muss reichen.

Alles Liebe, Alchemilla
 

Keka

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Liebe Alchemilla,
vielen lieben DANK! Genau sowas habe ich gesucht,
das Schreiben ist perfekt geworden!
Den Arzt werde ich noch kontaktieren, wird jetzt aber bissel zu kurzfristig sein da das Schreiben schon morgen bei meiner SB sein muss. Bin gespannt ob es darauf ne Reaktion von ihr geben wird. Fortsetzung folgt...
Liebe Grüße Keka
 

alchemilla

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Hallo Keka,

hab mich grad erst "zugeschaltet", :wink:

Ich freu mich natürlich, wenn du meine Anregungen verwenden kannst. Früher fand ich es auch ungemein schwer Schreiben zu formulieren, obwohl ich der deutschen Sprache soweit durchaus mächtig bin.

Inzwischen reicht es für den Hausgebrauch und um Dinge abzuklären (zumindest werde ich verstanden :smile:) - mein Hauptkriterium.

Einige hier im Forum sind darin aber richtige Meister, hach - da muss ich noch üben :icon_hihi:

Ich wünsche dir viel Erfolg und drück dir die Daumen.

liebe Grüße, Alchemilla
 

Keka

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Hallo zusammen,
die Reaktion auf das Schreiben kam heute,
in Form einer Einladung bei ihr für nächste Woche (mehr nicht).

Bin gespannt, was sie zu sagen hat.
Was meint ihr?

Liebe Grüße
 
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