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Psychologie, Vergebliche Jobsuche macht Arbeitslose fertig

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wolliohne

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#1
(73) Von Sophia Seiderer Wer arbeitet, sei der **** der Nation, wetterte kürzlich FDP-Chef Guido Westerwelle und stieß damit eine Debatte an, die Deutschland polarisiert. Ein Psychologe provoziert nun mit der These, dass es für Arbeitslose besser sein kann, die Jobsuche aufzugeben. Die Wissenschaftler nennen stichhaltige Gründe.mehr...
 
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#2
Ein Leserkommentar:

Mittäter sagt:
Ich kann nur jeden mit ein wenig Verstand dazu raten sich vom ersten Arbeitsmarkt
zurückzuziehen, ihn zu boykottieren um dieses Konstrukt des Wahnsinns zu brechen!
Hört sich erst mal unverschämt und dreist an ist aber ein netter Gedanke.

Zum Beitrag selber... es stört mich immer wieder, dass von wenig gebildet die Rede ist. Wer sorgt dafür, dass es mit der Bildung nicht klappt? Geht doch schon in der Schule los und hört in den meissten Maßnahmen auf. Auch kann ich mich bilden wie ich will, was aus Geldmangel nur im privaten Raum möglich ist. Am Ende nützt mir das Wissen wohl, aber ich kann es für den AG nicht einsetzen, weil er Scheine will.
 

Kaleika

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#3
Das bedeutet für ihn, rechtzeitig von den unrealistischen Zielen abzulassen und sich das Scheitern einzugestehen. Das bewahre die Menschen davor, durch die ständigen Misserfolge krank und depressiv zu werden.
Ach nee, das persönliche Scheitern soll mal wieder eingestanden werden?
Das hätten sie wohl gerne, um einen Beschämten weiter ungestraft der Verfolgungsbetreuung aussetzen zu können.
Aha, die vielen Erwerbslosen sollen sich das gesellschaftliche Problem, dass es in der neoliberalen Eiszeitnun nun mal nicht mehr Vollzeitarbeit für alle gibt, als persönliches Scheitern anziehen?
Pah! Nichts da! :icon_eek:

Vielmehr setzen diese Menschen Ressourcen frei, die an anderer Stelle sinnvoller investiert werden können, sagt Tomasik, der für seine Arbeit den Studienpreis der Körber Stiftung erhielt. Er fand sogar heraus, dass diejenigen, die aufgeben, sich anschließend verstärkt im Vereinsleben, im Ehrenamt oder im Pfarrgemeinderat engagieren. SPD-Kandidatin Hannelore Kraft dürfte sich freuen, das zu hören.
Das könnte ihnen so passen! Wenn meine sinnvollen Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden, dann erwarte ich selbstverständlich auch eine ebenso sinnvolle, also angemessene Bezahlung, so wie sie alle anderen Erwerbstätigen auch zusteht!
Mit einem bescheidenen Ehrenamt anstelle einer anständigen Bezahlung würde ich nur wütend oder manch anderer auch depressiv werden.

In meinem Posiealbum steht noch ein Spruch, an den ich mich jetzt erinnert fühle:

Sei hilfreich und bescheiden,
das ist die schönste Zier!
Dann kann Dich jeder leiden
und dieses wünsch`ich Dir!
Leider lässt sich davon keine Wohnung bezahlen, keine Lebenshaltungskosten und schon gar kein kleiner Urlaub oder so!

Diese ganzen Verdrehungen können sie sich sonst wohin stecken!
 
E

ExitUser

Gast
#4
Der Historiker Stefan Zahlmann, der an der Universität Konstanz forscht und ein Buch über „Autobiographische Verarbeitungen gesellschaftlichen Scheiterns“ geschrieben hat, findet Tomasiks Arbeit „sehr ehrlich.“ Sie sei ungewöhnlich, da sie, so wie der Vorstoß der SPD, nicht das Gefühl vermittle, dass es für jeden einen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt gebe.

„Damit dürfte sie auf allgemeine Ablehnung in der Politik stoßen“, sagt Zahlmann. Denn diese Annahme breche mit der Fiktion – und der Hoffnung – es sei mit den bestehenden beschäftigungspolitischen Maßnahmen möglich, in dieser Arbeitswelt jedem Arbeitssuchenden einen Platz zu schaffen. „Doch das ist ein Teil der selbstliebenden Politik. Sie profitiert davon, so zu tun, als wäre es so. Dann hat sie so etwas wie eine Kompetenz und Macht, die sie einsetzen kann."
Das ist der Punkt. Uns wird immer noch eine Fiktion als die Wahrheit verkauft: "Es gibt Arbeit für alle." - Und die meisten glauben das leider auch immer noch.
 
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