Psychologie: Mensch, schäm dich!

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Naja, Scham spielt eigentlich eine durchaus konstruktive Rolle in einer intakten Gesellschaft.

Mir faellt dazu Japan ein, wo sich vor noch nicht allzu langer Zeit Manager, welche ihr Unternehmen an die Wand gefahren hatten, aus Scham, gegenueber der Belegschaft versagt zu haben, das Leben nahmen.
 

zalino

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Als Vorlage ist das ja wirklich hervorragend geeignet, denn dieser Thread schlägt die Brücke zu unendlich vielen anderen Threads und Themen. Stichworte die da wären: Psychologischen und medizinische Gutachten der Arbeitsagentur, Schweigepflichtentbindung, Diagnosen übermittelt an einfach Behördenmitarbeiter, etc.

Zum Artikel selbst möchte ich nicht eingehen, denn dieses Psychokauderwelsch die die FA da verbreitet ist unter der Gürtellinie und nicht der Rede wert.

Viele von uns kennen das mittlerweile: Aufforderung Entbindung der Schweigepflicht gegenüber der ARGE. Natürlich gibt es sowas nicht und kein vernünftiger Mensch würde das wirklich unterschreiben.

Welhce Absicht steckt hinter solchen Ansinnen, falls doch jemand so etwas unterschrieben hat? Und was ist erstmal, wenn der Medizinischen Dienst der Arbeitsagentur auch noch Diagnosen an die Mitarbeiter der ARGEN übermittelt, obwohl klar ist, das es sich hierbei um einen Straftatbestand handelt(Bruch der ärztlichen Schweigepflicht).

Wenn es so jemanden trifft, dann fühlt er sich bloßgestellt.
Einhergend damit ensteht unmittelbar ein Schamgefühl. Bloßstellung und Schamgefühl schwächen Menschen in seiner Integrität und in seinem Selbstwertgefühl.

Und genau das ist auch so beabsichtigt.
H4 Bezieher permanent in ihrem Selbstwertgefühl zu schwächen, damit Resignation, Mutlosigkeit, Repression und Depression zur tagtäglichen Lebenswirklichkeit werden.

Im Übrigen ist auch die Privatsphäre davon betroffen. Denn Privat, Privatsphäre und Schamgefühl sind die zwei Seiten einer Medaille.

Wer so etwas durchbricht und einen Menschen bloßstellt, so wie es ARGEN und Medizinische Dienste der Arbeitsagentur tun und praktizieren, evoziert Scham und Schamgefühl.

Nur Psychopathen sind zu so etwas fähig, denn Takt, Feingefühl und Einfühlungsvermögen ist etwas, was die überhaupt nicht verstehen.

Mir faellt dazu Japan ein, wo sich vor noch nicht allzu langer Zeit Manager, welche ihr Unternehmen an die Wand gefahren hatten, aus Scham, gegenueber der Belegschaft versagt zu haben, das Leben nahmen.

Nein..., da geht es um Ehre und um die nach wie vor vorherschende Mentalität der alten Samurai, was in der Geschäftswelt Japans noch sehr verbreitet ist.

Zalino
 

Kaleika

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Konstruktiv finde ich diese Form der Scham nicht, obwohl sie selbst als solche schon gesellschaftlich konstruktiv wirken K A N N !

(...) Hinter einer Schamneigung stehen immer Selbstwertprobleme, und bei einer Vielzahl von Störungen spielen sie eine Rolle: bei Abhängigkeiten aller Art, bei Depressionen und Borderline-Erkrankungen, bei Bulimie und sozialer Phobie. Kocherscheidt hat empirisch untersucht, dass es eher Scham- als Schuldgefühle sind, die mit seelischen Krankheiten einhergehen. „Menschen, die sich schnell schämen, neigen zu Depressionen und anderen psychischen Störungen“
 
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