Psychische Störung und Schwerbehindertenausweis

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lebenswert

Elo-User*in
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Moin!

Wer mit Diagnosen wie schwere Panikstörung, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung mit starken selbunsicheren Anteilen und Rezidivierende Depression in die Erwebsminderungsrente geht, welche Chancen hat derjenige auf einen Schwerbehindertenausweis welchen Grades?

Danke für eure Erfahrungen!
 

Ines2003

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Ich habe eine generalisierte soziale Phobie, Angst und Panikstörung, bekomme zur Zeit EM- Rente.
Das Landratsamt hat mich unter Punkt 3.7 DdB Tabelle 3.7 Neurosen, Persönlichkeitsstörungen,
Folgen psychischer Traumen eingestuft.

Stärker behindernde Störungen
mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit (z. B. ausgeprägtere depressive, hypochondrische, asthenische oder phobische Störungen, Entwicklungen mit Krankheitswert, somatoforme Störungen)
GdB Rahmen 30- 40, ich habe 40 bekommen, bin aber der Meinung, das die Einstufung nicht stimmt, denn ich habe außer meiner Familie und weinen Freund keine Sozialen Kontakte.
 

Muzel

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Bei uns ist der Widerspruch ein Schuss in den Ofen. Münster hat keinen Arzt. Ich würde ihn aber trotzdem schreiben um Zeit zu gewinnen, ob ich klagen möchte.
 

Fluxkompensator

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ich habe u. a. auch rez. Depressionen und eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung, habe damals einen GDB von 50 bekommen, mittlerweile auch unbefristet. Den GDB habe ich längst vor meiner EM Rente bekommen
 
E

ExitUser

Gast
Der GdB wurde mir im Widerspruchverfahren zugebilligt, zuvor wollte man diese Erkrankung gar nicht Berücksichtigen.

Das ist wohl der Normalfall. Wichtig ist es Befunde von Klinikauftenthalten etc. zu haben, die sehr genau den Schweregrad der Anpassungsstörungen beschreiben. Hat man die nicht, dann wird es schwierig.

Ein Anwalt ist ratsam.

Ich habe irgendwann einen Vergleich unterschrieben und 30 GdB bekommen. Damit konnte ich wenigstens gleichgestellt werden.

Ein Gutachten wurde im Gerichtsverfahren nie angeordnet und das finde ich grob fahrlässig. Mit Anwalt wäre das wohl anders gelaufen.
 

lebenswert

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Also noch einmal, die Rente ist durch und im Gutachten stehen frisch die oben genannten Diagnosen.
Nun werde ich einen Schwerbehindertenausweis beantragen.

Ich frage, weil ich mir vorstellen kann, dass es einfacher ist mit dem Gutachten der jüngst bewilligten EMR einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen. Denn es ist ein ärztl. Gutachten welches ich zusätzlich zu den Diagnosen meines Neurologen vorlegen kann. Das es zwei verschiedene Wege sind ist mir schon klar.

Ein Grad von 1 - 100 ist nicht gerade eine hilfreiche Antwort für mich, da diese Auswahl wohl bei den obigen Diagnosen nicht in Frage kommt.

Vielleicht weiß noch jemand von ähnlichen Fälllen?

Dankeschön!
 

Muzel

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Einen GdB über 50 zu bekommen ist generell schwierig. Mir hat ein Gesundheitsamtsarzt den GdB von 70 mit einer Fehldiagnose verpasst, vorher hatte ich nur 40. Aber Gesundheitsamtsärzte sind eben besondere Ärzte, nämlich Beamte.
 

Muzel

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Wobei eine Behinderung von 20 überhaupt nicht zählen muss. Nur eine Behinderung über 30 zählt immer.
 

roland55

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Hi,
stell doch einfach den Antrag ans Versorgungsamt, hier kann dir keiner sagen ob und wie hoch dein GDb
ausfallen könnte.

50 % zu erreichen ist allerdings schwierig nach Antwort vom Amt kann man ja evtl. Widerspruch einlegen

gruss roland55
 

liriel

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Moin!

Wer mit Diagnosen wie schwere Panikstörung, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung mit starken selbunsicheren Anteilen und Rezidivierende Depression in die Erwebsminderungsrente geht, welche Chancen hat derjenige auf einen Schwerbehindertenausweis welchen Grades?

Danke für eure Erfahrungen!

Ich habe mit ähnlichen Diagnosen (+ PTBS) einen GdB von 50 bekommen.
Schon bevor die EMR bewilligt wurde.
 

ReinerZirkler

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Bei psychischen Leiden kommt es nicht mehr so stark auf die eigentliche Krankheit/Störung an, sondern es werden vor allem "Soziale Anpassungsschwierigkeiten" berücksichtigt.

Für 50% werden in der Regel "Mittlere Anpassungsschwierigkeiten" erwartet:

Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeit in Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häusliches Leben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispiel durch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Betroffenen einer über das dem jeweiligen Alter entsprechende Maß hinausgehenden Beaufsichtigung bedürfen. Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende Unterstützung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe) möglich ist. Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht möglich ist."
 

ReinerZirkler

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Versorgungsmedizinverordnung: https://www.bmas.de/SharedDocs/Down...undsmed-verordnung.pdf?__blob=publicationFile

Bei Abschnitt B3.7 Neurosen,Persönlichkeitsstörungen, Folgen psychischer Trauma.

Dort sieht man, dass im Bereich GdS 50 - 100 vor allem die Anpassungsschwierigkeiten ausschlaggebend sind.

Die Definition von Anpassungsschwierigkeiten findet man bei B3.5.1 unter den Entwicklungsstörungen, diese wird wohl aber auch bei den anderen Diagnosen zutreffen.
 
E

ExitUser

Gast
Viele psychische Störungen gehen auch mit körperlichen Beschwerden einher, z.Bsp. Erschöpfung bis zur völligen Kraftlosigkeit.

Sie können sich sogar ausschließlich so äußern.
 

Muzel

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En Jordi!
Und was heißt das konkret für psychische Erkrankungen? Was ist denn der der Unterschied zwischen einen Appetitlosigkeit oder Verdauungsstörungen bei einer psychischen Erkrankung im Vergleich mit einer somatischen?
 
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