psychische Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

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darak

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hoffe bin hier richtig

folgender Sachverhalt,

LE ist an paranoide Schizophrenie erkrankt aber ist noch abeitsfähig und will auch arbeiten ( wegen geregelten tagesablauf) . dem Jobcenter ist nur bekannt das LE ab und zu für 4 Wochen im Krankenhaus, auf der Psychatrischen Abteilung ist. will heissen 1 bis 2 mal im jahr bekommt der LE ein psychotischen Schub und geht ins Krankenhaus.

Nun bekommt LE einen Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgebelehrung, daraufhin wurde sich dort normal beworben.es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit Schichtdienst und Wochenendarbeit. Schichtarbeit und Nachtarbeit ist für Schizophrene reines Gift.
Nun kommt es trotz 0815 Bewerbung doch zum Bewerbungsgespräch.
Wenn nun LE beim Gespräch angibt das er zwar gerne die Stelle haben will aber keine Schicht- und Wochendarbeit, da dies durch seine Schizophrenie unzumutbar wäre.UNd Arbeitgeber nimmt ihn nicht und meldet es dies

wäre dies ein Sanktionsgrund? und könnte das Jobcenter sich darauf berufen :

"sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern, § 31 I 1 Nr. 2 SGB II"

Auch will LE nicht unbedingt zum Amtsarzt, weil er den psychischen Druck wegen der Schweigepflicht Entbindung ( die er nicht geben will ) nicht gewachsen ist und durch den Stress er dann einen psychotischen Schub bekommen kann

Der LE befindet sich in Psychiatrischer Behandlung und macht dazu eine Verhaltenstherapie beim Psychotherapeut, beides dem Jobcenter nicht bekannt.
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Hi,

dem Betroffenen wäre, meines Erachtens, damit gedient, wenn er seine Leistungsfähigkeit durch ein ärztliches Gutachten (nach Aktenlage) feststellen lässt. Wenn es Diagnosen gibt und er in Behandlung ist, sollte ihm das "eigentlich" helfen, dass man zukünftig rücksichtsvoller bei der Vermittlung agiert, weil der pAp dann auf das negative Leistungsbild Rücksicht nehmen muss. Oder er geht zu seinem behandelnden Arzt und lässt sich für diesen speziellen Fall attestieren, dass es nicht ratsam ist eine Tätigkeit auszüben, die Schichtarbeit bedingt. Das könnte er beim JC abgeben, zusammen mit dem Vermillungsvorschlag auf dessen Rückseite er vermerkt, "habe mich nicht beworben weil...siehe Attest.."

Soweit meine Ideen
 

Muzel

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Eine Krankheit sollte man nie bei einem Vorstellungsgespräch erwähnen. Die gehen dem Arbeitgeber einen feuchten (...) an. Selbst mit einem Schwerbehindertenausweis musst du die Krankheit nicht angeben. Sie muss nur angegeben werden, wenn der Antritt der Stelle gefährdet ist. Hat die LE einen Schwerbehindertenausweis. Ich denke, dass bei dieser Erkrankung mit einem SB das leben leichter wird. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

LE will nicht zum ärtzlichen Medizinischen Dienst, weil er nicht die Schweigepflichtentbindung unterschreiben will und er den Druck nicht gewachsen ist

auch ist nicht die Frage ob es dem Arbeitgeber die Krankheiten was angehen oder nicht, da das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und er zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, ist die Frage

ist die Angabe , die Schichtarbeit und Wochenendarbeit ist für ihn als Schizophrener unzumutbar, er würde lieber nur zB Teilzeit Nachmittags arbeiten

bei nicht zustande Kommens eines Arbeitsvertrages , in diesem Fall, sanktionierbar
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Deshalb schrieb ich bewusst "nach Aktenlage" - somit entsteht ihm nur bedingt Druck. Er füllt den Bogen aus und lässt den Rest laufen. Für ihn kann das nur sinnvoll sein, wenn er unter der Krankheit leidet - denn wenn das JC diese Einschränkungen nicht kennt, wird es ihn oder sie öfter mit Angeboten torpedieren, die vielleicht nicht passen, weil es denkt, dass alles "normal" ist. Er/Sie wird nicht drumherum kommen sich zu rechtfertigen, wenn er das Jobangebot ablehnt. Er/Sie kann sagen "ist für mich unzumutbar" - könnte aber theoretisch jeder und man ist dann in der Beweispflicht. Um Deine Frage zu beantworten: Ja, ist sanktionierbar, wenn der LE bewusst verhindert, dass ein Arbeitsvertrag zustande kommt.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Deshalb schrieb ich bewusst "nach Aktenlage" somit entsteht ihm nur bedingt Druck. .
in seiner Krankenakte bei seinem Psychiater, stehe private dinge drin, wo er nicht will , das weder Jobcenter noch Amtsarzt was angehen.

das Verhältnis Psychiater und Patient hat was mit vertrauen zutun. Hat der Patient kein Vertrauen zum Psychiater, hat der ein Problem dem Patienten richtig zu helfen

Um Deine Frage zu beantworten: Ja, ist sanktionierbar, wenn der LE bewusst verhindert, dass ein Arbeitsvertrag zustande kommt.

ist es bewusste Verhinderung, wenn er zwar auf die Unzumutbarkeit von schicht- und wochenendarbeit wegen seiner krankheit hinweisst, aber gleich daraufhin sagt eine feste Arbeitszeit würde er sofort nehmen ?

" Bei einer schweren langwierigen Erkrankung empfiehlt Christian Götz von der Gewerkschaft Verdi jedoch, die Vorgesetzten zu informieren, da bei häufigen Arbeitsausfällen sonst ein falscher Eindruck enstehen könnte. "Im schlimmsten Fall vermutet der Chef, dass sich der Arbeitnehmer drücken will und kann ihn zur Untersuchung zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen schicken - das ist das letzte, was man in so einer Situation will."

Job: Welche Geheimnisse Sie vor dem Chef haben dürfen - Karriere - Süddeutsche.de

das er danach sich rechtfertigen muss ist wohl klar.

die frage bleibt , wenn er nun im bewerbungsgespräch auf seine Krankheit aufmerksam macht und bei Anhörung aufgrund seiner Krankheit die Unzumutbarkeit hinweist, dem jobcenter ist wiegesagt bekannt, das LE ab und zu auf einer Psychiatrischen Abteilung ist
folgt dann eine Sanktion oder nicht?
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Das liegt im Ermessen des PaP´s, denke ich. Hat er da nen "Menschen" sitzen, wird der sagen: "Okay, wenn sie angeben krank zu sein, müssen wir das prüfen." - und der medizinische Dienst wird eingeschaltet. Hat er keinen "Menschen" vor sich, schwingt er vielleicht die Sanktionskeule, weil krank ohne "Beleg" schließlich jeder behaupten kann.

"in seiner Krankenakte bei seinem Psychiater, stehe private dinge drin, wo er nicht will , das weder Jobcenter noch Amtsarzt was angehen.

das Verhältnis Psychiater und Patient hat was mit vertrauen zutun. Hat der Patient kein Vertrauen zum Psychiater, hat der ein Problem dem Patienten richtig zu helfen"

Ich bin selbst in psychotherapeutischer Behandlung - ja, Du hast Recht was das Vertrauen betrifft. Der Patient kann aber mit dem behandelnden Arzt besprechen,welche Details er nicht in den Unterlagen wissen möchte, die der ärztliche Dienst bekommt. Das Jobcenter bekommt übrigens gar keinen Einblick in die Diagnosen und Ausführungen. Die bekommt nur der ÄD. Der PaP erhält nur Teil B. des Gutachtens in dem Vermittlungsrelevante Fragen beantwortet werden..sounsoviel Stunden sind angebracht (oder auch nicht) und das negative Leistungsbild (auszuschließen sind...Tätigkeiten..)

"ist es bewusste Verhinderung, wenn er zwar auf die Unzumutbarkeit von schicht- und wochenendarbeit wegen seiner krankheit hinweisst, aber gleich daraufhin sagt eine feste Arbeitszeit würde er sofort nehmen ?"


Das kann er versuchen. Fraglich ist dann aber, ob der Arbeitgeber mit diesem Wissen Meldung ans JC macht und so schließt sich der Kreis...


Wenn der LE krank ist und möchte, dass man ihn rücksichtsvoll behandelt, so muss er das darlegen können. Kann oder möchte er das nicht, wird man ihn wie jeden LE ohne Einschränkungen behandeln und entsprechend verfahren.
 

ZynHH

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

bei Anhörung aufgrund seiner Krankheit die Unzumutbarkeit hinweist.

Es liegt doch keine Unzumutbarkeit vor. Die würde erst dann vorliegen, wenn der ärztliche Dienst dies so darstellt.

Eine Sanktion muss nicht folgen, kann aber. Mit Sicherheit wird derjenige aber zum ärztlichen Dienst geschickt, wenn er gesundheitliche Gründe angibt, warum er keine Schichtarbeit kann.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Es liegt doch keine Unzumutbarkeit vor. Die würde erst dann vorliegen, wenn der ärztliche Dienst dies so darstellt.

Atteste vom Psychiater reichen nicht wegen Unzumutbarkeit?

Der Patient kann aber mit dem behandelnden Arzt besprechen,welche Details er nicht in den Unterlagen wissen möchte, die der ärztliche Dienst bekommt.

dazu hätte ich gerne mehr Infos.

und wie sicher ist es, das trotz schweigepflichtentbindung dies klappen soll
 

Muzel

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Ich habe wegen einer chronischen Psychose(was eigentlich keine Rolle spielt, weil die Krankheiten der SB nichts angehen) 50 GDB bekommen und habe der SB gesagt, dass ich dieser oder jener Stelle nicht gewachsen bin. Das konnte ich mit meinem Ausweis belegen, brauchte es aber nicht. Wenn du so einen Ausweis hast, kannst alle Stellen ablehnen, die du dir nicht zutraust.
 

ZynHH

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Atteste vom Psychiater reichen nicht wegen Unzumutbarkeit?
Meistens nicht. Dann würde ein solches ja auch vom Orthopäden ausreichen, wenn jemand Arthrose hat .....

Sobald du sagst, du hast medizinische Einschränkungen und bist deshalb nicht voll vermittelbar, wirst du zum ärztlichen Dienst geschickt. Das muss ja nicht schlecht sein.

Wenn man es gut vorbereitet mit seinen behandelnden Ärzten, sollte doch alles gut werden.
 

Muzel

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Das wäre auch ein ziemlicher Aufwand, wenn man für jedes Stellenangebot ein neues Attest bräuchte.Die Atteste gibt es schließlich nicht für Nüsse.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Meistens nicht. Dann würde ein solches ja auch vom Orthopäden ausreichen, wenn jemand Arthrose hat .....
dann ist die Frage, wie kann LE nun vorgehen, da das Kind schon im Brunnen gefallen ist ?

zum Bewerbungsgespräch hingehen und dann?
wie geht er nun vor ohne Sanktion? hoffen das er nicht genohmen wird( trotz 0815 Bewerbung trotzdem zum bewerbungsgespräch, da sehe ich wenig Hoffnung ). wenn Arbeitsvertrag zustande kommt arbeiten gehen bis zur nächsten Psychose, die dazu führt das er dann entlassen wird?und damit der nächste knick in seinem leben
Wenn man es gut vorbereitet mit seinen behandelnden Ärzten, sollte doch alles gut werden.
auch hier wieder, bitte mehr Infos, wie,was und co muss er vorgehen
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

dazu hätte ich gerne mehr Infos.

und wie sicher ist es, das trotz schweigepflichtentbindung dies klappen soll

In meinem Fall war es so, dass ich meine Hausärztin und meine Therapeutin darüber in Kenntnis gesetzt habe, dass sie Post vom JC bekommen werden und ein Gutachten ins Haus steht - ich sie von der Schweigepflicht befreit habe. Sowohl mit meiner Ärztin als auch mit meiner Therapeutin habe ich dann gesondert besprochen, was die in die Standardformulare schreiben können und was eben nicht. Als Beispiel: Wenn ich ein traumatisches Erlebnis hatte - reicht wenn da drin steht "traumatisches Erlebnis." Es muss aber nicht drinstehen, was das für ein Erlebnis war, mit welchen Details. Ich denke es geht um Vertrauen zu seinen behandelnden Ärzten - wenn ich mit meinem Doc. Dinge bespreche erwarte ich, dass er nicht gegenteilig hinter meinem Rücken handelt. Runtergebrochen: Der LE von dem wir hier sprechen sollte mit offenen Karten spielen - das wirds ihm, aller Wahrscheinlichkeit nach, leichter machen.

Nachtrag: Wenn er schon einen festen Termin für das Bewerbungsgespräch hat - zum Arzt und krankmelden und bei dieser Gelegenheit auch gleich besprechen, dass er gedenkt ein Gutachten machen zu lassen. Dann weiß der Doc. schonmal bescheid und ist sicher bei allem was folgt eine Unterstützung.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

@ Psychoraz

und wie sieht es mit Hintergründe der Erkrankung und soziales Umfeld aus? die stehen auch in der Krankenakte und das sind die Dinge wo er nicht will, das der Amtsarzt oder jobcenter dies zu lesen bekommt
 

Beebug

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Vielleicht sollte sich dein/e Bekannte/r erstmal krankschreiben lassen, falls ein Termin zustande kommt. Das verschafft erstmal Zeit zum durchatmen.
Was genau er/sie hat, hat den SB nichts anzugehen, der SB erfährt auch nur das, was er wissen muss: welche Tätigkeiten? Wie lange? Welche Tätigkeiten nicht?

Das reicht auch, mehr muss der SB nicht wissen.

Die Person sollte Kontakt zum Hausarzt suchen - das tat ich auch - und mein Hausarzt hat dann die Dinge, die für die Untersuchung unrelevant sind ( auch ich hatte psy. Beschwerden ) nicht rausgegeben. Ich musste mir meine ärztlichen Unterlagen übrigens selbst besorgen. Also habe ich die Sachen ( ein KH-Aufenthalt, von welchem die AfA nichts wusste ) einfach aus den Unterlagen entfernt und lediglich die relevanten Dinge beigelegt.

Einfaches Spiel, ich hätte dort rausnehmen können, was ich möchte.
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Die Ärzte bekommen im Regelfall ein vorgefertigtes Formular, in dem die Diagnosen abgefragt werden und wie die Prognose für die Entwicklung ist. Meines Wissens ist der ä.D. gar nicht an der kompletten Lebensgeschichte interessiert. Beispiel: Ich gebe an einen Bandscheibenvorfall zu haben und der ä.D. lässt sich die Befunde schicken - wirft er einen Blick aufs MRT Bild und den Befund, aber ihn interessiert nicht, wie der Vorfall zustande gekommen ist. Das ist ein ganz trockener und bürokratischer Vorgang - nicht mehr und nicht weniger.

Ich wäre auch nicht scharf drauf, direkt beim ä.D anzutanzen und mich einer fremden Person gegenüber zu öffnen und untersuchen zu lassen, aber das Gutachten nach Aktenlage ist kein Drama und unterm Strich unterliegen auch die Ärzte des JC der Schweigepflicht. Also selbst wenn Details in den Befunden stehen, dürfen die das Arztzimmer nicht verlassen und wohlmöglich an den Sachbearbeiter weitergetragen werden.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Die Ärzte bekommen im Regelfall ein vorgefertigtes Formular, in dem die Diagnosen abgefragt werden und wie die Prognose für die Entwicklung ist..

wenn nun zum Beispiel in der Krankenakte steht " mit dem Patient und Person X gab es Gespräche zur Aufklärung über das Störungsbild, Verlauf und Prognose wurden auch besprochen "

kann man ohne weiteres so drehen, das es nicht in diesem Formular auftaucht?
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

was willst Du daran drehen - was ist speziell daran so schlimm, wenns drinsteht?

Das sagt doch nur aus, dass man mit dir über die Diagnose gesprochen hat und dich darüber und über den Verlauf und die Prognose aufgeklärt hat.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst. Wenn der Betroffene nicht in Stellen vermittelt werden möchte, von denen er denkt, dass er sie nicht packt, dann muss er "beweisen", dass dem eine Diagnose zugrunde liegt, die ihm das verhindert. So funktioniert (leider) das System. Und wenn Du meine ganz persönliche Meinung wissen möchtest: Mir ist lieber, irgendein Arzt vom JC kriegt meine Befunde und erstellt ein Gutachten, anhand dessen ich nicht in jeden Sch**** gezwungen werden kann, als das ich mich bei jedem Vermittlungsangebot oder in der EGV festgehaltenem Bewerbungszwang quäle und immer wieder vor der Frage stehe: "Wie komm ich aus der Nummer am besten raus?"
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

was willst Du daran drehen - was ist speziell daran so schlimm, wenns drinsteht??
ganz einfach, er will nicht das Person x in den Formular für das amt auftaucht

warum, wieso weshalb, das weis er nur selber, er will einfach nicht das das amt von anderen Personen erfährt. für ihn reicht es das der Psychiater das weis

daher die Abneigung wegen der Schweigepflichtentbindung
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Dann soll er das seinem Psychologen / behandelnen Arzt sagen. Ich glaube das geht hier auch zu sehr in die Tiefe, wenn wir jetzt anfangen auseinanderzudröseln, was drinstehen darf und was nicht. Wie ich oben schon sagte - Er wird, wenn ihn seine gesundheitliche Situation so beeinträchtigt, nicht umher kommen den Weg über das Gutachten zu gehen. Ein Anfang wäre ein Gespräch mit seinen behandelnen Docs. Mitunter kennen die das Prozedere auch bereits und können vielleicht auch aufgrund der Erfahrungen schon etwas Druck und Angst davor rausnehmen.

Nochmal: Es geht in diesen Gutachten einzig darum, die Einschränkung für den allgemeinen Arbeitsmarkt festzustellen und mit Fakten zu belegen. Dies bezieht sich auf die Stundenanzahl und die Einschränkungen im negativen Leistungsbild. Das JC / der Sachbearbeiter bekommt keinen Einblick in Diagnosen und Details und der ärztliche Dienst unterliegt der Schweigepflicht.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Ich glaube das geht hier auch zu sehr in die Tiefe, wenn wir jetzt anfangen auseinanderzudröseln, was drinstehen darf und was nicht..

für mich wäre es aber interessant, denn da ich ja nun erfahren habe das er ne Sanktion riskiert, wenn er seinen Gesundheitszustand und seine Zumutbarkeit wegen der Schichtarbeit beim Bewerbungsgespräch äußert und dadurch keine Einstellung bekommt

vielleicht kann ich ihn dazu überzeugen die Schweigepflicht Entbindung zu machen, wenn ich ihm mehr Detail über was drin stehen darf und was nicht und was er dem Psychiater sagen kann und er auch das machen kann

Nachtrag:

wenn ich deinen Nachtrag verstehe, wird Person x beim Formular für dem Amtsarzt auftauchen, ob er das will oder nicht.
 

Psychoraz

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Also..du sagst, dass er seinem Doc. vertraut..warum geht er dann nicht zu ihm, erzählt ihm davon und äußert seinem Arzt gegenüber die Bedenken die er hat?

Er muss doch wissen, was er nicht preisgeben möchte und das kann er nur mit seinem Doc. besprechen.

Wenn ich sein Freund wäre, würde ich ihm nahelegen genau das zu tun und ihm vermitteln, dass das Gutachten wichtig ist, wenn er "geschützt" werden möchte und er da zur Not auch etwas über seinen Schatten springen muss.
 

darak

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AW: psychiche Erkrankung beim Vorstellungsgespräch angeben?

Er muss doch wissen, was er nicht preisgeben möchte und das kann er nur mit seinem Doc. besprechen.
er weis doch was er will, ich habe es doch oft genug gesagt , er will nicht das Person x in den unterlagen auftaucht die der Amtsarzt bekommt

wenn das nun machbar wäre das Person x nicht auftaucht ( darauf ziehlt die ganze zeit meine letzten postings darauf ab ). dann kann und wird er mit dem Arzt reden. nur wenn Person x so oder so in den akten für den amtzarzt auftaucht, lohnt sich auch kein Gespräch beim Arzt für ihn, da er halt nicht will das Person x auftaucht

Wenn ich sein Freund wäre, würde ich ihm nahelegen genau das zu tun und ihm vermitteln, dass das Gutachten wichtig ist, wenn er "geschützt" werden möchte und er da zur Not auch etwas über seinen Schatten springen muss.

wenn er aber keine sicherheit hat, das Person x nicht auftaucht, kann ich ihn dazu nicht bewegen.

paranoide schizophrene sind nicht einfach zu überzeugen
 

Psychoraz

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Und jetzt soll dir hier jemand verbindlich sagen, ob es nötig ist, dass Person X in der Darstellung des Docs. für die Unterlagen des Gutachtens, auftaucht? Dir ist klar, dass das nicht geht, weil hier niemand den Betroffenen kennt und auch nicht seine Geschichte?

Wenn das der springende Punkt ist: "Ich möchte gerne, dass ein Gutachten angefertigt wird um meine Leistungsfähigkeit zu überprüfen - ist es möglich, dass Sie in Ihrer Stellungnahme Person X nicht hineinschreiben?" Ende-Aus-Micky Maus. Der Arzt wird dann schon einschätzen können, ob das von Relevanz ist.
 
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