Psychisch krank beim JC, soll zum Gesundheitscoaching - Kann ich das ablehnen?

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SelfDelUser_6309

Gast
Hallo an alle!

Ich arbeite nicht aufgrund körperlicher und psychischer Probleme. In den Eingliederungsvereinbarungen stand bisher immer, ich solle weiter an der Verbesserung meiner Gesundheit arbeiten. Jetzt habe ich eine neue Fallmanagerin, die mir sehr viel Druck macht und insgesamt sehr ungeduldig wirkt (sie scheint mich keins meiner Probleme zu glauben, bzw. spielt sie alles immer runter). Sie hat in die neue Eingliederungsvereinbarung geschrieben, dass ich für ein Gesundheitscoaching vorgemerkt bin. Ich will da aber keinesfalls hingehen. Schon der Gedanke daran hat dafür gesorgt, dass ich vor Angst wieder sehr zurückgefallen bin in meinen Fortschritten. Ich hasse es so sehr, dass das Jobcenter durch die ständigen Termine, das auf mich einreden und das dauernde Androhen von Maßnahmen dafür sorgt, dass ich einfach nie auf einen grünen Zweig komme ... Ich tu mein Bestes, um mich irgendwie gesellschaftsfähig zu kriegen, aber das brauch halt seine Zeit.
Naja, zurück zum Thema ... Worum handelt es sich bei diesem Coaching denn genau? Kann ich das verweigern ohne Sanktionen befürchten zu müssen? Oder kann mich mein Hausarzt krankschreiben? Immerhin ist es ja ein Gesundheitscoaching, also darf man da wegen Krankheit überhaupt fehlen? Ihr wisst, was ich meine ...
Mir geht es richtig mies seit dem letzten Termin. Ich komme gar nicht mehr klar mit meiner Depression, weil ich immer dieses drohende Coaching vor mir habe. Allein schon das Reinfahren in die Stadt würde mich psychisch fertigmachen. Ich mag nicht allein S-Bahn fahren, das ist die Hölle für mich.

*seufz*
Hat jemand irgendeinen Tipp für mich?

Liebe Grüße
Leena
 

erwerbsuchend

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Gesundheitliche Dinge haben in einer EGV nichts zu suchen. Wenn deine SB deine Erwerbsfähigkeit oder deine Krankheiten anzweifelt, dann soll sie den äD einschalten, der dich dann entsprechend begutachtet und festlegt, welche Tätigkeiten du ausüben kannst.

Um deine Maßnahme beurteilen zu können, wäre es hilfreich, wenn du die entsprechenden Unterlagen in anonymisierter Form hier hochladen könntest.
 

Fabiola

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Gesundheitliche Dinge haben in einer EGV nichts zu suchen.
Um deine Maßnahme beurteilen zu können, wäre es hilfreich, wenn du die entsprechenden Unterlagen in anonymisierter Form hier hochladen könntest.
Und auch die EGV. Hast Du diese unterschrieben?
Du kannst beides abfotografieren und dann als Bild hier einstellen. Vorher bitte anonymisieren!
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo Leena,

Ich arbeite nicht aufgrund körperlicher und psychischer Probleme.

Habe deine Anfrage mal verlegt, dort findest du auch mehr Informationen von anderen Usern mit ähnlichen Problemen und wirst auch mehr Antworten bekommen, die dir vielleicht weiterhelfen könnten.

In den Eingliederungsvereinbarungen stand bisher immer, ich solle weiter an der Verbesserung meiner Gesundheit arbeiten.

Du bist ja schon sehr lange hier im Forum angemeldet, hast du dich dazu noch gar nicht kundig gemacht, was in solchen Fällen zu geschehen hat ?
Seit wann bist du denn schon krank und bist du auch von einem ambulanten / behandelnden Arzt (mit laufender Bescheinigung) AU geschrieben und wirst du regelmäßig behandelt, machst eine Therapie ???
Wurdest du schon mal vom ÄD (med. Dienst vom JC) untersucht / begutachtet, ob du überhaupt Erwerbsfähig bist und zum JC gehörst ... dazu wären schon einige zusätzliche Informationen nötig.

Eingliederungsvereinbarungen sind NICHT für Gesundheitsfragen gedacht, sondern sollen dich in Arbeit bringen, soweit jedenfalls die gesetzliche Theorie.
Wenn das bei dir vorerst aus gesundheitlichen Gründen gar nicht möglich ist, DARF eine EGV überhaupt NICHT mit dir abgeschlossen werden.

Das ist ein verbindlicher Vertrag und man kann sich NICHT vertraglich dazu verpflichten bis zum Tag X "gesünder zu werden", das ist Unsinn und ein solcher Inhalt gar nicht zulässig, das hat ja mit Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung nichts zu tun.

Jetzt habe ich eine neue Fallmanagerin, die mir sehr viel Druck macht und insgesamt sehr ungeduldig wirkt (sie scheint mich keins meiner Probleme zu glauben, bzw. spielt sie alles immer runter).

Die SB oder FM vom JC haben gar keinen Anspruch auf genauere Auskünfte zu deinen gesundheitlichen Problemen, das geht ALLES NUR Ärzte und Therapeuten was an, warum bitte erzählst du deinen Arbeitsvermittlern davon und hoffst auf "Verständnis und Verschonung" beim JC und das offenbar schon viele Jahre lang ???
Darauf hast du nur Anspruch wenn du eine Krankschreibung von einem behandelnden Arzt vorweisen kannst, dann ist es völlig EGAL was dir diese Menschen glauben wollen oder nicht, die haben keine medizinische Ausbildung, KÖNNEN und dürfen das gar nicht beurteilen. :icon_evil:

Sie hat in die neue Eingliederungsvereinbarung geschrieben, dass ich für ein Gesundheitscoaching vorgemerkt bin. Ich will da aber keinesfalls hingehen.

So was musst du ganz sicher NICHT machen, fremden Menschen (bei einer "Coaching-Maßnahme") musst du keine Informationen zu deinem Befinden und deinen Problemen geben, das steht NUR den Ärzten zu, die du dir selbst dafür ausgesucht hast und deine FM kann das auch gar nicht beurteilen, ob dir das was bringen könnte oder nicht zumal sie ja offenbar selber auch nicht genau weiß, was da stattfinden soll.

Es ist aber ihre Pflicht das zu wissen und dir erklären zu können, wenn sie schon meint, das wäre die genau richtige Maßnahme für dich.
In der Regel sind solche Coachings freiwillig und können NUR über die Unterschriften auf einer EGV "verteilt" werden, also UNTERSCHREIBE NICHT ... auf gar keinen Fall, dann erklärst du dich "freiwillig" bereit, daran teilnehmen zu wollen.

Schon der Gedanke daran hat dafür gesorgt, dass ich vor Angst wieder sehr zurückgefallen bin in meinen Fortschritten. Ich hasse es so sehr, dass das Jobcenter durch die ständigen Termine, das auf mich einreden und das dauernde Androhen von Maßnahmen dafür sorgt, dass ich einfach nie auf einen grünen Zweig komme ... Ich tu mein Bestes, um mich irgendwie gesellschaftsfähig zu kriegen, aber das brauch halt seine Zeit.

Diese nötige Zeit bekommst du aber vom JC NICHT, wenn du nicht mal eine AU-Bescheinigung vom Arzt haben solltest, dann brauchst du nämlich NICHT an irgendwelchen Maßnahmen teilnehmen. :icon_evil:

Für deine Gesundheit sollten NUR ambulante (also JC-unabhängige Mediziner) Ärzte / Psychologen oder bei Bedarf auch echte Kliniken zuständig gemacht werden ... das JC ist keine medizinische Anstalt und zu "windigen Gesundheits-Maßnahmen" kann dich KEINER zwingen.

Worum handelt es sich bei diesem Coaching denn genau? Kann ich das verweigern ohne Sanktionen befürchten zu müssen?

Wer soll dir das hier genau beantworten können, wenn deine FM dich da hinschicken will, hat sie dir auch zu erklären WARUM und was da genau stattfinden soll ...
Hast du einen Namen des Anbieters / Maßnahmeträgers, dann kann man vielleicht mal im Internet danach suchen, "Hellseher" sind wir ja hier auch nicht ...

Coachings gibt es viele inzwischen, da wird man "bequatscht" wie man sein Leben / seine Bewerbungen / sein Benehmen / sein Styling oder eben seine Gesundheit "verbessern" könnte, um (angeblich) erfolgreicher (und gesünder) eine bessere berufliche Zukunft zu haben. Meist sind das auch "verkrachte Existenzen" die sich damit ihr Brot bei den MT verdienen ... aber die verdienen damit (die Arbeitslosen vollzulabern) meist mehr, als du vom JC bekommst ...

Es mag Ausnahmen geben wo das wirklich Sinn machen könnte (im Bewerbungsbereich vielleicht) aber gesund geworden ist da sicher noch Niemand ... du weißt nicht mal, ob die eine anständige Ausbildung oder gar ein Studium abgeschlossen haben, dass sie befähigen könnte was Sinnvolles zu erreichen, mit dem was sie da tun.

Das sind so meine Erkenntnisse dazu, die ich nur dem intensiven Lesen der entsprechenden Beiträge dazu hier im Forum verdanke, denn selber hat man mich nie zu solchen Maßnahmen schicken wollen.

Oder kann mich mein Hausarzt krankschreiben? Immerhin ist es ja ein Gesundheitscoaching, also darf man da wegen Krankheit überhaupt fehlen? Ihr wisst, was ich meine ...

Dein Hausarzt sollte dich IMMER und durchgehend AU schreiben, dann kommt man dir gar nicht erst mit solchem Unsinn, ist doch völlig egal wie die ihre Maßnahmen so betiteln, nicht überall wo "Gesundheit drauf steht ist auch wirklich Gesundheit drin".
JC-Maßnahmen sollen dich in Arbeit bringen, die taugen NICHT zum "gesünder werden" ... da muss man mit AU auch nicht hin ... :icon_evil:

Die taugen nur dafür dich aus der Statistik zu bringen, du bist eben schon zu lange ohne Arbeit und offiziell wirklich krank bist du OHNE Krankenschein vom behandelnden Arzt auch NICHT.

Mehr kann man dir dazu eigentlich gar nicht raten, als dich dauerhaft AU schreiben zu lassen ... bisher bist du offiziell NICHT KRANK für das JC ganz egal was du den SB und FM dazu so erzählst ...
Deine Behandlungen / Therapien solltest du dir besser bei richtigen Ärzten suchen, die findet man nicht bei solchen Maßnahmen ...

MfG Doppeloma
 

bLum

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Hallo Leena!

Wenn es dir so schlecht geht kannst du dich auf jeden Fall erst mal krank schreiben lassen!
Wie erwerbsuchend schon schrieb haben gesundheitliche Angelegenheiten in einer EGV eigentlich nichts zu suchen.
Hier wird allgemein immer geraten eine EGV erst überhaupt nicht zu unterschreiben.
Dazu gibt es hier genügend Beiträge, die einen auf das vorbereiten, was dann alles auf einen zukommen kann und wird.
Ich bin nicht ganz sicher - vielleicht schreiben dazu andere ja mehr - aber eventuell könnte man noch eine Feststellungsklage in die Wege leiten mit dem Ziel, dass die EGV wegen Rechtswidrigkeit aufgehoben wird????

Solltest du die EGV unterschrieben haben gibt es aber leider kaum noch Möglicheiten, außer dass du dich durchgehend krank schreiben lässt, oder zur Maßnahme gehst aber dort auf keinen Fall irgendwas unterschreibst!
Mich würde ja mal interessieren, was diese "Gesundheitscoaches" für Qualifikationen haben und auf was ich mich da rechtlich gesehen einlassen würde, wenn ich da teilnehmen würde.

Die Frage ist auch, was überhaupt dein Begehr und deine Perspektive ist!
Brauchst du eine längere Auszeit, oder willst du auch mit deiner gesundheitlchen Einschränkung versuchen einen Job zu finden?

(edit: oh, Doppeloma hat gepostet, bevor ich meinen Beitrag abgesetzt habe! Da biste in guten Händen! :D)
 

Frodo

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Dieses Coaching, wie es vom Jobcenter angeboten wird, ist qualitativ minderwertig und bei psychischen Problemen (z.B. Depressionen) absolut kontraproduktiv. Es triggert erneut.
Sätze wie "Anderen Menschen geht es auch schlecht" oder "Nun stellen Sie sich mal nicht so an" belegen schon, dass dieses Coaching eine andere Intention als Unterstützung hat: Arbeitsvermittlung.
Wirklich gute Coachs arbeiten auch nicht für Maßnahmenträger, sondern sind selbstständig tätig, folglich ist das, was in den Maßnahmen herumschwirrt, der Rest vom Kuchen, höchstens Krümel.
Ich würde mich umgehend krankschreiben lassen.
In deinem Fall brauchst du einen Psychologen oder Psychotherapeuten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Oder kann mich mein Hausarzt krankschreiben?

Hallo Leena, für eine Übergangszeit könnte das eine Lösung sein. Es geht aber auch ohne. Ich war nicht einen Tag krankgeschrieben mit einer ähnlichen Problematik, weil ich immer bereit war bei einer geeigneten Stelle zumindest Teilzeit zu arbeiten. Die Psychologische Dienst der Arbeitsagentur hatte mich dennoch ein halbes Jahr aus der Vermittlung genommen. Danach habe ich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) angestrebt. Damit hatte ich Ruhe vor allem anderen Unsinn und irgendwann haben sie auch eingesehen, dass das der richtig Weg ist.

Facharzt oder Therapeut hast du auch schon? Die könnten dir auch ein Attest ausstellen, dass medizinische Maßnahmen oder eine Reha Vorrang haben.
Ein Coaching ist generell nicht zur Therapie von Erkrankungen zugelassen. Ernstzunehmende Anbieter würden auch fragen, ob eine Erkrankung vorliegt und dich dann an Ärzte oder Therapeuten verweisen.
Ich denke, du musst auch lernen, selbstbewusster deine Interessen zu vertreten. Suche dir vielleicht einen Beistand oder bereite dich gut auf Termine vor, nehme Unterlagen zur Prüfung mit nach Hause und lass uns dann drüberschauen ...

Nur Mut!
 
S

SelfDelUser_6309

Gast
Vielen Dank für eure bisherigen Antworten!
Um ehrlich zu sein bin ich etwas erschlagen von allem. Ich fühle mich extrem überfordert. Ich habe einfach Angst vor einem Konflikt, deshalb versuche ich die Fallmanagerin irgendwie "bei Laune" zu halten, sehr brav zu sein und mich kooperativ zu zeigen. Ich habe Angst, dass sie mich erst recht schickaniert, wenn ich anfangen würde, ihr die Stirn zu bieten. Bisher habe ich teils die Wahrheit gesagt, teils Sachen erfunden, wenn sie mich ausgefragt hat. Sie will immer alles wissen, was genau ich mache für meine Gesundheit, welche Ärzte, Therapien, Medikamente etc. Auch meinen Alltag will sie genau wissen. Das stresst mich so sehr und ich würde so gern einfach nicht mehr hingehen. Finanziell ist das leider nicht zu machen, niemand kann mich unterstützen von meiner Familie, aber arbeiten geht eben auch nicht. Es geht nicht vor und nicht zurück, ich fühle mich gefangen.

In der EGV steht wörtlich: "Für das Gesundheitscoaching ab März 2019 werden Sie vorgemerkt, um Sie optimal hinsichtlich der vorliegenden Problemlagen zu unterstützen."
Es steht ja nicht drin, dass ich definitiv hingehen werde ... aber ich weiß einfach nicht, wie ich der Fallmanagerin das erklären soll. Sie wird sicher sagen, dass es keinen Grund gibt, da nicht hinzugehen. Es soll mir ja geholfen werden. Sie nannte keine Organisation, leider, sonst hätte ich schon selbst gegoogelt. Es hieß nur, das wären "Experten wie Ärzte und Psychologen", die mich da beraten. Ich dachte erst, es handelt sich um eine einmalige Sache, aber anscheinend ist es eben eine länger andauernde Maßnahme. Das kriege ich keinesfalls hin, auch wenn mir schon geraten wurde, es einfach "auszusitzen". Für mich geht sowas einfach nicht, das ist ja genau der Grund, weshalb ich nicht arbeiten kann.

Zu den Fragen:
Ich bin nicht krankgeschrieben. Das habe ich früher mal versucht, aber es hieß immer, länger als zwei, drei Wochen kann/darf ein Hausarzt das gar nicht. Ich hab es dann aufgegeben, überhaupt danach zu fragen. Ich wurde früher eh alle sechs Monate zum Amtsarzt geschickt und der hat mich dann wiederum für ein halbes Jahr arbeitsunfähig geschrieben. Danach war ich eine Weile weg vom Jobcenter, weil ich einen Partner hatte, der mich finanziell mitversorgt hat. Inzwischen bin ich seit Anfang 2016 leider wieder beim Jobcenter, weil die Beziehung in die Brüche gegangen ist. Ich dachte auch, vielleicht ist es jetzt etwas besser da als früher und sie helfen mir vielleicht wirklich, eine Perspektive (unter Berücksichtigung meiner Einschränkungen) zu finden, aber sie haben mich direkt in eine Maßnahme gesteckt, da hatte ich noch nicht mal meinen Bewilligungsbescheid. -_- Ich habe dann mehrmals krankgemacht, wurde aus der Maßnahme rausgeworfen und dann lief es erstmal eine Weile ganz gut, weil ich eine sehr einfühlsame Fallmanagerin hatte. Nun ist die Neue eben alles andere als einfühlsam. Sie hat mir schon durch die Blume gesagt, dass sie mich für faul hält. Sie macht von Mal zu Mal mehr Druck und das führt bei mir dann immer dazu, dass gar nichts mehr geht. Momentan ist es wieder so schlimm geworden, dass selbst aufstehen und duschen eine Herausforderung darstellt, dabei war ich letztes Jahr schon ziemlich weit gekommen ... dachte ich.
Unter Stress klappe ich immer sofort wieder zusammen. Ich fühle mich so absolut nicht lebensfähig. Ich bin unnütz und liege der Gesellschaft auf der Tasche. Wie kann ich da der Fallmanagerin gegenüber selbstbewusst auftreten? Ich fühle mich ja selber wie der letzte Schmarotzer und wenn ich dann auch noch Maßnahmen ablehne, die ja ach so gut für mich wären, dann bin ich doch sofort unten durch.

Ach, ich weiß ja auch nicht. Ich wollte mich hier eigentlich gar nicht so auskotzen, es bringt ja nichts. Aber ich weiß einfach nicht weiter. Seit zwei Jahren suche ich nach einem Therapeuten und finde keinen, kann mich aber auch nur sporadisch drum kümmern, wenn ich mich eben stabil genug fühle, jemanden anzurufen. Meine Hausärztin weiß auch nicht, wie schlecht es mir teils geht, weil sie ja auch nur sagen würde, ich soll in Therapie gehen. Und ich dann sagen muss, dass ich es nicht mal schaffe, mich regelmäßig ans Telefon zu klemmen, um das endlich irgendwie hinzukriegen.

Ich hör jetzt lieber mal auf. Sorry für das viele Herumgeweine. Ich weiß nur nicht wohin damit. Und mit mir.
 

Organismus

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Ich bin unnütz und liege der Gesellschaft auf der Tasche. Wie kann ich da der Fallmanagerin gegenüber selbstbewusst auftreten? Ich fühle mich ja selber wie der letzte Schmarotzer und wenn ich dann auch noch Maßnahmen ablehne, die ja ach so gut für mich wären, dann bin ich doch sofort unten durch.

Du liegst niemandem auf der Tasche, weil du offensichtlich Probleme hast! Das ist genau die Kopfsache, welche das Hartz4-System erzeugen soll! Wäre ja noch schöner, wenn jemand mit psychischen Problemen genauso funktionieren muss, wie jemand der vollkommen gesund ist! Die 1940er sind nach meinem Kalander lange vorbei!

Ich nehme mal an, @Leena möchte vor allem wissen, ob hier im Forum jemand ist, welcher ihr bei der Suche eines Therapeuten helfen kann und vlt. auch, wie sie am besten auf einen Therapeuten zugeht und ihre Lage darstellt? Eine private Nachricht an @Leena wäre in diesem Fall vlt. sogar besser, da man sich so eventuell leichter öffnen und austauschen kann als im öffentlichen Forum? Ich sehe des Öfteren Leute hier im Forum, welche sich auf Grund von Depressionen krankschreiben lassen, Wissen sollte also vorhanden sein.
 
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Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Sie will immer alles wissen, was genau ich mache für meine Gesundheit, welche Ärzte, Therapien, Medikamente etc. Auch meinen Alltag will sie genau wissen.

Das geht sie alles nichts an oder ist sie zufällig Ärztin oder Therapeutin? Da musst du lernen, dich ganz klar abzugrenzen. Zur Not einfach schweigen, wenn es um andere Dinge geht als die Arbeitsvermittlung. Ein guter Beistand könnte dir helfen, Distanz zu wahren.

In einem zweiten Schritt solltest du darüber nachdenken, was du erreichen möchtest und wer dir dabei helfen könnte. Solange die medizinische Reha nicht erfolgreich war, wird Arbeitsvermittlung auch nicht wirklich etwas bringen.

dass selbst aufstehen und duschen eine Herausforderung darstellt

Du kannst jederzeit ein Ambulanz aufsuchen oder dich in eine Klinik einweisen lassen. Da bekommst du auch eine Krankmeldung, wenn nötig.
 

Fabiola

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Hallo Leena,
Jetzt habe ich eine neue Fallmanagerin, die mir sehr viel Druck macht und insgesamt sehr ungeduldig wirkt (sie scheint mich keins meiner Probleme zu glauben, ... Leena
Es ist nicht Aufgabe der SB Dir zu glauben oder sich ein Bild Diner Einschränkungen zu machen - sie ist keine Ärztin und überschreitet hiermit schon eindeutig Grenzen!
aus Post #9: Wie kann ich da der Fallmanagerin gegenüber selbstbewusst auftreten?
Indem Du aufhörst mit SB über gesundheitliche Dinge mit ihr zu reden ("gesundheitliche Dinge bespreche ich ausschließlich mit einem Arzt") und im selben Atemzu einen Antrag bei ihr (mglst. schriftlich mit Bestätigung der Antragsstellung) stellst, Dich zum ärzlichen Dienst (äD) zu schicken, denn nur dieser ist berechtigt, sich zu Deinen Einschränkungen zu äußern und auf deren Grundlage zu entscheiden, welche Art Jobs Dir von SB noch zugemutet werden dürften. Daran hat sie sich dann zu halten. Sie wäre sowieso verpflichtet, Dich von sich aus zum äD zu schicken, sobald sie von gesundheitlichen Einschränkungen erfährt. Die Frau tut ihren Job nicht!

Bitte beantworte die Frage, ob Du die neueste EGV unterschrieben hast - wäre wichtig!
Bist Du möglicherweise bei einer Optionskommune?

Bevor der äD (nach Deiner Antragstellung) sich per Gutachten noch nicht geäußert hat, darf Dir SB weder Vermittlungsvorschläge machen noch dich einer Massnahmen zuweisen, da ja noch gar nicht klar ist, was überhaupt mit Deinen noch zu klärenden Einschränkungen möglich ist, oder aber der äD Dich erst einmal für länger aus dem Verkehr zieht.
 

verona

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Muzel

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Was soll denn das für ein Gesundheitscoach sein? Das könnte ein Medizinstudent sein, der beim Präp-Kurs beim Anblick der Leichen aus den Latschen gekippt ist. Das Amt hat mich mal zu einem Psychologen geschickt, der keiner war.
Das Amt soll dir erst einmal sagen, was der für eine Qualifikation hat. Mit der Gesundheit spielt man nicht.
 
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SelfDelUser_6309

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Ja, die EGV habe ich unterschrieben. Ich unterschreibe die immer, da ich es niemals schaffen würde, da nein zu sagen. Ich weiß, ich bin furchtbar. -.-

Im Prinzip ist es jetzt doppelt so schwer für mich, sie nicht weiter über meine Gesundheit/Krankheit zu informieren, denn sie würde sich ja wundern, weshalb ich bisher alles erzählt habe und mich dann plötzlich weigere. Keine Ahnung, ob ich das schaffe. Ich hätte wirklich gern jemanden, der mich begleitet und dafür sorgt, dass ich mich da nicht dauernd so überfahren lassen.

Mich würde wirklich sehr interessieren, wie andere es mit psychischen Problemen geschafft haben, nicht so drangsaliert zu werden. Falls sich da jemand melden mag per PN, wäre ich sehr dankbar.

Wegen dem ärztlichen Dienst ... ich sollte da schon einmal hingehen, aber es kam nie eine Einladung. Als ich dann wieder im Jobcenter vorstellig werden musste, wurde ich gefragt, wie es dort denn war. Die wusste gar nicht, dass ich nicht eingeladen worden war. Kurze Zeit später hieß es dann, der Arzt hätte nach Aktenlage entschieden und ich wäre voll arbeitsfähig. Ich war ziemlich entsetzt, aber die meinten, das wäre doch prima, weil ich ja sonst kein Geld mehr bekommen würde. In dem Gutachten stand, dass ich mich erstmal um eine Verbesserung meiner Gesundheit kümmern soll, ehe man mich vermittelt. Nur deshalb blieb das überhaupt jetzt in dieser "Schwebe". In jeder EGV stand dann eben nur drin, dass ich mich bemühen muss, meine Gesundheit zu verbessern und den Fallmanager auf dem Laufenden halten soll.
Wenn ich das alles so aufschreibe, dann merke ich selbst, wie dumm ich mich teils anstelle und was ich alles abnicke. Aber um es nochmal zu betonen: Ich habe Angst. Ich sitze da wirklich in Schockstarre, von oben bis unten mit verkrampften Muskeln und alles in mir schreit "Ich will hier weg, bitte". In diesen Situationen im Jobcenter bin ich echt nicht zurechnungsfähig. Ich schäme mich dafür auch ziemlich, aber das ist wie Autopilot.
 

Doppeloma

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Hallo Leena,

Ich bin nicht krankgeschrieben. Das habe ich früher mal versucht, aber es hieß immer, länger als zwei, drei Wochen kann/darf ein Hausarzt das gar nicht. Ich hab es dann aufgegeben, überhaupt danach zu fragen. Ich wurde früher eh alle sechs Monate zum Amtsarzt geschickt und der hat mich dann wiederum für ein halbes Jahr arbeitsunfähig geschrieben.

Dann lies bitte im #Post 4 noch mal GENAU nach was ich dir dazu schon geschrieben habe, OHNE AU-Bescheinigung von einem behandelnden (ambulanten) Arzt bist du offiziell NICHT krank für das JC ... :icon_evil:
Der ÄD vom JC kann dich nur aus der Vermittlung nehmen (für jeweils 6 Monate) aber das geht auch nicht "unendlich" ... und hat mit einer regulären (gesetzlich anerkannten) Krankschreibung überhaupt NICHTS zu tun.
Davon wird noch nicht mal die Krankenkasse informiert, du bist für "alle Welt" gesund OHNE richtigen Krankenschein vom Arzt.

Alle deine Erklärungsversuche und Begründungen werden das nicht ändern können, leider schreibst du auch NICHTS dazu, wie du denn selbst deinen Gesundheitszustand tatsächlich mal verändern / verbessern möchtest, es geht ja nicht NUR darum was das JC "gerne hätte" ...

Hast du selbst kein Interesse daran, dass es dir mal wieder besser gehen könnte ???

Das wirst du OHNE echte Behandlung und Therapie bei richtigen Ärzten aber nicht erreichen können ... ja der Gang zum Hausarzt könnte der Anfang sein und der darf dich durchaus länger als 2 - 3 Wochen AU schreiben wenn das erforderlich ist und sollte dich direkt zum Psychiater überweisen (der kann dich auch weiter AU schreiben, wenn du erst mal ausgesprochen hast was dich so quält).

Ich war fast 4 Jahre (durchgehend) vom Psychiater AU geschrieben ... das war für den überhaupt kein Problem.
Dort (bei den richtigen Ärzten) solltest du unbedingt die ganze Wahrheit sagen zu deinen Ängsten / Problemen und warum du seit vielen Jahren nicht arbeitsfähig bist ... sonst KANN dir auch kein Arzt / Therapeut wirklich helfen.
Von selber wird so was nicht besser, wenn man immer nur versucht den Weg des geringsten Widerstandes zu nehmen ("ich will keinen Ärger, da unterschreibe ich lieber alles was man von mir verlangt"), das solltest du doch inzwischen auch schon festgestellt haben.

Ich irre mich (vermutlich) nicht, dass auch deine Beziehung (vorrangig) an deinen Problemen zerbrochen ist und wahrscheinlich auch an dem Umstand, dass dein Partner dich von seinem Geld mit ernähren musste in dieser Zeit ... :icon_kinn:

Auch über PN-Austausch kann dir hier Niemand deine Probleme abnehmen, wir sind hier keine Ärzte und nur die können dir wirklich helfen, aber DU musst das auch selber WOLLEN ... FÜR DICH, nicht für das JC und deine "Fallmanager" ... die wollen dich nur irgendwie "aus dem Blickfeld" bekommen ... ob das hilfreich für dich sein wird ist denen völlig EGAL ...
Solche "Maßnahmeträger" sind jedenfalls KEINE zugelassenen Gesundheitseinrichtungen ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Organismus

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Info-Telefon Depression

0800 / 33 44 533

Mo, Di, Do: 13:00 – 17:00 Uhr
Mi, Fr: 08:30 – 12:30 Uhr

Hier könntest du vlt. einfach mal fragen, was du als nächstes machen könntest, um in eine durchgehende Behandlung zu kommen!

Bitte ebenso diesen Link lesen:
Wer behandelt Depression? - Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Nimm dir @Doppeloma Post (#16) zu Herzen! Du musst es selber wollen, um mit einer vernünftigen Ärztin zusammen deine Sachberaterin in Schach halten zu können! Sobald du deinen Arzt gefunden hast, kannst du bei der SB nämlich viel leichter im Kopf den hier die ganze Zeit machen: :icon_laber:, wenn die SB dir wieder einen von beruflicher Eingliederung erzählen will :icon_cool:

Hier kannst du übrigens nach einer Begleitung für das JC fragen:
Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter
 
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SelfDelUser_6309

Gast
Danke für die Antworten!

Also hier in diesem Forum geht es mir, um ehrlich zu sein, wirklich "nur" darum, wie ich das mit dem Jobcenter managen kann. Was ich mit mir und meiner Gesundheit anstelle wollte ich nicht unbedingt groß ausbreiten, das versteht ihr sicher. Es ist halt alles ziemlich kompliziert (also nicht einfach Diagnose "Depression" und fertig). Da die genauen Probleme von mir aber nichts damit zu tun haben, was ich für Rechte und Pflichten dem Jobcenter gegenüber habe, ist das wahrscheinlich auch nicht notwendig, genauer drauf einzugehen. Ich habe jedenfalls verschiedene Therapien hinter mir und wenn ich vergleiche, wie es mir vor zehn Jahren ging und wie jetzt, dann ist das ein himmelweiter Unterschied. Naja, wie gesagt, darum geht es eigentlich nicht. Das Jobcenter ist, wenn ich das so sagen darf, das größte meiner Probleme. Ich komme mit meinen Einschränkungen an sich gut klar, nur kollidiert das eben mit dem, was das Jobcenter möchte. Und genau dieser Zustand aus Druck und Zwang macht mich kaputt.

Die Beziehung zu meinem Ex ging damals übrigens auseinander, weil ich mich neu verliebt habe. Natürlich waren meine gesundheitlichen Probleme (ich habe auch körperliche Einschränkungen) nicht gerade ein Anturner für ihn und in unserer Beziehung war eh ziemlich der Wurm drin, aber ein Trennungsgrund war es nicht. Mein aktueller Lebenspartner kommt damit auch ganz gut zurecht, er ist ein sehr einfühlsamer Mensch. Aber er ist eben "leider" ein armer Student und kann mir finanziell nicht helfen, sonst wäre ich niemals zurück zum Jobcenter gegangen.

Jedenfalls fühle ich mich jetzt bestärkt, mir ärztlichen Beistand zu holen. Eine Freundin von mir will mir auch dabei helfen, den Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Das macht vielleicht einiges leichter.
 

Organismus

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I
Das Jobcenter ist, wenn ich das so sagen darf, das größte meiner Probleme.

Wissen, das elo-forum, ist hier deine beste Verteidigung, besonders wenn du Probleme hast "Nein!" zu deiner SB zu sagen!

Schon durch das regelmäßige Lesen der neuen Beiträge, kannst du viel Wissen sammeln, welches nach und nach dir dabei helfen wird, selbstbewusster deine Rechte zu verteidigen und natürlich zu kennen!

Neue Beiträge

Zeitkinds Leitfaden solltest du auf jeden Fall auch mal durchstöbern:

https://www.elo-forum.org/threads/leitfaden.188238/#post-2238120

Vom EGV-Bereich kann man ebenfalls sehr viel lernen, da es hier ausschließlich um Problemlösung geht, bzw. Wissen vermittelt wird:

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA)

Alles, was für mich hier im Forum interessant ist, notiere ich mir übrigens, bzw. mache eine Kopie oder Browser-Verknüpfung. Das solltest du auch machen, um später darauf zurückkommen zu können, wenn du es brauchst!

II
Jedenfalls fühle ich mich jetzt bestärkt, mir ärztlichen Beistand zu holen. Eine Freundin von mir will mir auch dabei helfen, den Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Das macht vielleicht einiges leichter.

Super! Viel lesen und ein Arzt im Schlepptau werden dich beim Verhör stärken und selbstbewusster machen!

Wenn bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises etwas wichtiges zu beachten oder zu wissen ist, kann das ja vlt. noch jemand hier erwähnen?

III
Sie hat in die neue Eingliederungsvereinbarung geschrieben, dass ich für ein Gesundheitscoaching vorgemerkt bin. Ich will da aber keinesfalls hingehen.

Und auch die EGV. Hast Du diese unterschrieben?
Du kannst beides abfotografieren und dann als Bild hier einstellen. Vorher bitte anonymisieren!

Du musst den Experten hier im Forum immer konkrete Materialien liefern (deine anonymisierte EGV), damit diese für deine Probleme Lösungsvorschläge verfassen können und die Ebene der Pauschal-Antwort verlassen werden kann! Die kompetentesten Helfer antworten dir nämlich nicht, wenn du denen nichts Konkretes in die Hände gibst! :)
 
S

SelfDelUser_6309

Gast
Danke für die Links und den Zuspruch. :)

Meine EGV stelle ich ganz bewusst hier nicht ein, denn auch anonymisiert würde zumindest meine Fallmanagerin direkt auf mich schließen können, da sehr spezifische Sachen drinstehen (was ich bis wann zu machen habe etc.). Das Risiko mag gering sein, dass die in diesem Forum stöbert, aber ich bin da einfach etwas übervorsichtig.

Falls jemand Tipps zum Antrag auf Schwerbehinderung hat, wäre ich aber wirklich sehr dankbar. Vielleicht auch hinsichtlich der Vorteile, die es beim Jobcenter bringt (falls es denn welche bringt). Meine Fallmanagerin betont bei jedem Gespräch wie dankbar ich sein kann, dass sie noch an meine baldige Genesung glaubt, sonst würde ich längst ohne Geld dastehen.
 

Fabiola

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Meine Fallmanagerin betont bei jedem Gespräch wie dankbar ich sein kann, dass sie noch an meine baldige Genesung glaubt, sonst würde ich längst ohne Geld dastehen.
Und diesem Unsinn glaubst Du noch nach allem was Dir hier geschrieben wurde?
Ich bin hier vorerst raus - Du willst es scheinbar nicht anders :rolleyes:
Stell einen Antrag auf Begutachtung durch den äD damit das mit dieser SB aufhört - mehr kann Dir hier von mir nicht eindringlich raten werden. Alles andere ist für mich vergebene Liebesmüh :icon_evil: um Dich auf einen für Dich gangangen Weg zu motivieren!
 

Doppeloma

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Hallo Leena,

Also hier in diesem Forum geht es mir, um ehrlich zu sein, wirklich "nur" darum, wie ich das mit dem Jobcenter managen kann. Was ich mit mir und meiner Gesundheit anstelle wollte ich nicht unbedingt groß ausbreiten, das versteht ihr sicher.

Beim JobCenter kannst du GAR NICHTS managen wenn du (zu lange) nicht arbeiten kannst aus gesundheitlichen Gründen und keine ärztlichen AU-Bescheinigungen vorzuweisen hast, die das auch belegen können.
Deine Gesundheitsprobleme brauchst du hier auch nicht "auszubreiten" es genügt ja, dass du das bereits beim JC ausgiebig getan hast und immer noch auf Verständnis hoffen möchtest, anstatt auf gezielte medizinische Hilfe.

Da die genauen Probleme von mir aber nichts damit zu tun haben, was ich für Rechte und Pflichten dem Jobcenter gegenüber habe, ist das wahrscheinlich auch nicht notwendig, genauer drauf einzugehen.

Zu deinen Rechten und Pflichten hast du bereits genug Hinweise und Links bekommen, das JC ist jedenfalls NICHT verpflichtet dich zu verschonen (mit Vermittlung und Maßnahmen) wenn du nicht nachweislich auch vom Arzt AU geschrieben bist ... da du das ganz anders sehen möchtest hast du die Probleme, dass man deine Krankheiten nun nicht mehr ernst nehmen möchte ... die konkreten Gesundheitsprobleme sind dafür tatsächlich völlig EGAL, denn für das JC hast du offiziell NICHTS ...

Für den Rest möchte man dich ja von medizinischen "Quacksalbern Gesund-Coachen" lassen ...

Das Jobcenter ist, wenn ich das so sagen darf, das größte meiner Probleme. Ich komme mit meinen Einschränkungen an sich gut klar, nur kollidiert das eben mit dem, was das Jobcenter möchte. Und genau dieser Zustand aus Druck und Zwang macht mich kaputt.

Du merkst aber schon, dass du dir ständig selber widersprichst, das JC soll dich (gesetzlich gesehen) in Arbeit bringen, das geht nicht wegen Krankheit (für die du aber keine AU hast) aber das sollen die "tolerieren", einfach zahlen und dich "in Ruhe lassen" bis DU meinst soweit zu sein... das ist aber NICHT die Aufgabe des JC und darum machen dich diese Forderungen kaputt ....
Diese direkten Zusammenhänge lassen sich nicht einfach trennen und ignorieren, weil du das gerne für dich so sehen möchtest. :icon_evil:

Jedenfalls fühle ich mich jetzt bestärkt, mir ärztlichen Beistand zu holen. Eine Freundin von mir will mir auch dabei helfen, den Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Das macht vielleicht einiges leichter.

Wie kommst du darauf, dass ein Schwerbehinderten-Ausweis irgendwas "leichter" machen wird beim JC ???

Du hast dann noch ein "Vermittlungs-Hemmnis" mehr und man wird sehr bald versuchen dich an das Sozial-AMT (SGB XII) abzuschieben ... weil beim JC die letzte Hoffnung schwindet dich mal wieder in Arbeit zu bekommen.

MfG Doppeloma
 
S

SelfDelUser_6309

Gast
Oh, ich glaube ich habe vielleicht ein bisschen missverständlich formuliert, denn ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass ich das "ganz anders sehen möchte". Ich habe meinen Fall geschildert und gute Ratschläge bekommen. Ich wusste nicht, dass ich ohne die AU-Bescheinigung nicht "offiziell" als krank gelten kann, weil ich ja seit 2016 beim Jobcenter bin und mich lediglich "um meine Gesundheit" kümmern sollte - vermitteln wollten die mich bisher nicht. Deshalb dachte ich, das wäre dann so gut wie eine Krankschreibung. Jetzt weiß ich es besser und werde mir eine holen, dann muss ich hoffentlich auch nicht zu diesem ominösen Coaching.

Das mit dem Sozialamt wurde mir auch seitens der Fallmanagerin schon "angedroht", aber ich wüsste nicht, wie ich das verhindern sollte. Ich bin nun mal nicht arbeitsfähig und das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Also nochmal zusammengefasst: Da das Jobcenter nicht versucht hat mich zu vermitteln, sondern auf eine Besserung meines Gesundheitszustandes gewartet hat, dachte ich, dass ich keine extra Krankschreibung benötige. Jetzt weiß ich, dass ich sie benötige und werde mich darum kümmern. Falls da also irgendwas in meinen Antworten wie eine Weigerung rüberkam, irgendwas einzusehen, dann war das nicht meine Intention.
 
S

SelfDelUser_6309

Gast
Und diesem Unsinn glaubst Du noch nach allem was Dir hier geschrieben wurde?
Ich bin hier vorerst raus - Du willst es scheinbar nicht anders :rolleyes:

Sie hat das bisher so gesagt und ich hatte es geglaubt (man beachte bitte die Vergangenheitsform). Mein Topic ist doch erst eine Woche alt und ich habe eure Ratschläge ja erst in dieser Zeit bekommen. Beim nächsten Termin im Jobcenter weiß ich ja nun, was ich zu tun habe und was ich lassen sollte. Ich verstehe nicht, wieso mir unterstellt wird, ich würde Ratschläge nicht annehmen. :unsure:
 
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