Psych. Reha stationär/teilstationär

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stuu

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Habe mal eine Frage an diejenigen die sich mit der psychischen Reha auskennen.Wird einem eher die teilstationäre ( also Tagesklinik ) oder die stationäre genehmigt?Es wurde bisher noch keine Tagesklinik besucht,nur eine niedergelassener Therapeut ohne grossartigen Erfolg.Waere es prinzipell noch möglich von stationär zu teilstationär zu wechseln ( nehmen wir an alles wäre in einer Einrichtung) oder muss dann alles neu beantragt werden?Bin nicht so der Fan von Kliniken und glaube nicht das ich das da durchziehen würde.Wie lange dauern stationäre und teilstationäre Aufenthalte eigentlich in der Regel?Mein Therapeut ist für einen stationären Aufenthalt,ich verstehe allerdings nicht warum..ich habe ja ein stabiles soziales Umfeld und bin nicht selbstmordgefährdet oder sowas.Ich brauche nur eine intensivere Verhaltenstherapie.
 

verona

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Bin auch in Therapie. Die läuft auch nicht gut. Werde irgendwie nicht richtig warm mit dem.
Es ist dann sehr typisch, die Ursache beim Klienten zu suchen. Die stellen sich und ihre Arbeit kaum in Frage. (Dazu sind die meistens auch narzistisch viel zu gestört)

Versuche doch den Therapeuten zu wechseln. Schaue wie es in der neuen läuft. Dann kannst du dir immer noch einen stationären Aufenthalt überlegen.

Teilstationär und vollstationär zu gehen, bleibt dir überlassen. Würde hierzu für weiteres die Krankenkasse befragen. Eine Therapie dauert ca. 6 bis 12 Wochen. Man hängt ziemlich unter einer Käseglocke. Ich halte da nicht (mehr) soviel von. Es sollte wirklich nur sein, wenn es nicht mehr geht.
 

stuu

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Hallo Verona und danke fuer deine Antwort!
Die Sache mit dem Therapeuten wechseln ist leider nicht so ganz einfach.Ich habe bei meinem jetzigen nur zwei Monate auf einen Platz warten muessen( irgendwie zeigt sich auch warum:() und bei allen anderen bin ich gleich abgeblitzt oder ueberhaupt nicht durchgekommen.Wenn ich mir jetzt nochmal einen neuen Therapeuten suche ,dann kann ich mich also nochmal auf durchschnittlich 4-6 Monate Wartezeit einstellen... ausserdem weiss ich auch nicht ob die KK dann nochmal zahlt,denn meine 25 Std. sind ja schon bald um und ich denke dann gibts erstmal ne Sperrzeit ( weiss nur nicht genau wie lange eigentlich).So wie ich es bisher verstanden habe muesste mein jetziger Therapeut die Therapie dann verlaengern und somit der Bedarf gewahrt werden ( ist jetzt etwas bloed ausgedrueckt).Denke mein Thera. Will mich in die Reha abschieben ,weil wir eben keinen Fortschritt haben und die Stunden bald um sind,ausserdem gibts auch noch die Angestellten vom Jobcenter,die da von Zeit zu Zeit Druck machen und Erfolge sehen wollen.Ich denke auch das eine stationäre Unterbringung fuer mich die Hoelle waere und am Ende staende ich ja auch wieder so da.Dann gehe ich lieber jeden Tag zur Klinik wie zur Arbeit,jenes finde ich viel besser.Nur an meinem Therapeut scheint die Idee abzuprallen.
Deshalb interessiert es mich ja so ob ein Wechsel moeglich waere.Das ich eben erstmal stationär gehe und dann dort erklaere das ich mich dort nicht wohl fuehle und lieber zur Tagesklinik wechseln moechte.Wuerde mir dann extra eine Einrichtung suchen wo es beides gibt ( davon gibts in meiner Naehe diverse).
 

verona

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Wechsel geht relative problemlos. Allerdings würde ich an deiner Stelle abwarten bis die Verlängerung durch ist. Dann sagt die Krankenkasse nichts bzw. kann nichts sagen. Einen neuen zu finden, ist nicht leicht. Ich weiß das. Aber du schreibst ja selber, dass du meinst, er schiebt dich letztendlich in die Reha ab, weil die Therapie nicht gut läuft.

Die Frage ist doch; Was bringt dir diese Therapie noch?
Unter Umständen nimmst du mehr Schaden, als das es dir gesundheitlich was bringt.

Beratungstellen, Initiativen bieten oftmals kostenlose Kurztherapien an. Caritative Einrichtungen mal anrufen und nachfragen.

Die vom JC geht das einen sche...dreck an, ob du sogenannte Erfolge erzielst oder nicht. Das können die nicht beurteilen und dürfen sich in deine gesundheitlichen Vorgehenswiesen nicht einmischen.
 

stuu

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Ich glaub eben nicht das mein Therapeut die Therapie verlaengern wird.Habe noch 4 Sitzungen und nun wollen wir den Antrag fuer die Reha stellen.Ja,das Jobcenter geht mein Gesundheitszustand eigentlich nen Scheissdreck an,aber ohne den richtigen Arzt im Ruecken lassen die mich eben auch nicht in Ruhe.Denn fuer die zaehlen eben nur Atteste,erzaehlt werden kann ja viel.Und dann kommen sie einem nachher wieder mit so Forderungen wie in 3 Wochen nen Therapieplatz finden und Atteste vorlegen:icon_eek: ja ,das habe ich alles so erlebt...
Habe Angst nach der Therapie alleine dazustehen und in paar Monaten wieder dem Jobcenter ausgeliefert zu sein.Werde nochmal bei der Rentenkasse anfragen muessen bzgl. Wechsel der Therapieform.Weisst du denn ob einem oft auch stationär abgelehnt wird und ich im Grunde dann nur teilstationär machen könnte?Denn ambulant ist ja wohl mit ner Kurzzeittherapie auch noch nicht alles ausgeschöpft und ich denke das in ne Stationäre nur Leute kommen die wirklich nicht mehr können.Ich komme ja im Alltag soweit ganz gut klar,habe nur so diverse Probleme ,die mir das Alles erschweren.Braeuchte intensive Verhaltenstherapie und glaube meinem Therapeut ist das auch alles scheissegal.Wenn es nach dem geht wuerde ich nur mit Medikamenten ruhig gestellt werden:icon_eek:
 

Muzel

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Hast du einen HA mit dem du reden kannst?
Sag doch deinem Therapeuten, dass er mit dir eine teilstationäre Reah beantragen soll. Lass dir einen Therapiebericht geben, den er auch für die Einrichtung schreiben muss.
 

stuu

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Nein,hab aktuell keinen guten HA.Das ist ja das Problem,Therapeut dreht mir regelmaessig das Wort im Munde um und ist fuer stationär.
 
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Was spricht gegen stationär, gibt auch schöne Kliniken und ist nicht nur für Leute die "fertig" sind.Es waren 3 Freunde schon von mir in solchen Kliniken unter anderen auch meine EX-Freundin, ich bekam alles jahrelang mit, sie war mal in der tagesklinik und vollstationär, und selbst aus ihrer Sicht war es besser für ne Weile raus aus dem Alltagstrott zu kommen und sich mal voll auf sich zu konzentrieren was auch wunderbar funktioniert hat, und ich genauso sehe. Sie hat sich zwar gewehrt am Anfang dass sie das nicht will , aber wie gesagt war die Einsicht hinterher da und würde sie auch wieder machen.

In der Tagesklinik wars nicht sodolle, du kommst da raus und hast gleich den Alltagstrott anner backe hängen.... das tat ihr zumindest nicht gut.


Deshalb überlegs dir, so schlimm ist das nicht, ich war oft zu Besuch in der Klinik, die Leute waren alle normal mit denen ich mich unterhielt.....wenn ich diese Leute nicht inner Klinik kennegelernt hätte dann wüsste ich heut noch nicht dass sie Probleme hätten.....

Tagesstruktur war auch super, immer Unterhaltung und Therapie, oder Ausflüge in die Region, viel Freizeitangebote.....

Wichtig ist dass du dir dann , wenn du dich dafür entscheidest, die Klinik vorher anschaust (im Netz) und wie die Umgebung ist und evtl. die Zimmer sind.......usw......
 

stuu

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Ja,ich weiss ja das in Psychiatrien nicht nur Verrueckte sondern auch ganz normale Leute sind.Wenn man verrueckt ueberhaupt so definieren kann,aber du weisst schon was ich meine.Wie lange war deine Freundin denn in der Einrichtung?Ich weiss nicht,aus dem Alltagstrott mal rauskommen,das kann ich auch wenn ich zu meiner Familie oder in den Urlaub fahre.Ich muss ja das "Gelehrte" auch irgendwie im Alltag umsetzen und das kann ich schlecht wenn ich in der Klinik abgeschirmt bin.Ich denke ich brauche einfach eine intensivere Therapie ,die mir nunmal ein Niedergelassener nicht bieten kann.Darf ich fragen wegen was deine Freundin denn dort in Behandlung war?Ich habe leider das Problem bei einem Therapeut zu sein der sehr stark die Medikamentenschiene faehrt,hauptsache man ist schnell wieder runter vom Sessel.Habe das Gefuehl er will mich in eine Klinik abschieben um mich so fuer immer los zu sein.ich bin aber eher gegen Medikamente und wenn dann nur im groessten Notfall und denke das in Kliniken sehr viel mit Meds laeuft.Ausserdem graut es mir davor dort schlafen zu muessen und meine Katze muesste ich dann auch andersweitig unterbringen.Fuer mich waere das win unnoetiger Umstand den ich eigentlich nicht will.Ich weiss selbst nicht warum ich mich bei meinem Therapeut nicht durchgesetzt habe und auf Tagesklinik gepocht habe.Aber ich war in dem Moment wahrscheinlich wieder zu schwach dazu:icon_kotz:.Es ist sehr schwer gegen den anzukommen.Deshalb ja ueberhaupt dieser ganze Thread mit dem Wechseln und so..werde wohl nochmal bei der Rentenkasse anfragen muessen.
 

Doppeloma

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Hallo stuu,

ich mische mich mal mit ein paar ganz allgemeinen Infos ein, denn irgendwie scheinst du Reha und Akut-Kliniken "in einen "Topf" zu werfen.

Reha-Maßnahmen laufen üblicherweise über die DRV (sofern man dort bereits entsprechende Ansprüche hat), die sind ambulant und stationär möglich.

Bei einer psychosomatischen Reha-Maßnahme wird zumindest am Anfang (2 - 3 Wochen) meist die stationäre Aufnahme bevorzugt, das hängt ja auch von der Entfernung der geeigneten Klinik ab.
Eine Reha ist zur Stabilisierung und Wiederherstellung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit gedacht, soll also (theoretisch) den Abschluß einer akuten /therapeutischen Behandlung bilden, damit der "Kandidat" anschließend wieder auf den Arbeitsmarkt kann.

Ich selbst hatte so eine Reha (über die DRV) weil meine KK ein wenig Krankengeld einsparen wollte, die Dauer war 6 Wochen, kann aber auch noch verlängert werden, ich wollte keine Verlängerung.

Bei ALG II-Bezug wird meist (von der DRV) nur noch für 4 - 5 Wochen bewilligt, was schon davon zeugt, wie wichtig die DRV da diesen Erholungseffekt sieht.
In meiner Klinik gab es die Möglichkeit auch ambulant diese Reha durchzuführen, machten Einige, fanden es aber ziemlich stressig (ähnlich wie arbeiten gehen), eben weil man den ganzen privaten Kram zusätzlich "an der Backe hat" ...

Andererseits gab es aber dadurch genau den Effekt, den du erwartest, denn die Leute sind ja gezwungen parallel auch ihr Leben außerhalb der Reha-Klinik auf die Reihe zu bekommen. :icon_daumen:

Sie mußten morgens um 7:30 dort sein und hatten Anwesenheitspflicht bis mindestens 16 Uhr, bei Teil-Verpflegung durch die Reha-Klinik (außer Abendbrot), am Wochenende war natürlich Therapiefrei.

Mir hat es Nichts gebracht, Medikamente nimmt man im Übrigen IMMER freiwillig oder gar nicht, mich hat Niemand dazu gezwungen zu nehmen, was ich nicht nehmen wollte. :icon_evil:

Mit Psychiatrie /psychosomatischer Akut-Klinik oder "Tagesklinik" hat das Alles überhaupt nichts zu tun, das sind Akut-Angebote zur Behandlung, die generell (wie eben Krankenhaus) von der KK bezahlt werden und keine DRV-Reha-Maßnahmen.

Mit solchen Akut-Therapien kenne ich mich nur theoretisch aus, ich war noch in keiner Akutklinik (wegen meiner Psyche) und habe auch noch keine Therapie in einer Tagesklinik absolviert, ich kann dich da durchaus verstehen, denn ich hoffe auch sehr, das wird in meinem Leben nicht mehr notwendig sein.

Wenn dein Therapeut nicht mit dir klar kommt und du mit ihm auch nicht, frage ich mich welchen Nutzen sowas überhaupt bringen soll, Medis können unterstützend wirken, sind aber eher kein wirkliches "Heilmittel" bei psychischen Problemen.

Dein Therapeut sollte sich also mal ganz klar dazu äußern, ob er mit deiner Therapie insgesamt überfordert ist und du deswegen besser in eine Akut-Klinik sollst oder ob er seine Therapie bereits für so erfolgreich hält, dass du eine DRV-Reha zur Stabilisierung dieses Zustandes antreten sollst ... :icon_kinn:

Ihm sollten die wesentlichen Unterschiede in den Ansätzen jedenfalls bekannt sein, ein Akut-Klinikaufenthalt dauert so lange wie es erforderlich ist, da kann man keine festen Zeiten für angeben.

MfG Doppeloma
 
G

gast_

Gast
Habe Angst nach der Therapie alleine dazustehen und in paar Monaten wieder dem Jobcenter ausgeliefert zu sein:icon_eek:
Red doch mal mit deinem Hausarzt.
Vielleicht kann der dich AU schreiben und dir ein Attest ausstellen, daß du vorläufig nicht zum JC mußt.
Dann hättest du Zeit, dir einen anderen Therapeuten zu suchen.

Wenn du das Gefühl hast, beim Falschen zu sein, wirds dir auch nicht besser gehen können.
 

KlebeFix

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Hallo Stuu,

dein Therapeut fährt die Medischiene?
Wie kann er das denn?
Da Therapeuten keine Medikamente verschreiben dürfen ausser dein Therapeut ist zusätzlich noch niedergelassener Psychiater.

Vielleicht will dich dein Therapeut gar nicht loswerden, sondern er sieht, dass es für dich einfach besser und hilfreicher wäre eine stationäre Behandlung anzutreten.
Ich verstehe auch nicht, warum man immer sofort einen stationären Aufenthalt so wehement ablehnt und alle Ablehnungsgründe schon parat hat, obwohl man selbst gar keine Erfahrung damit hat oder alles nur vom hörensagen kennt, weil es einem zugetragen wurde.
Persönlich würde ich jederzeit einem stationärem Aufenthalt positiver gegenüberstehen, als einem Aufentahlt in einer Tagesklinik. Stationär kann ich mich auf mich persönlich konzentrieren und muss mich nicht noch nebenbei mit anderen Dingen befassen. Tagesklinik ist mir persönlich zu stressig um mich mit mir selber zu befassen, da noch viele andere Sachen auf einen einströmen.

Meine stationären Aufenthalte haben mich wesentlich weiter gebracht als die Aufentahlte in einer Tagesklinik.
 

hartaber4

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"Schema F" (der ganze Gruppen-Kokolores usw.) und individuelle Probleme....... so etwas kann nicht gut gehen.... hier kann man sich mal die Frage stellen, warum das niedergelassene Psychotherapeuten nicht machen....?!?

Im Kern sind das reine "Show-Veranstaltungen" um eine Rechtfertigung zu haben Gelder aus dem Sozialsystem absaugen zu können.....

Ferner ist man auch eher kaum an einer "Heilung" interessiert.... eher am "Drehtür-Patienten" ..... " beehren Sie uns bald wieder.... und vergessen Sie Ihre KV-Karte nicht"
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Huhu,

zunächst mal zur Kostenübernahme bei einem Therapeutenwechsel:

Das ganze muss - selbst wenn noch genehmigte Stunden vorhanden sind - beantragt werden und ist u.U. nicht so leicht. Da ich selbst in der PKV bin, hab ich hier keine persönlichen Erfahrungen, jedenfalls würde ich dem weiter oben genannten Rat, erst die Verlängerung zu beantragen und dann zu wechseln, nicht unbedingt zustimmen. Würde im Endeffekt höchstwahrscheinlich auf dieselbe Menge an Papierkram hinauslaufen.

Relativ problemlos läuft es, wenn man mit dem Therapeuten auch die Therapieform wechselt. Wenn dein jetziger Therapeut z.B. Verhaltenstherapie abrechnet und du zu einem tiefenpsychologisch fundiertem wechselst, andersrum oder zu nem Psychoanalytiker oder wie auch immer.

Eine Sperrzeit gibt es erst, wenn die maximalen Stunden (die variieren je nach Therapieart, mit 25 Stunden biste da aber weit drunter) aufgebraucht sind, die gilt dann für zwei Jahre und auch nur für die abgerechnete Therapieform - d.h. selbst dann kann man noch bei einem anderen Therapeuten mit anderer Therapieform anfangen.
Verlängerungen über die maximalen Stunden hinaus sind möglich, aber schwierig - ist aber in diesem Fall hier eh noch kein Thema.

Grundsätzlich macht es Sinn, sich zusätzlich zum Therapeuten einen Psychiater zu suchen - unabhängig davon, ob der Therapeut auch Psychiater ist. Im Idealfall sollte der Therapeut das auch unterstützen bzw. von sich aus anregen. Auf diese Weise hat man noch einen "Notanker", falls der Therapeut mal im Urlaub ist, die Stunden zu Ende sind oder eine andere, wie auch immer geartete Katastrophe eintritt.

Damit hat man auch bei einem Therapeutenwechsel noch Unterstützung und eben jemanden, der einen mit AUs notfalls vorm JC schützen kann.

Zum Thema Klinik:

Die Frage, ob man von vollstationär nach teilstationär bzw. andersrum wechseln kann, hängt von der Klinik, der Infrastruktur Wohnort/Klinik und vom Kostenträger ab.
Wenn der Kostenträger die DRV ist, bin ich raus. Da habe ich keine Ahnung von.
Bei der KV als Kostenträger ist der Wechsel relativ problemlos möglich, das klären die Ärzte in der Klinik dann.
Allerdings hängt es natürlich auch von denen ab, ob ein solcher Wechsel stattfinden kann/darf/soll.
In einigen Kliniken ist es üblich, vollstationär anzufangen und dann teilstationär dranzuhängen, um den Übergang zu erleichtern. In anderen Kliniken wird das nicht gemacht, da die stationären und teilstationären Gruppen völlig unabhängig voneinander arbeiten, ein völlig unterschiedliches System haben und da nichts ineinander greift.

Dann kommt es auf die Lebensumstände des Patienten an - ist die Klinik überhaupt erreichbar? Manche Kliniken verbieten das Autofahren während der Behandlung, kommt man also mit Öffis hin? Hat man ein soziales Netz, aber trotzdem nicht zu viel Familienstress? Kann man sich überhaupt selbst gut genug organisieren, um einen teilstationären Aufenthalt hinzukriegen? Das sollen nur mal ein paar Beispielfragen sein, die sich stellen.

Beide Behandlungsvarianten haben Vor- und Nachteile. Ich persönlich würde stationär bevorzugen, aber es gibt auch genug Dinge, die für teilstationär sprechen. Ich denke das muss man sich selbst überlegen und im Zweifel einfach "ausprobieren". Hört sich jetzt blöd an, aber man darf eh nicht erwarten, einfach in irgendeine Klinik zu gehen und nach ein paar Wochen gesund nach Hause zu kommen.

Grundsätzlich ist in Sachen Kostenübernahme die Beantragung über die KV einfacher, auch was Verlängerungen usw. angeht. Es kommt halt darauf an, ob die gewählte Klinik eine Reha-Klinik oder ein Krankenhaus ist. Nicht jede Klinik, die als Krankenhaus läuft, ist eine psychiatrische Akutklinik, das sollte man nicht verwechseln.
Zu dem Thema wurde ja schon was geschrieben, ne Akutklinik ist was völlig anderes.

Was ich persönlich wichtig finde, ist die Auswahl der Klinik. Auch hier ist man bei der Kostenübernahme-Variante durch die KV etwas freier (muss evtl. Fahrtkosten selbst tragen, aber man kann sich ja das Krankenhaus, in das man gehen will, selbst aussuchen).

Man sollte sich über die möglichen Kliniken vorher informieren, schauen ob die eigene Erkrankung zum Behandlungsschwerpunkt der Klinik passt, ob man mit den Rahmenbedingungen klarkommt usw.
Es gibt da je nach Klinik und Station sehr unterschiedliche Richtlinien und Regeln für Patienten, das sollte man sich anschauen und überlegen, welche Freiheiten man für sich braucht.
Aus persönlicher Erfahrung mal ein kleiner Vergleich:

Klinik 1: Alle verordneten Therapieangebote sind absolut verpflichtend, wenn es einem mal zu mies geht, muss man trotzdem hin, wer eine Therapie vorzeitig verlässt, kann sich auf Diskussionen gefasst machen. Streng durchgeplantes Therapieangebot jeden Tag von 8-16 Uhr.
Essen auf der Station, Anwesenheit Pflicht.
"Ausgang" maximal drei Stunden am Stück, vorher Eintrag ins Stationsbuch und Abmeldung beim Pflegedienst. Türschluss um 21 Uhr, Nachtruhe um 22.30 Uhr. Tagesurlaub am Wochenende, Rückkehr abends bis 20 Uhr.
Mehrbettzimmer.
Autofahren grundsätzlich per Behandlungsvertrag verboten, egal ob man Medikamente nimmt oder nicht.
Teilstationäre Gruppe vorhanden, aber völlig getrennt von der stationären Therapie. Übergang ist möglich, allerdings hat die teilstationäre Einheit ein völlig anderes Konzept und anderes Personal.

Klinik 2: Es gibt verpflichtende und freiwillige Angebote. Es wird einem geraten, auch an letzterem teilzunehmen, das ist aber eine freie Entscheidung. Einzeltherapien sollen wahrgenommen werden, bei Gruppen wird zumindest um Abmeldung unter Angabe der Gründe gebeten, wenn es nicht geht. Keine Diskussionen, aber Hilfsangebote. Zwischen den einzelnen Therapieangeboten ist genug Zeit, die freien Angebote muss man ja auch nicht wahrnehmen.
Essen in der Personalcafeteria des Krankenhauses, keine Überprüfung der Teilnahme.
"Ausgang" so viel wie man will, keine Abmeldepflicht. Türschluss unter der Woche um 22.30 Uhr, am WE um 23.30 Uhr, zusätzlich ist auf Anfrage unter der Woche einmalig eine Verlängerung auf 22.30 Uhr möglich. Nachtruhe ab Mitternacht. Wochenendurlaub beinhaltet eine Übernachtung.
Einzelzimmer.
Keine allgemeingültigen Einschränkungen.
Teilstationäre Behandlung ohne jeglichen Behandler- Behandlungsartwechsel möglich.

Beides sind psychotherapeutische Kliniken, Klinik 1 ist eine sozialtherapeutische Station einer Psychiatrie, Klinik 2 eine an ein "normales" Krankenhaus angeschlossene Abteilung für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin.

Was man an Regeln "braucht" bzw. womit man sich arrangieren kann, muss man sich halt vorher überlegen - im Zweifel in Absprache mit dem aktuellen Therapeuten. Es gibt nicht "die" Klinin, die jeden helfen kann, da muss man - leider - ein bisschen suchen, bis man etwas passendes findet. Wie beim niedergelassenen Therapeuten auch.
 

hartaber4

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Was man an Regeln "braucht" bzw. womit man sich arrangieren kann, muss man sich halt vorher überlegen - im Zweifel in Absprache mit dem aktuellen Therapeuten. Es gibt nicht "die" Klinin, die jeden helfen kann, da muss man - leider - ein bisschen suchen, bis man etwas passendes findet. Wie beim niedergelassenen Therapeuten auch.

Für Menschen die eigentlich Hilfe brauchen ist das eher sinnlos...

Was für Methoden im klinischen Setting (Käseglocke die weit von der -unvermeidbaren- Realität abschirmt) plus Zuckerbrot - und Peitsche.... im Machtgefälle Patient-Klinikpersonal... VERTRAUEN entsteht sicher auf andere Weise.

Konditionierungsspielchen sind in einer Hundeschule besser aufgehoben....
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Ich denke man kann aus meinem "Vergleich" schon herauslesen, welche Art der Behandlung ich bevorzuge. ;)

Ein Setting mit strengen Regeln und Strukturen kann aber bei bestimmten Erkrankungen durchaus Sinn machen.
Im Bereich der eher psychiatrischen Grunderkrankungen z.B. ist es wichtig, dass der Patient lernt, strukturiert zu leben, DBT zur Behandlung bei Borderline ist ein anderes Beispiel, manche anderen Persönlichkeitsstörungen erfordern auch eine gewisse Strenge und Distanz des Behandlers, im Rahmen einer Suchttherapie sind strenge Regeln auch durchaus üblich und Behandlungs-Standard.

Ist wie bei allen Dingen im Leben, man kann es nicht verallgemeinern.
 
G

gast_

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Ich verstehe auch nicht, warum man immer sofort einen stationären Aufenthalt so wehement ablehnt

eigene Erfahrungen z.B., oder man hats bei anderen mitbekommen, was da so abgeht...

und alle Ablehnungsgründe schon parat hat, obwohl man selbst gar keine Erfahrung damit hat oder alles nur vom hörensagen kennt, weil es einem zugetragen wurde.

Woher weißt du, daß die, die stationär ablehnen, keine eigenen Erfahrungen haben?

Persönlich würde ich jederzeit einem stationärem Aufenthalt positiver gegenüberstehen, als einem Aufentahlt in einer Tagesklinik.

Jeder muß das für sich selbst entscheiden und ausprobieren.

Meine stationären Aufenthalte haben mich wesentlich weiter gebracht als die Aufentahlte in einer Tagesklinik.
Und meinen Mann hat beides nicht weiter gebracht...
 

ZynHH

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Zitat von KlebeFix
Ich verstehe auch nicht, warum man immer sofort einen stationären Aufenthalt so wehement ablehnt

eigene Erfahrungen z.B., oder man hats bei anderen mitbekommen, was da so abgeht...

und alle Ablehnungsgründe schon parat hat, obwohl man selbst gar keine Erfahrung damit hat oder alles nur vom hörensagen kennt, weil es einem zugetragen wurde.

Woher weißt du, daß die, die stationär ablehnen, keine eigenen Erfahrungen haben?

Persönlich würde ich jederzeit einem stationärem Aufenthalt positiver gegenüberstehen, als einem Aufentahlt in einer Tagesklinik.

Jeder muß das für sich selbst entscheiden und ausprobieren.

Meine stationären Aufenthalte haben mich wesentlich weiter gebracht als die Aufentahlte in einer Tagesklinik.


Und meinen Mann hat beides nicht weiter gebracht...

Kiwi, liest du manchmal was du schreibst?

Ich finde Kleeblatt hat völlig recht. Ausserdem gibst du dir mit deinen Antworten auch gleich die Antworten auf deine nächste Frage.

Es geht um Leute, die noch nie eine Therapie gemacht haben.
Und jeder Therapieerfolg hängt auch immer von der willentlichen Mitarbeit der Patienten ab. Niemand wird einen Erfolg verspüren, wenn er das nicht will sondern bockig wie ein kleines Kind darauf beharrt soetwas nicht zu brauchen.


Ps: Und hör bitte auf in postings herumzumalen.

pss: Schönen Sonntag noch.:icon_knutsch:
 

hartaber4

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z.B. ist es wichtig, dass der Patient lernt, strukturiert zu leben

Und das wäre keine "Verallgemeinerung" ?

One size doesn´t fit all.......

WAS ist denn "strukturiert"? Das künstliche Klima einer Krankenhausstation?

Alles was nicht in die "Schema-F-Schablone" passt hat keine Struktur?
 
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Was spricht gegen stationär, gibt auch schöne Kliniken und ist nicht nur für Leute die "fertig" sind.
Stimmt. Mein Mann war auch in einer. Da hat er "Urlaub" gemacht und es ging ihm offensichtlich besser. Wurde als arbeitsfähig entlassen :)

Der Urlaubseffekt hat zu Hause genau 3 Tage angehalten... dann folgte wieder AU... für Jahre.

So hat jeder seine Erfahrungen.
 

gelibeh

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In meiner Suchttherapie gab es sehr feste Regeln, eher wie in Klinik1 in Cayes Beschreibung.
Aber in der psychosomatischen Klinik in Bad Malente ging das eher so zu wie in der Klinik 2 von Caye beschrieben. Da hat man sich nicht eingesperrt gefühlt. Und mir hat der Aufenthalt in beiden Kliniken sehr geholfen. Es kommt ja auch darauf an, weswegen man in die Klinik geht. Bei eine Suchterkrankung muss man restriktiv vorgehen, bei einer Verhaltenstherapie wohl eher nicht.
 

hartaber4

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Was soll das eigentlich immer mit "Sucht= gescheiterte Existenz" oder behandlungsbedürftig?


Ich persönlich hatte zwei Chefs (die sich in den fetten 70/80er Jahren Millionen auf die Seite gescheffelt haben) und die waren beide das, was man "Berufsalkoholiker" nennt.... trotzdem wurden Lieferanten pünktlich bezahlt und auch der Lohn kam 13,5 jährlich jeden Monat rüber.... brauchen solche Leute einen "konstruktiven Aufenthalt" in der Klappse?

Beide haben die Altersgrenze jenseits der 65 erreicht.....

Wenn jetzt der Spruch "Gesundheit" kommt lach ich mich fast tot..... Konsequenz wäre dann ja: Alle RaucherInnen zwangsbehandeln!!! Alle Übergewichtigen zwangsbehandeln!
 

stuu

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Danke fuer eure zahlreichen Antworten.Langsam verstehe ich das alles auch nicht mehr.Mein Therapeut ( ist auch Psychiater) und ich sehen die Therapie als nicht erfolgreich an und sprechen uns fuer eine intensivere Begleitung aus.Wenn mein Thera. fuer eine Reha waere,dann muesste er also seine Therapie als erfolgreich ansehen?!Da widerspricht sich ja einiges!Nein,ich brauche keine Abschlussbehandlung um wieder fit fuer den Arbeitsmarkt zu sein,ich brauche einfach eine intensive Betreuung um auf lange Sicht wieder fit zu sein.Ich glaube mein Therapeut ueberschaetzt mich und im Grunde ist ihm scheissegal was aus mir wird!Meint ihr ich sollte mich mal an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden und mich da beraten lassen?Koennte ich also einfach so zu einer Akutklinik gehen und mich selbst dort einweisen?Habe so eine Verordnung von meinem Therapeut.Frage mich allerdings auch wozu ich diese Verordnung bekam,wenn dann doch ein Antrag fuer eine Reha gestellt wurde.Ich finde das alles sehr verwirrend langsam...
 
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