Pseudo Seminar Angebote des Jobcenters (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.322
Bewertungen
831
Willkommen hier im Forum

solche Praktiken sind uns leider sehr bekannt und auch nicht neu !

Ich kann nur raten, Leute schliesst Euch zusammen,nur gemeinsam könnt ihr etwas erreichen geg. solche "Pseudo wieder in Arbeit bringende Firmen".

Der wahre Hintergrund ist natürlich,während solchen Massnahmen seit ihr aus der Statistik so dass die Regierung nächsten Monat erneut sagen kann es geht aufwärts in Deutschland, die AL zahlen sind erneut gesunken !

Stop grobe Koalition
 

corazon1311

Elo-User*in
Mitglied seit
5 Februar 2007
Beiträge
21
Bewertungen
0
Hallo Schwaben-Querdenker,

auch mir ist diese Praxis mehr als bekannt.

Versuche gerade heil aus so einer "Maßnahme" rauszukommen.
Einige Teilnehmer wurden an Firmen fürs Praktikum "verkauft" in denen später entgegen früherer Aussagen nur 750 EUR brutto für einen Vollzeitjob gezahlt werden.

Leider hat von uns niemand diese sogenannte Leistungsbeurteilung zu Gesicht bekommen.

Ich bin auch nicht länger bereit mir das alles bieten zu lassen!!!

Grüße

corazon
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.179
Bewertungen
178
Auch schon gehabt, ist allerdings schon 2 Jahre her, war genauso wie der Threadstarter es beschrieben hat, nur mit noch einigen wichtigen Fächern mehr, zumindest klangen sie so, und das Kaffeetrinken dabei war ganz okay:smile:
 

Scwaben-Querdenker

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
8 Februar 2007
Beiträge
10
Bewertungen
0
Hallo Schwaben-Querdenker,

auch mir ist diese Praxis mehr als bekannt.

Versuche gerade heil aus so einer "Maßnahme" rauszukommen.
Einige Teilnehmer wurden an Firmen fürs Praktikum "verkauft" in denen später entgegen früherer Aussagen nur 750 EUR brutto für einen Vollzeitjob gezahlt werden.

Leider hat von uns niemand diese sogenannte Leistungsbeurteilung zu Gesicht bekommen.

Ich bin auch nicht länger bereit mir das alles bieten zu lassen!!!

Grüße

corazon

Hi,

die Leistungsbeurteilung besteht aus 2 Seiten, die erste da sind 18 Fragen drauf, wie :

TN nimmt aktiv am Unterricht teil
Stellt Fragen
Ist pünktlich
Korektes Auftreten zu dem Seminarleiter
"" "" zu den anderen Teilnehmern
Sucht aktiv nach Stellen
Ist belastbar
etc. etc.

Dann kommt unten und auf der nächsten Seite die Rubrik :
Zusammenfassende Bewertung

und dann:

Eigene Bemerkungen.

Da stand dann z.b. TN (Teilnehmer) ist mit schmutzigen Sachen zum Vorstellungsgespräch gegangen um sicher die Arbeit nicht zu bekommen.

Also keine schönen Sachen !!

Egal noch 2 Monate und ich habe es überstanden, hoffe mal das sie mich nicht einfach in irgendeine Zeitarbeit versuchen reinzustecken.

Ist alles sehr mergwürdig die Geschichte.

Gruss

Scwaben-Querdenker
 

Teddyfritzi

Elo-User*in
Mitglied seit
12 Juli 2006
Beiträge
33
Bewertungen
0
Ich habe gerade so eine Massnahme hintermir. Gott sei dank war das nur eine Teilzeitmassnahme. CHaotische Verhältnisse. Mitten sprand der Dozent ab(bessere Stellung) Hies Jobfit. Kurze Bewerbung:Haupsächliche Praktikumssuche. Einige hatten in der 2.Woche ein Praktikum haben dann gelernt wie man Spidersolitär spielt. KEin vernünftiger Interntanschluss(immer rausgeworfern etc) Hammer war die letzte Woche! KEIN DOZENT. usw.isw.. waren grausame 6 Wochen.
Teddyfritzi
 
E

ExitUser

Gast
Ich frag mich, ob man da nicht rechtlich was machen kann. Hat hier nicht mal jemand geschrieben, dass man bei solchen Machenschaften bei der Arge nachfragen sollte, wer diesen Träger geprüft hat oder ob überhaupt?

Ansonsten hilft vielleicht noch Veröffentlichung in der Lokalpresse?

@ poldibär:

Könnte man zu diesem Thema nicht auch mal etwas unter "Abwehr von Behördenwillkür" schreiben? Ich bin sicher, hier haben schon Leute mit der Abwehr von solchen Geschichten Erfolg gehabt.
 

egjowe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Oktober 2005
Beiträge
565
Bewertungen
7
Mein Fazit:
Ich habe das Gefühl das wir das Seminar nur machen sollen um besser bzw. schneller irgendwie vermittelt werden sollen,
egal wie und egal wohin. ( Kann es sein das es ein Kopfgeld für uns gibt vom Jobcenter ?? ,
das die Fa. D&P pro Arbeitslosen der Weg ist, Geld bekommt. )
je höher die vermittlungsquote während der maßnahme desto zufriedener die ba.
je zufriedener die ba (fallmanager) desto mehr arbeitslose werden dem maßnahmeträger zugeführt.
je mehr zugeführte teilnehmer desto mehr .......


mein fazit :
die teilnehmer sind mittel zum zweck !
übrigens:
die gewerkschaftsunternehmen mischen da auch kräftig mit.
 

Koelschejong

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
5.186
Bewertungen
1.641
Wahrscheinlich übersteigt die Dimension des Kritisierten hier meinen geistigen Horizont.
Da wird also kritisiert, dass sich ein Maßnahmeträger offensichtlich sehr intensiv dafür einsetzt, seine Schützlinge in eine Tätigkeit zu bringen.
Es wird kritisiert, dass die BA zufrieden ist, wenn viele Schützlinge vermittelt werden.
Es wird kritisiert, dass dieser Maßnahmeträger dann von der BA als erfolgreich eingestuft wird und noch mehr Schützlinge bekommt.
Es wird kritisiert, dass der vermittelte Stoff nicht so recht gefällt. Diesen Punkt kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen, die Schützlinge werden anscheinend häufig nicht genau genug vorgeprüft, da sitzt dann der Könner mit dem absoluten Anfänger in einem Kurs.
Aber - ich zumindest würde auf alle Lehrinhalte zunächst einmal pfeifen, wenn mir der Seminarleiter eine Reihe von Vorstellungsgesprächen und dadurch vielleicht sogar einen Job verschafft. Wenn mir dieser dann nicht passt, kann ich immer noch "aus ungekündigter Stellung" mich nach anderen Möglichkeiten umschauen - meine Ausgangsposition hat sich dann jedenfalls ganz drastisch verbessert.
Es wird weiter kritisiert, dass der Maßnahmeträger die ARGE über offensichtliches Fehlverhalten (schmutzige Kleidung beim Vorstellungsgespräch) informiert.

Wenn ich, mit meinem zugegeben möglicherweise beschränkten Horizont, mir diese Kritiken durchlese, dann wird von den Kritikern doch exakt das Bild eine Hilfeempfängers gezeichnet, das von den gleichen Kritikern, und dieses Mal zu Recht, heftigst kritisiert wird, wenn es von der Presse als das Bild des typischen Hilfeempfängers dargestellt wird.

Vielleicht können die Kritiker einmal deutlich machen, was der Maßnahmeträger denn nun tun soll:
- Keine Vorstellungsgespräche suchen?
- Keine Jobs suchen??
- Keine Lehrinhalte vermitteln, die auch den Schwächeren gerecht werden???
- Keine Kritik an offensichtlichem Fehlverhalten üben ????
 

egjowe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Oktober 2005
Beiträge
565
Bewertungen
7
@ koelschejong

damit wir uns nicht missverstehen.
deinen ausführungen würde ich sofort zustimmen, wenn sie denn der praktizierten realität entsprächen.


in der praxis geht es nicht darum, jemanden in eine geeignete und sinnvolle anstellung zu vermitteln.
sondern darum, ihn unter allen umständen in eine anstellung zu drücken.
egal welcher stundenlohn, egal wieviel wochenstunden, egal ob er dazu in der lage ist, egal ...., egal....., egal.....
der einzelne mensch spielt hier keine rolle.
die repression besteht darin, dass er in der beurteilung gegenüber der ba als arbeitsverweigerer hingestellt werden kann,
wenn er nicht nach deren pfeife tanzt.

wo ist da der unterschied zum eej in bezug auf den ausgeübten druck.
entweder er spurt oder er wird so beurteilt, dass sanktionen folgen werden.

der (theoretische) kommunismus ist meines erachtens auch eine gute sache.
ist allerdings nie praktiziert worden.
 

Scwaben-Querdenker

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
8 Februar 2007
Beiträge
10
Bewertungen
0
Wahrscheinlich übersteigt die Dimension des Kritisierten hier meinen geistigen Horizont.
Da wird also kritisiert, dass sich ein Maßnahmeträger offensichtlich sehr intensiv dafür einsetzt, seine Schützlinge in eine Tätigkeit zu bringen.
Es wird kritisiert, dass die BA zufrieden ist, wenn viele Schützlinge vermittelt werden.
Es wird kritisiert, dass dieser Maßnahmeträger dann von der BA als erfolgreich eingestuft wird und noch mehr Schützlinge bekommt.
Es wird kritisiert, dass der vermittelte Stoff nicht so recht gefällt. Diesen Punkt kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen, die Schützlinge werden anscheinend häufig nicht genau genug vorgeprüft, da sitzt dann der Könner mit dem absoluten Anfänger in einem Kurs.
Aber - ich zumindest würde auf alle Lehrinhalte zunächst einmal pfeifen, wenn mir der Seminarleiter eine Reihe von Vorstellungsgesprächen und dadurch vielleicht sogar einen Job verschafft. Wenn mir dieser dann nicht passt, kann ich immer noch "aus ungekündigter Stellung" mich nach anderen Möglichkeiten umschauen - meine Ausgangsposition hat sich dann jedenfalls ganz drastisch verbessert.
Es wird weiter kritisiert, dass der Maßnahmeträger die ARGE über offensichtliches Fehlverhalten (schmutzige Kleidung beim Vorstellungsgespräch) informiert.

Wenn ich, mit meinem zugegeben möglicherweise beschränkten Horizont, mir diese Kritiken durchlese, dann wird von den Kritikern doch exakt das Bild eine Hilfeempfängers gezeichnet, das von den gleichen Kritikern, und dieses Mal zu Recht, heftigst kritisiert wird, wenn es von der Presse als das Bild des typischen Hilfeempfängers dargestellt wird.

Vielleicht können die Kritiker einmal deutlich machen, was der Maßnahmeträger denn nun tun soll:
- Keine Vorstellungsgespräche suchen?
- Keine Jobs suchen??
- Keine Lehrinhalte vermitteln, die auch den Schwächeren gerecht werden???
- Keine Kritik an offensichtlichem Fehlverhalten üben ????
Hi,
kann nur für mich sprechen. Ich habe nichts gegen das Angebot vom Jobcenter das ein Seminar mache, was mit Weiterbildet.

Mir wurde aber etwas zugesichert was das Seminar betrifft:
-Grundlagen des Einzelhandels
-allgemeine Warenkunde
-Warenpräsentation
-Verkaufskunde
-Einarbeitung der neuen Kassensysteme
-Zahlungssystem
-Kassentraining
-EDV Grundlagen
-Verkaufstechniken
-Verkaufskommunikation
-Intensivtraining von Verkaufsgespräche und Reklamationsgesprächen
-Marketing


So wurde mir das Verkauf Seminar Angeboten !!!!!!!!

Was habe bisher gemacht:

"Fachrechnen % mit dem Buch 8 Klasse"
ca. 4 Stunden Warenkunde

und das in fast 4 Wochen, der Rest der Zeit waren Bewerbungen schreiben und Stellenangebote im Internet finden.

Sorry das es mich stört das ich was anderes Erwartet habe:icon_hug:

Beim Jobcenter habe ich mich beschwert, da passiert nichts.
 
E

ExitUser

Gast
Wahrscheinlich übersteigt die Dimension des Kritisierten hier meinen geistigen Horizont.
:icon_mrgreen: Was soll man dazu noch sagen ...

Vielleicht können die Kritiker einmal deutlich machen, was der Maßnahmeträger denn nun tun soll:
1. Mir scheinen solche Maßnahmen allein dazu geschaffen worden zu sein, Kohle zu scheffeln und die Arbeitslosen-Statistik zu bereinigen. Durch den immensen Druck, der nach Scwaben-Querdenkers Ausführungen ausgeübt wird, sollen die Teilnehmer der Maßnahme in irgendwelche Jobs gedrückt werden, egal, ob die Bedingungen stimmen, ob der Lohn stimmt (oder ob dann doch zusätzlich ALG-II beantragt werden muss), geschweige denn, ob es eine Übereinstimmung in der Qualifikation gibt - aber das scheint Dich nicht wirklich zu kümmern. Hauptsache Job, und Hauptsache dem Staat nicht mehr auf der Tasche liegen. Darum geht es Dir, nicht wahr, Koelschefallmanager?

2.
Die erste Woche Bewerbung und Lebenslauf schreiben und lernen wie ich mich richtig zu bewerben habe. Die zweite Woche war Fachrechnen dran, unser Lehrbuch war das Mathebuch aus der 8 Klasse der Hauptschule:icon_mad:
Offensichtlich wird hier die Qualifikation der Teilnehmer überhaupt nicht beachtet. Dieses Vorgehen halte ich für fragwürdig und es stützt noch meinen Verdacht, dass es nur um Geld und Statistiken geht.

Wobei ich sagen muss das der Kurs 8 Stunden jeden Tag geht und wir davon ca. 3 Stunden Pausen haben !!!
Dann ca. 3 Stunden von den Restlichen 5 Stunden werden wir von dem Seminarleiter auf freie Stellen aufmerksam gemacht und er telefoniert mit Fa. um einen Arbeitsplatz zu bekommen.
Wieder ein Indiz dafür, dass Geld gescheffelt werden soll. 3 Stunden Pause am Tag? Und der Seminarleiter macht in der restlichen Zeit die Teilnehmer auf freie Stellen aufmerksam? Das können sie genau so gut zu Hause, es sind erwachsene Menschen.

Ich kann sagen das wir max. am Tag 2 Stunden was gelernt bekommen, was aber schon sehr fraglich ist.
Wenn man bedenkt, was vor Beginn der Maßnahme als Ziel genannt wurde, halte ich das für mehr als bedenklich.

Der Hammer kommt noch, jetzt hat ein Teilnehmer aus dem anderem Seminar mal ein Leistungsbeurteilung Formula ( was an das Arbeitsamt geht ) in die Hand bekommen, das wird genau beurteilt wie man sich auf dem Kurs eingelassen hat, ob man an der Stellensuche teilgenohmen hat etc. und unter drunter noch die persöhliche Einschätzung des Seminarleiters. Da steht zum Beispiel was der Seminar Teilnehmer so erzählt hat und ob er überhaupt arbeiten will oder was auch immer !!:icon_idea::icon_idea:
Das schlägt dem Fass den Boden aus. Wildfremde Leute beurteilen die Teilnehmer, die dann diese Beurteilung nicht mal zu Gesicht bekommen, geschweige denn darauf Einfluss nehmen können. Die Arge glaubt alles. Nach der Qualifikation der Beurteiler hat offenbar auch noch niemand gefragt. Hier ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.

Koelschefallmanager, ich wünsch Dir, dass Du Dich auch mal so richtig arg in so einem Pseudo-Seminar langweilen und unter Druck gesetzt fühlen darfst, die schlimmsten Jobs anzunehmen, und dass dann noch jemand Dein Betragen und Deine Lebensführung beurteilt, vielleicht nicht neutral geschweige denn qualifiziert, evtl. aber dazu angetan, Deine Existenzsicherung anzugreifen, weil sich sicher daraus ein paar Sanktionen basteln lassen.
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.179
Bewertungen
178
Da ich auch mal an so einem Seminar teilnehmen "durfte", kann ich nur sagen das man zumindest das Recht hat die Beurteilung einzusehen und gegebenenfalls dagegen Einspruch einzulegen, ändert nichts daran das es eine Unsinnsveranstaltung war, die nur dem Träger Geld gebracht hat
 

egjowe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Oktober 2005
Beiträge
565
Bewertungen
7
@ scwaben-querdenker
Beim Jobcenter habe ich mich beschwert, da passiert nichts
aber sie können später dir gegenüber nicht behaupten, sie hätten nichts gewusst.
mir erscheint es auch wichtig zu sein, deine mitstreiter bzw. mitleidensgenossen auch ins boot zu bekommen.

ein vernichtendes urteil von vielen verschiedenen seiten wird die arge nicht einfach unter den teppich kehren können.
denn letztendlich sind sie die zahlmeister.

solch eine aktion würde den "bildungsträger" an seiner empfindlichen stelle treffen.
(eigene erfahrung)
 

Koelschejong

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
5.186
Bewertungen
1.641
:icon_mrgreen: Was soll man dazu noch sagen ...

Das schlägt dem Fass den Boden aus. Wildfremde Leute beurteilen die Teilnehmer, die dann diese Beurteilung nicht mal zu Gesicht bekommen, geschweige denn darauf Einfluss nehmen können. Die Arge glaubt alles. Nach der Qualifikation der Beurteiler hat offenbar auch noch niemand gefragt. Hier ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.

Koelschefallmanager, ich wünsch Dir, dass Du Dich auch mal so richtig arg in so einem Pseudo-Seminar langweilen und unter Druck gesetzt fühlen darfst, die schlimmsten Jobs anzunehmen, und dass dann noch jemand Dein Betragen und Deine Lebensführung beurteilt, vielleicht nicht neutral geschweige denn qualifiziert, evtl. aber dazu angetan, Deine Existenzsicherung anzugreifen, weil sich sicher daraus ein paar Sanktionen basteln lassen.
Ist ja alles richtig, mit den Maßnahmen wird auch nach meiner Meinung jede Menge Schindluder getrieben und richtig dickes Geld abgezockt und das ist nicht in Ordnung.

Job annehmen - dazu bist Du als ALG II Empfänger nun mal verpflichtet, die große Auswahl wurde uns genommen. Das kann man richtig finden oder auch nicht (ich find es in der teilweise praktizierten Rigorosität nicht richtig) - aber trotzdem denke ich, jeder Job mit deutlich mehr als EUR 1 /Stunde ist besser, als gar nichts zu tun und verbessert meine Chancen.

Mitgemacht habe ich so etwas auch schon - Erfolg war, dass sich die sog. Dozenten geweigert haben, in diesem Seminar weiter Englisch, MS-Office und das Erstellen von Bewerbungsunterlagen zu lehren. Ich hab dann 6 Wochen lang für diese Gebiete (andere gab es nicht) den Lehrer gemimt, hatte danach ein freundliche Gespräch mit dem Teamleiter der ARGE, der sich so etwas für die Zukunft verbat. Darauf hab ich ihn um die Teilnahme an weiteren Maßnahmen gebeten, bei denen die Dozenten mir auch etwas beibringen könnten - anscheinend sucht er noch heute. Meine Bewerbung beim Maßnahmeträger, war übrigens erfolglos - er fand, ich sei leider überqualifiziert - und Geld gab's auch nicht für meine Tätigkeit. Meinen sog. Englischdozenten habe ich kürzlich wieder getroffen, er kellnert jetzt - die Qualifikation dafür möchte ich ihm nicht absprechen.

Wir sollten uns sicher mit allen Mitteln gegen die teilweise miserable Qualität der Maßnahmen wenden, ebenso gegen Willkür und Ignoranz bei manchen SB's, aber wir sollten auch auf jeden Fall den Eindruck vermeiden, wir seien "generell" gegen Maßnahmen, Kurse, miese Jobangebote. Diesen Eindruck vermittelten mir aber recht viele der Postings in diesem Thread (sogar ich habe verstanden, dass das mit Sicherheit anders gemeint war - dazu reicht's dann doch noch :icon_mrgreen:) und mit einem solchen Eindruck bestätigen wir dann nur die uns alle nervenden Bildverzerrer (die Berufbezeichnung Journalist haben die meines Erachtens nicht verdient.
 

egjowe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Oktober 2005
Beiträge
565
Bewertungen
7
@koelschejong
Meine Bewerbung beim Maßnahmeträger, war übrigens erfolglos
da ging es mir ähnlich.
weil ich von meinen mitstreitern in sachen fachfragen mehr frequentiert wurde als der dozent,
hatte ich mich auch bei dem maßnahmeträger (weiterbildung) als dozent beworben.

jetzt das schönste !!

begründung der ablehnung:
ein agreement zwischen maßnahmeträger und der ba verbietet es dem maßnahmeträger,
einen teilnehmer eines seiner seminare innerhalb der folgenden 6 monate nach beendigung der weiterbildungsmaßnahme zu beschäftigen.

wohlgemerkt:
... zu beschäftigen !!
also wurde ich auch als freiberufler abgelehnt !!

anmerkung:
der maßnahmeträger steht und stand unter der kontrolle der gewerschaften.
deren spitzenfunktionäre sitzen in den aufsichtsgremien der ba.
:icon_kinn: :icon_kinn: :icon_kinn: :icon_kinn:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten