Prozess in München: Elektriker verlangt 42 Euro für 40 Meter Anfahrt (1 Betrachter)

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Hartzeola

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Ein Elektriker in München hat einer Kundin 41,65 Euro für die Anfahrt berechnet – dabei liegt sein Laden nur 40 Meter entfernt. Nun beschäftigt sich ein Gericht mit dem Fall.

Eine halbe Stunde benötigt der Elektriker für die Montage der neuen Steckdosen und Lichtschalter in der Wohnung von Elke Frenzel im Münchner Stadtteil Haidhausen. 29,63 Euro stellt er dafür in Rechnung. Plus einer Anfahrtspauschale, bei der die Kundin die Wut packte: Der Handwerker verlangte 41,65 Euro – dabei liegt sein Betrieb gerade mal 40 Meter entfernt.

"Ich zahle ja gerne die Leistung, die tatsächlich erbracht wurde", sagte Frenzel der Münchner "Abendzeitung" vom Freitag. "Aber mehr als ein Euro Anfahrtskosten pro Meter ist doch absurd." Sie habe daher nur einen Teilbetrag bezahlt.


Kundin habe nichts von Kosten gewusst

Der Elektriker verweist jedoch darauf, dass im Auftrag die Anfahrtspauschale vermerkt sei. In Frenzels Fall gelte die Kategorie "Umkreis bis 10 Kilometer". Daher hat der Handwerker nach der dritten Mahnung Klage eingereicht.

"Mich hat niemand darauf hingewiesen", sagte Frenzel dem Bericht zufolge. "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich den Auftrag gar nicht erteilt." Als sie den Auftrag erteilte, sei sie nicht auf die Pauschale hingewiesen worden. "Ich sagte, dass ich direkt gegenüber wohne", sagte sie. "Über Kosten wurde noch nicht gesprochen."
Prozess in München: Elektriker verlangt 42 Euro für 40 Meter Anfahrt - Nachrichten Regionales - München - WELT ONLINE
 

Nasenbohrer

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Na ja, totale Dummheit der Betroffenen!

Bevor ich einen Handwerker bestelle, erfrage ich alle auf mich zukommenden Kosten.

Dies hatte sie versäumt, vermutlich aus Dummheit .... :biggrin:
 
F

FrankyBoy

Gast
Bei so viel Negativwerbung ist der Handwerker dumm, außerdem gab es Gerichtsurteile Anfang der 90iger Jahre, nach dem der Anfahrt-Zeitaufwand niedriger berechnet werden müsse als die tatsächliche Arbeitszeit - ich sehe die Karten für die Kundin daher gar nicht so schlecht wie sie hier gemalt werden.
 
E

ExitUser

Gast
naenbohrer hat anscheinend heute seinen negativtag...
ich würde mir hier mal eine rechtsberatung über die verbrauchzentrale holen..

stand die summe nicht vorher im vertrag mit der Anfahrtpauschale..:icon_kinn:
 

hemmi

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Vielleicht kommt der Stromer mit einem Rolls Royce, aber bei vierzig Metern kommt man normalerweise zu Fuß, allein der Parkplätze wegen und Schalter sowie Steckdosen und ein Minibesteck kann man soweit auch noch tragen. Auf jeden Fall Überzogen und absolute Negativwerbung für den Kollegen.:icon_neutral::icon_neutral:
 

neffets

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Aber jetzt mal aus der Praxis. Kein Handwerker kommt tagsüber über die Strasse gelaufen oder gefahren, sondern i.d.R. immer von einem anderen Kunden. D.h., der individuelle Weg ist völlig unbekannt. Dazu müsste ja auch berücksichtigt werden wohin er als nächstes fahren muss, evtl. wieder in den Stadtteil aus dem er gearde kam. Genau deshalb gibt es solche Pauschalen, um eben solche Diskussionen zu vermeiden, wann er woher kam bzw. wann er wohin noch fahren muss.
 
G

gast_

Gast
sondern i.d.R. immer von einem anderen Kunden.
Also ich würde nicht einsehen den Weg von einem weit entfernten Kunden zu mir zu zahlen :icon_neutral:

Alerdings bin ich auch so schlau vorher zu fragen, was ein Handwerker haben will. 40 € Anfahrtskosten... nein danke!
 

neffets

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Mir ging es ja nur mal darum das Argument "40 Meter Anfahrt" zu entkräften. Das macht sich super für die "Welt" als Headline, das war's aber auch schon.

Ob der Pauschalpreis für den Umkreis von 10 Km angemessen ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Das ist München, nicht Schwerin.

Pauschalpreise finden Kunden natürlich nur gut, wenn sie meinen davon zu profitieren. Dass das nicht immer funktionieren kann ist zwar logisch, will aber auch Niemand verstehen. Manchmal gewinnt man dabei, manchmal verliert man dabei, das gilt für den Handwerker wie den Kunden. Auf lange Sicht gleicht sich das aus, es vereinfacht eben nur die Abwicklung.

Und letztlich, was bleibt der Frau übrig? Einen anderen Handwerker beauftragen, der 10 Kilometer Anfahrt hat? Kostet sie dann auch 40 Euro. Und wer hat dabei gewonnen? Die Mineralölkonzerne - sonst sehe ich nur Verlierer...
 

Hartzeola

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Und letztlich, was bleibt der Frau übrig? Einen anderen Handwerker beauftragen, der 10 Kilometer Anfahrt hat?
Bei 10 km Entfernung könnte man so einen Preis vorstellen, macht aber bereits 2€ / km für Hin- und Rückfahrt.
 

neffets

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Fahr' doch mal 20 Km durch München, inkl. Parkplatzsuche. Da bist Du problemlos eine Stunde unterwegs. Der Arbeitstag hat aber nur x Stunden. Wenn Du nur Kunden hast, die einen Lichtschalter o.Ä. ausgewechselt haben wollen, warst Du am Ende des Tages 8 Stunden unterwegs und hast keine 4 Stunden abrechnen können. Das kann doch nicht funktionieren!? Irgendwie muss die Anfahrt also vergütet werden, hier mit einem Stundenlohn von 20 - 30 Euro, was für einen selbstständigen Handwerksmeister - insb. in München - kaum kostendeckend ist.
 
E

ExitUser

Gast
Passend dazu:

Eine Patientin (Dement) wird aus ihrem Pflegeheim auf dem Gelände des Helios Klinikum Erfurt in die Notaufnahme des Helios Klinikum verlegt.
Entfernung: etwa 400 Meter, Kosten: etwa 260 Euro, Zuzahlung 10 Euro.

Die Krankenkasse sagt, alles richtig, Pauschalpreis!

Auf meine Frage, ob ich die betagte Dame beim nächsten Mal transportieren darf, ich berechne auch nur die Hälfte, kam nur ein müdes Lächeln, transportieren schon, eine Vergütung gebe es dann aber nicht.
 

XxMikexX

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Ein sehr unsensibles Kundenverhalten dieses Handwerkers, jetzt hat er die bundesweite Negativwerbung gratis dazu.:biggrin:

Ich verstehe wirklich nicht warum der Handwerker nicht kulant ist, sondern es zum Prozeß kommen läßt.

Das ist schon wirklich dämlich.:icon_neutral:

Also wirklich, bei uns käme kein Handwerker auf die Idee, seinem Nachbarn Fahrtkosten zu berechnen, es wäre auch sein letzter Auftrag, da sich so was hier schnell herumspicht.
 

Hartzeola

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Die höhe der Anfahrtskosten wird i.d.R. nur mit Erhalt einer Rechnung bekannt. Bis dahin taucht die nirgendwo auf.
 

SchauSchlau

Neu hier...
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Die gute Frau ist einfach frustriert, oder hat sich gedacht ich hau den Elektriker mal übers Ohr. schaut mal auf seine Website www.ace-schneider.de
Ich zahl mal gar nix, der klagt eh nicht ein die 70€ Rechnung, auch ne Schnäppchenmentalität.
So wie´s ausschaut ist Sie Pressesprecherin und für Öffentlichkeitsarbeit bei der Kulturgipfel GmbH zuständig. Da hat Sie wohl Ihre beruflichen Kontakte spielen lassen und mal die Medien angeheizt.
 
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