Proteste in Schwellenländern Worin sich die Türkei und Brasilien gleichen (1 Betrachter)

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wolliohne

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Es ist eine neue Generation, die in Rio und Istanbul auf die Straße geht. Diese Generation hat vom Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre profitiert. Jetzt will sie nicht mehr nur überleben, sie will gut leben.
Ein Kommentar von Sebastian Schoepp



Sind 20 brasilianische Centavos einen Aufstand wert? Auf jeden Fall, meinen die jungen Leute, die seit Wochen in São Paulo gegen die Erhöhung der Busfahrpreise um umgerechnet acht Euro-Cent demonstrieren. Doch natürlich geht es ihnen um viel mehr. Es geht darum, dass Brasiliens Mittelschicht morgens und abends in Megastaus ihre Gesundheit ruiniert, weil das Land seit Jahrzehnten aufs Autofahren fixiert ist und der öffentliche Nahverkehr nicht funktioniert. Es geht darum, dass der wirtschaftliche Erfolg die Lebensqualität nicht verbessert. Es geht letztlich darum, dass der Gigant Brasilien an sich selbst erstickt.
Durch den Aufschwung der letzten Dekade haben Millionen Brasilianer den Weg aus der Armut gefunden. Nun müssen sie feststellen, dass Flachbildfernseher, SUV und Shopping Mall allein nicht glücklich machen. In Zeiten der Diktatur war es oft der Fußball, der die Menschen ihre Probleme im kollektiven Rausch vergessen ließ.Proteste: Worin sich die Türkei und Brasilien gleichen - Politik - Süddeutsche.de
 

roterhusar

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"Rousseff, selbst ein Kind der Protestkultur der 60er-Jahre, spricht immerhin vom "Naturell der Jugend", zu demonstrieren. Freilich merkt sie dabei gar nicht, wie überheblich diese Aussage ist."
Der Kommntator auch nicht.
 

wolliohne

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Landesweite Demonstrationen Hunderte Verletzte bei Protesten in Brasilien

Es sind die größten Proteste seit Jahrzehnten: Mehr als eine Million Menschen haben in Brasilien gegen Korruption und hohe Lebenshaltungskosten demonstriert. Nicht überall blieb es friedlich - am Rande der Kundgebungen kam ein Mensch ums Leben. mehr...

Ps. wer als Rechtsstaat/Demokratie Geschäfte mit Korrupten Organisationen(FIFA-Blatter)macht und dazu Steuerfreie Gewinne verspricht ist nicht weniger kriminell.

Diese WM (wo bleibt die Solidarität anderer Fussballstars) im Jahre 2014 wird wohl abgesagt werden.
 

wolliohne

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»Fifa go home!«
Heftige Proteste begleiten den Confed Cup in Brasilien. Milliardeninvestitionen für sportliche Großereignisse stoßen auf zunehmendes Unverständnis in der Bevölkerung. Auch bei der Selecao, die sich löblich meinungsstark zeigt. Ein Lagebericht aus Fortaleza.
Sollte Sepp Blatter zurzeit mal eine freie Minute haben, wird er sich sicher dabei erwischen zu schmunzeln, vielleicht auch zu lachen – oder hemmungslos zu weinen. Es ist absurd. Da übersteht der Fifa-Präsident eigene Korruptionsvorwürfe genauso unbeschadet wie dubiose WM-Vergaben nach Russland oder Katar und schwingt sich auf zum Weltmachtführer – und dann wird ein vergleichsweise bedeutungsloses Turnier in Brasilien zur Bewährungsprobe seiner Unantastbarkeit.
Und das alles wegen nicht mal zehn Cent, mag man meinen.
Sie wollen gesehen werden. Sie wollen ihren Ärger über die immensen Kosten, die Brasilien in die Ausrichtung des Confed Cups und der Weltmeisterschaft gesteckt hat, öffentlich machen. Sie wollen sich den in den Stadtzentren der brasilianischen Millionen-Metropolen protestierenden Menschen anschließen.
Quelle: 11 Freunde Dazu: Hunderte Verletzte bei Protesten in Brasilien
Eine Million Menschen haben landesweit demonstriert. Vielerorts gab es gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei. Präsidentin Rousseff hat eine Krisensitzung einberufen. (…) Die Behörden hatten zuvor die Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr zurückgenommen, an denen sich die Proteste entzündet hatten. Mittlerweile richten sich die Demonstrationen aber gegen hohe Inflation und Steuern, Korruption, schlechte Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen etwa in Schulen und Krankenhäusern. “Die 20 Cent waren nur der Anfang”, hieß es auf einem Transparent der Demonstranten in São Paulo…
Quelle: Zeit Online
Dazu noch: Brasiliens Demonstranten und ihre unerbittlichen Transparente
Kreative Slogans sagen mehr als tausend Worte. Was die Brasilianer von der Politik fordern. Übersetzte Plakate
Quelle: der Standard
 
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