Proteste gegen Regierung: Demonstranten in Thailand stürmen Finanzministerium (1 Betrachter)

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sixthsense

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Nach Angaben der Polizei zogen rund 30.000 Menschen durch die Hauptstadt Bangkok und skandierten "Raus mit euch!". Zuvor hatten am Sonntag bereit mehr als 90.000 Regierungsgegner an Protestmärschen teilgenommen und vor Regierungsgebäuden, Militärbasen und Senders des Staatsfernsehens demonstriert. Es ist die heftigste Protestwelle in Thailand seit den tödlichen Unruhen im Frühjahr 2010.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/thailand-demonstranten-in-bangkok-stuermen-finanzministerium-a-935426.html

Tja, da hat das Volk noch Eier....
 
E

ExitUser

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Du weißt aber, wer da in erster Linie demonstriert?

Auf Deutschland übertragen hieße das so in etwa, FDP, Teile der CDU/CSU, Mittelschicht, Oberschicht, gutsituierte Studenten usw. protestieren gegen einen ausufernden Sozialstaat.

Ein Hauptgrund für die Demonstrationen sind nämlich die aus Sicht der Demonstranten ausufernden Geschenke der jetzigen Regierung an die Armen.
 

sixthsense

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Du weißt aber, wer da in erster Linie demonstriert?

Auf Deutschland übertragen hieße das so in etwa, FDP, Teile der CDU/CSU, Mittelschicht, Oberschicht, gutsituierte Studenten usw. protestieren gegen einen ausufernden Sozialstaat.

Ein Hauptgrund für die Demonstrationen sind nämlich die aus Sicht der Demonstranten ausufernden Geschenke der jetzigen Regierung an die Armen.
Welche Seite da jetzt nun demonstriert, kann erst mal dahinstehen. Es soll hier nur aufgezeigt werden, wie andere Völker vorgehen, wenn ihnen etwas gegen den Strich geht... auf diese "gute Opposition / böse Opposition"- Spielchen lasse ich mich deshalb auch gar nicht weiter ein.

Man soll doch "über den Tellerrand" schauen, wie hier öfters gerne ausgeführt wird, wenn gewisse User mit Beispielen aus dem Ausland möglicherweise aufzeigen wollen, wie "gut" es uns doch allen ginge...
 
D

Don Vittorio

Gast

Man soll doch "über den Tellerrand" schauen, wie hier öfters gerne ausgeführt wird, wenn gewisse User mit Beispielen aus dem Ausland möglicherweise aufzeigen wollen, wie "gut" es uns doch allen ginge...


Wichtig ist aber,was hinten heraus kommt.

Und da sieht die Billanz von vielen Aufständen eher Mau aus.

Angefangen von der Französischen Revolution bis zum Arabischen Frühling hat sich für das Volk wenig geändert.Oft sogar verschlechtert,aktuelles Beispiel Syrien.

In Ägypten sind seither für viele Menschen ihre Einnahmequellen versiegt,kaum noch Touristen,ausgenommen Russen,die aber all inklusiv reisen und sich kaum außerhalb ihrer Hotels aufhalten und dort Geld ausgeben.

Oder was hat es den Griechen gebracht? Nichts,die harten Sparmaßnahmen für das Volk wurden doch durchgesetzt,während die Volksvertreter sich weigern,ihre Diäten zu kürzen und die Millionäre und Milliardäre immer noch keine Steuern zahlen.

Also eigentlich kein Grund,jede Demo euphorisch zu bejubeln.

Achso,ja,im Vergleich zu diesen Ländern geht es uns wirklich gut.
 

hartaber4

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Du weißt aber, wer da in erster Linie demonstriert?

Auf Deutschland übertragen hieße das so in etwa, FDP, Teile der CDU/CSU, Mittelschicht, Oberschicht, gutsituierte Studenten usw. protestieren gegen einen ausufernden Sozialstaat.

Ein Hauptgrund für die Demonstrationen sind nämlich die aus Sicht der Demonstranten ausufernden Geschenke der jetzigen Regierung an die Armen.
Wenn man das hier noch anmerken darf:

In Deutschland müssen die ja auch nicht protestieren...wesentliche Teile des Sozialstaates (und damit meine ich nicht nur "Hartz-IV, sondern z.B. auch Gags wie Änderung der Rentenformel usw.) werde ja seit Jahrzehnten wegregiert.... im Sinne der angeführten Schichten... und hier ist noch lange nicht "Schicht im Schacht".....

Ferner kann die Elite auch erfolgreich protestieren... siehe z.B. die in Hamburg abgesägte Schulreform "Aktion: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" ein Hamburger Rechtsanwalt war da federführend.... und Ole ist eingeknickt)
 

sixthsense

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Wichtig ist aber,was hinten heraus kommt.
Jo. Da es sich bei deinem o. g. Satz um eine Aussage handelt, die ein gewisser Büüüündeskanzlär mal getätigt hat, ist es überflüssig zu erwähnen, dass es seit der sog. Fake-Wiedervereinigung vor über 23 Jahren - in Wahrheit hat nämlich nur das eine Provisorium das andere Provisorium geschluckt - nichts Gutes ist, was da so alles "hinten rauskommt".

Und da sieht die Billanz von vielen Aufständen eher Mau aus.

Angefangen von der Französischen Revolution bis zum Arabischen Frühling hat sich für das Volk wenig geändert.Oft sogar verschlechtert,aktuelles Beispiel Syrien.

In Ägypten sind seither für viele Menschen ihre Einnahmequellen versiegt,kaum noch Touristen,ausgenommen Russen,die aber all inklusiv reisen und sich kaum außerhalb ihrer Hotels aufhalten und dort Geld ausgeben.
Naja, die französische Revolution hat zumindest die Schaffung von grundlegenden Bürger- und Menschenrechten zum Ergebnis gehabt - jedenfalls formal.

Und was deine restlichen Beispiele angeht... da wurden die Aufstände höchstwahrscheinlich von außerhalb gesteuert....

Oder was hat es den Griechen gebracht? Nichts,die harten Sparmaßnahmen für das Volk wurden doch durchgesetzt,während die Volksvertreter sich weigern,ihre Diäten zu kürzen und die Millionäre und Milliardäre immer noch keine Steuern zahlen.
Bezüglich der Griechen sind die Würfel auch noch nicht endgültig gefallen, aber das weisst Du sicherlich selbst. Aber wo wir gerade dabei sind... genau wegen Griechenland haben die ganzen Bunzels hier doch schon nasse Hosen... in Spanien und Griechenland ist das letzte Wort von Seiten des Volkes noch längst nicht gesprochen!

Also eigentlich kein Grund,jede Demo euphorisch zu bejubeln.
Da gebe ich Dir Recht.

Ich finde auch, dass die zahlreichen Demonstrationen innerhalb der BRD nicht bejubelpersert werden sollten, bei denen es größtenteils um Themen geht, die im Grunde keine - oder zumindest keine tatsächliche - Relevanz für uns alle haben.

Und da, wo es wirklich angebracht wäre - z. B. gegen die zunehmende elektronische Überwachung, gegen die Souveränitätslüge usw. -, da gibt es die "wehret den Anfängen" Mentalität eben nicht. Und da das schon - bis auf wenige Ausnahmen - wirklich bei fast jeder Institution zu beobachten ist, dürfte eigentlich klar sein was Sache ist.

Achso,ja,im Vergleich zu diesen Ländern geht es uns wirklich gut.
Dann ist es also doch genau das, was Du den Leuten hier suggerieren willst, ja?

Na dann habe ich wohl ins Schwarze getroffen.

Ein Blick auf die weltweite Karte der Staatsverschuldung zeigt, dass es "uns" scheinbar doch nicht so gut geht....

Aber mal angenommen es wäre so... warum dann Hartz IV? Warum die ganze Verfolgungsbetreuung? Warum die ganzen Verschärfungen? Für was braucht dieses System soviel Kohle? Das muss doch einen Grund oder mehrere Gründe haben? Allein aus Gründen wie z. B. im "internationalen Vergleich" gut dastehen zu wollen, das reicht als Begründung nicht aus. Also entweder geht es uns im Vergleich zu anderen Ländern tatsächlich supi dupi toll, dann kann ja auch der IPwskR sofort verwirklicht und Hartz IV durch etwas Besseres ersetzt werden oder es geht uns in Wahrheit grottenschlecht und es wird noch schlimmer.

Seit Jahren wird hierzulande von einem "Aufschwung" gefaselt, von dem man komischerweise tatsächlich aber nichts merkt... aber andererseits soll gespart werden.
 
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