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Protest Aktion_ Gewerkschaft darf Handel mit Flashmob lahmlegen

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edy

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#1
Protest-Aktion: Gewerkschaft darf Handel mit Flashmob lahmlegen

„Flashmobs sind legales Mittel der Gewerkschaften im Arbeitskampf. Dies
hat das Bundesarbeitsgericht entschieden. Die häufig über das Internet
oder SMS per Handy organisierten Aktionen können diskret vorbereitet und
gegen Arbeitgeber eingesetzt werden – wie bei einem Handelsstreik in
Berlin. Damit errang die Gewerkschaft Ver.di einen wichtigen Sieg im
Streit mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg. Während der
Tarifverhandlungen 2007 hatte die Gewerkschaft im Internet zu
Flashmob-Aktionen aufgerufen: „Gib uns deine Handy-Nummer, und dann lass
uns zu dem per SMS gesendeten Zeitpunkt zusammen in einer bestreikten
Filiale, in der Streikbrecher arbeiten, gezielt einkaufen gehen. (…) Zu
der im Grundgesetz verankerten Betätigungsfreiheit der Gewerkschaften
gehöre dabei auch die Wahl der Arbeitskampfmittel. Zulässig seien die
Aktionen auch deshalb, weil die Arbeitgeberseite Möglichkeiten habe, sich
zu wehren. So könnte er von seinem Hausrecht gebrauch machen und die
Teilnehmer aus dem Laden weisen oder den Laden auch vorübergehend
schließen….“ Artikel in Die Welt vom 23. September 2009
Protest-Aktion: Gewerkschaft darf Handel mit Flashmob lahmlegen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Siehe dazu auch:

a) Streikbegleitende „Flashmob-Aktion“

Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts zum Urteil (Az: 1 AZR 972/08)
Bundesarbeitsgericht


b) Kampf um Arbeitnehmerrechte: Sklaven im Schattenreich der Arbeit

Im Einzelhandel gilt Mitbestimmung als Krankheit. Im Kampf um ihre Rechte
hatten Angestellte nie eine Chance - bisher. Kommentar von D. Esslinger in
der Süddeutschen Zeitung vom25.09.2009
Kampf um Arbeitnehmerrechte - Sklaven im Schattenreich der Arbeit - Job & Karriere - sueddeutsche.de

Aus dem Text: „…Die Kunden machen sich keine Gedanken darüber, wenn sie
nach Feierabend schnell noch ein paar Schuhe, ein Shampoo oder eine
Tischdecke besorgen: dass die Kassiererin die einzige Beschäftigte im
Laden ist und womöglich stundenlang warten muss, bis sie auf die Toilette
kann. Dass die Frau, die letztens hier bediente, unter einem Vorwand
gekündigt wurde, nur weil sie versucht hat, eine Mittagspause
durchzusetzen. Und die meisten werden auch kaum für möglich halten, wie
schlecht selbst manch alteingesessenes Geschäft in der Fußgängerzone seine
Mitarbeiter behandelt: dass dort der Abteilungsleiter jetzt die besten
Kunden abgreift, später aber blaue Briefe verschicken lässt an Verkäufer,
die ihre Umsatzvorgabe nicht mehr schaffen. Millionen Menschen arbeiten
auf diese Weise, und bei der Suche nach Möglichkeiten, wie sie sich wehren
können gegen schlechte Bezahlung und andere Zumutungen, hat ihnen das
Bundesarbeitsgericht nun das Instrument des Flashmobs in die Hand gegeben.
Künftig ist es legal, einen Arbeitskampf auch so zu führen, wie es die
Gewerkschaft Verdi im Dezember 2007 in Berlin tat. Sie trommelte per Mail
und SMS Streikende in einer Rewe-Filiale zusammen. Dort legten sie eine
Stunde lang den Laden lahm: indem sie Einkaufswagen vollpackten und dann
stehen ließen, indem sie mit Cent-Artikeln im Gesamtwert von 372 Euro an
die Kasse rollten, dort aber erklärten, das Portemonnaie vergessen zu
haben…“

c) Siehe dazu im LabourNet Germany:
Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > Einzelhandel 2007 >
be streik – Einzelhandelsfiliale dichtmachen! Schluss mit Business as
usual – Solidarität mit dem Streik im Einzelhandel!
be streik – Einzelhandelsfiliale dichtmachen! Schluss mit Business as usual – Solidarität mit dem Streik im Einzelhandel!
 
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