Prospektverteiler verurteilt (Schwarzarbeiter/Sozialbetrug)

KristinaMN

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Wow, €600.000 ist eine ordentliche Summe !

Prospektverteiler verurteilt | Stadt Bad Tölz

Bad Tölz-Wolfratshausen - Das Hauptzollamt Rosenheim hat im Landkreis mehrere Fälle von Sozialbetrug aufgedeckt. Eine Firma aus dem Raum Ebersberg hatte eine Reihe von Prospekt- und Zeitungsausträger beschäftigt, ohne sie korrekt anzumelden. Einer davon, ein vierfacher Familienvater aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, wurde jetzt zu einer Geldstrafe in Höhe von 5200 Euro verurteilt.

Der Schwarzarbeiter war aufgeflogen, weil der Zoll gegen den Arbeitgeber ermittelte. Dabei fiel auf, dass der Prospektausträger dort zwar Geld verdiente, aber gleichzeitig Arbeitslosengeld bezog. Indem er doppelt kassierte, betrog der Mann den Staat um fast 10 000 Euro.

Mit einer Geldstrafe kam er nur davon, weil er vor dem Amtsgericht Wolfratshausen ein Geständnis ablegte und bislang nicht vorbestraft war. Außerdem hatte er mit der Agentur für Arbeit in Rosenheim bereits eine Vereinbarung getroffen, um den Schaden wiedergutzumachen.

Laut Zollamt laufen derzeit Ermittlungen gegen weitere sieben Beschäftigte aus demselben Unternehmen, die ebenfalls zu Unrecht staatliche Leistungen bezogen. Von ihnen stammt ein Teil aus dem Landkreis, ein Teil aus München. Zwei andere Prospektverteiler wurden bereits verurteilt. Ein moldawischer Staatsangehöriger aus München gestand den Betrug und muss jetzt 3300 Euro Strafe zahlen. Ein Russe dagegen, der sich 20 000 Euro an Sozialleistungen erschlich, bekam eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren zur Bewährung aufgebrummt, weil er die Taten bis zuletzt abstritt.

Erhebliche Folgen dürfte der Fall auch für den Arbeitgeber haben. „Nur weil die Firma ihre Mitarbeiter nicht oder mit viel zu geringen Löhnen zur Sozialversicherung anmeldete, konnten diese ihren Verdienst überhaupt erst gegenüber Jobcenter und Agentur für Arbeit verheimlichen und auf diese Weise teils über Jahre doppelt kassieren“, so Zoll-Sprecher Florian Koller. Der Arbeitgeber steht in Verdacht, Sozialversicherungsbeiträge von 600.000 Euro hinterzogen zu haben.
 
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Nustel

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Man sollte die Telefonnummer und Adresse dieses Typen heraus finden und mit vielen Menschen ihn mit Anrufen und Belästigungen (ohne Beleidigungen etc) nerven und sein EGO zerstören.
Wochenlang!!!
 

KristinaMN

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Nicht, wenn man bedenkt, um welche Beträge Verbrecher aus Wirtschaft u. Bankensektor die Allgemeinheit ungestraft betrügen.
Das ist richtig.

Ich habe es zu meinem Regelsatz von mtl €391 gesehen, da es ja um ALG II Betrug geht. Und da sind €600.000 viel Holz. Das muss ja ein richtiger "Strukturvertrieb" gewesen sein, um diese Summe zu schaffen.
 
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Nustel

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Hauptzollamt Rosenheim

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