"Profiling": Muß ich jeden Mist beantworten? (1 Betrachter)

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Nachtschattengewächs

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Arbeite derzeit in TZ und muß für drei bis vier Monate ergänzendes ALG II beantragen. Da ich nur 26 Wochenstunden arbeite, habe ich wohl die Arbeitsvermittlung zu durchlaufen, was schon für den ersten Sachbearbeiter fraglich war.

Nun hat man mir den sog. "Profiling"-Bogen in die Hand gedrückt. Meinetwegen lege ich meinen Lebenslauf noch einmal dar, auch wenn ich keinen Sinn darin sehe, da ich bereits einen sicheren Arbeitsplatz habe.
Allerdings stossen mir Fragen auf wie "Haben Sie noch Kontakt zu früheren Arbeitskollegen?", "Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?", "Was erwarten Sie von der Agentur?", "Als was können Sie nicht arbeiten und warum nicht?" und "Woran scheiterten Ihrer Ansicht nach Ihre früheren Bemühungen?".
Putzig dagegen die Frage: "Was meinen Sie was Sie besonders gut können?" Muß mich schwer zurückhalten, da aufgrund des fehlenden Kommas nicht "Interpunktion" einzutragen. :icon_smile:

Vielleicht bin ich auch nur empfindlich, weil ich diesen Fragebogen so gar nicht als auf meine Situation zugeschnitten empfinde. Gleichwohl halte ich einige Fragen schon für "Fangfragen".

Muß ich hier alles beantworten oder sollte ich zunächst äußern, daß die Fragen an meinem Thema irgendwo vorbei gehen?
 

wolliohne

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muss nicht alles und nicht unbedingt Wahrheitsgemäß ausgefüllt werden.
 
E

ExitUser

Gast
:icon_twisted:
Was erwarten Sie von der Agentur?"
Dass sie ihre eigenen Gesetze kennt und anwendet.

"Woran scheiterten Ihrer Ansicht nach Ihre früheren Bemühungen?".
Daran, dass es nicht mehr für alle Arbeitsplätze gibt und Arbeitgeber die eierlegende Vollmilchsau suchen oder so ähnlich ...

Ich würde das genau so beantworten.
 

Kalkulator

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Wenn Du deine "Ruhe" haben willst, mach es kurz und sehr neutral, zum Beispiel so:

"Haben Sie noch Kontakt zu früheren Arbeitskollegen?"
Nein

"Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?"
Ich möchte dann natürlich wieder arbeiten.

"Was erwarten Sie von der Agentur?"
Unterstützung bei der Vermittlung

"Als was können Sie nicht arbeiten und warum nicht?"
Als Arzt, Pilot, Lehrer, Dolmetscher (die Liste lässt sich beliebig fortsetzen), weil ich dafür keinen Ausbildung habe.

"Woran scheiterten Ihrer Ansicht nach Ihre früheren Bemühungen?".
An freien Arbeitsstellen.
 

Nachtschattengewächs

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Inzwischen habe auch ich meine Erfahrungen mit der ARGE, der Termin beim Profiler steht aber noch aus.
Sorry, fühle mich immer noch nicht dazu in der Lage, das ohne professionelle, amtliche Hilfe ;-) auszufüllen, weil: Soll ich das jetzt alles auf meine früher ergänzende Selbständigkeit ausrichten, die aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit nichts bringt, oder auf meine bestehende Arbeitstätigkeit?!? Dann werden die Antworten wohl tatsächlich lustig.

Allmählich habe ich auch den Verdacht, die haben neben Zeichensetzungsschwächen noch ganz andere Lücken. Daher meine Preisfrage an Euch: Man möchte wissen, ob der AS Schulden hat. Als drittes wird gefragt, ob bereits die eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde. Dazwischen allerdings der Wunsch nach Auskunft, ob bereits ein "Pfändungsbeschluss" vorliege.

Mein Tip geht jedenfalls nicht in Richtung Zustellung eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses mit der Bank oder gar dem Amt als Drittschuldner (letzterer wüßte es ja ohnehin). Fürchte, die wollen was über das Vorliegen eines vollstreckbaren Titels wissen - was ein himmelweiter Unterschied ist!

Hat jemand im eigenen Profiling-Bogen eigentlich ähnlichen Unsinn entdeckt?
 
E

ExitUser

Gast
Man möchte wissen, ob der AS Schulden hat. Als drittes wird gefragt, ob bereits die eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde. Dazwischen allerdings der Wunsch nach Auskunft, ob bereits ein "Pfändungsbeschluss" vorliege.
Die wollen deine Vermittlungshemmnisse ausloten und Schulden sind laut Arge vermittlungshemmend.
 

penelope

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Hallo Nachtschattengewächs

1)Haben Sie noch Kontakt zu früheren Arbeitskollegen?

die zwischenmenschliche Beziehung war sehr ausgeprägt:icon_mrgreen:

2)Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


in der Hoffnung mit festen Boden unter den Füßen!

3)"Was erwarten Sie von der Agentur?"

wo finde ich auf den 1 Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle wo ich wieder in Brot und Arbeit stehe!


4)"Als was können Sie nicht arbeiten und warum nicht?"

Lehrjahre sind keine Herrenjahre!

"Woran scheiterten Ihrer Ansicht nach Ihre früheren Bemühungen?".

freie Arbeitstellen auf den 1 Arbeitsmarkt:icon_twisted:
 

Nachtschattengewächs

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Die wollen deine Vermittlungshemmnisse ausloten und Schulden sind laut Arge vermittlungshemmend.
DARAN hatte ich noch gar nicht gedacht. Also gehört auch das zu den Dingen, die ich nicht beantworten werde oder allenfalls mit einem "Wieso? Will die ARGE die tilgen?".

Mir kommt es hier aber auf die Begrifflichkeit an. "Pfändungsbeschluss" ist eine Form der Zwangsvollstreckung, aber nicht der vollstreckbare Titel.
 
E

ExitUser

Gast
Die wollen das wissen, weil die dich dann zu einer Schuldnerberatung schicken werden. Inwieweit du das musst, habe ich leider nicht mehr so im Gedächtnis. Aber wenn schon ein Pfändungsbeschluss da ist, dann ist es vielleicht dringlicher, dich zu verpflichten, eine Schuldnerberatung aufzusuchen, um dein Vermittlungshemmnis zu beseitigen. Nur eine Vermutung von mir. Das läuft dann auf Privatinsolvenz heraus, denn die Arge kann dich sicher nicht verpflichten, von deinem unpfändbaren Sozialeinkommen Raten für Schulden zu leisten. Ich habe das auch gerade gelassen, denn es bringt nichts, weil nichts getilgt wird, wegen der Zinsen. Da kann ich mein Geld auch aus dem Fenster schmeißen, läuft auf dasselbe heraus.
 

Nachtschattengewächs

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Habe weder Schulden noch sonstiges zu verbergen, es geht mir, wie mehrfach betont, einfach nur um den Begriff.

Finde es ganz einfach peinlich, wenn eine Behörde nicht formulieren kann.
Mich hat man so z. B. auch gefragt, ob ich "Weihnachtsgeld" erhalten habe. Wenn ich also in den Genuss eines "13. Gehaltes" gekommen wäre, hätte ich diese Frage ganz leger mit "nein" beantworten können. (zur Erklärung: Weihnachtsgeld = Gratifikation = freiwllige AG-Leistung; 13. Gehalt = Vertragsbestandteil = einklagbarer Rechtsanspruch AN).
 
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