Profiling gewünscht (1 Betrachter)

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Herbert Schnee

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Hallo,

ich habe eine Ausbildung in einem Bereich, in dem ich nicht (mehr) tätig sein möchte.
Bislang fand das Profiling bei eingetretener Arbeitslosigkeit, von dem ich hier erstmals erfuhr, nicht (richtig) statt. Dieses möchte ich nun bei einer qualifizierten Person in Anspruch nehmen. Wird es reichen, bei der Agentur für Arbeit einen Termin zu vereinbaren, oder läuft das auf das selbe raus, was ich schon erfahren habe?

Was ich mir wünsche ist die genaue Analyse meiner Stärken, wie man sie auf dem heutigen Arbeitsmarkt am besten einsetzen kann, und ob dies mit einem Direkteinstieg möglich ist, oder ob eine Aus- / Weiterbildung bzw. Studium nötig wäre.
 

Herbert Schnee

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Wenn man es denn Profiling nennen kann / möchte..
Mir wurde lediglich bei der Agentur für Arbeit (beziehe zur Zeit Alg1) gesagt, dass ich für das eingetragen werde, was ich schon mal gemacht habe, da dort die größten Chancen für eine Vermittlung gesehen werden. Außerdem durfte ich noch einen Zettel ausfüllen mit einer Tabelle, wo ich ankreuzen sollte, welche meine Stärken sind.
 
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Naja, das dürfte mit einem richtigen Profiling wirklich nicht viel zu tun haben.

War damals im ALG I - Bezug u. wurde zu einem "Bildungsträger" (GPE) geschickt. Das Ergebnis des Profiling war nichtssagend, oder eher Blödsinn...

Wenn denen eben nichts Gescheites einfällt, dann kommen diese Sinnlos-Aktions-Dinger.

:icon_kotz:
 

Herbert Schnee

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Was das angeht: Ich sollte auch zu einer Maßnahme von einem Dritten. Dort sollten Bewerbungstrainings gemacht werden und ich sollte mich 3x pro Woche zu je 9h dort aufhalten, um nach potentiellen Arbeitgebern zu suchen.
Ich fragte, ob denn meine Bewerbungen nicht OK wären, oder ob ich nicht genügend Eigenbemühungen nachweisen würde.
Die Antwort war, dass an sich alles ok wäre. Aber es gäbe diese Möglichkeit, und daher solle ich dahin.

Ich dachte mir nur.. ich könnte auch nackig durch die Innenstadt laufen..aber deshalb mache ich das doch noch nicht.

Jedenfalls konnte ich meinen SB in einem späteren Gespräch doch noch dazu überreden, von der Maßnahme abzusehen. Und die EGV, die ich neu unterschreiben sollte und wo die Maßnahme drin stand, hatte ich zum Glück trotz Druck nicht unterschrieben.


Aber nun würde ich gern so ein Profiling machen. Also bleibt die Frage: Bringt das was, bei der Agentur für Arbeit danach zu fragen, oder läuft das auf dasselbe hinaus was ich schon hatte?
 
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Aber nun würde ich gern so ein Profiling machen. Also bleibt die Frage: Bringt das was, bei der Agentur für Arbeit danach zu fragen, oder läuft das auf dasselbe hinaus was ich schon hatte?
Kann ich, ehrlich gesagt, so nicht beantworten. Ich würde für mich keinen Wert mehr darauf legen.

Sicher melden sich noch andere dazu...
 

Silvia V

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Aber nun würde ich gern so ein Profiling machen. Also bleibt die Frage: Bringt das was, bei der Agentur für Arbeit danach zu fragen, oder läuft das auf dasselbe hinaus was ich schon hatte?
Ich vermute leider,es wird so kommen,wie Du es vermutest.
Man wird Dich zu einem der vielen Bildungsträger schicken,wo Dich dann ein schlecht bezahlter,frustrierter und selbst arbeitssuchender Mitarbeiter(da nur befristet) "betreut".:icon_sad:

Aber ich will hier nicht nur Pessimismus verbreiten:icon_smile:,vielleicht hast Du ja Glück und triffst einen schlecht bezahlten Mitarbeiter,der voller Idealismus steckt und ausserdem noch weitreichende Kenntnisse im Bereich des beruflichen Profilings hat....dann könnte es vielleicht klappen:icon_wink:

Der Begriff "Profiling" wird heute schon fast inflationär verwendet.
Das berufliche Profiling ist sehr aufwendig,wenn es denn aussagekräftige Ergebnisse bringen soll.
Und nicht alle Mitarbeiter der BA ,der Argen und auch bei den sogenannten "Dritten" beherrschen diese Methode.
 

Martin Behrsing

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Aber nun würde ich gern so ein Profiling machen. Also bleibt die Frage: Bringt das was, bei der Agentur für Arbeit danach zu fragen, oder läuft das auf dasselbe hinaus was ich schon hatte?
ich habe j schon viel erlebt. Aber das jemand ein Profiling wünscht ist mir noch nicht vorgekommen.
Weißt Du eigentlich welcher Verwertungsmaschinerie Du dich da freiwillig aussetzen willst? Besser kann man unseren Neoliberalismus nicht bedienen. Es wird genaustens bestimmt, wozu deine Arbeitskraft verwertbar ist und wozu dich die Arbeitsagentur/Hartz IV-Behörde dich verwerten kann, was du kannst, wo deine Schwächen liegen (in die man sofort reinbohren kann), wo man dich mit Drohungen von Sanktionen packen kann.

Also überleg mal wirklich, ob du so etwas willst?
 

Herbert Schnee

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Bei so einem Profiling würde rauskommen, dass die momentane Situation nicht optimal ist.

Ich habe eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht (weil ich nichts anderes gefunden habe. Allerdings sehe ich mich als Verkäufer gänzlich untalentiert und unmotiviert.
Außerdem habe ich in einem Callcenter geabeitet (weil ich nichts anderes gefunden habe) und schlechte Erfahrungen gemacht (brauche ich wohl nicht weiter erläutern).

Diese beiden Punkte nahm mein SB und sagte bei meinem sogenannten "Profiling": Das haben sie schonmal gemacht, also trage ich sie dafür ein.. da gibt es die größten Vermittlungschancen".
Das ist zwar so richtig. Aber wenn dort nicht meine Stärken liegen, frage ich mich, was ein Arbeitgeber davon hat, wenn er einen AN bezahlt, der die Arbeit nicht gut ausführt.

Ich weiß selbst nicht genau, in welche Richtung es nun gehen soll.
Ein Studium kostet mich weitere Jahre meines Lebens und ob es was bringt ist auch ungewiss. Eine Ausbilung ist aufgrund der geringen Vergütung eher nicht gewünscht, und auch hier ist nicht klar, ob es was bringt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, alle Arbeitgeber stellen nur noch über Zeitarbeitsfirmen ein, um möglichst flexibel zu sein und jederzeit die Mitarbeiter rauskicken zu können, wenn mal nicht der erwartete Gewinn erwirtschaftet wird.
Allein 6 Monate Probezeit, was standard ist heutzutage.. da fassen sich manch ältere Herrschaften an den Kopf, die das von früher noch ganz anders kennen. Früher, wo man schneller einen guten Job gefunden hat und jahrelang dabei bleiben konnte; wo man die Sicherheit hatte und ohne weiteres in die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen konnte..
Jetzt fange ich schon genauso an mit der Nostalgie.

Jedenfalls dachte ich, so ein Profiling fand bisher nicht richtig statt und es könnte mir helfen..
 

Herbert Schnee

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Mh. Also ich finde den Artikel etwas pessimistisch hinsichtlich seiner Darstellung der Leistungsbezieher.
Ich wurde z.B. noch nicht nach persönlichen Dingen gefragt, die mir zu weit gegangen wären. Meine Stärken habe ich auf einer Tabelle angekreuzt, und das war's.

Es gibt Leute, die sehen einem viele Dinge an, ohne das man es merkt. Thorsten Havener zum Beispiel. Über den regt sich niemand auf ;)

Jedenfalls habe ich ein Ziel.. ich will eine Arbeit, die mir Spaß macht und sicher ist. Da ich keine Ahnung habe, was das sein könnte, und das durchforsten der Stellenangebote auf Dauer nur frustrierend für mich ist, dachte ich, das Profiling könnte sinnvoll für mich sein.
 

Martin Behrsing

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ich glaube nicht, dass du den Link gelesen hast. Sonst würdest Du nicht so eine Antwort geben.

Bei so einem Profiling würde rauskommen, dass die momentane Situation nicht optimal ist.

Ich habe eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht (weil ich nichts anderes gefunden habe. Allerdings sehe ich mich als Verkäufer gänzlich untalentiert und unmotiviert.
Außerdem habe ich in einem Callcenter geabeitet (weil ich nichts anderes gefunden habe) und schlechte Erfahrungen gemacht (brauche ich wohl nicht weiter erläutern).

Diese beiden Punkte nahm mein SB und sagte bei meinem sogenannten "Profiling": Das haben sie schonmal gemacht, also trage ich sie dafür ein.. da gibt es die größten Vermittlungschancen".
Das ist zwar so richtig. Aber wenn dort nicht meine Stärken liegen, frage ich mich, was ein Arbeitgeber davon hat, wenn er einen AN bezahlt, der die Arbeit nicht gut ausführt.

Ich weiß selbst nicht genau, in welche Richtung es nun gehen soll.
Ein Studium kostet mich weitere Jahre meines Lebens und ob es was bringt ist auch ungewiss. Eine Ausbilung ist aufgrund der geringen Vergütung eher nicht gewünscht, und auch hier ist nicht klar, ob es was bringt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, alle Arbeitgeber stellen nur noch über Zeitarbeitsfirmen ein, um möglichst flexibel zu sein und jederzeit die Mitarbeiter rauskicken zu können, wenn mal nicht der erwartete Gewinn erwirtschaftet wird.
Allein 6 Monate Probezeit, was standard ist heutzutage.. da fassen sich manch ältere Herrschaften an den Kopf, die das von früher noch ganz anders kennen. Früher, wo man schneller einen guten Job gefunden hat und jahrelang dabei bleiben konnte; wo man die Sicherheit hatte und ohne weiteres in die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen konnte..
Jetzt fange ich schon genauso an mit der Nostalgie.

Jedenfalls dachte ich, so ein Profiling fand bisher nicht richtig statt und es könnte mir helfen..
 

Herbert Schnee

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Dann hast Du dich wohl getäuscht ;)
Ich habe den Link gelesen. Wie sonst käme ich dazu, den Artikel als "etwas pessimistisch hinsichtlich seiner Darstellung der Leistungsbezieher" zu bewerten?
Ich habe da offenbar eine weniger strenge Meinung zu dem Thema als Du. Vor Allem auch deshalb, weil ich persönlich nicht solch krasse Erfahrungen gemacht habe, wie sie im Artikel beschrieben wurden.

Dass das Profiling selbst so "schlecht" ist, wusste ich nicht.

Hat denn irgendjemand eine Idee, was ich nun tun kann?
Profiling fällt wohl aus, weil ich aller Wahrscheinlichkeit nicht erwarten kann, dass da was gutes bei rum kommt. Mein problem habe ich in diesem Satz wohl ganz gut auf den Punkt gebracht:
Ich weiß selbst nicht genau, in welche Richtung es nun gehen soll.
Vorausgesetzt, ich finde bei meinen Durchsuchungen der Stellenangebote keine gute Stelle ;)
 
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Was deine persönlichen Stärken und Schwächen betrifft, was dein Wissen und Können, was deine Defizite, wirst du sicher selbst am besten einschätzen können. Vielleicht setzt du dich mal hin und schreibst das in Ruhe für dich auf, damit du ein klares Bild bekommst.

Es kann auch helfen, wenn du Freunde, Verwandte und Bekannte, die dich gut kennen, nach ihrer offenen Einschätzung fragst. Eventuell auch frühere Arbeitskollegen, zu denen du noch Kontakt hast. Das müssen aber alles Leute sein, zu denen du Vertrauen hast.

Ich will nun gar nicht ausschließen, daß es auch professionelle Fachleute gibt, welche dich in dieser Hinsicht beraten könnten. Allerdings müßte hier neben der Fachkompetenz auch die Objektivität und vor allem die strikte Vertraulichkeit gesichert sein. Die Beurteilung sollte allein für dich bestimmt sein und nicht zur freien Verwendung der Arbeitsagentur.

Ich bezweifle stark, daß du so etwas bei den "Profiling"-Maßnahmen der Arbeitsagentur bekommen wirst.
 

Martin Behrsing

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Eventuell mal jemand unabhängigen aufsuchen. Z.B. Dipl. Psychologe/In. Die könnten dir gut helfen, dass du dich selbst besser einschätzen kannst und vor allem weißt, was du willst. Da bist du auch nicht einer Verwertung unterworfen, sondern lernst ne Menge über dich selbst.

Dann hast Du dich wohl getäuscht ;)
Ich habe den Link gelesen. Wie sonst käme ich dazu, den Artikel als "etwas pessimistisch hinsichtlich seiner Darstellung der Leistungsbezieher" zu bewerten?
Ich habe da offenbar eine weniger strenge Meinung zu dem Thema als Du. Vor Allem auch deshalb, weil ich persönlich nicht solch krasse Erfahrungen gemacht habe, wie sie im Artikel beschrieben wurden.

Dass das Profiling selbst so "schlecht" ist, wusste ich nicht.

Hat denn irgendjemand eine Idee, was ich nun tun kann?
Profiling fällt wohl aus, weil ich aller Wahrscheinlichkeit nicht erwarten kann, dass da was gutes bei rum kommt. Mein problem habe ich in diesem Satz wohl ganz gut auf den Punkt gebracht:
Vorausgesetzt, ich finde bei meinen Durchsuchungen der Stellenangebote keine gute Stelle ;)
 

Silvia V

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Dann hast Du dich wohl getäuscht ;)
Ich habe den Link gelesen. Wie sonst käme ich dazu, den Artikel als "etwas pessimistisch hinsichtlich seiner Darstellung der Leistungsbezieher" zu bewerten?
Ich habe da offenbar eine weniger strenge Meinung zu dem Thema als Du. Vor Allem auch deshalb, weil ich persönlich nicht solch krasse Erfahrungen gemacht habe, wie sie im Artikel beschrieben wurden.

Dass das Profiling selbst so "schlecht" ist, wusste ich nicht.

Hat denn irgendjemand eine Idee, was ich nun tun kann?
Profiling fällt wohl aus, weil ich aller Wahrscheinlichkeit nicht erwarten kann, dass da was gutes bei rum kommt. Mein problem habe ich in diesem Satz wohl ganz gut auf den Punkt gebracht:
Vorausgesetzt, ich finde bei meinen Durchsuchungen der Stellenangebote keine gute Stelle ;)
Das ist zu 99 % sicher..es wird nichts bei herum kommen.
Ich habe versucht,Dir das durch die Blume zu vermitteln und Martin hat es direkt getan.
Es ist eigentlich eine Frechheit,das der Begriff "Profiling" von Arge und Co. verwendet wird.
Ich bin auch der Meinung,das eine neutrale Stelle der beste Anlaufpunkt wäre.
Denn das berufliche Profiling an sich ist nicht schlecht,aber das was draus gemacht wird.
 

stummelbeinchen

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Hallo,

so wie ich das verstanden habe, geht es Dir im Wesentlichen darum neue Jobalternativen zu finden, oder?

Schau mal nach Vereinen in Deiner Nähe. Bei mir gibts z.B. das EPI-Zentrum. Das hat sich (ehrenamtlich) mit einer Beratungsstelle mit einem Arbeitspsychologen auf solche Leute wie Dich spezialisiert. Entscheidungsfindung, Selbstanalyse, Unterstützung bei den Fragen wo stehe ich, wo will ich hin und wie zum Teufel schaffe ich das.

Ich persönlich finds ganz gut. Ich glaube aber auch an die Magie der Psychologie. :icon_smile:

Ansonsten versuchs mal im BerufeNet auf www.arbeitsagentur.de. Da kann man sich Alternativen und/oder Weiterenwicklungsmöglichkeiten für den erlernten/ausgeübten Beruf erkundigen. Vielleicht fällt Dir da auch was ein/auf.

LG
 
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