Prof.Frithjof Bergmann-Grundlagen Neue Arbeit-Neue Wirtschaft-Neue Kultur

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Rounddancer

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DIE KERN TEXTE.


WAS IST NEUE ARBEIT ?



DIE NEUE ARBEIT HAT DREI ZIELE:


1. DEN AUFBAU EINER NEUEN WIRTSCHAFT.


2. DIE EINFUEHRUNG EINES NEUEN ARBEITSSYSTEMS.


3. DIE ENTWICKLUNG EINER NEUEN KULTUR.






1. DIE NEUE WIRTSCHAFT:


Das Ziel der Neuen Wirtschaft ist die gemeinschaftliche Herstellung am Ort von 80% von den Produkten die man fuer ein gluecklichmachendes Leben wirklich braucht. Die Weiterentwicklung von zum Teil sehr einfachen aber zum Teil auch ultramodernen Technologien wird das in absehbarer Zeit moeglich machen.


2. DIE NEUE ARBEIT.


In der Zukunft die wir anstreben werden ein grosser Teil der Menschen gleichzeitig drei verschiedene Arten von Arbeit tun. Modellhaft gesprochen: etwa zehn Stunden in der Woche Arbeit in der Grundwirtschaft; etwa zehn Stunden in der Woche gut bezahlte Arbeitsplatz Arbeit; und etwa zwanzig Stunden wirklich gewollte Arbeit - - das heiss Arbeit die sie nicht schwaecht sondern staerkt, Arbeit die sie nicht verkrueppelt sondern belebt, und Arbeit die ihren Geist nicht abtoetet sondern ihrem Dasein Sinn gibt.


3. DIE NEUE KULTUR.


Die Natur des Menschen ist nicht die eines Raubtiers. Die Aufgabe der Gesellschaft ist nicht die Menschen zu zaehmen und sie in Kaefige zu sperren. Viele Menschen sind scheu, leicht zerbrochen und schnell entmutigt. Viele kraenkeln an der “Armut der Begierde.” Die Kultur die wir anstreben soll deshalb den Menschen staerken: Das ist die Aufgabe von Kindergaerten, von Schulen, von der Familie, von Freundschaft, von menschlichen Beziehungen, und auch von den Haeusern und Staedten die wir bauen werden, aber auch von der Politik und von den Werten die wir schaffen werden.








 
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Das Ziel der Neuen Wirtschaft ist die gemeinschaftliche Herstellung am Ort von 80% von den Produkten die man [COLOR=red]fuer ein gluecklichmachendes Leben [/COLOR]wirklich braucht. Die Weiterentwicklung von zum Teil sehr einfachen aber zum Teil auch ultramodernen Technologien wird das in absehbarer Zeit moeglich machen.
Hm? Ein glücklichmachendes Leben.

1. Was ist Glück?
2. Wen macht was wann glücklich? - Und soll das dann (zwangsweise) für alle gelten?

Für mich wär eher ein Ziel: ein emanzipatorisches Leben. Soll heißen: sich die Fähigkeit zum kritischen Selber-Denken und zur Selbst-Erkenntnis aneignen und Kindern genau das beizubringen. Damit sie sich später (z.B. von Politik und Medien) nix mehr vormachen lassen, was sie denn angeblich glücklich zu machen hat.
 
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Das Problem ist, dass man allein vom Denken und der Erkenntnis nicht physisch existieren kann. Ein bisschen Materielles gehört auch zum Leben, ohne dass es natürlich Luxus sein muss, den am Ende nur wenige sich leisten können. Doch Denken und Erkennen erzeugt weder Brot noch Butter und näht auch keine Kleidung ...
 
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Das Problem ist, dass man allein vom Denken und der Erkenntnis nicht physisch existieren kann. Ein bisschen Materielles gehört auch zum Leben, ohne dass es natürlich Luxus sein muss, den am Ende nur wenige sich leisten können. Doch Denken und Erkennen erzeugt weder Brot noch Butter und näht auch keine Kleidung ...
Denken und Erkennen hat aber wohl mal dazu geführt, dass es überhaupt Butter und Brot gibt, schließlich kramen wir als Spezies daher nicht die Körner aus dem Sand oder den vorgetreidlichen Ähren und mampfen sie pur. Um Kleidung zu nähen braucht es sogar sehr viel denkerische Fähigkeiten - alleine ständig umzudenken welche Naht dann aussen oder innen sein wird ist ein gedanklich sehr komplexer Vorgang. Warum sollte sich nicht daran anknüpfen lassen? :icon_hihi:

LG
Emily
 
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Dann denke mal darüber nach, wer sich denn in einem Volk der Denker und Erkenner überhaupt noch dazu hergeben sollte, so einer so schnöden Tätigkeit, wie dem Brot backen, nachzugehen. Als Wirklicher und Geheimer Rat mehr oder minder kluge Ratschläge zu erteilen, ist doch viel schöner als zu arbeiten ...

Aber Spaß beiseite. Ohne ein organisiertes Gemeinwesen läuft in einer Gesellschaft überhaupt nichts. Wenn ich bspw. Äußerungen lese, es liege nicht im Sinne des Einzelnen, überhaupt irgendetwas zu tun, würde eine Republik der Räte schlicht und ergreifend verhungern und verdursten. Nun ja, auch das wäre eine Erkenntnis ;)
 
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Und einer würde auf den anderen zeigen, wenn es etwas zu tun gäbe ...
 
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Siehst Du, Runkel (leider bist Du ja offiziell hier nicht mehr anwesend ...), da kommt immer wieder Dein pessimistisches Menschenbild ins Spiel.

Du meinst tatsächlich, wenn jeder für sich selbst verantwortlich wäre, dass dann niemand mehr Dein Brot backen würde.

Das ist ein Irrtum.

Es gibt viele, die sind mit Leib und Seele Bäcker. Zum Beispiel.

Aber in einer Gesellschaft, wo alle freie Bürger sind, die demokratisch Räte wählen, würde eben jeder das arbeiten, was er mit sich und seinem Gewissen vereinbaren kann. Und natürlich mit seinen Fähigkeiten.

Ich bleib dabei, Du bist immer noch zu sehr im Autoritären und Hierarchischen verhaftet.

Politik und Gesellschaft muss (finde ich) von unten, von der Basis gemacht werden. Selbsternannte Führer hatten wir schon genug. Und was die brachten bzw. noch bringen, sieht man ja jetzt.
 
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Rounddancer

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Gerade frisch hereinbekommen vom Prof. Frithjof Bergmann (darum (noch) in Amerikanisch):

What is New Work?

It is the "System of Work" to which we can now advance. It will add two new kinds of work to the current "Job-System of Work" which no longer creates good, well-paying jobs in the needed quantity. (This is particularly obvious on the continent of Africa, but also in India, China, South America and Russia, and it is becoming increasingly more apparent also in the United States and Europe.) The two additional kinds of work that are now in the process of being added are: 1. Work in a developing "Base Economy", and 2. Work that fits the talents, interests and values of those who do the work -- work that does not weaken peope, but that strengthens them instead -- work that the workers really want to do.

A drastically oversimplified model would be a picture of three levels: In the future to which it is now possible to ascend people would do three kinds of work:

10 hours per week "Base Economy Work."
10 hours per week "Job-Work" (as now - but in New Enterprises.)
20 hours (or less) of work that they have chosen, and really want.


What is a "Base Economy?"

It is not making one's own strawberry jam, or raising tomatoes on one's balcony. It has a relationship to the "self-providing" that peasants practiced for thousands of years - but that relationship is remote, and like a spiral that turns back but rises upwards at the same time.

A "Base Economy" is a new possibility. It has become possible only in the last fifteen years. In this span of time a wave of brilliant new technologies have been invented with which one can manufacture in small shops,(not in colossal factories), parts for refrigerators, for air-conditioners, for radios, TV's and computers, but some of which are simple and down to earth, so that one can also raise one's own food with very little water in a small space - e.g. in slums. Our Productive Capacity has become so enormous that a group of people, (not a single person) can produce the major part of their food, and their housing, and the energy they need, and their clothing and shoes, and their communication devices and even their of course very different cars in Neighborhood Centers or Village Halls that are equipped with the necessary sophisticated tools and machines.

In the near future, people may employ sophisticated technologies to produce 80% of what they really need, directly in the neighborhood or the village in which they live. Ten hours of weekly work in these Centers or Halls will provide them not merely with "subsistence" but with the wherewithal for a fulfilling, humane and cheerful life.

Zitat-Ende


 
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