Produkttheorie und angemessene Wohnungsgröße (1 Betrachter)

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RaffIchNet

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Hallo,

ich werde vermutlich demnächst eine (wiederum vermutlich) befristete Stelle aufnehmen und in dieser lokal Zeit umziehen.
Da ich außerhalb des Leistungsbezugs umziehe dürfte das nicht das Problem sein. Allerdings kann es sein, dass ich danach wieder ALG II bekomme und ich möchte nur ungern große Teile der Miete vom Regelsatz bezahlen.

Hier gibt es nur entweder relativ kleine Einraumwohnungen bis so 35 qm, dann kommt nichts und dann geht es bei 55 qm wieder los für 2-3 Raumwohnungen.
Der Plan ist in eine ~55 qm 3-Raum-Wohnung umzuziehen. Die Mieten für die Angebote die mir vorliegen sind teils drunter, teils leicht über der hiesigen Angemessenheitsgrenze. Allerdings sind hier offiziell nur 45qm zulässig für eine Person. Wird trotzdem die volle Miete übernommen bis zu dem angemessenen Wert oder wird das irgendwie bei 45 qm gedeckelt?

Hab jetzt eine bekannte Suchmaschine verwendet die aber Widersprüchliches ausspuckte.
Was ist nun relevant für die Angemessenheit der Miete? Allein die Produkttheorie oder ggf auch die Wohnungsgröße? Warum sind bei manchen Bundesländern 45 bei anderen 50 qm für eine einzelne Person angemessen? In welchen Abständen muss die Angemessenheitsgrenze (z.b. durch die üblichen Mietsteigerungen) neu ermittelt werden?
 

gizmo

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Hy und Herzlich Willkommen.

Es gibt drei Arten die KDU zu bestimmen.

Das schlüssige Konzept zb.:

https://www.deutscher-verein.de/de/...mentation/f-3372-14/f_3372-14_pp_holscher.pdf

die KDU Satzung zb.:

https://harald-thome.de/fa/harald-t...dU-Satzung-Vogelsbergkreis-LK--01.01.2017.pdf

diese sind Gerichtlich voll Überprüfbar.
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Sollte es das Konzept und die Satzung nicht geben greift die WoGG plus 10%, ist die Höchsgrenze für die KM & kalten NK.
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Die HK sind extra zu bestimmen und in voller Höhe zu bezahlen solange man bis 50m² wohnt. Höchstgenze ist hier der Bundesweite HK Spiegel(im Groben, sonst wird es hier jetzt zu komplizier).
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Dann gibt es die Art der KDU Bestimmung der einzelnen JC, diese sind aber eher ein Mittel um die KDU Grenze niedrig zu halten, halt Willkürlich zusammen gewurstet. Machen die meisten JC.
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Beim Konzept zählen 50m² Wohnfläche für eine einer BG.

Satzung geht nach dem Länder Wohnraumförderungsgesetz von 45 bis 50m² Wohraumfläche einer BG.

WoGG plus 10% geht nicht nach den m², sondern nach der Tabelle, jedoch unter Berücksichtigung des Länder Wohnraumförderungsgesetzes. Ich wohne nach der WoGG plus 10% auf 67m² angemessen für KM % kalte NK, jedoch die HK werden nur bis zur Höhe des bundesweiten HK Spiegel, recht Spalte übernommen.
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Um dir hier helfen zu können wäre Wohngegend, JC und Bundesland nicht schlecht zu wissen.
 

RaffIchNet

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Bin derzeit wohnhaft in einer wunderschönen Optionskommune in Thüringen. Es gibt ein schlüssiges Konzept, dass für eine Person maximal 45 qm vorsieht. Andere Kommunen in Thüringen gehen wohl auch bis 49 qm.
Allerdings scheint es mir fragwürdig, dass die Länder auf unterschiedliche Werte kommen. Die meisten scheinen 50 qm als angemessen anzusehen.
In NRW wurde wohl vor ein paar Jahren der Wert von 45 auf 50 qm erhöht. Die Gründe dafür wären interessant. Es gibt wohl auch noch eine Hintertür die in Ballungsräumen eine Reduzierung der angemessenen Größe zulässt siehe hier:
https://sozialberatung-kiel.de/2012...sen-bei-hartz-iv-wie-im-sozialen-wohnungsbau/

Hast du eine Quelle, dass beim schlüssigen Konzept bundesweit 50 qm gelten? Sind die 50 qm bei den Heizkosten ein Extrawert oder ist das auch wieder auf die Wohnfläche bezogen? In meinem Fall würden die Heizkosten ja dann auch nur bis 45 qm bezahlt werden. Die Heizkosten währen auch nicht so das Problem, da mir eher selten kalt ist :)
Hauptfrage wäre noch ob die Miete übernommen wird, die zwar im Rahmen der Angemessenheitsgrenze aber die Wohnung zu groß ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Allerdings scheint es mir fragwürdig, dass die Länder auf unterschiedliche Werte kommen. Die meisten scheinen 50 qm als angemessen anzusehen.
Die "angemessene" Wohnungsgröße richtet sich laut einem BSG-Urteil nach den Vorschriften zum sozialen Wohnungsbau, und die sind je nach Bundesland unterschiedlich.
 
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