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Probleme zwischen Mutter und Sohn (Bedarfsgemeinschaft)

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Nicht offen für weitere Antworten.

Teddyfritzi

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#1
eine bekannte von mir hat folgendes problem
sie bekommt grundsicherung und der sohn bekommt alg2. er wohnt bei der mutter ,da er erst 18 jahre ist.
beide haben desöfteren knatsch , wo der dann sohn ausrastert(Tassen und Teller an der Wand). si streiten sich des öftern auch , der er faul und träge ist und /oder wegen des Geldes
Er bezahlt anteilig Miete und Nebenkosten(Bedarfsgemeinschaft)

Nun die Frage , kann der Sohn eine eigene Wohnung von der Arge bekommen, wenn es auszieht. ich weiss , der es erst ab 25 Jahre gibt, aber bevor es zu ernsthafteren Ausschreitungen kommt(Androhung durch Schläge des Sohn etc.).
Die Frau bekommt Angst, da sie sehr zierlich ist und der Sohn ein sehr guter Esser ist

ISt dieses eine Ausnahmesiuation oder muss noch "härter" kommen??

Teddyfritzi
 

Arania

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#2
Das ist schon eine Ausnahmesituation , aber sie muss belegt werden, das heisst in solchen Fällen muss die Mutter die Polizei rufen und Anzeige erstatten und dann den Sohn aus der Wohnung klagen da er zur BG gehört, in dem Fall muss die ARGE ihm dann eine Unterkunft bezahlen oder das Jugendamt
 
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Gast
#3
Arania sagte :
Das ist schon eine Ausnahmesituation , aber sie muss belegt werden, das heisst in solchen Fällen muss die Mutter die Polizei rufen und Anzeige erstatten und dann den Sohn aus der Wohnung klagen da er zur BG gehört, in dem Fall muss die ARGE ihm dann eine Unterkunft bezahlen oder das Jugendamt
Arania, warum muß die Mieterin ihren Sohn aus der Wohnung klagen, wenn er nicht den Mietvertrag mitunterschrieben hat?

Sie kann ihn doch einfach vor die Tür setzen... würd ich sofort machen, wenn eins meiner Kinder ir das Geschirr an die Wand werfen würde!

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#4
Das ist aber glaube ich nicht so einfach wenn man als BG geführt wird, und zwar wegen des ALG II, natürlich kann sie ihn herauswerfen, aber dann wird ihr auch das Geld gekürzt, da er nicht mehr in der BG ist, er selber würde dann wohl erstmal gar nichts bekommen wegen U 25, und dann weiss man ja auch nicht ob er freiwillig geht ;)
 

Arwen

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#5
Ich weiß nicht, ob dieser Weg über die Anzeige unbedingt nötig ist, wenn man es erst mal im Gespräch mit der zuständigen ArGe versuchen könnte.

Ein wichtiges Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist es, junge Menschen schnell wieder in Arbeit zu bringen. Falsche Anreize, die es Jugendlichen ermöglichten, von zu Hause auszuziehen und dabei auch noch das volle Arbeitslosengeld II zu beziehen, wurden deshalb abgeschafft.

Wer unter 25 sowie erwerbsfähig und hilfebedürftig ist, braucht seit dem 1. April 2006 bei einem Umzug eine Zusicherung des zuständigen kommunalen Trägers (§ 22 Abs. 2a SGB II). Ohne diese Zusicherung werden keine Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen. Auch die Erstausstattung der Wohnung wird bei einem Auszug ohne Genehmigung nicht übernommen. Die Regelung gilt für den erstmaligen Auszug aus dem Elternhaus genauso wie für sich anschließende Umzüge. Sie bedeutet aber nicht, dass Jugendliche gezwungen werden, wieder in den elterlichen Haushalt zurückzukehren. Es ist aber möglich, dass Jugendliche nach einer Prüfung im Einzelfall wieder auf die elterliche Wohnung verwiesen werden.

Eine Ausnahme gilt für Jugendliche, die am 17. Februar 2006 nicht mehr im Haushalt der Eltern gelebt haben. Diese Jugendlichen benötigen keine Zusicherung, wenn sie in der Zukunft umziehen möchten.

Härtefälle berücksichtigt

Das Gesetz hat bestimmte Fälle festgelegt, in denen der Träger zur Erteilung der Zusicherung verpflichtet ist. Dies ist der Fall, wenn

* der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern verwiesen werden kann (Beispiel: Gewaltanwendung in der familiären Situation),
* der Bezug der neuen Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist, oder
* ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt (z.B., wenn eine Schwangere mit ihrem Partner zusammenziehen möchte).

Mit diesen Regelungen wird sicher gestellt, dass der Auszug Jugendlicher, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nur noch in begründeten Fällen aus Steuermitteln finanziert wird.
http://www.arbeitslosenselbsthilfe.org/forum/showthread.php?p=207956

Falls das nicht klappt, kann man ihn immer noch hinauswerfen, bei Verweigerung dann auch evtl. Polizei und die ganze Prozedur.

Gruß, Arwen
 

Arania

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#6
Vorraussetzung ist halt das er freiwillig die Wohnung verlässt ;)
 

Teddyfritzi

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#7
Tja da liegt das Problem. Er will nicht. Er is als 18 wurde aus dem Heim gekommen. Er galt als "Problemfall" Sie kam mit ihm überhaupt nciht zurecht .Ich weiss nicht genau,aber sie sagt sie haben keinen Mietvertrag.

Teddyfritzi
 

Arania

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#8
Dann geht nur der Weg den ich in meinem ersten Beitrag beschrieben habe, Polizei, Anzeige
 
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Gast
#9
Arania sagte :
Das ist aber glaube ich nicht so einfach wenn man als BG geführt wird, und zwar wegen des ALG II, natürlich kann sie ihn herauswerfen, aber dann wird ihr auch das Geld gekürzt, da er nicht mehr in der BG ist, er selber würde dann wohl erstmal gar nichts bekommen wegen U 25, und dann weiss man ja auch nicht ob er freiwillig geht ;)
Einfach ist es wohl für keine Mutter, ihr Kind vor die Tür zu setzen.

Warum sollte man ihr das Geld kürzen? Da gibt es keine Handhabe...

im Gegenteil, sie muß dann mindestens ein halbes Jahr die volle Miete bekommen :)

Und wer das Geschirr an die Wand wirft muß dann eben sehen, wie er zurecht kommt, dann kann er ja den Ablehnungsbescheid beim SB an die Wand klatschen... :mrgreen:

das sollte nicht ihr Problem sein wie er zurecht kommt, wenn er ihr Angst macht und sie dazu zwingt, ihn raus zu setzen.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#10
Nun da er aber nicht freiwillig geht,muss das rauswerfen wohl eingeklagt werden
 
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#11
Arania sagte :
Nun da er aber nicht freiwillig geht,muss das rauswerfen wohl eingeklagt werden
Wie soll man das denn einklagen? Und wer setzt ihn dann raus?

Das ist Privatsache... entweder man tuts oder man läßt es... nur Mieter klagt man raus!

Und wenn er "freiwillig" nicht geht, dann wartet man bis er die Wohnung verläßt, stellt die Klamotten vor die Tür und baut ein anderes Schloß ein... eine andere Möglichkeit hat man nicht...

übrigens: Klagen dauern oft länger, in der Zwischenzeit könnnte das Geschirr auch statt an die Wand an den Kopf geschmissen werden...

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#12
Nun erstens kann nicht jeder das so handhaben und zweitens weiss man ja nicht wie aggressiv der junge Mann ist und drittens auch wenn er 18 ist darf man ihm keinesweges so einfach die Koffer die Tür setzen, wenn das sein Wohnsitz ist, auch wenn er nicht im Mietvertrag steht.

Ich selbst hätte auch kein Problem damit das zu klären aber das ist auch nicht jedermanns Sache.
 
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#13
Arania sagte :
Nun erstens kann nicht jeder das so handhaben und zweitens weiss man ja nicht wie aggressiv der junge Mann ist und drittens auch wenn er 18 ist darf man ihm keinesweges so einfach die Koffer die Tür setzen, wenn das sein Wohnsitz ist, auch wenn er nicht im Mietvertrag steht.

Ich selbst hätte auch kein Problem damit das zu klären aber das ist auch nicht jedermanns Sache.
so einfach?

lassen wir das...

jeder muß für sich entscheiden, was er sich bieten läßt...

ich jedenfalls würde meinen Sohn nicht anzeigen wollen und erst recht nicht klagen und die Situation weiter aushalten.

Eins weiß ich aber: seit eine BG sich verkleinert hat gehts mir besser... wobei: meine Kinder sind noch da :mrgreen:

Gruß aus Ludwigsburg
 
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