Probleme mit SB wegen Minijob/Maßnahme

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Julica

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Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen...
Ich hatte Anfang Februar einen Termin bei einer neuen SB und habe (wie ich jetzt weiß blöderweise) die EGV gleich unterschrieben, nachdem sie mir mit Sanktionen gedroht hat, falls ich das nicht tue.
In dieser EGV wurde festgelegt, daß ich im April an einer Maßnahme teilnehmen muss (8 Wochen Bewerbungstraining und 4 Wochen Praktikum)
Ich hatte in den letzten zwei Jahren bereits zwei Bewerbungstrainings absolviert.
Die SB forderte mich auf, ich solle mich vermehrt auf Minijobs bewerben, da ich ja anscheinend bei anderen Jobs nur Absagen erhalte (bin alleinerziehend mit drei Kindern, da ist man leider nicht unbedingt der Wunschkandidat bei vielen AG)
Sollte ich etwas finden, könne ich die Maßnahme absagen bzw. abbrechen.
Nun habe ich einen Minijob gefunden, Beginn 18.03., also ab Montag.
Arbeitsvertrag liegt der SB vor, und jetzt sagt sie plötzlich, ich muss trotzdem an der Maßnahme teilnehmen und müsse den Minijob gleich wieder kündigen.
Gibt es irgendwas, was ich dagegen tun kann?
Diese Bewerbungstrainings bringen mir überhaupt nichts, wogegen ich mit dem Minijob wenigstens erstmal überhaupt eine Arbeit gefunden habe (das ja auch auf Anraten der SB)
Abgesehen davon kann ich den Minijob doch niocht sofort wieder kündigen, es gibt ja auch Kündigungsfristen.
Was mach ich jetzt?
Wenn ich den Minijob kündige, sitze ich nach der Maßnahme wieder ohne Arbeit da und fange von vorne an. Das kanndoch nicht Sinn der Sache sein?
 

Couchhartzer

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Nun habe ich einen Minijob gefunden, Beginn 18.03., also ab Montag.
Arbeitsvertrag liegt der SB vor, und jetzt sagt sie plötzlich, ich muss trotzdem an der Maßnahme teilnehmen und müsse den Minijob gleich wieder kündigen.
Gibt es irgendwas, was ich dagegen tun kann?
Ja, auf jeden Fall eine Beschwerde anbringen, entweder beim Teamleiter der SB, oder aber beim Geschäftsführer des Jobcenters, denn der Job (auch Minijob) geht grundsätzlich jeglicher Bewerbungstrainingsaßnahme vor, weil ein Job sich leistungsmindernd auswirkt und eine solche Bewerbungstrainingsmaßnahme lediglich mehr Leistung verursacht.


und müsse den Minijob gleich wieder kündigen.
Das darf sie nicht, denn damit stiftet sie dich dazu an deine Bedürftigkeit wieder zu erhöhen.
Und genau DAS solltest du auf jeden Fall dem Geschäftsführer des Jobcenters melden, denn mit dieser Aufforderung verstößt die SB ganz massiv und wissentlich gegen ihre Dienstpflicht!
Und du solltes auch auf gar keinen Fall den Minijob einfach kündigen, denn damit machst du dich sanktionierbar, wenn du die Beendigung eines Arbeitsverhälnisses selber herbeiführst.


Schaue aber nochmal in deine EGV, was da drinsteht.
Wenn es da eingefügt wurde, dass du die Maßnahme beenden kannst sobald du einen Job hast, dann kann und darf sich die SB sowieso nicht über diese Vereinbarung stellen.
Zudem ist es in den Regelungen zu Ausgestaltungen von Eingliederungsvereinbarungen sowieso vorgeschrieben, dass ggf. Eingliederungsvereinbarungen aufgehoben werden sollen und (falls notwendig) neugestaltet werden können, sobald sich die persönlichen Verhältnisse eines Leistungsempfängers in der Richtung geändert haben die z.B. eine Arbeitsaufnahme (auch bei Minijob) beinhalten.
 

Julica

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leider steht das in der EGV nicht drin, sie will ja auch nix mehr davon wissen, das jemals gesagt zu haben.

Kündigen möchte ich auf keinen Fall, denn ich weiss aus eigener Erfahrung, daß mir dieses Bewerbungstraining nicht zu einem Job verhelfen wird.
Ich bin ja froh, wenigstens einen Minijob gefunden zu haben
 

Delfinanne

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Die Maßnahme kannst du nur machen, wenn sie nicht mit Deinem Minijob kollidiert. Kündigen darfst du den Minijob auf keinen Fall, weil das Deine Bedürftigkeit erhöht und du deswegen mit 30³ sanktioniert werden kannst
 

Holger01

Accountproblem bitte Admin informieren.
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Eines der obersten Ziele von Alg2 lautet: "Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass
1.durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt, die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert wird ..."

Quelle: § 1 Abs. 2 Ziff. 1 SGB II.


Hieran muss sich auch deine SB halten.


Arbeitsvertrag liegt der SB vor, und jetzt sagt sie plötzlich, ich muss trotzdem an der Maßnahme teilnehmen und müsse den Minijob gleich wieder kündigen.

Falls sie auf Kündigung deines Minijobs besteht, dann lasse dir dies von der SB schriftlich geben. Z.B. als Anweisung, Aufforderung nach xx§§, Ergänzung der bestehenden EGV.

SB wird dir dies sicherlich nicht schriftlich geben; daran wirst du merken, dass dein Minijob Vorrang haben darf, Vorrang tatsächlich hat!

Falls SB es dir doch schriftlich gibt :icon_neutral:, dann anonymisiert hier einstellen, und wir nehmen das dann auseinander...

Bitte kündige auf keinen Fall den Minijob! :icon_daumen:

...
 
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Hallo..ein bekannter war vor kurzem auch so ein Problem..er hatte einen 450€ Job und SB wollte ihn in eine Maßnahme drücken...SB meinte "dann wird die Maßnahme zeitlich angepasst"...
 

Makale

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Hallo..ein bekannter war vor kurzem auch so ein Problem..er hatte einen 450€ Job und SB wollte ihn in eine Maßnahme drücken...SB meinte "dann wird die Maßnahme zeitlich angepasst"...

Und das ist "leider" zulässig ... ABER die TE hat 3 Kinder. Je nach Alter der Kinder und anderer persönlicher (Familien)Verhältnisse könnte diese Möglichkeit der "Maßnahmenanpassung" hier von vornherein nicht zum Zuge kommen; also keine Maßnahme.
 

gelibeh

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Nun habe ich einen Minijob gefunden, Beginn 18.03., also ab Montag.
Arbeitsvertrag liegt der SB vor, und jetzt sagt sie plötzlich, ich muss trotzdem an der Maßnahme teilnehmen und müsse den Minijob gleich wieder kündigen.
Verlange von der SB, dass sie Dir das schriftlich gibt, dass Du den Minijob kündigen sollst. Nie auf mündlich Gesagtes verlassen. Immer alles schriftlich verlangen.
Und nie wieder alleine zum JC gehen. Da hätte man die SB nämlich schon für die Aussage dran kriegen können, dass Du sanktioniert wirst, wenn Du die EGV nicht unterschreibst.
 

Kids

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Ich stecke auch in so einer Situation. Ich habe zwei Minijobs und meine SB will mich auch unbedingt in irgendwelche Maßnahmen / Umschulungen stecken, obwohl ich in meinem Minijob von Montag bis Samstag arbeiten gehe und Mittwochs und Samstags geh ich sogar 2x los. Bekomme auch nur noch Einladungen zu irgendwelchen Fraueninfobörsen, Bildungsmessen,... usw., da kann ich immer nicht hingehen, weil ich Vormittags arbeite. Weiß auch nicht, wie ich mich dagegen noch wehren soll! Kann mir da jemand einen Rat geben?
 
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Auch ich habe einen Minijob( 99 euro Basis ). Habe durchgesetzt die Maßnahme in Teilzeit zu absolvieren. Geht, muß man nur glaubhaft rüberbringen.
Ich habe aber das Glück, sagen wir mal so, daß ich dort nur am Wochenende und nachts (Gastro-Branche) ein wenig dazu verdiene.
So war mein FM einverstanden und ich muß nur drei Mal die Woche (DI;MITT und Donnerstag dorthin.
Also, bitte unbedingt auf Teilzeit pochen. Lass dich nicht abwimmeln. :icon_daumen:
Hartnäckigkeit zahlt sich aus.
Lg. azra
 

Julica

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Die Maßnahme findet in Teilzeit statt, vormittags. Bewerbungstraining für Eltern mit Teilzeiteinschränkung.
Das wäre dann das dritte Mal, nur jedesmal ein anderer Träger.
Ich werde aber auch vormittags arbeiten, von daher lässt sich das nicht vereinbaren.

Ich were auf jeden Fall hartnäckig bleiben. Immerhin hat SB mich aufgefordert, mir einen Minijob zu suchen. Dann kann sie jetzt nicht verlangen, diesen zu kündigen. Irgendwann reicht es doch echt mal :icon_eek:
 

Couchhartzer

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Bewerbungstraining für Eltern mit Teilzeiteinschränkung.
Das wäre dann das dritte Mal, nur jedesmal ein anderer Träger.
Schreib das doch mal an das Kundenreaktionsmanagement der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg (BA), mit der Frage, warum du nun jetzt schon ein Drittesmal eine Maßnahme mit Bewerbunstraining durchführen sollst, die du aufgrund bereits schon mehrfacher Teilnahme fast auswendig kennst und wobei du sowieso bereits nach erfolgreich verlaufener Bewerbung einen Minijob ausübst.
Nenne ruhig auch das Jobcenter und den SB der das verlangt in dem Schreiben mit Namen und frage ganz gezielt zusätzlich, ob das der Sinn und Zweck der Sozialgesetzgebung sein soll, mehrfach Steuergelder für teure Maßnahmen zu verschwenden, nur um Hilfeempfänger trotz bereits vorhandenem Minijob immer wieder in denselben unsinnigen Maßnahmen zu parken, oder ob es nicht zweckmäßiger wäre geschultere Sachbearbeiter mit mehr Kompetenz zu beschäftigen, die tatsächlich noch etwas vom Vermitteln verstehen und damit auch eher die steuerfinanzierten Gehaltszahlungen wert wären .
 

Julica

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das wäre natürlich auch ne Idee.
Es könnte zwar sein, daß meine SB dann Amok läuft und sich noch mehr Gemeinheiten einfallen lässt, aber vielleicht bewirkt es ja auch was und sie merkt,daß ich mir nicht mehr alles gefallen lasse.

Ich werde auch sicher nie mehr ohne Begleitung zu Terminen erscheinen, nachdem ich letztes Mal von der netten Dame als unfähige Mutter bezeichnet wurde...weil doch Kinder mit 8 Jahren nachmittags allein zuhause bleiben können, wenn die Mutter arbeitet. Auf meinen Einwand, daß ich mein Kind nicht täglich 3 oder 4 Stunden allein lassen möchte, hieß es dann, dann wäre ich wohl unfähig, Kinder zu erziehen.
 

BiancaBerlin

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Ich werde auch sicher nie mehr ohne Begleitung zu Terminen erscheinen, nachdem ich letztes Mal von der netten Dame als unfähige Mutter bezeichnet wurde...weil doch Kinder mit 8 Jahren nachmittags allein zuhause bleiben können, wenn die Mutter arbeitet. Auf meinen Einwand, daß ich mein Kind nicht täglich 3 oder 4 Stunden allein lassen möchte, hieß es dann, dann wäre ich wohl unfähig, Kinder zu erziehen.

Mach Dir über solche unsachlichen und verleumderischen Äußerungen Gesprächsnotizen mit Datum und Uhrzeit, die Du - falls es dazu kommt - dem SG vorlegen kannst. Dies ist erst einmal besser als nichts, da Du ja bei diesem Gespräch noch keinen Beistand dabei hattest, der als Zeuge fungieren kann. Auch für eine Beschwerde beim Kundenreaktionsmanagement wären solche Gesprächsnotizen wichtig.
 

Julica

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heute kam glatt die nächste Einladung...man lädt mich für nächste Woche ein. Frau ... möchte mit Ihnen über eine berufliche Weiterbildung sprechen

Ich frage mich, was das jetzt soll???
 

Kids

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heute kam glatt die nächste Einladung...man lädt mich für nächste Woche ein. Frau ... möchte mit Ihnen über eine berufliche Weiterbildung sprechen

Ich frage mich, was das jetzt soll???

Ich glaube, dass es dir genau so geht wie mir. Ich bekomme auch ständig irgendwelche Einladungen, wo ich hinkommen soll. Im Moment bin ich auch wegen diesen ganzen Druck vom Jobcenter krank geschrieben. :icon_kotz:
 

2010

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heute kam glatt die nächste Einladung...man lädt mich für nächste Woche ein. Frau ... möchte mit Ihnen über eine berufliche Weiterbildung sprechen

Ich frage mich, was das jetzt soll???

Wann ist der Termin ? Wenn er mit deinem Minijob kollidiert, lass dir vom AG eine Nichtabkömmlichkeit ausstellen.
Ansonsten würde ich der SB schriftlich mitteilen, daß ein Minijob immer vor Maßnahme geht.
Sie ist dann in Zugzwang.
Ansonsten hast du ja einen Zeugen, sollte sie dich zu einem pers. Gespräch vorladen können.
Nicht zu viel reden. Fakten aufzeichnen u. ggf. schriftlich entgegen treten. Niemals etwas unterschreiben. Immer alles zur Prüfung mitnehmen.
Reden bringt nie viel, Schriftliches ist immer besser. Schon wegen der Beweislast.
 

Julica

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Ich glaube, dass es dir genau so geht wie mir. Ich bekomme auch ständig irgendwelche Einladungen, wo ich hinkommen soll. Im Moment bin ich auch wegen diesen ganzen Druck vom Jobcenter krank geschrieben. :icon_kotz:


Das versteh ich...ich kriege schon jedesmal Herzrasen, wenn ich zum Briefkasten gehe. Immer was neues...
Kann man sich eigentlich beim Termin vertreten lassen? Nee, oder?
 

ihelpyou

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Hi, befolge einfach diese goldene Regeln und dich wird nie mehr ein SB stören bzw. was dummes sagen oder unkompetenet beraten:

1. Komme immer mit d. Beistand oder nehme d. Gespräch auf. Vorher natürlich d. Einverständnisserklärung schriftlich einholen.

2. Alle Anweisungen, Aussagen ...etc. von einem SB, welche dich zum irgendwas zwingen sollten bitte schriftlich anfordern.

3. Wenn du welche Unterlagen abgibst, bitte ein schriftliches Bestättigung sichern.

4. Wenn du genau weißt, dass du Recht hast, gleich ein Wiederspruch einlegen und dies auch mit Regeln und Gesetzen begründen. Ein Wiederspruch shcicke gleich per Einschreiben Einwurf an die Geschäftsleitung und nicht an deinen SB.


Glaube mir, nacher will mit dir keiner zu tun haben bzw. wirstd du dann immer gerecht behandelt.


Mfg
 
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