Probleme mit Krankekasse / Krankengeld

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sky82

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Hallo,

habe ein kleines Großes Problem. Meine Frau hat kranke Füße und muss wahrscheinlich Operiert werden. Leider dauert es bis Sie den Termin in einer Speziellen Klinik hat bis mitte März. Sie war am 3.1.2013 beim MDK welcher Sie gesund geschrieben hat obwohl sie nicht laufen kann und es wurde ihr noch gesagt das Sie mit den bisschen Schmerzen doch ohne Probleme laufen kann (Widerspruch läuft schon ). Desweiteren wurde Sie noch mehr oder weniger beschimpft wieseo Sie kein Auto und kein Führerschein hat, dann könnte Sie doch zur Arbeit fahren. Auf jedenfall bekamen wir am 7.1.2013 Post das der Krankengeldbezug zum 6.1.2013 Endet. Der Brief kam um ca 13 - 14 Uhr. Das Arbeitsamt hat bei uns leider schon um 13 Uhr geschlossen. Am nächsten Tag als Sie sich Arbeitlos gemeldet hat wurde ihr gesagt das das Amt den 7.1.2013 nicht bezahlen werde sodas Sie erst am 8.1.2013 beim Amt war. Weder die Krankenkasse noch das Arbeitsamt interessiert es das der Brief offensichtlich zu Spät gekommen ist.
Dann hat die Krankenkasse noch 1 Tag zu wenig im Dezember ausgezahlt. Sie hat ab dem 25.12.2012 Krankengeld erhalten und es wurde nur bis zum 30 für den Monat bezahlt und nicht bis zum 31. Soweit mir bekannt ist wird Krankgeld nach Kalendertagen bezahlt. Nur bei einem vollem Monat wird der Monat mit 30 Kalendertagen bezahlt. Die Krankenkasse interessiert das nicht. Nicht nur das Sie sich weigert das Krankengeld auszuzahlen, was einem kranken Bürger rechtlich zusteht, so versucht Diese noch mit kleinen Tricks den Menschen das Geld kürzen. Es ist auch nicht das erste mal das wir Probleme mit der Krankenkasse haben. Anscheinend will man Kranke Leute schnellstmöglich loswerden um die Gewinne weiterhin steigen zu lassen.

Was kann ich machen ? Wie stehen meine Rechtliche Chancen auf den 7.1.2013 wo der Brief offentsichtlich zu spät gekommen ist und sich keiner hierfür verantwortlich fühlt.

Mit wäre das alles nicht so Wichtig wenn ich das Geld nicht wirklich brauchen würde. Meine Frau ist Krank und ich befinde mich in einer Berufsausbildung, da ist jeder Euro einfach viel Wert.

Würde mich über Rat und generell auch Empfehlungen sehr freuen.

Wünsche alle noch ein schönes Wochenende.
 

Anna B.

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Hallo,

das mit den 31 Tagen im Monat des Zahlungsbeginns ist richtig...

Widerspruch gegen die Einstellung des KG ist auch richtig..

hat der beh. Arzt auch einen Widerspruch an den MDK formuliert?

da müßt ihr Unterstützung durch den beh. Arzt haben..sonst wird das nichts mit dem Widerspruch..

ansonsten, wenn dem Widerspruch nicht stattgegeben wird, Klage erheben...

wie das nun mit dem 1 Tag gehandhabt werden soll, weiß ich jetzt allerdings auch nicht..
aber ich würde von der KK mal Akteneinsicht fordern, damit du mal sehen kannst, wann dem KK-Mitarbeiter denn bekannt war, dass Arbeitsfähigkeit bestehen soll...

und außerdem meine ich, gibt es im Sozialrecht eine Frist bzgl. des Inkrafttretens von Entscheidungen...ich meine es müssen ein oder zwei Postwegtage mit eingerechnet werden...


das hab ich grad auch noch gefunden...

https://begutachtung.dr-toennies.de...reffen+von+Arbeitslosigkeit+und+Krankheit.pdf

das mit dem Postweg suche ich grad noch...

und dies hier soeben auch noch:

Krankengeldeinstellung


so, hier hab ich es mit dem Postweg:

§ 122 AO Bekanntgabe des Verwaltungsakts - dejure.org

d.h. übersetzt für euch, dass die KK die Postlaufzeit mit hätte berücksichtigen müssen und somit die Arbeitsunfähigkeit frühestens 3 Tage nach Postaufgabe des Verwaltungsaktes aufheben dürfen.

Beispiel
Brief geht am 2.1. zur Post, dann wäre er am 4.1. bei euch spätestens eingegangen..dann hätte die Leistung auch frühestens zum 4.1. aufgehoben werden dürfen..

dagegen würde ich auch ebenfalls Widerspruch einlegen..
einmal überhaupt gegen die Aufhebung der Leistung und zweitens gegen die Mißachtung des § 122 AO..

und mach dich wegen der Aufhebung der ARbeitsunfähigkeit noch mal im Krankenkassen und Krankenversicherung - Krankenkassenforum schlau...dort antworten KK-Mitarbeiter, die dir Tipps geben können..
viel Erfolg
 

sky82

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Vielen Dank Anna!

Das hat mir alles schon mal weitergeholfen. Für den Widerspruch haben wir natürlich auch die Unterstützung des Arztes.

Wir werden jetzt noch der Krankgeldzahlung Widersprechen und schauen mal was weiter passiert.

Danke nochmals,

Schöne Grüße

sky82
 

Hartzeola

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Sie war am 3.1.2013 beim MDK welcher Sie gesund geschrieben hat obwohl sie nicht laufen kann und es wurde ihr noch gesagt das Sie mit den bisschen Schmerzen doch ohne Probleme laufen kann (Widerspruch läuft schon ).

Die Zahlung von Krankengeld wird zum Einen in den Fällen beendet, in denen der Versicherte
keine weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr beibringt. Wenn nach Auffassung
des behandelnden Arztes die Arbeitsunfähigkeit nicht mehr fortbesteht, stellt der behandelnde
Arzt keine (weitere) Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr aus und der Anspruch auf
Krankengeld endet mit Ablauf des zuletzt bescheinigten Arbeitsunfähigkeitszeitraumes. Eines
gesonderten Aufhebungsbescheids nach § 48 SGB X bedarf es dann regelmäßig nicht
(vgl. BSG, Urt. v. 22.03.2005 – Az. B 1 KR 22/04 R, Rz. 30). Erst wenn nach ggf. vorausgegangener
Krankengeldgewährung eine erneute ärztliche Bescheinigung vorgelegt wird, besteht
für die Krankenkasse überhaupt Anlass, die weiteren rechtlichen Voraussetzungen eines
Krankengeldanspruchs zu prüfen (BSG, a.a.O. Rz. 31).
https://www.bundesversicherungsamt....perty=publicationFile.pdf/Rundschreiben49.pdf

so, hier hab ich es mit dem Postweg:

§ 122 AO Bekanntgabe des Verwaltungsakts - dejure.org

d.h. übersetzt für euch, dass die KK die Postlaufzeit mit hätte berücksichtigen müssen und somit die Arbeitsunfähigkeit frühestens 3 Tage nach Postaufgabe des Verwaltungsaktes aufheben dürfen.

Seit wann handelt Krankenkasse gem. AO?

Definition


Kurzerklärung:
Die Abgabenordnung ist das bedeutendste Gesetz des Steuerrechts, daher auch als "steuerliches Grundgesetz" bezeichnet. Es umfasst in neun Abschnitten sowohl das formelle Recht einer Verfahrensordnung sowie einen allgemeinen Teil des materiellen Steuerrechts.


Ausführliche Erklärung:
Definition » Abgabenordnung (AO) « | Gabler Wirtschaftslexikon
 

Anna B.

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ZynHH

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Ist das "Einstellungsschreiben" denn als PZU gekommen oder wie will die KK nachweisen, dass das Schreiben angekommen ist?
 

Anna B.

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hallo,

noch kurzer Nachsatz...

was mich so ärgert...die KK hält ihre Kunden für doof...

"der merkt dass schon nicht, dass wir 2 Tage zu früh, das KG aufheben"...

unverschämt...
 

sky82

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Hallo,

wollte nur mal kurz zum Stand der Dinge berichten.
Wir haben natürlich gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt und einen Rechtsanwalt für den weitern verlauf bevollmächtigt.

Ich werde weiterhin berichten!

schöne Grüße
 
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