Probleme mit Jobcenter und Wohnungsverlust

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AnKa33800

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Hallo, ich bin neu hier. Vielleicht weiß jemand einen Rat für mich.
Ich war 2007 arbeitslos und hatte keine neue Arbeit in Aussicht. Daher bin ich Anfang 2008 zu meinen Freund nach Frankreich gegangen. Kurz danach habe ich erfahren, dass meine Wohnung, die noch von meinem Ex-Partner bewohnt wurde, wieder verkauft wurde und nun einen neuen Eigentümer hat. Gleichzeitig hatte sich auch die Miete zu Mai 2008 um fast 100,- € erhöht. Der neue Eigentümer hat auch gleich Eigenbedarf angemeldet und mich gekündigt. Mein Ex-Partner ist im Mai 2008 ausgezogen und ich bin im Juni wieder zurückgekommen. Habe mich beim Arbeitsamt am 09.06. arbeitssuchend gemeldet und mir wurde am gleichen Tag ein Termin gegeben, damit ich bei der Leistungsstelle vorspreche. Die Dame sagte mir, das wäre jetzt neu, aber zu meiner Sicherheit. Ich würde sofort erfahren ob ich Leistungen beziehen kann und wie viel es wäre. Also ging ich zum Termin und gab meine Papiere ab. Der Bearbeiter ging alles durch, schaute in den Computer und sagte, alles ok, ich werde ab Antragstellung Geld beziehen. Eine Woche später erhielt ich ein Schreiben, in dem der Antrag abgelehnt wurde. Ich dachte, kann ja nur ein Mißverständnis sein und legte Widerspruch ein.. Als der Juni um war hatte ich weder Geld noch eine Antwort. Also schrieb ich noch mal das Arbeitsamt an. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, sie hätten mein Schreiben nicht, aber würden nachschauen. Ich wartete ab, doch zum Ende Juli wurde ich nun ungeduldig und rief meine Rechtsschutzversicherung an. Die sagte mir, diese Sachen dauern immer lange. Und ich könnte keinen Anwalt nehmen, da dies Sozialrecht ist und erst bei Gericht meine Versicherung in Kraft tritt. So mußte ich mir das Geld für die Monate Juni und Juli leihen. Es wäre sonst nicht möglich überhaupt gegen die Kündigung vorzugehen. Diese wurde mittlerweile vom Eigentümer in Nichtzahlung umgewandelt. Anfang August ging ich dann zum Jobcenter und erklärte den Sachverhalt. Ich nahm diesmal auch einen Zeugen mit, meine Mutter. Die Bearbeiterin sagte in 14 Tagen bekomme ich Bescheid. Für die rückständige Miete kommen sie nicht auf. Ich solle mich bei der Sozialen Wohnhilfe erkundigen. Was ich auch tat. Die Dame dort konnte mir aber auch nicht helfen, da man keine Rückstände zahlt für eine gekündigte Wohnung. Ich würde aber gute Chancen haben, eine neue Wohnung zu finden, da ich in meiner jetzigen Wohnung fast 24 Jahre lebe. ich habe mehrmals beim Jobcenter angerufen, um in Erfahrung zu bringen, wie weit mein Antrag ist. Mir wurde gesagt, ich müßte 6 Wochen abwarten. Vorher brauche ich gar nichts zu erwarten. Mittlerweile ist der Arbeitsvertrag meines Freundes in Frankreich nicht verlängert worden und er war nun arbeitslos. Wir sahen das als Möglichkeit, dass er mich besucht hier in Deutschland. Glücklicherweise hatte er auch gerade seine Steuerrückzahlung erhalten, die dies ermöglichte. Er wollte sich Berlin anschauen und an einem Deutschkurs teilnehmen. Was er auch tat und natürlich von seinem Geld. Von September bis November wollte er bei mir bleiben du hatte auch günstige Tickets für sich gekauft. Als ich dann nach genau 6 Wochen beim Jobcenter wieder erschien, mit meiner Mutter als Zeuge, war ich so ehrlich und sagte, das mein Freund mich gerade besucht. Ich wurde gefragt ob er hier bleibt. Was ich verneinte. Dann sagte die Dame, es ist ja noch eine Weile hin bis er wieder abfliegt (Termin 19.11.) und ich könnte Bescheid sagen. Was mich nur verwunderte. Er hat schließlich eine Wohnung in Frankreich und seine Tochter. Und wer trifft so eine Entscheidung. Nun gut, die Dame sagte nun, ich bekomme erst einmal einen Abschlag, das restliche Geld geht aufs Konto. Und die Miete müssen sie nun aufgrund des bereits vorhandenen Mietrückstandes selbst überweisen. Wir fragten zweimal nach, das Jobcenter überweist direkt die Miete? Zweimal wurde das bejaht. Einige Tage später erhielt ich meinen ersten Bewilligungsbescheid. In dem mein Freund angegeben ist und mir die Miete um die Hälfte gekürzt wurde. Auch erhielt ich ein gesondertes Schreiben, wo ich eine Frist gesetzt bekommen habe bis zum 03.10., das ich erklären bzw. mein Freund, ob er sich weiterhin in Deutschland aufhalten will. Unglaublich. In dieser Zeit erhielt ich auch endlich die Antwort wegen meines Widerspruches vom Arbeitsamt. Mein Antrag vom 09.06. wurde abgelehnt, da mein Anspruch am 08.06. abgelaufen sei. Ich bin also nochmals hin zum Jobcenter. Es sah aus, als wenn er erklären muß zu bleiben, damit ich die volle Miete erhalte. Also taten wir das. Ich sah gar keine andere Möglichkeit. Eine Bearbeiterin sagte zu mir, ist ja eine Frechheit, wir zahlen Miete für eine gekündigte Wohnung. Worauf ich sagte, sie zahlen ja nicht mal und was glauben sie, ist doch logisch das man gekündigt wird. Auch die Krankenkasse hatte sich bei mir gemeldet und wollte Beiträge für die Zeit vom 08.06. bis Anfang August. Ich bin zur Krankenkasse und habe meinen Fall geschildert und erklärt ich kann nicht zahlen. Wovon denn. Der nette Herr meinte nur, wenn ich obdachlos werde, kein Problem, sie wären bereit die Rechnungen auch an meine Mutters Adresse zu schicken. Damit ist mir ja geholfen. Mein Freund ist abgereist im November, um mir nicht noch mehr Probleme zu machen. Ich habe einen Anwalt endlich eingeschaltet. Ab Dezember hat das Jobcenter dann die volle Miete gezahlt. Mein Anwalt versucht weiterhin die Rückstände einzuklagen, Geld das ich mir leihen mußte. Im Februar war Gerichtsverhandlung und ich habe meine Wohnung verloren. Jederzeit kann sich der Gerichtsvollzieher melden. Eine untragbare Situation für mich. Ab März diesen Jahres wollte das Jobcenter erneut die Miete selbst überweisen, was sie nie vorher taten. Am 17.04., nachdem auch keine Leistungen für den Monat gekommen sind, haben wir wieder beim Jobcenter vorgesprochen. Ich habe einen Abschlag von 100,- € erhalten und man hat an diesem Tag die Mieten März und April überwiesen. Am 21.04. erhielt ich erneut Post vom Jobcenter. Man müsse mit mir über meine zu hohe Miete sprechen, da ich schon seit über einem Jahr Leistungen erhalte. Und solle die letzten 3 Mietquittungen vorlegen. Wie das, wenn das Jobcenter seit März selber zahlt. Mein Anwalt versucht das Jobcenter schuldig zu erklären, dass ich meine Wohnung letztendlich verlor, damit ich Umzugskosten etc. bekomme. Da ich natürlich vom jetzigen Eigentümer keine Bescheinigung erhalten werde, das ich immer pünktlich gezahlt habe, erschwert dies die Wohnungssuche. Ich hatte gerade eine Wohnung gefunden, in einem anderen Bezirk, wo man mich ggfs. hätte genommen. Sie liegt leider etwas über den erlaubten Satz von 378,- €, wenn man die 10% Klausel einbezieht, die zwar nicht bei Neuanmietungen gilt, nur bei drohender Obdachlosigkeit. Das wären dann 415,80 €. Wie auch immer. Diese Wohnung ist günstiger als meine jetzige. Meine Mutter hatte beim Jobcenter vorgesprochen und sich bereit erklärt, die Differenz zu tragen. Man sagte nein, zu allem. Umzugskosten, Kaution wie auch immer. Ich sitze hier halbwegs auf Kisten und bin am warten.
 

AnKa33800

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Ja, er ist noch tätig. Schreibt und schreibt, bis heute noch nichts positives heraus gekommen. Und in Bezug aufs Jobcenter höre ich von ihm nur, die wissen dort nichts und sind unfähig.
 

Mario Nette

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Nur, um nachvollziehen zu können, warum das Jobcenter so schnarchig ist: a) sind sie überarbeitet und b) sagen sie sich, dass du ja momentan noch ein Dach über dem Kopf hast.

Außerdem haben sie dich mehrfach gelinkt.

Bekommst du denn nun momentan regulär Leistungen?

Mario Nette
 
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